Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was tun?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Deputy
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von Deputy » 10.03.19, 16:22

tom10 hat geschrieben:Wildtiere kommen nicht plötzlich aus dem Gebüsch, sie wittern den Radfahrer schon weit entfernt und suchen die Flucht.
Das sollte man den Wildtieren, denen ich schon beim Fahrradfahren begegnet bin, mal jemand mitteilen ...
tom10 hat geschrieben:Bitte ein Beispiel. Radfahrer verhalten sich untereinander respektvoll. Das ist bewiesen.
Quatsch. Das ist wie im restlichen Straßenverkehr; meist funktioniert es gut, mitunter giftet man sich gegenseitig bis zu einer Prügelei an.

Aber bring doch mal die Beweise dafür, dass Fahrradfahrer untereinander respektvoll sind.
tom10 hat geschrieben:Man kann auch zu Tode kommen, wenn man auf Glatteis ausrutscht, sich was bricht, und an medizinischen Komplikationen verstirbt.
Man kann sogar tot von der Schüssel fallen, wenn man auf dem Klo sitzt und drückt.
tom10 hat geschrieben:Tod durch einfachen Sturz passiert täglich bei Älteren.
Also bitte sachlich bleiben, ich dachte wir sind hier nicht im Kindergarten.
Auch junge Leute können durch Stürze (uU mit anschließenden Komplikationen) sterben. Das jedoch bei Älteren als zwangsläufige Folge darzustellen ist Unsinn, insbesondere in Kombi mit Markumar. So wie es geschrieben wurde ist das Markumar zwingend todesursächlich. Schreib nicht so einen Unsinn, wenn du ausdrücklich selbst keinen Kindergarten willst.

Beim Fahrradfahren kann man immer stürzen - wenn es so schlimm ist, dann wäre Fahradfahren ab 60+ praktisch Selbstmord.
tom10 hat geschrieben:Zitat:
und was wäre anders gelaufen, wenn der Hund angemeldet gewesen wäre? :D
Zitatende
Alles. Dann hätte ich in diesem Forum garnicht geschrieben, weil die Verantwortung geklärt wäre. Darum dreht sich hier doch alles !!!!!!! Schön, wer`s jetzt auch schon merkt!
Komplett falscher Schluss - ein Hundehalter ist ein Hundehalter unabhängig davon, ob der Hund angemeldet ist. Der Inhaber der Zulassung ist bei einem Kfz auch nicht unbedingt der Halter - oder derjenige, der die Steuer bezahlt. Das sind verschiedene Sachen.

winterspaziergang
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von winterspaziergang » 10.03.19, 16:26

tom10 hat geschrieben: Bitte ein Beispiel. Radfahrer verhalten sich untereinander respektvoll. Das ist bewiesen.
untereinander mag sein, allerdings ist "das ist bewiesen" das so ziemlich dürftigste "Argument"
tom10 hat geschrieben:Man kann auch zu Tode kommen, wenn man auf Glatteis ausrutscht, sich was bricht, und an medizinischen Komplikationen verstirbt. Tod durch einfachen Sturz passiert täglich bei Älteren.
Also bitte sachlich bleiben, ich dachte wir sind hier nicht im Kindergarten.
dann gehen Sie bitte mit gutem Beispiel voran und bezeichnen einen Beitrag nicht als Kindergarten, nur weil der darin enthaltene Gesetztesverweis Ihnen nicht passt.
Und wenn Sie meinen "man kann auch auf Glatteis ausrutschen" und man möge sachlich bleiben dann schauen Sie sich doch bitte Ihre eigene Argumentation an
:arrow:
tom10 hat geschrieben:Auf besagtem Radweg fahren bei schönem Wetter täglich sehr viele 60+-Radler mit ihren e-bikes. Die Verursacher des Unfalls können nur froh sein, daß es eine jüngere Person erwischt hat und sie nicht noch zu einer Beerdigung mußten. Ein ungebremster Sturz vom Fahrrad ist für 60+-Personen in der Regel der Anfang von Ende, da die medizinischen Folgen in diesem Alter nicht mehr beherrschbar sind (Knochenbrüche>Bettlägerichkeit>Embolien; Kopfverletzung>Markumar-Patient>Schlaganfall; ... die Liste ist endlos).
Die Liste was alles passieren kann, wenn ...und das medizinsch an den Haaren herbei gezogene Szenario, nach dem ein 60+ nach einem Sturz praktisch dem Tod geweiht ist, mit einer Auflistung aus Schlagworten, die Sie aus dem Netz sinnlos zusammengefügt haben tut, für Ihre Fragestellung nichts zur Sache.

tom10 hat geschrieben:
und was wäre anders gelaufen, wenn der Hund angemeldet gewesen wäre? :D
Alles. Dann hätte ich in diesem Forum garnicht geschrieben, weil die Verantwortung geklärt wäre. Darum dreht sich hier doch alles !!!!!!! Schön, wer`s jetzt auch schon merkt!
und was erwarten Sie jetzt von uns? Sollen wir den Hundehalter würfeln?

übrigens ist hier ein Widerspruch
Wenn ein Hund (ein kleiner fetter Mops mit ~10kg) im vollen Gallop plötzlich einen Meter am Radwegrand erscheint
Unverständlich. Wenn man einen Hund einen Meter von rechts angerannt sieht, kann ein normaler Mensch jedezeit erkennen ob er schnell rennt oder nicht. Und wenn es um die 10 kg geht - das ist eine Schätzung, der Hund hat sich nicht zum Wiegen gemeldet.
trotzdem ein Widerspruch, der die Glaubwürdigkeit betrifft. Soll der Anwalt weiterhelfen, Sie möchten ja nur wissen, wen man zusätzlich zur Verantwortung ziehen kann, obwohl scheinbar schon gegen eine Person ermittelt wird.

winterspaziergang
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von winterspaziergang » 10.03.19, 16:44

Ach noch zum Abschluss bezüglich Titel, auch wenn Ihnen die Antwort nicht gefallen wird, da Sie ja aus Prinzip nach möglichst viel Schuld und Sühne suchen:
Der Staatsanwalt wird dieses Katastrophenszenario aus "welche noch so abwegigen medizinischen Folgen können passieren, beginnend mit einem Sturz" nicht folgen.

Die Frage dürfte sein, ob es an diesem Hergang ein öffentliches Interesse gibt, den Fall weiter zu untersuchen und dann auch noch Anklage zu erheben.

Dabei wird die Frage, ob es eine Straftat ist, wenn ein dicker Mops so schnell galoppiert, dass der stets rücksichtsvolle Radfahrer ihn nicht sehen kann, vermutlich eine Rolle spielen.
Die Tierhaftung und die zivilrechtlichen Ansprüche kann der Betreffende dennoch klären. Da ist die Frage nach der Straftat und der Staatsanwalt aber außen vor.

tom10
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von tom10 » 10.03.19, 16:51

[quote="Deputy"][quote="tom10"]Erstmal vielen Dank fü die vielen erbaulichen Beiträge. Aber eigentlich wollte ich das nicht ins lächerliche ziehen lassen, denn es geht hier auch ums Prinzip. Auf besagtem Radweg fahren bei schönem Wetter täglich sehr viele 60+-Radler mit ihren e-bikes. Die Verursacher des Unfalls können nur froh sein, daß es eine jüngere Person erwischt hat und sie nicht noch zu einer Beerdigung mußten. Ein ungebremster Sturz vom Fahrrad ist für 60+-Personen in der Regel der Anfang von Ende, da die medizinischen Folgen in diesem Alter nicht mehr beherrschbar sind (Knochenbrüche>Bettlägerichkeit>Embolien; Kopfverletzung>Markumar-Patient>Schlaganfall; ... die Liste ist endlos).[/quote]Klar; wer sich mit 60+ einen Knochen bricht ist automatisch tot.
[b]Wenn man von etwas keine Ahnung hat, sollte man sich nicht darüber lustig machen.[/b]

[quote="tom10"]Nochmal zu dem Kernproblem. 2 Personen sind an einem Verkehrsunfall beteiligt. Nur von einer Person werden überhaupt die Personalien ermittelt, obwohl die Behörden auch nach 4 Monaten nicht einen einzigen Anhaltspunkt über den verantwortlichen Verursacher haben.[/quote]Sag ich doch die ganze zeit - der Fahrradfahrer und der Hundehalter. Andere sind vielleicht Zeugen, aber keine Beteiligten.

[b]Zum x-ten,mal: Einen Hundehalter gibt es nicht, darum müßten beide "Betreuer" des Hundes befragt werden, was nicht geschieht. [/b]

[quote="tom10"]Und noch eine Frage: Der/die Geschädigte war nach dem Sturz nicht mehr in der Verfassung die Polizei zu rufen, er/sie kümmerte sich nur um die stark blutende Kopfverletzung.[/quote]Also ein Mann; eine Frau hätte das geschafft, da multi-tasking-fähig :mrgreen: .

[b]Na gut,Spaß muß sein.[/b]

[quote="tom10"]Hätte bei einem Verkehrunfall mit Personenschaden nicht die Polizei gerufen werden müssen?[/quote]Nein.

[quote="tom10"]Oder reicht es, wenn der Rettungswagen kommt?[/quote]Ja.

[quote="FelixSt"]Was treibt Sie eigentlich dazu, in Ihren Texten immerzu darauf hinzuweisen, dass das biologische Geschlecht der betroffenen Person offen bleibt? Hat das irgendeine Auswirkung auf die Bewertung eines fiktiven Falls?[/quote]Soll modern klingen, ist aber tatsächlich ziemlich reaktionär. Wenn nur "der Geschädigte" steht, meint man üblicherweise alle Geschlechter. Bei "der / die" schließt man das dritte Geschlecht - das auch biologisch begründet sein kann - aus.[/quote][b]
Soll nicht modern klingen und tut es auch nicht und ist ein alter Hut. Ich bin völlig unangepaßt und reaktionär schon garnicht. Was man "üblicherweise" meint, ist heute ziemlich ungeklärt und jedem selbst überlassen. Wenn man "der" schreibt, regt sich einer auf, bei der/die hier auch, also was nun. Da es zu dem dritten Geschlecht in Deutschland noch keine Anreden,Pronomen etc. wie in Schweden gibt, sollten wir erstmal jedem seine bisherige Umgangsform überlassen. Allerdings werden mit "der" die meisten Personenkreise ausgeschlossen.[/b]

FelixSt
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von FelixSt » 10.03.19, 16:53

Datenmüll.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

WHKD2000
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von WHKD2000 » 10.03.19, 17:09

winterspaziergang hat geschrieben:
tom10 hat geschrieben: Bitte ein Beispiel. Radfahrer verhalten sich untereinander respektvoll. Das ist bewiesen.
klar.solange sich ihre Wege nicht kreuzen.
:shock: :shock: :shock:
tom10 hat geschrieben:Auf besagtem Radweg fahren bei schönem Wetter täglich sehr viele 60+-Radler mit ihren e-bikes. Die Verursacher des Unfalls können nur froh sein, daß es eine jüngere Person erwischt hat und sie nicht noch zu einer Beerdigung mußten. Ein ungebremster Sturz vom Fahrrad ist für 60+-Personen in der Regel der Anfang von Ende, da die medizinischen Folgen in diesem Alter nicht mehr beherrschbar sind (Knochenbrüche>Bettlägerichkeit>Embolien; Kopfverletzung>Markumar-Patient>Schlaganfall; ... die Liste ist endlos).
was wäre nun die Quintessenz aus Ihren Darlegungen? Ab 60+ Radfahrer gleich das Reihengrab zu buchen??
Zettel um den Hals,"Reihe 7,3.Platz von links??Aber nur wenn ich stürze! " :shock: :shock:
tom10 hat geschrieben:
und was wäre anders gelaufen, wenn der Hund angemeldet gewesen wäre? :D
Alles. Dann hätte ich in diesem Forum garnicht geschrieben, weil die Verantwortung geklärt wäre. Darum dreht sich hier doch alles !!!!!!! Schön, wer`s jetzt auch schon merkt!

na.dann hätte der TE ggf. mit der gegnerischen Haftpflicht das Vergnügen.Tip von mir: Die zahlen sofort, "auf Zuruf
" :lachen:


Wenn ein Hund (ein kleiner fetter Mops mit ~10kg) im vollen Gallop plötzlich einen Meter am Radwegrand erscheint
was macht der TE dann? Überbremsen,und elegant übers Vorderrad per Salto absteigen?? :lachen:

winterspaziergang
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von winterspaziergang » 10.03.19, 17:16

im letzten Beitrag ist das Zitieren nun völlig aus den Fugen geraten. Anfangs zitierte "winterspaziergang" hat da gar nichts geschrieben gehabt.

aber wenn wir schon dabei sind
tom10 hat geschrieben:
tom10 hat geschrieben:Ein ungebremster Sturz vom Fahrrad ist für 60+-Personen in der Regel der Anfang von Ende, da die medizinischen Folgen in diesem Alter nicht mehr beherrschbar sind (Knochenbrüche>Bettlägerichkeit>Embolien; Kopfverletzung>Markumar-Patient>Schlaganfall; ... die Liste ist endlos).
Deputy hat geschrieben:Klar; wer sich mit 60+ einen Knochen bricht ist automatisch tot.
Wenn man von etwas keine Ahnung hat, sollte man sich nicht darüber lustig machen.
wenn man - ganz offensichtlich- keine Ahnung hat, sollte man nichts über medizinische Folgen nach Knochenbrüchen Ü60 schreiben.

tom10
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von tom10 » 10.03.19, 17:21

[quote="winterspaziergang"]Ach noch zum Abschluss bezüglich Titel, auch wenn Ihnen die Antwort nicht gefallen wird, da Sie ja aus Prinzip nach möglichst viel Schuld und Sühne suchen:
Der Staatsanwalt wird dieses Katastrophenszenario aus "welche noch so abwegigen medizinischen Folgen können passieren, beginnend mit einem Sturz" nicht folgen.

Wer von Medizin kaum Ahnung hat, sollte sich zurückhalten. Der Staatsanwalt wird erstens aus seiner Berufspraxis viele solche Fälle kennen und zweitens einen Fachmann befragen, wenn er sich unsicher ist. Er wird darin kein"Katastrophenszenario" sehen, sondern traurige Wahrheit.
Und es geht hier nicht um Schuld und Sühne, nur um Angemessenheit. Mir ist schon klar, daß die Ermittlungsbehörden überlastet sind und gerne mal eine Fall schnell abschließen um die "Quote" zu erhöhen (schöner Beitrag in TV darüber kürzlich).

Die Frage dürfte sein, ob es an[i] diesem[/i] Hergang ein öffentliches Interesse gibt, den Fall weiter zu untersuchen und dann auch noch Anklage zu erheben.
Dabei wird die Frage, ob es eine Straftat ist, wenn ein dicker Mops so schnell galoppiert, dass der stets rücksichtsvolle Radfahrer ihn nicht sehen kann, vermutlich eine Rolle spielen.
Die Tierhaftung und die zivilrechtlichen Ansprüche kann der Betreffende dennoch klären. Da ist die Frage nach der [i]Straftat[/i] und der Staatsanwalt aber außen vor.[/quote]

Bei der Vielzahl der Probleme, die Hundhalter verursachen (Radunfälle, gebissene Menschen bis zu toten Kindern, Kacke an jeder Ecke, ganze Hundekotberge in roten Tüten in Parks (gestern erst wieder in der Zeitung)) besteht ein öffentliches Interesse an der Verfolgung. Ob der betreffende Staatsanwalt selbst Hundehalter ist, ist die spannende Frage.
Anhand von wenigen Photos kann leicht gezeigt werden, daß KEIN Radfahrer im voriegenden Fall eine Chance hatte. Der Unfallort kann vom Rettungsdienst bezeugt werden.
Und im Übrigen wird das Problem der Leinenpflicht vom Staatsanwalt beurteilt werden. Und da hat der Hundehalter schlechte Karten, da der Hund nicht angeleint war. Im öffentlichen Verkehrsraum muß der Hundehalter seinen Hund IMMER unter Kontrolle haben, selbst ohne Leinenpflicht.

Deputy
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von Deputy » 10.03.19, 17:32

tom10 hat geschrieben:Zum x-ten,mal: Einen Hundehalter gibt es nicht, darum müßten beide "Betreuer" des Hundes befragt werden, was nicht geschieht.
Genau. Und so fragen wie "Wem gehört der Hund?" sind völlig irrrelevant.

Die Anmeldung bei der Gemeinde bezieht sich oftmals nur auf die Steuer; ob die Person, auf die der Hund angemeldet ist, tatsächlich auch Halter ist ist eine völlig andere Frage.

Man kann einen Hund auch halten, ohne ihn anzumelden - das ist eigentlich nicht schwer zu begreifen, offensichtlich aber doch.

Da du hier sowieso niemand glaubt, lass es dir von einem Anwalt erklären oder besorg dir ein entsprechendes Buch.
tom10 hat geschrieben:Bei der Vielzahl der Probleme, die Hundhalter verursachen (Radunfälle, gebissene Menschen bis zu toten Kindern, Kacke an jeder Ecke, ganze Hundekotberge in roten Tüten in Parks (gestern erst wieder in der Zeitung)) besteht ein öffentliches Interesse an der Verfolgung.
Da sind wir beim nächsten Problem: informier dich, was öffentliches Interesse im Strafrecht ist. Es ist nämlich nicht das, was du denkst.

Bei dem, was du schreibst, selbst zu fordern, dass du keinen Kindergarten willst, hat die Grenze zur Lächerlichkeit schon lange überschritten.

WHKD2000
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von WHKD2000 » 10.03.19, 17:34

tom10 hat geschrieben: Dabei wird die Frage, ob es eine Straftat ist, wenn ein dicker Mops so schnell galoppiert, dass der stets rücksichtsvolle Radfahrer ihn nicht sehen kann, vermutlich eine Rolle spielen.
Die Tierhaftung und die zivilrechtlichen Ansprüche kann der Betreffende dennoch klären.

Bei der Vielzahl der Probleme, die Hundhalter verursachen (Radunfälle, gebissene Menschen bis zu toten Kindern, Kacke an jeder Ecke, ganze Hundekotberge in roten Tüten in Parks (gestern erst wieder in der Zeitung)) besteht ein öffentliches Interesse an der Verfolgung. Ob der betreffende Staatsanwalt selbst Hundehalter ist, ist die spannende Frage.
Anhand von wenigen Photos kann leicht gezeigt werden, daß KEIN Radfahrer im voriegenden Fall eine Chance hatte. Der Unfallort kann vom Rettungsdienst bezeugt werden.
Und im Übrigen wird das Problem der Leinenpflicht vom Staatsanwalt beurteilt werden. Und da hat der Hundehalter schlechte Karten, da der Hund nicht angeleint war. Im öffentlichen Verkehrsraum muß der Hundehalter seinen Hund IMMER unter Kontrolle haben, selbst ohne Leinenpflicht.
naja,um das Ganze mal argumentativ abzukürzen,bewegt sich ja der stets rücksichtvolle und vermutlich auch hilfsbereite Radfahrer im öffentlichen Verkehrsraum - da soll tatsächlich :shock: gegenseitige Rücksichtnahme gelten - und nicht auf der :shock: Dirt-Bike-Downhill-Strecke ,und da dürften 30km/h ,die man selbst als langsam bewertet,und 50 km/h ,die dann eher "scnell" sind,halt nicht immer passen,weil,wie wollen Sie ausschließen,daß bei Ihrer Vorbeifahrt an den zweifelsfrei sichtbaren 2 Personen von deren Seite nicht eine unbedachte Wegänderung in Ihren "Lauf" kommt.... :shock:

J.A.
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von J.A. » 10.03.19, 17:44

Also zunächst mal muss ich FelixSt. Recht geben. Wenn man schon in den BB-Codes eines Beitrags herumfuhrwerkt (Stichwort: Zitat), sollte man entweder wissen was man tut, so dass ein lesbares Ergebnis herauskommt, oder man sollte sich eine andere Art des Zitierens aussuchen (kursiv, farblich, wie auch immer...)

Zur Sache:
a) Laut Aussage der Polizei ist der Hund beim Ordnungsamt nicht angemeldet.
Das ist für den strafrechtlichen Teil der Sache unerheblich, maximal drittrangig.

b) Beide beteiligten Personen wohnen nach Augenschein und Aussage der Frau ("hier ist unsere Adresse" sagte sie am Tatort) in dem selben Haushalt (Ehepaar/Lebenspartner). Aber die Polizei weigert sich, die Personalie der zeiten Person zu ermitteln.
Es ist einigermaßen unwahrscheinlich, dass die Polizei die Identität der Person nicht kennt, wenn es sich um ein zusammenwohnendes Ehepaar handelt. Dass die Polizei ihr Wissen nicht an den Geschädigten weitergibt mag sein.
c) Der Hund ist ohne Leine von der einen Person zu der anderen Person gerannt. Wer in diesem Fall der "Hundeverantwortliche" ist, wurde noch nicht festgestellt und wird wohl das Problem werden, wen der Hund nirgends angemeldet ist. Der Hund ist von dem Mann zu der Frau gerannt (wie er selbst sagt), er hat ihn also laufen lassen. Gegen ihn wird nicht ermittelt.


Und dafür hat die Polizei keine Gründe genannt? Möglicherweise hat die Dame ja ihre Alleinschuld eingeräumt!?

(f) Falls eine Zivilverfahren (Schmerzensgeld) notwendig wird, ist sehrwohl wichtig, gegen wen ermittelt wurde.
Nicht so wirklich. Im Zivilverfahren findet eine eigene Beweiserhebung statt. Und natürlich kann man auch jemanden "zivil verklagen" gegen den strafrechtlich nicht ermittelt wurde.
Einerseits können wohl Straf- und Zivilverfahren zusammengelegt werden (richtig?)


Jein. Sie meinen das sog. Adhäsionsverfahren. Dazu müsste es aber eine Anklage zzgl. Hauptverhandlung geben. Der Sachverhalt klingt aber eher nach EInstellung oder Abhandlung im Strafbefehlswege. In beiden Fällen ist Adhäsion nicht möglich.

und andererseits könnte sich die strafrechtlich beschuldigte Person als schuldunfähig herausstellen, was für das Ehepaar recht günstg wäre.
Gibt es denn dafür irgendwelche Anhaltspunkte oder ist das so eine "Wenn ich aus dem Haus gehe, könnte mich ein herunterfallender Dachziegel treffen - Vermutung" ?
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von winterspaziergang » 10.03.19, 17:55

tom10 hat geschrieben: Wer von Medizin kaum Ahnung hat, sollte sich zurückhalten.
ja, und wer hier keine Ahnung hat, aber munter von Schlaganfall, Marcumar und sonstigen Folgen nach einem Sturz erzählt, ist hier keine Frage
tom10 hat geschrieben:Der Staatsanwalt wird erstens aus seiner Berufspraxis viele solche Fälle kennen und zweitens einen Fachmann befragen, wenn er sich unsicher ist. Er wird darin kein"Katastrophenszenario" sehen, sondern traurige Wahrheit.
Die traurige Wahrheit ist, dass Sie selbst leider nicht verstehen, was Sie schreiben und auch nicht, was man Ihnen auf Ihre Frage hin schreibt
tom10 hat geschrieben:Und es geht hier nicht um Schuld und Sühne, nur um Angemessenheit. Mir ist schon klar, daß die Ermittlungsbehörden überlastet sind und gerne mal eine Fall schnell abschließen um die "Quote" zu erhöhen (schöner Beitrag in TV darüber kürzlich).
Ah TV-Wissen. Dann ist alles klar. :roll:

Also, auch wenn es hoffnungslos scheint: Der Staatsanwalt wird nicht wegen Überlastung der Ermittlungsbehörde einstellen, sondern wenn es kein öffentliches Interesse gibt und/oder der Hergang keine Straftat ist
tom10 hat geschrieben:Bei der Vielzahl der Probleme, die Hundhalter verursachen (Radunfälle, gebissene Menschen bis zu toten Kindern, Kacke an jeder Ecke, ganze Hundekotberge in roten Tüten in Parks (gestern erst wieder in der Zeitung)) besteht ein öffentliches Interesse an der Verfolgung. Ob der betreffende Staatsanwalt selbst Hundehalter ist, ist die spannende Frage.
soso, die Vielzahl und die gebissenen Menschen...
Sie können es nicht verstehen, oder? Die Frage ist nur, wie dieser Unfall vonstatten gegangen ist.

Ihre Abneigung gegen Hunde und die Anzahl roter Tüten mit Hundekot wird den StA in dem Zusammenhang nicht interessieren. Sie können den Unfall also nicht heranziehen, um "aus Prinzip" andere abzustrafen. Allmählich wird auch klar, was Sie in Ihrem Eingangsbeitrag als abwiegeln der Polizisten bezeichnet haben.
Anhand von wenigen Photos kann leicht gezeigt werden, daß KEIN Radfahrer im voriegenden Fall eine Chance hatte. Der Unfallort kann vom Rettungsdienst bezeugt werden.
jaja, ganz sicher, Photos nach dem Sturz zeigen, dass der Radfahrende vorher keine Chance hatte.
tom10 hat geschrieben:Und im Übrigen wird das Problem der Leinenpflicht vom Staatsanwalt beurteilt werden. Und da hat der Hundehalter schlechte Karten, da der Hund nicht angeleint war. Im öffentlichen Verkehrsraum muß der Hundehalter seinen Hund IMMER unter Kontrolle haben, selbst ohne Leinenpflicht.
na, wenn Sie das alles so klar wissen, ist doch alles bestens.

Übrigens: Der Witz, dass ausgerechnet Radfahrende :engel: andere belehren und Verkehrsregeln beibringen wollen, ist immer wieder gut.

Und da Sie nur nach Wunschantworten suchen
:liegestuhl:

tom10
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von tom10 » 10.03.19, 18:39

[quote="Deputy"][quote="tom10"]Wildtiere kommen nicht plötzlich aus dem Gebüsch, sie wittern den Radfahrer schon weit entfernt und suchen die Flucht.[/quote]Das sollte man den Wildtieren, denen ich schon beim Fahrradfahren begegnet bin, mal jemand mitteilen ...

[quote="tom10"]Bitte ein Beispiel. Radfahrer verhalten sich untereinander respektvoll. Das ist bewiesen.[/quote]Quatsch. Das ist wie im restlichen Straßenverkehr; meist funktioniert es gut, mitunter giftet man sich gegenseitig bis zu einer Prügelei an.

Aber bring doch mal die Beweise dafür, dass Fahrradfahrer untereinander respektvoll sind.

Beweis: Unfallstatistik

[quote="tom10"]Man kann auch zu Tode kommen, wenn man auf Glatteis ausrutscht, sich was bricht, und an medizinischen Komplikationen verstirbt.[/quote]Man kann sogar tot von der Schüssel fallen, wenn man auf dem Klo sitzt und drückt.

[quote="tom10"]Tod durch einfachen Sturz passiert täglich bei Älteren.
Also bitte sachlich bleiben, ich dachte wir sind hier nicht im Kindergarten.[/quote]Auch junge Leute können durch Stürze (uU mit anschließenden Komplikationen) sterben. Das jedoch bei Älteren als zwangsläufige Folge darzustellen ist Unsinn, insbesondere in Kombi mit Markumar. So wie es geschrieben wurde ist das Markumar zwingend todesursächlich. Schreib nicht so einen Unsinn, wenn du ausdrücklich selbst keinen Kindergarten willst.

Beim Fahrradfahren kann man immer stürzen - wenn es so schlimm ist, dann wäre Fahradfahren ab 60+ praktisch Selbstmord.

Offensichtlich haben Sie keine Ahnung von den medizinischen Unterschieden von jungen Leuten und der 60+ Generation (und schon garnicht von Marcumar, WIKI hilft meistens). Wer bei 20km/h vom Rad "absteigt", hat als 60+ so schwere Verletzungen, daß er schlechte Karten hat. Ist übrigens auch die Meinung von Verkehrswissenschaftlern, die immer wieder auf die Gefahren der e-bikes für 60+ hinweisen.
Es ist der Verfall der Moral in unserem Land, daß viele nur noch an sich denken und nicht, wie es anderen Schwächeren ergehen könnte.


[quote="tom10"]Zitat:
und was wäre anders gelaufen, wenn der Hund angemeldet gewesen wäre? :D
Zitatende
Alles. Dann hätte ich in diesem Forum garnicht geschrieben, weil die Verantwortung geklärt wäre. Darum dreht sich hier doch alles !!!!!!! Schön, wer`s jetzt auch schon merkt![/quote]Komplett falscher Schluss - ein Hundehalter ist ein Hundehalter unabhängig davon, ob der Hund angemeldet ist. Der Inhaber der Zulassung ist bei einem Kfz auch nicht unbedingt der Halter - oder derjenige, der die Steuer bezahlt. Das sind verschiedene Sachen.[/quote]

Also Problem IMMER NOCH NICHT erkannt:
1) Die Begriffe Hundehalter und KfZ-Halter sind nicht vergleichbar.
2) Um den Verantwortlichen für den Hund zu finden, muß im rechtlichen Sinne herausgefunden werden, wer ein Interesse an der Haltung des Tieres hat und auch die Kosten dafür übernimmt. Darum sieht die Polzei auch zuerst im Hundehalterregister nach.
Wenn die eine der beteiligten Personen im Register steht, ist die Sache klar. Wenn nicht, muß die Polzei beide Personen zu den Umständen des "Hundelebens" in dem Haushalt befragen um herauszufinden, wer im rechtlichen Sinne der (oder die?) Hundehalter ist. DIES IST BISHER NICHT GESCHEHEN.
Bei Betreuung eines Hundes nach § 834 BGB (Tierhüter) kommt hier wohl nicht in Frage kommt.

[b]UND NUN AUFWIEDERSEHEN.
DA DIE DISSKUSSION HIER AUF FAKEBOOK-NIVEAU ABGLEITET, HABE ICH KEIN WEITERES INTERESSE MEHR[/b]

tom10
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von tom10 » 10.03.19, 18:42

[b]AUF WIEDERSEHEN AN ALLE.
DA DIE DISSKUSSION HIER AUF FAKEBOOK-NIVEAU ABGESUNKEN IST, HABE ICH KEIN WEITERES INTERESSE MEHR UND WERDE NICHT MEHR AUF POSTS ANTWORTEN.[/b]

FelixSt
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Re: Staatsanwalt verfolgt Straftat nicht vollständig - was t

Beitrag von FelixSt » 10.03.19, 18:59

:lachen:
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

Gesperrt