Fake-Bestellungen - Was tun?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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feller
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Fake-Bestellungen - Was tun?

Beitrag von feller » 06.11.19, 12:47

Angenommen
A seine eine ältere Frau, die einen sehr seltenen Namen besäße. Es gäbe diese Namen im Umkreis von 500 KM nur einmal.
Unter GENAU diesem seltenen Namen würden von Unbekannt ständig teure Online "Fake-Bestellungen" zur Lieferung in einer kleineren Stadt an Croque, Imbiss-, Pizzaläden, oder Ähnlichem
abgesandt werden. Wie gesagt - ständig!

Klar - geschädigt sind diese Läden ... Die Ware geht ja wieder komplett zurück ...

Doch meine Frage lautet:

Kann auch A gegen diese Fake-Bestellungen, die in "ihrem" Namen getätigt werden, etwas tun. Kann A Strafanzeige erstatten ? Wenn ja - wo gegen genau?
Oder muss A dies hinnehmen, weil A "selbst" nicht direkt geschädigt wurde?

Gruß
Frank

lottchen
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Re: Fake-Bestellungen - Was tun?

Beitrag von lottchen » 06.11.19, 13:37

Klar kann Frau A Anzeige erstatten, wenn mit ihrem Namen so ein Mißbrauch getrieben wird. Wogegen genau muss sie nicht entscheiden, sie schildert der Polizei einfach das Problem und gut ist. Die schauen dann schon, ob das ein Straftatbestand oder eine Ordnungswidrigkeit ist.
Sie kann sich auch bei den Lieferanten auf die "schwarze Liste" setzen lassen, wenn sie dort definitiv nicht einkaufen will.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

feller
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Re: Fake-Bestellungen - Was tun?

Beitrag von feller » 06.11.19, 17:36

Nun - das dachte A auch - aber die Polizei reichte A an die Kripo weiter,
die aber keine Anzeige aufnahm, mit der Begründung, sie habe ja keinen Schaden erlitten und ihr Name sei ja nicht "geschützt"!

Ist die Begründung so haltbar?

FM
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Re: Fake-Bestellungen - Was tun?

Beitrag von FM » 06.11.19, 18:25

Die Polizei handelt hier nur als Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft und müsste eigentlich den Fall dorthin weitergeben. Mag sein, dass der Polizeibeamte seine Mitteilung als Beratung verstanden hat und davon ausging, die Frau hätte dann auf eine Anzeige oder einen Strafantrag verzichtet.

Am einfachsten ist es, man wendet sich unmittelbar an die Staatsanwaltschaft. Kann aber sein, dass die zum selben Ergebnis kommen und kein Verfahren einleiten. Denn eigentlich geschädigt sind eben die Händler und die haben offenbar keinen Strafantrag gestellt (vielleicht weil die Zeit dafür noch mehr kostet als die wegzuwerfende Pizza).

J.A.
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Re: Fake-Bestellungen - Was tun?

Beitrag von J.A. » 07.11.19, 00:53

Ist die Begründung so haltbar?
Grundsätzlich können solche Bestellungen, wenn sie gehäuft auftreten, den Tatbestand des § 238, Abs. 1, Nr. 3a StGB erfüllen. Dazu gehört aber neben der "Beharrlichkeit" auch, dass die Tat hinsichtlich A zumindest
geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen
Die Schwelle wird hier wohl noch nicht überschritten sein, nach Ansicht der Polizei (wobei nicht die das zu entscheiden hat, sondern die StA, weswegen die Verweigerung der Anzeigenannahme -wenn die tatsächlich wie beschrieben und ohne Rücksprache mit der StA stattgefunden hat- nicht korrekt war)
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

Oktavia
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Re: Fake-Bestellungen - Was tun?

Beitrag von Oktavia » 07.11.19, 14:20

Wurden die Bestellungen nur mit dem Namen gemacht aber nicht mit der Adresse?

Richtig schwierig würde es ja nur, wenn auch an die Adresse geliefert würde. Dann kann es einem passieren, dass man einen schlechten Leumund bekommt oder Schufa-Einträge.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

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