Polizei an Haustür

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Moderator: FDR-Team

windalf
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von windalf »

Wenn man in einer normalen Lebenssituation von der Polizei aufgesucht wird, wozu verhält man sich dann wie ein Angeklagter, der erst seinen Anwalt sprechen möchte?
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Eben wer nichts zu verbergen hat wird der Polizei zu jeder Uhrzeit freiwillig sein Haus öffen und durchsuchen lassen. Alle anderen sind mehr als nur verdächtig...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tastenspitz
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Tastenspitz »

Eine Durchsuchung stand hier nie zur Debatte. Der Betreffende wurde begleitet als er seien Perso geholt hat.
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windalf
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von windalf »

Tastenspitz hat geschrieben:
14.02.20, 08:25
Eine Durchsuchung stand hier nie zur Debatte. Der Betreffende wurde begleitet als er seien Perso geholt hat.
Und wenn da 5 kg Drogen oder was auch immer auf dem Tisch an dem man vorbeispaziert ist gelegen hätten, hätte das die Polizei natürlich nicht interessiert. Da es keine Durchsuchung war hätte der Polizist sowas stur ausgeblendet und nur auf die Ausweiskontrolle hingedrungen (Was auch immer er mit dem Ergebnis zum Beispiel Bekannter Waffennarr und Reichsbürger der hier aber nunmal wohnt dann macht)...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ktown
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von ktown »

Mal eine Frage am Rande:
War es die Polizei oder eher die Stadtpolizei/Ordnungsamt. Tagsüber gehen üblicherweise die Angestellten der Ordnungsbehörde solchen Sachverhalten nach.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Evariste
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Evariste »

Nichts für ungut, aber was mir bei solchen Berichten im Internet immer auffällt, sobald ein Bürger "pampig" wird, wird die Identität kontrolliert. Da entsteht bei mir schon der Eindruck, es geht einfach darum zu zeigen, das man als Polizist die Oberhand hat.

Auch hier ist den Beamten die Sache mit der Identitätskontrolle ja erst später eingefallen.
Deputy hat geschrieben:
13.02.20, 21:20
Die Frage ist wie laut das Radio war; grundsätzlich kommt auch eine Ruhestörung (§ 117 OWiG) in Betracht, dann erfolgte die Identitätsfeststellung nach der StPO iVm §46 OWiG.
Mag ja sein, aber hätte das dann nicht in jedem Fall gemacht werden müssen?

Zafilutsche
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Zafilutsche »

Klaus Winzig hat geschrieben:
13.02.20, 19:41
...Ich jede Information verweigert. Daraufhin kippte die Stimmung
...
Naja, man kann sich das Leben extra schwer machen. Zwecks Identitätsfeststellung hätte die Polizei den für sie unbekannten (der jede Information verweigert)
sogar mit zur Wache mitnehmen können. Hier schien es (auch für die Polizei) einfacher gewesen zu sein, dass ein gültiger Personalausweis zeitnah vorzeigbar war.
Manchmal versuchen halt Leute sich einer Identifizierung zu entziehen. Dem wollte offenbar die Polizei vorbeugen.
Im übrigen wissen wir nicht was die genauen Beweggründe der Polizei waren, und was für Hinweise aus der Nachbarschaft an die Polizei angetragen wurden.
Daher könnte ein "Lautes Radio" ein wichtiger Grund sein, nach dem rechten zu schauen.
Mal meiner Fantasie freien lauf gelassen: Das Wimmern/Weinen/Rufen eines Überfall-/Vergewaltigungsopfer soll mittels einem Laut eingestelltem Radio verdeckt werden.
Und dann? Die Polizei soll unverrichteter Dinge abziehen, weil die Person nix sagen möchte und vielleicht auch niemanden in die Wohnung lassen möchte?
Ich denke, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, sollte man sich beschweren. Ggf. würde es helfen, wenn man die Beweggründe verstehen kann, warum die Gegenseite so reagiert hat wie sie das getan hat. Daher vielleicht einfach mal etwas "Empathie" walten lassen.
Zuletzt geändert von Zafilutsche am 14.02.20, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.

Tastenspitz
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Tastenspitz »

Evariste hat geschrieben:
14.02.20, 09:34
sobald ein Bürger "pampig" wird, wird die Identität kontrolliert.
Wohl hier eher, weil....
Klaus Winzig hat geschrieben:
13.02.20, 19:41
Ich jede Information verweigert.
Also wenn jemand auf die einfache Frage " Sind sie der Herr/Frau ..... = Name vom Klingelschild" schon mauert, verstehe ich es, dass die Identität geprüft wird. Schon allein um zu verhindern, dass das womöglich ein Einbrecher ist.
Schon mal darüber nachgedacht? Die machen das ja nicht um den schweigsamen Türsteher zu bestrafen, sondern weil es der Job erfordert.
Tipp aus der Praxis: Den/Die Beamten wie einen Menschen behandeln und auf Nachfragen höflich antworten. Tut nicht weh, ist keine Einschränkung irgendeiner Freiheit und man ist schnell wieder bei dem was man grade machen wollte.
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windalf
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von windalf »

Also wenn jemand auf die einfache Frage " Sind sie der Herr/Frau ..... = Name vom Klingelschild" schon mauert, verstehe ich es, dass die Identität geprüft wird. Schon allein um zu verhindern, dass das womöglich ein Einbrecher ist.
Weil der typische Einbrecher ja auch auf keinen Fall lügen würde und die Antwort auf die Frage lieber verweigert um eine Identitätsfeststellung zu provozieren :lachen: :lachen: :lachen:

Vom typischen Einbrecher ist auch zu erwarten, dass er die Tür öffnet, wenn die Polizei (oder sonst jemand) klingelt...
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Evariste »

Tastenspitz hat geschrieben:
14.02.20, 09:53
auf Nachfragen höflich antworten. Tut nicht weh, ist keine Einschränkung irgendeiner Freiheit
So wie ich es verstanden habe, stand der Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit im Raum, die der TE begangen haben soll. Dann muss man keine Angaben machen, höchstens zur Identität.

Mit der Höflichkeit ist das auch so eine Sache. Höflichkeit ist eine gute Sache, sie sollte aber _rechtlich_ keine Rolle spielen.

Im übrigen kann ich aus dem Sachverhalt nicht entnehmen, dass der TE unhöflich war, er hat nur nicht so geantwortet, wie die Polizisten das erwartet hatten.

winterspaziergang
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von winterspaziergang »

windalf hat geschrieben:
14.02.20, 07:53
Wenn man in einer normalen Lebenssituation von der Polizei aufgesucht wird, wozu verhält man sich dann wie ein Angeklagter, der erst seinen Anwalt sprechen möchte?
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Eben wer nichts zu verbergen hat wird der Polizei zu jeder Uhrzeit freiwillig sein Haus öffen und durchsuchen lassen. Alle anderen sind mehr als nur verdächtig...
nein, wer sich nicht gleich unnötig angegriffen fühlt, kommuniziert sozial angemessen mit anderen Menschen, auch wenn sie Polizisten sind.
Es ging nicht um die Hausdurchsuchung, sondern wie zu lesen ist, darum, dass der fiktive Hausbewohner der Polizei sofort jede Auskunft verweigert. Wozu?

windalf
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von windalf »

Es ging nicht um die Hausdurchsuchung, sondern wie zu lesen ist, darum, dass der fiktive Hausbewohner der Polizei sofort jede Auskunft verweigert. Wozu?
Warum leckt der Hund sich die Eier? Artikel 13 Grundgesetz ist keine Absichtserklärung
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

hawethie
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von hawethie »

Hi
mE muss da mehr hinter sein, als das bisher geschilderte.
Es geht im Ursprung um eine OWi - ein zu lautes Radio. Das war zum Zeitpunkt der Kontrolle schon abgeschaltet/leider gedreht.
Da sehe ich schon aus dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit heraus keinen Grund, das Haus des TE gegen dessen Willen zu betreten. Und ein "Sie könnten ja eine Waffe holen" - ist mehr als an den Haaren herangezogen. Es mag solche Leute geben, aber: mein Haus betritt ohne meine Einwilligung auch die Polizei nicht, wenn sie nicht einen konkreten Anlass hat. "Könnte", "es besteht ja die Möglichkeit" ist da nicht konkret genug (wie groß ist die Wahrscheinlichkeit - und wenn man als Polizist so denkt, dann wunder ich mich nicht, warum nicht bei jeder Kontrolle der Polizist mit gezogener Waffe da steht, wenn ich meinen Ausweis aus der Jacke/Hose hole). Das müssten auch die Polizisten wissen - daher meine eingangs geäußerte Vermutung.
Ausweisen müssen: grds. ja, aber hier lag zum Zeitpunkt des Hausbesuches keine OWi oder die Gefahr einer solchen vor. Ob da die Pflicht sich auszuweisen noch verhältnismäßig ist?
CU
HaWeThie
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

Tastenspitz
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Tastenspitz »

windalf hat geschrieben:
14.02.20, 11:02
Weil der typische Einbrecher ja auch auf keinen Fall lügen würde und die Antwort auf die Frage lieber verweigert um eine Identitätsfeststellung zu provozieren :lachen: :lachen: :lachen:
Vom typischen Einbrecher ist auch zu erwarten, dass er die Tür öffnet, wenn die Polizei (oder sonst jemand) klingelt...
Sicher.
Allerdings wird der typisch Bewohner auch nicht wie hier geschildert reagieren.
hawethie hat geschrieben:
14.02.20, 12:37
mE muss da mehr hinter sein, als das bisher geschilderte.
Denke ich auch. Möglicherweise hat eine vorangegangene Datenabfrage was rückgemeldet. Daher auch gleich 3 Uniformierte.
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ExDevil67
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von ExDevil67 »

Tastenspitz hat geschrieben:
14.02.20, 12:50
hawethie hat geschrieben:
14.02.20, 12:37
mE muss da mehr hinter sein, als das bisher geschilderte.
Denke ich auch. Möglicherweise hat eine vorangegangene Datenabfrage was rückgemeldet. Daher auch gleich 3 Uniformierte.
Naja, das hast aber auch schnell wen ein Polizeischüler dabei ist.

Klaus Winzig
Topicstarter
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Re: Polizei an Haustür

Beitrag von Klaus Winzig »

Ich wohne seit vierzg jahren in dem Einfamilienhaus, von Eltern geerbt. Ich benutze den Keller seit 20 Jahren als Bastelkeller, es wird Radio gehört, gesägt, befräßt und mehr. Der Nachbar wohnt seit 25 Jahren dort. Er hätte also genug Zeit gehabt eine Unterlassungsklage gegen mich zuführen. Warun dann plötzlich Polizei, weiss ich nicht. Die Polizei hatte erst nur gefragt wer hier alles wohnt. Habe ich nicht beantworte, warum auch habe doch nichts getan. Dann ich erfahren das Nachbar mich angezeigt hat wegen Lärmbelastigung. Ich habe dann nichts wichtiges mehr gesagt. um ja nichts falsches zusagen.
Ich war weder besonders freundlich, aber auch nicht unfreundlich.
Zuletzt geändert von Klaus Winzig am 14.02.20, 13:33, insgesamt 1-mal geändert.

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