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recht.de • Thema anzeigen - Formulierung in Vorladung bzgl. Ausspähen von Daten
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BeitragVerfasst: 19.02.18, 17:19 
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Hallo,

Person A hat eine Vorladung erhalten, wo folgender Satz formuliert ist "[...] in der Ermittlungssache Ausspähen von Daten vom xx.xx.2010 bis xx.xx.2015 in <Ort> ist Ihre Vernehmung/Anhörung als Beschuldigter erforderlich".

Wie ist in dieser Formulierung der <Ort> zu deuten? Hat das angebliche Ausspähen von Daten an diesem Ort stattgefunden oder wurde von diesem Ort in genannten Zeitraum durchgeführt? Was wäre dann, wenn Person A gar nicht die ganze Zeit an diesem Ort gewohnt / gelebt / in der Nähe gewesen ist?

Welche Art von Datenausspähung würde alles darunter fallen? Hacker Angriffe, die von einem Rechner ausgeübt werden, dem eine IP in <Ort> nachzuweisen ist?

Oder bezieht sich <Ort> lediglich auf den aktuellen Wohnort von Person A?

Vielen Dank im Voraus!
Schöne Grüße
DannyP


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BeitragVerfasst: 19.02.18, 17:38 
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Damit dürfte der vermeintliche Tatort gemeint sein. Näheres wird der A bzw dessen Anwalt im Laufe des Fortgangs der Ermittlungen erfahren.


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BeitragVerfasst: 19.02.18, 18:45 
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Und was fällt alles unter den Tatbestand §202a, der hier ja vermutlich gemeint ist?

Hacking in andere Systeme und somit Diebstahl von Daten?
Versand von Phishing Mail über den eigenen Mailserver (evtl. mißbräuchlich durch Dritte)
Auch so etwas wie Download von Software / Spielen / Musik / Filme über verschiedene Portale oder fällt das unter Urheberschutzgesetze?


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BeitragVerfasst: 19.02.18, 22:46 
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Beiträge: 12136
Zitat:
Und was fällt alles unter den Tatbestand §202a, der hier ja vermutlich gemeint ist?

Hacking in andere Systeme und somit Diebstahl von Daten?
Ja das fällt ganz sicher darunter.

Zitat:
Versand von Phishing Mail über den eigenen Mailserver (evtl. mißbräuchlich durch Dritte)
Wenn man sich dadurch Passwörter beschafft und somit unberechtigt auf Daten zugreift, nMm. auch das.

Zitat:
Auch so etwas wie Download von Software / Spielen / Musik / Filme über verschiedene Portale oder fällt das unter Urheberschutzgesetze?
Wenn man dabei keine Zugangssicherung überwindet, eher nicht.

Was aber nicht heißt, dass die Ermittlung nicht noch auf weitere Straftaten ausgeweitet wird, wenn sich weitere Verdachtspunkte/Erkenntnisse ergeben.

_________________
Grüße, Susanne


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