Üble Nachrede?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Edda78
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Üble Nachrede?

Beitrag von Edda78 »

Hallo der Fall ist etwas kompliziert ich versuche es so logisch wie möglich zu beschreiben.
Person A erzählt mehreren Personen in einer kleinen Stadt in einer Familie wäre sexueller Missbrauch vorgekommen. Zwischen Tochter und Vater. Person A sagt das habe die Tochter ihr selbst erzählt. Weder hat jemals ein Missbrauch stattgefunden noch hat die Tochter sowas über ihren Vater gesagt. Was genau kann die Tochter in dem Fall tun? Der Vater hat bereits Strafanzeige gestellt. Aber könnte die Tochter ebenfalls Strafanzeige erstatten wegen übler Nachrede?
Ich bedanke mich Recht herzlich für die Antworten
Chavah
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Re: Üble Nachrede?

Beitrag von Chavah »

Der Sachverhalt liegt bereits bei der Staatsanwaltschaft. Insoweit dürfte eine weitere Strafanzeige wenig Sinn machen. Man kann allerdings überprüfen, ob man zivilrechtlich gegen A vorgeht.

Chavah
Edda78
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Re: Üble Nachrede?

Beitrag von Edda78 »

Wäre es sinnvoll eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung zu beantragen?
FM
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Re: Üble Nachrede?

Beitrag von FM »

Kann man machen, aber wozu die Verfahrensrisiken selbst tragen?

Eine weitere Strafanzeige ist natürlich sinnlos, ein weiterer Strafantrag kann sinnvoll sein.
Edda78
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Re: Üble Nachrede?

Beitrag von Edda78 »

Die Tochter hat gehofft daß man diese üble Nachrede irgendwie stoppen kann eben durch diese unterlassensklage. Die Familie hatte noch nie irgendwas mit dem Gesetz , Anwälten oder Gerichten zu tun und sind völlig wissenslos. Es ist einfach so der Vater um den es geht ist über 80 schwer krank und andauernd bekommt er mit daß dieses haltlose Gerücht weiter verbreitet wird.
FM
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Re: Üble Nachrede?

Beitrag von FM »

Eine Unterlassungsklage wäre eben Zivilrecht und man müsste es erst mal selbst bezahlen. Ob man das Geld von der Gegenseite wieder bekommt weiß man erst später. Im Strafrecht macht es der Staat.
und andauernd bekommt er mit daß dieses haltlose Gerücht weiter verbreitet wird.
Gegen die Weiterverbreitung hilft weder das eine noch das andere. Selbst wenn der Verursacher es bleiben lässt, verbreitet sich ein Gerücht trotzdem weiter. Man kann schlecht "die halbe Stadt" verklagen.
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