Seite 1 von 1

Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 17.06.19, 23:43
von E-Bert
Wie könnten Opfer bzw. Zeugen bzw. deren Familien in einem z.B. Fall von schweren sexuellen Mißbrauchs von Schutzbefohlenen auf Einschüchterungsversuche reagieren?
Angenommen der Täter wäre sozial stark eingebunden und gewisse Personen versuchten nun (natürlich jeweils unter 4 Augen) von belastenden Aussagen dringend abzuraten. :?

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 00:34
von J.A.
Den Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft informieren und Anzeige wegen vers. Nötigung erstatten.

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 00:36
von E-Bert
XX
Angenommen der einschlägig vorbestrafte Täter sei Lehrkraft an einer weiterführenden Schule und einfach nur angesehenes Mitglied im z.B. lokalen Katzenzüchterverein :lol:
Der Direktor sei nun noch angeseheneres Mitglied im selben lokalen Katzenzüchterverein und versteift sich auf die Interpretation, der erfahrene Pädagoge sei einfach nur von pubertären Schülern zu sexuellen Spielchen verführt worden. Die Opfer und Zeugen sollten dies doch im eigenen Interesse entsprechend "richtigstellen", da eine entsprechende Stigmatisierung ihrer weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung doch nicht förderlich sein könnte :lol:

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 00:49
von E-Bert
J.A. hat geschrieben:
18.06.19, 00:34
Den Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft informieren und Anzeige wegen vers. Nötigung erstatten.
Danke J.A. :!:
Ich denke Du hast recht :roll:
Ich fürchte es wäre der schulischen und beruflichen Entwicklung noch minder förderlich gewesen :cry:

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 08:51
von E-Bert
Angenommen, die jungen Leute wären nun in Vertrauen auf Recht, Ordnung und Wahrhaftigkeit einfach bei ihren Darstellungen geblieben, der pädophile Pädagoge wäre soweit geständig und reuig gewesen, hätte seine Bewährungsstrafe erhalten (genau, mit viel miau) wäre bei reduzierten Bezügen aus dem Schuldienst suspendiert worden und die jungen Leute hätten zum Schutz vor Repressalien des Direktors jeweils einfach die Schule gewechselt.
Jahre später müssen sie nun feststellen, daß gewisse Merkwürdigkeiten in ihren schulischen, beruflichen und persönlichen Biographien einem gewissen Muster folgen. So, als sollte die Drohung, daß
E-Bert hat geschrieben:
18.06.19, 00:36
eine entsprechende Stigmatisierung ihrer weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung doch nicht förderlich sein könnte
unbedingt Wirklichkeit werden. Nehmen wir als konkrete Beuspiele anonyme bzw. vertrauliche aber gewichtige "Hinweise" an Personen im persönlichen Umfeld der Opfer oder regelmäßige unvermittelte tätliche Angriffe im öffentlichen Raum. Die Menge und Nachhaltigkeit dieser Ereignisse, die sich bei mehreren Opfern gleichen ließe eine Verbindung zum angenommenen Katzenunzüchterverein vermuten, aber schwerlich beweisen.
Wie hört das nun auf?

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 08:55
von SusanneBerlin
Hören Sie doch einfach auf mit dieser unsäglichen Geschichte.

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 09:12
von ExDevil67
E-Bert hat geschrieben:
18.06.19, 08:51
Wie hört das nun auf?
Umziehen in ein neues Umfeld? Ansonsten klingt das also sollte sich da jemand professionelle Hilfe holen. Nicht hinter jedem Hufgetrappel steckt gleich ein Zebra.

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 18.06.19, 17:08
von E-Bert
ExDevil67 hat geschrieben:
18.06.19, 09:12
Umziehen in ein neues Umfeld?
Klingt einleuchtend. Meines Erachtens aber soziodynamisch ungeschickt. Wenn man jemanden nicht kennt, so gewichtet man die geringste vermeintliche "Information" automatisch über. Also besser maximal in die nächstgrössere Stadt, da ist man wirklich bekannt und bleibt im Bilde.
ExDevil67 hat geschrieben:
18.06.19, 09:12
Ansonsten klingt das also sollte sich da jemand professionelle Hilfe holen.
Der Berufstand des Privatdetektivs, so man ihn sich überhaupt leisten könnte, dürfte durch die zurückliegenden Entwicklungen im "Datenschutz" mit erheblichen Widernissen zu kämpfen haben?
Ansonsten würde ich dieses Forum als solche durchaus erachten.
ExDevil67 hat geschrieben:
18.06.19, 09:12
Nicht hinter jedem Hufgetrappel steckt gleich ein Zebra
...und soll sich die Katze nicht mokieren, wenn's beim 101ten Mal wirklich mal nur das Zebra war!
SusanneBerlin hat geschrieben:
18.06.19, 08:55
Hören Sie doch einfach auf mit dieser unsäglichen Geschichte.
Entschuldigung, ich wollte Sie in keinster Weise persönlich angreiffen. Raubtierliebhaber können an dieser Stelle natürlich auch gerne einen hypothetischen Kaninchenzüchterverein annehmen.

Re: Opfer- und Zeugenschutz im Strafprozess

Verfasst: 19.06.19, 19:43
von E-Bert
... oder einen hypothetischen Waidmannsverband.