Auslagen als Zeuge und Adhäsionsverfahren

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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uli0815
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Auslagen als Zeuge und Adhäsionsverfahren

Beitrag von uli0815 »

Hallo! Komme gleich zur Sachen:

Gegen A wurde die öffentliche Klage beim AG XY wegen Betruges erhoben. Der geschädigte B möchte nun einen Antrag auf Durchführung des Adhäsionsverfahrens beim AG XY stellen. B hat noch keine Ladung vom Gericht bekommen, er wohnt etwa 400 km vom AG XY entfernt und hätte dementsprechend hohe Auslagen durch Bahnfahrt plus ggf. Übernachtungskosten.

Frage 1: Hat B trotz Durchführung des Adhäsionsverfahrens Anspruch auf volle Erstattung seiner Zeugenauslagen vom AG XY?
Frage 2: Wer trägt die Kosten des Adhäsionsverfahrens?

Grüße!


J.A.
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Re: Auslagen als Zeuge und Adhäsionsverfahren

Beitrag von J.A. »

Frage 1: Hat B trotz Durchführung des Adhäsionsverfahrens Anspruch auf volle Erstattung seiner Zeugenauslagen vom AG XY?
Wenn er auf Ladung vom Wohnort (bzw. dem Ort an den die Ladung geschickt wurde) zur Zeugenvernehmung anreist, ja.
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

Deputy
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Re: Auslagen als Zeuge und Adhäsionsverfahren

Beitrag von Deputy »

Wenn der Ort, von dem angereist wird, und die Adresse, an die die Ladung geschickt wird, nicht identisch sind, kann man sich vom Gericht die Anreise vom tatsächlichen Anreiseort genehmigen lassen und bekommt sie dann auch entsprechend bezahlt; man muss es eben begründen.

J.A.
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Re: Auslagen als Zeuge und Adhäsionsverfahren

Beitrag von J.A. »

Richtig... und wichtig ist, dass das vorher geschieht.
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

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