Was sollte man hier machen?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Bernhardiner
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Was sollte man hier machen?

Beitrag von Bernhardiner »

Person A möchte abends durch den Wald nach Hause laufen. Hierbei nimmt er einen Waldweg, der eine Landstraße kreuzt. Von weitem sieht er, dass an der Landstraße gearbeitet wird. Es ist aber keine Absperrung, kein Schild oder sonst etwas vorhanden. Daher denkt Person A, dass er die Straße überqueren darf.

Bevor er auf der Straße ist, kommen Hunde angerannt, die an ihm hochspringen. Person A sagt der Person B, dass sie ihre Hunde anleinen soll und dies nicht in Ordnung ist. Person B wird aber sofort überaus laut und beleidigt Person A extrem. Person B passt es anscheinend nicht, dass Person A in der Nähe der Baustelle ist und sie stört (aber es ist wie gesagt, keine Absperrung, kein Schild oder ähnliches vorhanden). Person A wird dadurch verständlicherweise auch sauer und schreit zurück. Person C kommt vom Bagger gesprungen und ringt Person A nieder und hält ihn auch kurz am Boden fest. Hierbei wird die Brille von Person A extrem verbogen und das Shirt geht kaputt. Person A sagt, dass man die Polizei rufen soll, aber dies wird von Person B beziehungsweise C ignoriert. Mit Person D ist noch ein weiterer Arbeiter dabei, der aber nicht in das Gesehen eingreift. Person A ist überaus erbost und schreibt nachts der Polizei eine Strafanzeige, da ihn das Ganze so überaus beschäftigt.

Person B und C werden ausfindig gemacht und Person A wird auf das Polizeirevier bestellt, wo er eine Strafanzeige stellen muss. Zum einen gegen Person B wegen Beleidigung und zum anderen gegen Person C wegen Sachbeschädigung.

Person A hat nun Bedenken, dass es eben zu Gegenanzeigen durch die Personen B und C kommt, damit deren Strafe nicht so hoch ausfällt beziehungsweise sie auf diesen sauer sind. Wahrscheinlich werden Personen B, C und D (ein Arbeiter des Paares B und C) der Person A den schwarzen Peter zuschieben. Person A kann man aber eigentlich nur Beleidgung vorwerfen, aber damit hat Person B zuerst angefangen und eindeutig mehr beleidigt. Er wurde nicht handgreiflich gegen Person C, der seine Brille extrem verbogen hat und das Shirt kaputt gemacht hat.

War die Strafanzeige von Person A überstürzt? Person A war aber sauer, weil er so beleidigt wurde, niedergerungen wurde und seine Brille sowie das Shirt beschädigt wurde.

Was soll Person A machen, damit es zu keinen Gegenanzeigen durch die Personen B und C kommt? Kann er die Strafanzeige zurücknehmen?

Person D ist ein Arbeiter des Ehepaares B und C. Wird er als neutraler Zeuge gesehen oder als parteiisch, da er von diesen Personen sein Gehalt bekommt?

Soll sich Person A einen Anwalt nehmen? Auch wenn er sich nichts vorzuwerfen hat.

Hat man für Person A sonst noch einen Ratschlag?

Für hilfreiche Antworten bedanke ich mich schon jetzt und wünsche eine gute Zeit.

Mit freundlichen Grüßen,

Gammaflyer
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von Gammaflyer »

Die mögliche "Gegenanzeige" kann der Betroffene nicht verhindern.
Die Tataten werden jedoch unabhängig von Vorliegen von "Gegenanzeigen" behandelt und ggf. bestraft. Mögliche Provokation oder wechselseitiges Verhalten können auch betrachtet werden ohne "Gegenanzeige".

Wie die Glaubwürdigkeit eines Zeugen zu beurteilen ist, entscheidet im Zweifel ein Gericht in Anbetracht seiner Aussage. Das kann man theoretisch nicht beurteilen.

Zu einem Anwalt wird (v.a. aus Kostengründen) erst geraten, wenn tatsächlich Anklage erhoben wurde.

PyramSo
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von PyramSo »

Bernhardiner hat geschrieben:
20.08.20, 19:09
Von weitem sieht er, dass an der Landstraße gearbeitet wird. Es ist aber keine Absperrung, kein Schild oder sonst etwas vorhanden.
Was waren denn das für Arbeiten und welchen Zustand hatte die Straße an der Querungsstelle?

ktown
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von ktown »

PyramSo hat geschrieben:
20.08.20, 21:13
Bernhardiner hat geschrieben:
20.08.20, 19:09
Von weitem sieht er, dass an der Landstraße gearbeitet wird. Es ist aber keine Absperrung, kein Schild oder sonst etwas vorhanden.
Was waren denn das für Arbeiten und welchen Zustand hatte die Straße an der Querungsstelle?
Inwieweit ist diese Tatsache relevant? Ist eine vermutete Körperverletzung bzw. Sachbeschädigung anders zu bewerten bei einer korrekt und nicht korrekt eingerichteten Baustelle?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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PyramSo
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von PyramSo »

Wenn das Queren von bspw. frischem Beton einen Schaden verursacht hätte, wäre die Abwehr von Querenden womöglich wirklich anders zu beurteilen ... Eine nicht schadfrei mögliche Querung sollte man in so klaren Fällen auch ohne Absperrung leicht und relevant erkennen können und mit berechtigtem Abwehrbegehr rechnen ...

Bei nur geringen zu erwartenden oder sich nicht aufdrängender Möglichkeit von Schäden (Oberste Sandschicht nochmal gerade ziehen o.ä.) mag die Beurteilung vor Gericht bzgl. Erkennbarkeit versus fehlende Absperrung dagegen anders ausfallen als die des Bauarbeiters vor Ort ...

War die Straße an der Querungsstelle dagegen gar nicht von Bauarbeiten betroffen sondern nur Abschnitte davor/danach, dürfen die Bauarbeiter gerne, ohne über Los zu gehen, Konsequenzen zugeführt werden ...

ktown
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von ktown »

Aha.
Halten wir mal fest. Das fahrlässige betreten einer Baustelle in Verbindung mit einem eventuell entstandenen Schaden berechtigt zur Köperverletzung und muss sich strafmilderen auswirken ....... also die Relavanz der Baustelle ist für mich immer noch nicht ersichtlich. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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misterbona
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von misterbona »

Die Glaubwürdigkeit beurteilen Richter auch gerne nach den Aussagen, die sie fragen und den Antworten, die sie gemäß dem Verurteilungsdrehbuch gerne hören möchten.
Das beruht auch auf einem psychologischen Effekt, der sich Perseveranzeffekt nennt.
Und Juristen sind für ihren Beruf als Richter oder Staatsanwalt nicht wirklich ausgebildet worden und der Dunning-Kruger-Effekt macht dann sein übriges.

Da käme es noch auf den Vorwurf und den Sachverhalt an ob man sich frühzeitig einen Anwalt nimmt.

Wer Angeklagt ist, wird grundsätzlich auch verurteilt:
"Hinzu kommt ein Phänomen, dass ma sich als Unbeteiligter nur schwer vorstellen kann: sind Sie erst einmal als Hauptverdächtiger oder Schädiger ausgemacht ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Polizei auch Entlastendes ermittelt, ausgesprochen gering." Buch: Der Strafwandler

Der ehemalige Richter am Oberlandesgericht Köln Dr. Egon Schneider berichtet in „Recht und Gesetz Die Welt der Juristen“ Goldmann-TB 1967, Seite 105:
„Als ich Referendar war, fragte ich einmal einen Staatsanwalt, ob er denn auch bemüht sei, die Entlastungstatsachen (Anmerkung: § 160 Abs. 2 StPO) zu ergründen, also auch der Unschuld des Täters nachzuforschen. Er erwiderte: mir: ‚Das tun wir nur in ganz seltenen Fällen.‘ Sicherlich war diese Einstellung nicht gesetzestreu; aber sie kennzeichnet die Situation!“

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft schreiben das Drehbuch für die Verurteilung was dann richterlich angewendet wird, wenn nicht der Richter sogar schon zuvor die Urteilsbegründung geschrieben hat.

Daher ist es grundsätzlich wichtig, dass mit der Verteidigung möglichst frühzeitig begonnen wird. Allerdings bevor man von der Polizei als Beschuldigter geladen wird, ist es nicht notwendig, da bis dahin auch keine Akte/Dreh-Buch existiert, denn es dreht sich auch vor der Hauptverhandlung alles um die Akte.

Ein Strafantrag wegen Beleidigung muss zudem innerhalb von 3 Monaten gestellt werden.
Kann er die Strafanzeige zurücknehmen?
§ 194 Strafantrag
(1) Die Beleidigung wird nur auf Antrag verfolgt.

Auch die Sachbeschädigung ist ein Antragsdelikt.

Die Strafanträge kann man also zurück nehmen.

§ 470 Kosten bei Zurücknahme des Strafantrags
Wird das Verfahren wegen Zurücknahme des Antrags, durch den es bedingt war, eingestellt, so hat der Antragsteller die Kosten sowie die dem Beschuldigten und einem Nebenbeteiligten (§ 424 Absatz 1, § 438 Absatz 1, §§ 439, 444 Abs. 1 Satz 1) erwachsenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Gaia
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von Gaia »

misterbona hat geschrieben:
21.08.20, 00:51
(...)
Hier ist das hier. Juristische Verschwörungsschwurbler gehen bitte wieder weg und erzählen möglichst niemandem, da sie hier waren. Danke.

Und nein, Strafanzeigen kann man nicht zurücknehmen.

ktown
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von ktown »

Gaia hat geschrieben:
21.08.20, 10:09
Und nein, Strafanzeigen kann man nicht zurücknehmen.
Hat das jemand behauptet?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Gaia
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von Gaia »

ktown hat geschrieben:
21.08.20, 10:34
Hat das jemand behauptet?
Hat jemand behauptet, daß das jemand behauptet hat? Nein, natürlich nicht. Aber trotzdem sicher wertvoll, davon gelesen zu haben.

Und um weiteren intelligenten Nachfragen vorzubeugen: der TE hat danach gefragt, und bis dato hatte diese Frage niemand beantwortet.

ktown
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von ktown »

Gaia hat geschrieben:
21.08.20, 11:15
Und um weiteren intelligenten Nachfragen vorzubeugen: der TE hat danach gefragt, und bis dato hatte diese Frage niemand beantwortet.
Dann sollten sie, zur besseren Lesbarkeit, auch kenntlich machen, dass dieser zweite Satz sich nicht auf misterbona bezog.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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FM
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von FM »

Bernhardiner hat geschrieben:
20.08.20, 19:09
Person B und C werden ausfindig gemacht und Person A wird auf das Polizeirevier bestellt, wo er eine Strafanzeige stellen muss. Zum einen gegen Person B wegen Beleidigung und zum anderen gegen Person C wegen Sachbeschädigung.

... Kann er die Strafanzeige zurücknehmen?
Sowohl Beleidigung als auch Sachbeschädigung sind Antragsdelikte, deshalb hat A wahrscheinlich nicht nur Strafanzeige erstattet, sondern auch Strafantrag gestellt. Diesen kann man zurücknehmen. Dann ist aber - in den weitaus meisten Fällen - eine Strafverfolgung nicht mehr möglich, der Antrag kann auch nicht noch einmal neu gestellt werden.

Auch im Falle der Rücknahme können die anderen beteiligten Personen ihrerseits trotzdem Strafanträge gegen A stellen.

Bernhardiner
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von Bernhardiner »

Danke für die Antworten. Dies war nett.

Person A hat sich nichts vorzuwerfen und ist entsprechend sauer. Es war keine Absperrung, kein Schild oder sonst wie etwas vor der Baustelle vorhanden. Es wurde nicht der Boden erneuert, sondern nur Fässer verladen. Person B kam sofort angerannt und beleidigte Person A schwer. Person A schrie eben zurück, was wohl menschlich und verständlich ist. Person C kam dann, schubste Person A, drückte ihn nieder und hierbei ging auch die Brille kaputt. Die Person D, ein Angestellter der Personen B und C, war unbeteiligt.

Die Personen B und C werden nun sicherlich Gegenanzeige stellen, damit sie in einem besseren Licht stehen und Person A ein auswischen werden. Person D wird wohl als neutraler Zeuge gesehen, wird aber sicherlich für seine Arbeitgeber aussagen. In diesem Fall sind eben drei Personen gegen eine und dies ist negativ für Person A. Person A wurde nicht gewalttätig, hat aber - wie oben erwähnt - zurück geschrien.

Person A ist nicht vorbestraft oder sonst wie in einem Register geführt. Der Vorfall belastet ihn aber sehr und er ist gesundheitlich auch ziemlich angeschlagen. Person A überlegt nun, ob er sich einen Rechtsanwalt nehmen soll, der Person B und C anschreibt. Er wäre bereit, die Strafanträge zurückzunehmen, wenn hingegen die Personen B und C auf weitere Maßnahmen verzichten und den Schaden der Brille erstatten. Oder kann dies als Schuldeingeständnis von Person A gewertet werden?

Person A fühlt sich im Recht, aber eigentlich war kein neutraler Zeuge vorhanden. Das Ehepaar B und C wird zusammenhalten. Der Angestellte D wird sicherlich auch gegen Person A aussagen, um seinen Arbeitgeber zu schützen. Es gibt auch das Sprichwort, dass auf hoher See und vor Gericht alles möglich ist. Person A überlegt daher, ob er alles zurücknehmen soll, wenn die gegnerische Sete zusichert, dass sie keine Maßnahmen ergreifen werden und den Schaden der Brille ersetzen. Wie gesagt, Person A ist gesundheitlich angeschlagen und dies belastet ihn sehr. Dies kommt auch noch hinzu.

Person A weiß aber nicht, ob dies so ein guter Einfall ist, da er im Strafrecht bisher glücklicherweise sehr wenig zu tun hatte. Person A weiß aber, dass er drei Personen gegen sich hat und ist gesundheitlich ziemlich angeschlagen.

Ich bedanke mich schon jetzt für die Mühe und wünsche ein schönes Wochenende!

Gaia
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von Gaia »

ktown hat geschrieben:
21.08.20, 11:35
Dann sollten sie, zur besseren Lesbarkeit, auch kenntlich machen, dass dieser zweite Satz sich nicht auf misterbona bezog.
Auf die Lesbarkeit habe ich keinen Einfluss, daran muß der Einzelne ganz allein arbeiten. Wenn Verständnisprobleme auftreten, weil ich fälschlicherweise angenommen hatte, sinnzusammenhängendes Lesen des Themas würde solche ausschließen, helfe ich auf Nachfrage gern.
FM hat geschrieben:
21.08.20, 12:27
deshalb hat A wahrscheinlich nicht nur Strafanzeige erstattet, sondern auch Strafantrag gestellt.
Das ist Spekulation. Der TE hatte jedenfalls nichts entsprechendes geäußert.

misterbona
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Re: Was sollte man hier machen?

Beitrag von misterbona »

Gaia hat geschrieben:
21.08.20, 17:08
FM hat geschrieben:
21.08.20, 12:27
deshalb hat A wahrscheinlich nicht nur Strafanzeige erstattet, sondern auch Strafantrag gestellt.
Das ist Spekulation. Der TE hatte jedenfalls nichts entsprechendes geäußert.
Er hat Strafantrag gestellt, weil seine "Strafanzeige" ja als solches auzulegen ist, denn aufgrund einer Strafanzeige würde man ja gar nicht tätig werden, weil es ein Antragsdelikt ist.

Für die Annahme eines Strafantrages ist die ausdrückliche Bezeichnung eines (Strafverfolgungs)Begehrens als Strafantrag nicht erforderlich. Inhaltlich genügt es für einen solchen Strafantrag vielmehr, wenn sich der Wille des Verletzten bzw. des Dienstvorgesetzten ergibt, dass der Angeklagte wegen der geschilderten Tat straf-rechtlich verfolgt wird.
2 Ss 171/07 OLG Hamm

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