Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Tastenspitz
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Tastenspitz »

Jurinator hat geschrieben:Es geht in diesem Thread um die Frage, ob der StA eine "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" beging,
Nein. Hat er nicht.
Hätte er auch auch dann nicht, wenn der Schütze irgendwelche andere oder keine Motive gehabt hätte, den Arzt zu töten.
Das ist nun mal so auch wenn sie das nicht verstehen wollen oder können. Dafür sind hier nmE. wohl zu starke emotionale Barrieren vorhanden, die vermutlich nur ein Fachmann (Psychologe oder Psychiater) beseitigen kann. Das schafft ein Forum nicht.
Jurinator hat geschrieben:Vielleicht hier nicht extra "dafür abgestelltes Personal", aber Chaos stiften und Fakenews verbreiten [Nichts anderes ist es ja, was Sie hier betreff der von mir für möglich gehaltenen "vernünftigen" Abwägung betreiben] geschieht eben auch im Kleinen, von interessierter Seite.
Einen Abwägung, die die Tötung eines anderen Menschen beinhaltet, ist per se nie vernünftig. Dem werden sie wohl zustimmen, oder?
Ansonsten - eine andere Meinung als "Fakenews" zu bezeichnen ist gelinde gesagt bedenklich.
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Charon-
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Charon- »

Jurinator hat geschrieben:ob der StA eine "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" beging
Eben, und diese Frage beantwortet sich völlig unabhängig davon, ob sich die Äußerung zum Tatmotiv nun auf die Entscheidungsfindung oder "nur" auf die Opferwahl bezog, denn es ist nur zu prüfen, ob die Äußerung als solche geeignet war, das Andenken des Verstorbenen zu verunglimpfen. Das führt zu folgender Abwägung:

1. Wurde die Äußerung des StA vom billig und gerecht denkenden Denkenden so verstanden, dass der Verstorbene als "irre oder bösartig" angesehen werden muss?
2. War die Ansicht, dass der Verstorbene "irre oder bösartig" dazu geeignet, die Einschätzung des objetkiven Dritten gegenüber dem Verstorbenen zu verschlechtern, mithin also herabzuwürdigen?
3. Kann der Inhalt der Äußerung des StA nicht erwiesen werden, d.h. über jeden vernünftigen Zweifel hinaus nachgewiesen werden?
4. Bestand zu diesen genannten Punkten Vorsatz, d.h., wußte der StA, dass die Äußerung den Verstorbenen als "irre oder bösartig" erscheinen lässt, dies dazu führt, dass er in der öffentlichen Meinung herabgewürdigt wird und hatte der StA auch keine Beweise für die Richtigkeit seiner Behauptung?

Erst bei vier mal "ja" gibt es eine "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener".

Du bist bei 1. mit der Behauptung, die Äußerung des StA würde so verstanden werden, dass der Verstorbene irre oder bösartig sei. Damit stehst du momentan relativ alleine auf weiter Flur.
Zudem haben andere und ich darauf hingewiesen, dass eine versuchte Tötung mit anschließender Selbsttötung schon als "irre oder bösartig" angesehen werden kann, so dass es auch zweifelhaft ist, ob die Äußerung des StA, selbst wenn sie so verstanden wurde, wie du es meinst, dazu führt, dass das die öffentliche Meinung über den Verstorbenen sinkt.

Das ist aber alles nichts neues, sondern wurde schon mehrfach erläutert. Daran ändert sich auch der Schwenk in der Argumentation, der A hätte sein Motiv sorgfältig erarbeitet, nichts.
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

J.A.
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von J.A. »

Jurinator hat geschrieben:Ich will mal vom harmloseren Fall ausgehen, nämlich das Sie beide(Charon- und J.A.) aus Unfähigkeit im falschen Film gelandet sind.
Sie dürfen getrost davon ausgehen, dass ich/wir das nicht sind. Selbst wenn es so wäre, wäre es aber auch kein Wunder bei all den abstrusen sprachlichen und argumentativen Spitzfindigkeiten, die Sie hier so zum Besten geben und bei denen niemand (außer Ihnen natürlich) einen Unterschied zwischen dem einen und dem anderen zu erkennen vermag.
Jurinator hat geschrieben:Es ging in meinem Eingangsbeitrag um die Frage, in welcher Art und Weise A zum Ergebnis gekommen war, der B trage die Schuld an seinem Leid. (Bzw um den diesbezüglichen Satz des Staatsanwaltes)
Nein, davon ist in Ihrem Eingangsbeitrag mit keinem einzigen Wort die Rede. Dort wurde lediglich darüber spekuliert, was der Arzt "womöglich" so alles an bösen, unnützen Dingen getan haben könnte. Ob A das zum Gegenstand irgendwelcher "Abwägungen" gemacht hat, oder nicht, mag vielleicht in Ihrem Kopf eine Rolle gespielt haben... "Die Rede" war davon jedenfalls nicht.

Wo wir aber schon mal beim Eingangsbeitrag sind:
Jurinator hat geschrieben:Denn der StA stellte Das fest „Der A hatte die Schuld beim B gesucht“ . Und äusserte es nicht als Vermutung oder als wahrscheinlichsten Fall.
Der Zusatz "...das war offenbar das Tatmotiv" ist ja keinesfalls Relativierung oder Infragestelltung der vorherigen Feststellung.
Doch ist es, auch wenn es für die eigentl. Frage keine tragende Rolle spielt. Wie neul. schon mitgeteilt ist die Definition von "offenbar" = "dem Anschein nach". Jeder Mensch der in der Lage ist sinnerfassend zu lesen, versteht diesen Satz so:

"Tatmotiv war offenbar, dass der Patient die Schuld beim Arzt suchte" oder eben anders: "Tatmotiv war dem Anschein nach, dass der Patient die Schuld beim Arzt suchte".

Also keine Feststellung, sondern eine Spekulation auf Anscheinsbasis. Dass Sie das anders sehen müssen Sie jetzt nicht zum 20. Mal wiederholen. Das wissen wir. Nur stehen Sie mit dieser Meinung ja relativ alleine auf weiter Flur, wie Sie sicherlich schon bemerkt haben.

Eine Verunglimpfung wäre wenn der StA gesagt hätte:

"A schoss den B nieder, um seine Spielschulden bei ihm nicht zahlen zu müssen" ... oder

"...weil er Angst hatte, dass der Arzt die Schweinerei XY des Patienten aufdeckt"

(vorausgesetzt dass es weder Spielschulden noch die Schweinerei XY tatsächlich gab)

Bei der Aussage:
Jurinator hat geschrieben:„A gibt dem B die Schuld“ ist eben etwas völlig Anders als „A suchte die Schuld beim B“.
... einen entscheidenden inhaltlichen Unterschied zwischen diesen beiden Aussagen zu sehen ist und bleibt jedenfalls grauenhafter Unsinn.

Da Sie aber -wie schon jemand anderes anmerkte- "womöglich" (oder "offenbar"?) doch etwas tiefer emotional in diese Sache verstrickt sind, muss man wohl Verständnis dafür aufbringen, dass es Ihnen schwer fällt wieder von der Palme runter zu kommen, die Sie in diesem Fall erklommen haben.

In diesem Sinne ... schönen Sonntag noch...
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

freemont
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von freemont »

Könnte denn nicht bitte Irgendjemand aus dem falschen "Ansehen" in der Überschrift das korrekte "Andenken" machen, wie es im Gesetz steht.

Das prägt sich sonst womöglich ein.

ktown
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von ktown »

freemont hat geschrieben:Könnte denn nicht bitte Irgendjemand aus dem falschen "Ansehen" in der Überschrift das korrekte "Andenken" machen, wie es im Gesetz steht.

Das prägt sich sonst womöglich ein.
Sooo....es hat etwas gedauert :? aber die Titel sind nun geändert.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Jurinator
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Jurinator »

Ich wollte gerade nochmal schauen ob was Hilfreiches aufgetaucht ist, aber wenn ich gleich auf Sowas stosse, dann lese ich lieber garnicht weiter:
ktown hat geschrieben:Sagte der Geisterfahrer, als im hunderte Fahrzeuge entgegen kamen. ;-) Finden sie es nicht etwas verwunderlich, dass bisher niemand ihren Standpunkt unterstützt?
In diesem Forum wundert mich nur wenig. Es bestreiten ja auch ausnahmslos Alle (ganz offensichtlich wider besseres Wissen) , dass in der Formulierung "Der A hatte die Schuld beim B gesucht" der Vorwurf/die Unterstellung steckt, dass der A den B vorverurteile, A garnichts Anderes hören wollte, als was für eine Schuld des B (an A`s Leid) sprach.

Das Alle hier sich dumm stellen, kann wie schon geschrieben damit zu tun haben, dass einige Schreiber bestimmte Interessen vertreten: Im Konflikt Arzt-Patient soll der Patient im Zweifelsfalle als Vollidiot dargestellt werden. So wie das der StA im Fall macht. Wer das aufzeigt wird in diesem Forum(dessen Eigentümer ein Arzt ist) zugeschwallt.

4.7. 10.59h:
Jurinator hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:...Ich kann ihnen versichern, dass hier keiner dieses Forum für berufliche Zwecke nutzt. Jeder macht dies hier aus Interesse und, wenn sie es so sagen wollen, als Zeitvertreib.
Für wie dumm halten Sie mich?...

FelixSt
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von FelixSt »

Sie scheinen ja wirklich sehr darunter zu leiden, dass sich hier niemand Ihrer Meinung anschließen mag...
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

Tastenspitz
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Tastenspitz »

Jurinator hat geschrieben:Das Alle hier sich dumm stellen,
Erfreulich, dass sie sich hier mit einbeziehen.
Jurinator hat geschrieben:kann wie schon geschrieben damit zu tun haben, dass einige Schreiber bestimmte Interessen vertreten:
Das Interesse dürfte dem gelten, was ihnen nicht verständlich zu vermitteln ist. Der vielzitierten "Rechtslage".
Jurinator hat geschrieben:Im Konflikt Arzt-Patient soll der Patient im Zweifelsfalle als Vollidiot dargestellt werden.
Das wäre dann hier wo genau passiert?
Jurinator hat geschrieben:So wie das der StA im Fall macht.
Das wird auch durch Wiederholungen nicht wahr.
Jurinator hat geschrieben:Wer das aufzeigt wird in diesem Forum(dessen Eigentümer ein Arzt ist) zugeschwallt.
Wenn sie ein Thema eröffnen und keine Antworten oder nur Wunschantworten möchten, sollten sie das im Ausgangsbeitrag erwähnen.
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SusanneBerlin
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von SusanneBerlin »

Jurinator hat geschrieben:Ich wollte gerade nochmal schauen ob was Hilfreiches aufgetaucht ist, aber wenn ich gleich auf Sowas stosse, dann lese ich lieber garnicht weiter:
Wenn Sie jetzt nicht einmal mehr die Antworten lesen, weil die Wunschantwort bisher nicht dabei war und Sie den (nicht in Ihrem Sinne) Antwortenden unterstellen, entweder dumm zu sein oder fürs Schreiben bezahlt zu werden, dann kann der thread ja geschlossen werden. Neue Argumente zur Sache liefern Sie nicht.
Grüße, Susanne

freemont
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von freemont »

ktown hat geschrieben:
freemont hat geschrieben:Könnte denn nicht bitte Irgendjemand aus dem falschen "Ansehen" in der Überschrift das korrekte "Andenken" machen, wie es im Gesetz steht.

Das prägt sich sonst womöglich ein.
Sooo....es hat etwas gedauert :? aber die Titel sind nun geändert.

Vielen Dank.

Hier ist § 189 ja schon tatbestandlich gar nicht erfüllt, aber selbst wenn dürften gem § 194 II ausschliesslich die Angehörigen des Verstorbenen das Verfahren einleiten. Absolutes Antragsdelikt. Ausnahme: Holocaustleugnung o.ä., da könnte auch vAw verfolgt werden.

War mir nicht so klar, insofern ist der thread doch hilfreich.

Charon-
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Charon- »

Jurinator hat geschrieben:Es bestreiten ja auch ausnahmslos Alle
Du jetzt auch?
Jurinator hat geschrieben:So wie das der StA im Fall macht
Der StA stellt den A als Vollidiot dar?
Jurinator hat geschrieben:Das Alle hier sich dumm stellen
Achso, na denn bleibt dir wohl nur der Praxistest im Freien: Frag doch mal 100 Leute auf der Straße, wo der Unterschied zwischen "sucht die Schuld" und "gibt die Schuld" ist, und welche Informationen sie aus der Aussage "sucht die Schuld" lesen.
SusanneBerlin hat geschrieben:dann kann der thread ja geschlossen werden
Das denke ich auch..
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ktown
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von ktown »

Charon- hat geschrieben:
SusanneBerlin hat geschrieben:dann kann der thread ja geschlossen werden
Das denke ich auch..
Nönö
Ich mach mir keine 15 Minuten Arbeit um dann 4 Beiträge später den Thread zu zu machen. :evil: :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Celestro
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Celestro »

Jurinator hat geschrieben:Es bestreiten ja auch ausnahmslos Alle (ganz offensichtlich wider besseres Wissen) , dass in der Formulierung "Der A hatte die Schuld beim B gesucht" der Vorwurf/die Unterstellung steckt, dass der A den B vorverurteile, A garnichts Anderes hören wollte, als was für eine Schuld des B (an A`s Leid) sprach.
"Hatte die Schuld gesucht" heißt für mich nicht, daß er Sie dort auf gefunden hat. Ich kann daher keine Verunglimpfung eines Toten erkennen. Und wieso die StA nach 24 h so eine Aussage noch gar nicht treffen könne, ist mir auch schleierhaft. Sofern man entsprechende Dinge untersucht hat, könnten durchaus genug Informationen zusammen gekommen sein, um schon nach 24 h so eine Aussage machen zu können.

Townspector
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Townspector »

Also mein Popcorn ist jetzt alle.
Fassen wir also zusammen:

1.)
Der TE versucht, eine Mutmaßung der StA über das Motiv des Täters , die ein unvoreingenommener Dritter (in diesem Falle ich), ohne Weiteres in Hinsicht auf Plausibilität und in Ihrem Wesen als nicht feststehende Annahme nachvollziehen kann, als Herabwürdigung des Andenkens des Täters hinzudrehen.

2.)
Eine Verunglimpfung liegt nur bei einer groben und schwerwiegenden Herabsetzung vor. Der erforderliche Schweregrad ist dann gegeben, wenn es sich um eine „nach Form, Inhalt oder Motiv besonders schwere Kränkung“ handelt.

Es ist aus meiner Sicht bereits einigermaßen schwer, das Andenken eines augenscheinlichen Anwärters auf die Bezeichnung "Mörder" und erwiesenen Selbstmörders überhaupt noch weiter herabzusetzen, als es dieser selbst mit seinem Handeln bereits getan hat.

Ein explizit als Annahme kenntlich gemachter Versuch der Erklärung des Handlungsmotivs taugt unter dieser Prämisse überhaupt nicht für eine weitere Herabsetzung des Andenkens.
Somit kann der Tatbestand mE nicht im Entferntesten erfüllt sein.

3.)
Diese Antwort (und auch alle anderen, weil diese mehr oder minder den selben Tenor aufweisen) gefällt dem TE nicht, weil sie nicht seine Sicht widerspiegelt.

4.)
Eine Selbstreflektion des TE hinsichtlich seiner Sichtweise findet (abgelesen anhand der "In diesem Forum wundert mich nur wenig" und der "Pro-Ärzte-Forums-Verschwörungstheorie") offenbar (also dem Augenschein nach, also gemutmaßterweise) nicht statt.
Gedenksignatur - Gewidmet dem unbekannten Anwalt
In dankbarer Erinnerung an all jene namenlosen, stets laut angekündigten Rechtsvertreter,
die jedoch heldenhaft nie in meinem Dienstzimmer erschienen sind oder tapfer nichts von sich hören ließen.

Jurinator
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Re: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener?

Beitrag von Jurinator »

Ich fürchte eher, bei Ihnen sind
Tastenspitz hat geschrieben: wohl zu starke emotionale Barrieren vorhanden, die vermutlich nur ein Fachmann (Psychologe oder Psychiater) beseitigen kann.....
Denn sonst würden Sie nicht schon wieder versuchen, meine Äusserungen auf den Kopf zu stellen:
Tastenspitz hat geschrieben:Einen Abwägung, die die Tötung eines anderen Menschen beinhaltet, ist per se nie vernünftig. Dem werden sie wohl zustimmen, oder?..
Wann begreifen Sie, dass ich mich an keiner Stelle zur anschliessenden Entscheidung des A, auf den B zu schiessen, äusserte?? Ich zitiere mich vom 7.7. 21.32h und vom 8.7. 7.39h:
Jurinator hat geschrieben:...Mir wird hier also aus Unfähigkeit oder aus Absicht untergeschoben, ich hätte mich mit meinen Worten zur möglicherweise stattgefundenen "vernünftigen" Abwägung ["Ist B der Schuldige?"] stattdessen betreffs der Entscheidung des A, auf den B zu schiessen geäussert. Das ist -wie jeder Oben nachlesen kann- nicht der Fall. Das musste ich klarstellen!
Jurinator hat geschrieben:....Abwägen ob B schuld am eigenen Leid ist(oder jemand Anderes schuld ist / ob es "Schicksal" ist, oder was auch immer)
ist ein anderes Thema als
Danach dann Abwägen ob man auf B schiessen soll(oder den stattdessen zB anzeigen soll)
Es ging hier ausschliesslich um ersteres Abwägen, bis Ihre und J.A.`s obskuren Beiträge (in meinem letzten Posting zitiert) auftauchten. Offenbar wollen Sie Durcheinander erzeugen und mir was in den Mund legen was ich Nie sagte/nie schrieb.
...

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