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recht.de • Thema anzeigen - DNA bei Einbruch?
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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 18:10 
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gmmg hat geschrieben:
Manche Leute sind sich ihrer Sache sehr sicher, auch wenn Sie total daneben liegen. :lachen: Schauen Sie mal in § 81e StPO.
...


Mal ganz abgesehen davon, dass das tatbestandlich hier nicht erfüllt ist:

Zitat:
§ 81f
Verfahren bei der molekulargenetischen Untersuchung

(1) 1Untersuchungen nach § 81e Abs. 1 dürfen ohne schriftliche Einwilligung der betroffenen Person nur durch das Gericht, bei Gefahr im Verzug auch durch die Staatsanwaltschaft und ihre Ermittlungspersonen (§ 152 des Gerichtsverfassungsgesetzes) angeordnet werden. 2Die einwilligende Person ist darüber zu belehren, für welchen Zweck die zu erhebenden Daten verwendet werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 18:20 
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Was soll die Nebelkerze jetzt? Was soll hier nicht erfüllt sein? Klar unterliegt die Maßnahme dem Richtervorbehalt, davon habe ich doch schon oben gesprochen.

Guten Rutsch!


Zuletzt geändert von gmmg am 31.12.17, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 18:27 
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freemont hat geschrieben:
Hier werden i.Ü. nicht "Unschuldige in die Ermittlungen einbezogen". Auch das ist völliger Unsinn. Ganz im Gegenteil soll ja gerade sichergestellt werden, dass nicht gegen sie ermittelt wird.



Genau. Das macht die StPO sie zieht Unverdächtige in die Ermittlungen ein, lässt Maßnahmen gegen sie zu - ohne dass gegen sie ermittelt wird, denn dann wären sie ja Beschuldigte.



81e sagt ja, dass das Material durch 81a (Beschuldigte) 81c(andere) erlangt wurde
81g bezieht sich auf künftige Straftaten
81h Reihenuntersuchung
Das sind ganz andere Fälle, für die eine Norm geschaffen wurde


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 18:42 
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gmmg hat geschrieben:
... Was soll hier nicht erfüllt sein? ...


Scherzfrage? Beim Opfer eines Einbruchs ist das völlig ausgeschlossen.

Das dient allein der Effizienz der Ermittlungen. Grundrechtseingriffe lässt das aber nicht zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 18:49 
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Beiträge: 824
Tom Ate hat geschrieben:
Das macht die StPO sie zieht Unverdächtige in die Ermittlungen ein, lässt Maßnahmen gegen sie zu - ohne dass gegen sie ermittelt wird, denn dann wären sie ja Beschuldigte.
Es ist meines Wissens nirgends im Gesetz verankert, dass erst einmal von Unverdächtigen erlangtes Material nicht gegen sie verwendet werden darf. Stellt sich beispielweise heraus, dass Spuren auf eine Tatbeteiligung schließen lassen, dann wird der Untersuchte zum Beschuldigten.

freemont hat geschrieben:
Beim Opfer eines Einbruchs ist das völlig ausgeschlossen.
Ach ja, und das wissen Sie so sicher, wie sie oben noch glaubten, dass DNA-Untersuchungen bei Unverdächtigen gar nicht möglich sind. :lachen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 19:13 
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Beiträge: 8073
gmmg hat geschrieben:
...

freemont hat geschrieben:
Beim Opfer eines Einbruchs ist das völlig ausgeschlossen.
Ach ja, und das wissen Sie so sicher, wie sie oben noch glaubten, dass DNA-Untersuchungen bei Unverdächtigen gar nicht möglich sind. :lachen:


Das stimmt schon § 81e hatte ich übersehen. Möglich wäre das schon, ob es legal wäre ist die Frage.

Und hier wäre das nicht legal, da bin ich mir sicher. Nicht ohne Einverständnis. Und den Gerichtsbeschluss, der das i.d.F. anordnet würde ich gerne sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 20:23 
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Schwarzteetrinker hat geschrieben:
B´s Problem mit der DNA-Probe ist - fiktiv - einfach dass B z.B. als Raucher dann immer als Verdächtiger geführt werden kann.
Kippe wird weggeworfen, zehn Minuten später geschieht eine Straftat und *zack* ist ein Unbescholtener der "Depp".

Es geht konkret also um ein nicht vorhandenes Vertrauen in etwaige Aussagen eines Polizisten "...nur solange gespeichert, bis der Fall geklärt...".
B. ist sich als Programmierer bewußt, dass keine digitale Information je wieder "gelöscht" werden kann.
Es ist aber schlichtweg so; die DNA würde benutzt werden, um DNA-Spuren von B als Tatortberechtigtem auszusortieren. Ist das erledigt, wird das Muster gelöscht, in der DAD taucht das Muster niemals auf.

Das genannte Beispiel mit der Straftat 10 Minuten später ist im übrigen inkonsequent. Man kann an der Stelle auch Fingerabdrücke hinterlassen und wäre bei der genannten Befürchtung - die nicht der Realität entspricht - dann mit den Fingerabdrücken genauso fällig. Die werden für den Ausschluss von Spuren genauso digital gespeichert wie das DNA-Muster.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 02.01.18, 15:12 
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Deputy hat geschrieben:
Die werden für den Ausschluss von Spuren genauso digital gespeichert wie das DNA-Muster.
Aha. Ich denke die werden nicht gespeichert?

Deputy hat geschrieben:
Es ist aber schlichtweg so; die DNA würde benutzt werden, um DNA-Spuren von B als Tatortberechtigtem auszusortieren. Ist das erledigt, wird das Muster gelöscht, in der DAD taucht das Muster niemals auf.
Das sagt vielleicht das Gesetz, aber wir leben leider in einem Staat, den sich vielleicht selbst noch daran orientiert mag, aber ausländische Banden machen lässt was sie wollen. Nur die Spitze des Eisberges ist die Bespitzelung der Kanzlerin von deutschem Boden aus. Nicht mal das konnten diese Staatsversager verhindern, was hat denn da der einfache Bürger schon zu erwarten?


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 04.01.18, 22:31 
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gmmg hat geschrieben:
Deputy hat geschrieben:
Die werden für den Ausschluss von Spuren genauso digital gespeichert wie das DNA-Muster.
Aha. Ich denke die werden nicht gespeichert?
Und wie soll man den Abgleich machen, wenn man das Muster für den Abgleich nicht speichert? Du bis genau der Typ, der erst quer schießt und sich nachher beschwert, dass sein Muster in der DAD landet - obwohl Du genau das bewußt provoziert hast und hättest verhindern können.

Es wird für den Ausschluss von Spuren genauso digital gespeichert, nicht in der DAD. Aber um diesen Unterschied zu erkennen müsste man natürlich zumindest ein ganz klein wenig wissen, um was es geht - das ist bei dir eher nicht der Fall.

gmmg hat geschrieben:
Deputy hat geschrieben:
Es ist aber schlichtweg so; die DNA würde benutzt werden, um DNA-Spuren von B als Tatortberechtigtem auszusortieren. Ist das erledigt, wird das Muster gelöscht, in der DAD taucht das Muster niemals auf.
Das sagt vielleicht das Gesetz, aber wir leben leider in einem Staat, den sich vielleicht selbst noch daran orientiert mag, aber ausländische Banden machen lässt was sie wollen. Nur die Spitze des Eisberges ist die Bespitzelung der Kanzlerin von deutschem Boden aus. Nicht mal das konnten diese Staatsversager verhindern, was hat denn da der einfache Bürger schon zu erwarten?
Und was hat das mit der DAD zu tun?!


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 05.01.18, 00:03 
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Deputy hat geschrieben:
Und was hat das mit der DAD zu tun?!
Wenig. Es geht mir um ein bisschen mehr als die offizielle Datenbank der Polizei. Wenn du mal schauen würdest, worüber ich geschrieben habe, bevor du hier herumpolterst, würdest du es auch mitbekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 05.01.18, 08:07 
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Nur nicht gespeichertes ist auch nicht gespeichert :mrgreen:
Wir vertrauen dem Staat leider in Bezug auf Speicherfristen zu viel. Auch in meiner Kommune wird zu viel und zu lange gespeichert. Wenn die Daten da sind, werden sie ausgewertet. Auch wenn man sie offiziell noch nicht verwenden kann.
Im vorliegenden Fall kann auch ein Zeuge mit Abgabe seiner DNA z.B. Angehörige belasten ohne auf sein Zeugnisverweigerungsrecht hingewiesen worden zu sein.
So schwer das auch fällt ich würde nur in extrem wenigen Ausnahmen eine DNA Probe abgeben.

_________________
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 05.01.18, 16:22 
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Zuviel Misstrauen dem Staat gegenüber, während man der Industrie weltweit seine Daten hinterher wirft.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 05.01.18, 19:13 
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Tom Ate hat geschrieben:
Zuviel Misstrauen dem Staat gegenüber, während man der Industrie weltweit seine Daten hinterher wirft.


Woher weisst du, dass ich dies tu? Ich arbeite für "den Staat" und bekomme manchmal mit was da manchmal passiert. Es wurde hoch und heilig" versprochen dass Maut Daten niemalsnicht für Fahndungen verwendet werden dürften. Und nu? Die Daten sind da und werden gelegentlich auch für kleinere Taten verwendet. Man wollte diese auch für OWI nutzen...
Es haben schon Polizeibeamte die Datenbanken der Einwohnermeldeämter genutzt um Ex-Freundinnen zu stalken.

_________________
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 05.01.18, 20:13 
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Oktavia hat geschrieben:
...
Es haben schon Polizeibeamte die Datenbanken der Einwohnermeldeämter genutzt um Ex-Freundinnen zu stalken.


Das sind doch dann aber Dienstvergehen.

Es ist doch absurd: Wenn die "Opferprobe" verweigert wird, muss man das ganze Spurenmaterial in die Datenbank eingeben. Notgedrugen auch das Material des Opfers. Dann ist der "Beifang" ggf. 100% sicher.

Dass man deswegen auf die Strafverfolgung gegen den Täter verzichtet ist sicher keine Option. Die Aufklärungsquoten bei Einbrüchen sind doch sowieso schon absolut unterirdisch.

Gibt man dagegen freiwillg eine Vergleichsprobe wird das eigene Material gerade nicht mit der Datenbank abgeglichen und letztendlich vernichtet.

Dass damit Schindluder getrieben wird ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Auszuschiessen ist es natürlich trotzdem nicht. Es sollte ein Beweisverbot für rechtswidrig gewonnene Erkenntnisse geben. Dann würde jeder Anreiz entfallen eine Probe gesetzwidrig einzusetzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DNA bei Einbruch?
BeitragVerfasst: 05.01.18, 23:45 
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Registriert: 18.07.11, 23:30
Beiträge: 2601
Oktavia hat geschrieben:
Es wurde hoch und heilig" versprochen dass Maut Daten niemalsnicht für Fahndungen verwendet werden dürften. Und nu? Die Daten sind da und werden gelegentlich auch für kleinere Taten verwendet. Man wollte diese auch für OWI nutzen...
Hast Du da eine Quelle? Ich weiß zumindest von einem Tötungsdelikt, wo die Nutzung von Mautdaten nicht erlaubt wurde.

freemont hat geschrieben:
Es ist doch absurd: Wenn die "Opferprobe" verweigert wird, muss man das ganze Spurenmaterial in die Datenbank eingeben. Notgedrugen auch das Material des Opfers. Dann ist der "Beifang" ggf. 100% sicher.
Genau das ist der Knackpunkt - muss aber jeder selber wissen.


Zuletzt geändert von Deputy am 05.01.18, 23:59, insgesamt 1-mal geändert.

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