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recht.de • Thema anzeigen - Reha-Klinik verweigert Patient trotz Schmerzen Arzt
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BeitragVerfasst: 04.01.18, 11:28 
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Hallo, Patient stürzt auf der Anreise zur Reha und klagt über Schmerzen in den Knien. Knie sind aufgeschürft und geschwollen. Der Patient bittet aufgrund von Schmerzen um einen Arzttermin, dieser wird ignoriert, der behandelnde Arzt sei nicht da und zum Orthopäden könne er nicht, da er kein orthopädischer Patient der Klinik sei. Patient bricht Reha ab und zu Hause erfolgt AU-Meldung und D-Arzt-Aufnahme. Könnte man dies als unterlassene Hilfeleistung der Klinik bezeichnen?


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BeitragVerfasst: 04.01.18, 13:32 
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Der Patient konnte also die Reha abbrechen und unter eigenem Dampf nach Hause reisen, aber in der Klinik abwarten, bis der Arzt verfügbar war, war nicht zumutbar?

Dann war es wahrscheinlich auch kein Fall gemeiner Gefahr oder Not, sondern nur trotziges Stampfen mit den Füßen.

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The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
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BeitragVerfasst: 07.01.18, 12:21 
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Themenstarter
Dies kann dadurch begründet sein, dass es über die Feiertage geschehen ist.


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 12:35 
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Querdenker hat geschrieben:
Dies kann dadurch begründet sein, dass es über die Feiertage geschehen ist.
Für diese Fälle steht der kassenärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 wird der Anrufer zum örtlich zuständigen Bereitschaftsdienst verbunden. Dann erfährt der Anrufer die Adresse und die Sprechzeiten des Bereitschaftsarztes.

Das Personal der Reha-Klinik hat anscheinend die Einschätzung vorgenommen, dass es sich um eine Erkrankung, deren Behandlung aus medizinischen Gründen warten kann, bis der Klinik-Arzt wieder anwesend ist.

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 14:48 
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khmlev hat geschrieben:
Querdenker hat geschrieben:
Dies kann dadurch begründet sein, dass es über die Feiertage geschehen ist.
Für diese Fälle steht der kassenärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 wird der Anrufer zum örtlich zuständigen Bereitschaftsdienst verbunden. Dann erfährt der Anrufer die Adresse und die Sprechzeiten des Bereitschaftsarztes.

Der Bereitschaftsarzt ist bestimmt begeistert, wenn er erfährt, dass er als Lückenbüßer für einen nicht verfügbaren Arzt in der Reha-Einrichtung herhalten muss.

Zitat:
Das Personal der Reha-Klinik hat anscheinend die Einschätzung vorgenommen, dass es sich um eine Erkrankung, deren Behandlung aus medizinischen Gründen warten kann, bis der Klinik-Arzt wieder anwesend ist.

Sicher ist das Personal für diese Beurteilung qualifiziert.


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 15:04 
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In Reha-Einrichtungen ist nicht immer eine 24/7-ärztliche Versorgung erforderlich.

Und da ist dann insbesondere am Wochenende der kassenärztliche Bereitschaftsdienst zuständig und diesen kann jeder Gast eigenständig aufsuchen.

Das Personal sah jedenfalls keine Erfordernis den Rettungsdienst oder den Notarzt des Rettungsdienstes zu rufen.

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 15:10 
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Evariste hat geschrieben:
Der Bereitschaftsarzt ist bestimmt begeistert, wenn er erfährt, dass er als Lückenbüßer für einen nicht verfügbaren Arzt in der Reha-Einrichtung herhalten muss.

Und wenn der Psychiater jetzt anwesend gewesen wäre? Hätte der denn das Knie behandeln können oder den Patienten auch an den örtlichen Notdienst verwiesen?

Evariste hat geschrieben:
Sicher ist das Personal für diese Beurteilung qualifiziert.

Wenn der Patient als medizinischer Laie selbst auch zu der Auffassung gelangt, dass sogar eine längere Heimreise und das Warten zuhause, bis nach den Feiertagen der eigenen Arzt wieder zur Verfügung steht, dann muss man sich wirklich fragen, wieso er es für nicht zumutbar hielt, am Rehaort zu warten, bis der diensthabende Arzt ins Haus kommt,
Und ja, ich traue dem Personal zu, die Entscheidung zu treffen, ob man den Diensthabenden jetzt ins Haus ruft oder bis zur nächsten Routinevisite zu warten. Denn auch an Feiertagen gibt es in einer Rehaklinik ärztliche Versorgung, nur sitzt der Arzt nicht ständig auf Station.

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BeitragVerfasst: 07.01.18, 18:15 
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Der Patient wählte den falschen Weg.

Der Abbruch der Reha war unnötig.

Der Patient hätte den Arzt seiner Wahl aufsuchen können und im Falle einer AU die Reha unterbrechen können um sie nach Genesung weiter zu führen.


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 19:00 
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Ich habe den Sachverhalt so verstanden, dass ein Orthopäde verfügbar war, der sollte/konnte/durfte aber den Patienten nicht einmal ansehen. Das klingt dann schon etwas merkwürdig.

Ob ein Hinweis auf den äztlichen Bereitschaftsdienst erfolgt ist, oder auch ein Hinweis, dass die Reha unterbrochen werden kann und nicht abgebrochen werden muss, bleibt unklar.

Unterlassende Hilfeleistung sehe ich aber auch nicht.


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 19:42 
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Die Möglichkeit der Unterbrechung bei Verhinderung durch Krankheit war bisher in den Verträgen aller Reha - Einrichtungen die ich selbst kennen lernen durfte aufgezeigt. Auch bei Bekannten war dies so.

In Reha Maßnahmen der Rentenversicherer war dies sogar schon durch den Rentenversicherer im Vorfelde mitgeteilt worden.
Ich gehe daher davon aus das es so Standard ist.

Der Patient war hier nicht Patient der Orthopädischen Abteilung. Die können die Untersuchung eines Patienten aus der "Fremdabteilung" nicht abrechnen und auch deren Versicherung würde im Fall der Fälle nicht einspringen.

Auch mir ist es so bekannt das man bei einem Leiden welches nicht Bestandteil der Rehabilitation ist einen Arzt außerhalb der Einrichtung aufsuchen muss.
Wäre es wohl wirklich so schlimm gewesen hätte man vermutlich auch den Rettungsdienst gerufen.


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 20:11 
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Rabenwiese hat geschrieben:
Die Möglichkeit der Unterbrechung bei Verhinderung durch Krankheit war bisher in den Verträgen aller Reha - Einrichtungen die ich selbst kennen lernen durfte aufgezeigt. Auch bei Bekannten war dies so.
...
Auch mir ist es so bekannt das man bei einem Leiden welches nicht Bestandteil der Rehabilitation ist einen Arzt außerhalb der Einrichtung aufsuchen muss.

Mir was es bisher nicht bekannt, allerdings war ich noch nie einer Reha-Klinik. Vielleicht wußte der Patient ja auch nicht davon...


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BeitragVerfasst: 07.01.18, 22:27 
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Evariste hat geschrieben:
Mir was es bisher nicht bekannt, allerdings war ich noch nie einer Reha-Klinik. Vielleicht wußte der Patient ja auch nicht davon...

Dann hätte er seine Unterlagen lesen müssen. Die Rahmenbedingungen werden den Rehabilitanden schriftlich ausgehändigt.

Davon abgesehen seind Rehakliniken nicht für die Versorgung von Akutpatienten ausgestattet. Wenn dort Unfälle, Herzinfarkte, Embolien oder sonstwas passiert, müssen die Patienten in aller Regel den örtlichen Notdienst in Anspruch nehmen.

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