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Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 04.06.19, 13:53
von diesirae
Ich habe beim Verkauf meines Auto mir den Führerschein des Käufers nicht zeigen lassen und mit ihm eine Probefahrt von etwa 500 m gemacht. Er hat keinen und das ist jetzt herausgekommen. Ich habe recherchiert, es stehen wohl bis zu 6 Monaten Gefängnis drauf. Was ist denn realistisch zu erwarten!

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 04.06.19, 14:10
von ExDevil67
Mal ausgehend davon das Sie nix weiter auf dem Kerbholz haben, dürfte die Höchststrafe (6 Monate Haft die man auch absitzen muss) eher ausgeschlossen sein.

Ansonsten werden Sie wohl warten müssen bis unsere Glaskugeln von der Wartung zurück sind. Oder es entsprechende Post kommt.

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 04.06.19, 14:23
von Zafilutsche
diesirae hat geschrieben:
04.06.19, 13:53
Ich habe beim Verkauf meines Auto mir den Führerschein des Käufers nicht zeigen lassen und mit ihm eine Probefahrt von etwa 500 m gemacht. Er hat keinen und das ist jetzt herausgekommen. Ich habe recherchiert, es stehen wohl bis zu 6 Monaten Gefängnis drauf. Was ist denn realistisch zu erwarten!
Frage 1: Ist denn jemand verletzt worden?
Frage 2: Gab's einen Sachschaden?
Wenn der Fahrer "erwischt" wurde, wird dieser zumindest mit einem "Richter" ein Gespräch führen.
Für den Halter wird's extrem Wahrscheinlich keine Gefängnisstrafe geben. Das wird eher auf eine Geldbuße hinauslaufen, wenn Frage 1 und Frage 2 mit nein beantwortet werden können. (Das hat mir meine Glaskugel nach dem putzen gezeigt).
Na hoffentlich hat die beim Putzen keinen Schaden genommen :oops:

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 04.06.19, 14:58
von ktown
diesirae hat geschrieben:
04.06.19, 13:53
Ich habe beim Verkauf meines Auto mir den Führerschein des Käufers nicht zeigen lassen
Was haben sie sich beim Verkauf überhaupt angesehen?

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 04.06.19, 15:57
von diesirae
ktown hat geschrieben:
04.06.19, 14:58
diesirae hat geschrieben:
04.06.19, 13:53
Ich habe beim Verkauf meines Auto mir den Führerschein des Käufers nicht zeigen lassen
Was haben sie sich beim Verkauf überhaupt angesehen?
Ich habe bei der Geldübergabe geprüft, ob es sich um Falschgeld handelt. :ironie:

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 05.06.19, 20:13
von J.A.
Es handelt sich nicht um "Beihilfe" (die ist nur vorsätzlich möglich), sondern um "fahrlässiges Zulassen..." nach § 21, Abs. 2, Nr. 1 iVm. Abs. 1, Nr. 2 StVG. Aber selbst bei Vorsatz wäre es keine Beihilfe, sondern eigene Täterschaft nach § 21, Abs. 1, Nr. 2 StVG mit einer max. Strafandrohung von 1 Jahr Freiheitsstrafe. Die Höchststrafe der fahrlässigen Variante sind in der Tat 6 Monate FS oder 180 Tagessätze GS.

Sofern Sie nicht vorbestraft sind wird das max. auf eine Geldstrafe unterhalb von 91 Tagessätzen hinauslaufen (deutlich unterhalb wahrscheinlich)

Weiß die Polizei denn überhaupt von dieser Probefahrt ohne FE? Wenn der neue KFZ-Eigentümer ohne FE erwischt wurde, wäre er schön blöd* die Probefahrt zu erwähnen, da er sich selbst dann natürlich auch ein weiteres Mal "Fahren ohne FE" an den Hals redet.

*was ja grds. kein Hinderungsgrund ist, es dennoch zu tun :devil:

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 07.06.19, 20:48
von diesirae
Die Polizei weiß davon, sonst hätte ich den Beitrag nicht gepostet.
Kann man denn bei einer Geldstrafe in Tagessätzen sagen, man möchte lieber die Gefängnisstrafe absitzen?

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 07.06.19, 20:52
von FelixSt
Sagen kann man viel.

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 07.06.19, 22:03
von ExDevil67
diesirae hat geschrieben:
07.06.19, 20:48
Kann man denn bei einer Geldstrafe in Tagessätzen sagen, man möchte lieber die Gefängnisstrafe absitzen?
Das braucht man afaik nicht sagen. Einfach nicht zahlen, dann kommt afaik nach einiger Zeit ein Taxi in blau und silber das einen direkt zur nächsten JVA bringt. :ironie:

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 07.06.19, 23:36
von J.A.
diesirae hat geschrieben:
07.06.19, 20:48
Die Polizei weiß davon, sonst hätte ich den Beitrag nicht gepostet.
Tranquillo.... es bestünde ja auch durchaus die Möglichkeit, dass sie es bisher noch nicht weiß, sondern man nur mal nachfragt, weil man befürchtet dass sie es noch erfährt.
Kann man denn bei einer Geldstrafe in Tagessätzen sagen, man möchte lieber die Gefängnisstrafe absitzen?
Nein, das steht nicht in der Entscheidungsgewalt des Verurteilten, bzw nur sehr bedingt. Bei jemandem der ein gutes Einkommen deutlich über dem Pfändungsfreibetrag hat, wird die Strafe gepfändet (Lohnpfändung beim Arbeitgeber), wenn er nicht freiwillig zahlt.

Nur wenn die Pfändung erfolglos ist, oder von vornherein aussichtslos ist, wird die Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe angeordnet.

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 08.06.19, 10:06
von ktown
Der Sachverhalt wird immer verwirrender. Der Verkäufer kennt weder den Perso und somit keine Adresse des Käufers noch hat er sich den Führerschein des Käufers zeigen lassen. Gleichzeitig scheint die Polizei zu wissen, dass der Käufer selbst verbotenerweise das Kauffahrzeug, bei der Probefahrt, bewegt hat. Dies kann, meines Erachtens, nur feststellbar gewesen sein, wenn besagter Käufer bei der Probefahrt erwischt wurde (wieso sollte sich der Käufer im Nachgang damit auch selbst belasten).
Wieso der Verkäufer nun aber nicht durch diesen Vorfall die Adresse des Käufers bekommt, wird er uns sicherlich bald erklären können. :wink:

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 10.06.19, 17:02
von diesirae
Dieser Thread geht um Fahren ohne Führerschein,
die Adresse des Käufers tut nichts zur Sache.
Wenn es aber wirklich jemanden interessiert: Der Käufer wurde ermittelt und befindet sich nun da, wo er hingehört - im Knast.
Die Polizei hat mir die Adresse mitgeteilt und bei der Gelegenheit gefragt, ob denn eine Probefahrt gemacht worden sei. Was ich bejaht habe.

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 11.06.19, 11:07
von windalf
Bei jemandem der ein gutes Einkommen deutlich über dem Pfändungsfreibetrag hat, wird die Strafe gepfändet (Lohnpfändung beim Arbeitgeber), wenn er nicht freiwillig zahlt.
Und wenn derjenige sein Einkommen nicht duch Hilfe eines Arbeitgebers erzielt sondern zum Beispiel Selbstständig ist oder Privatier?

Re: Beihilfe zum Fahren ohne Führerschein

Verfasst: 11.06.19, 13:24
von hawethie
Kontenpfändung?
Kommt gut bei der Bank. Oder der Schufa.