6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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UrseleJoshi
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6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Beitrag von UrseleJoshi » 05.09.19, 16:05

Guten Abend,

in der headline steht eigentlich die Frage schon drin.
Kurz zum Hintergrund: Die Tochter T (16Jahre alte) der Mutter M wird bei einer allgemeinen Kontrolle in F-Stadt von einer zivilen Streife kontrolliert und es werden bei T knappk 6g Gras sichergestellt.
M wird informiert und ist fassungslos, dass T a) Grad raucht und b) so dämlich ist, sich damit erwischen zu lassen.
T ist reumütig; sie wollte experimentieren und hatte das Grad ausschließlich zum Eigenkonsum. T ist vorher noch nie aufgefallen.
Es kommt nun auf sie ein Strafverfahren - ev § 29 BtmG - zu.
Mit weolcher Strafe muss T rechnen, mit welcher Sanktion muss M rechnen?
Ev wird das Jugendamt informiert - auch mit diesem hatte T oder auch M wg. T noch nie Kontakt.
Was kann man unternehmen (außer natürlich Hände weg von weichen Drogen), um bereits jetzt die Sanktionen gering zu halten?

SusanneBerlin
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Re: 6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Beitrag von SusanneBerlin » 05.09.19, 16:34

M wird informiert und ist fassungslos, dass T a) Grad raucht und b) so dämlich ist, sich damit erwischen zu lassen.
Pädagogisch ist Aussage b) natürlich kontraproduktiv. "Wenn du schon Drogen konsumiert, dann lass dich wenigstens nicht erwischen!"
außer natürlich Hände weg von weichen Drogen
Also nur noch harte Drogen?
Grüße, Susanne

Gaia
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Re: 6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Beitrag von Gaia » 05.09.19, 20:41

Sehr geehrte TE, solche 'Antworten' wie die oben sollte man getrost ignorieren. Ich habe leider keine Ahnung, was der Tochter droht, aber ich hoffe, hier findet sich noch jemand, der sich qualifiziert äußern kann und mag.
SusanneBerlin hat geschrieben:
05.09.19, 16:34
(...)
Ich wüßte wirklich gern, was jemanden antreibt, sich immer wieder mit solcherart dämlichen Kommentaren hervorzutun.

Milo
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Re: 6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Beitrag von Milo » 05.09.19, 23:57

Paar Arbeitsstunden und die Auflage an einer oder ein paar Beratungen bei der Drogenberatung teilzunehmen. Kein Eintrag im Führungszeugnis. Je nach Bundesland im Rahmen einer Gerichtsverhandlung oder direkt über die Staatsanwaltschaft. Anwalt lohnt leider nicht. Man kann mit Drogenberatung und Abstinenznachweis etwas "in Vorleistung gehen".
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

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hawethie
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Re: 6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Beitrag von hawethie » 06.09.19, 08:32

Mit welcher Strafe muss T rechnen, mit welcher Sanktion muss M rechnen?
Meinst du außer den langfristigen Handyentzug und kontrolliertem PC-Gebrauch?

:ironie:
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

J.A.
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Re: 6g Gras, Minderjähriger Ersttäter - was blüht ihm?

Beitrag von J.A. » 06.09.19, 23:04

Es wird so kommen wie Milo es beschrieben hat. Entweder im Rahmen einer Einstellung nach §§ 45, 47 JGG oder einer Verurteilung beim Jugendgericht. Das macht im Jugendrecht aber keinen wesentlichen Unterschied.

Eine (sanktionlose) Einstellung nach 31a BtMG ist auch theo. denkbar, aber wenig wahrscheinlich. Wobei es diesbezüglich auf die Diversionsegelungen des betreffenden Bundeslandes ankommt, also ob 45 JGG Vorrang vor 31a BtMG hat, oder umgekehrt.

Ps. Der Mutter passiert im übrigen überhaupt nichts, und auch das Jugendamt wird bei diesem einmaligen Fall außen vor bleiben, bzw. nur im Rahmen der Jugendgerichtshilfe tätig, wie es bei jedem Strafverfahren gegen Jugendliche der Fall ist.
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

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