Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Moderator: FDR-Team

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o0Julia0o
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Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von o0Julia0o »

hi, wie verhält sich das rechtlich. Generell muss man ja eine Strafe zahlen, wenn man die Fragen der Interviewerin nicht beantwortet.

Es geht um Zensus. Ich hatte einen Brief in meinem Postkasten, worin stand, dass ich interviewt werde. Freunde von mir durften das einfach Online ausfüllen.

Was passiert, wenn ich am interveiw Tag krank bin, erhalte ich dann trotzdem die Strafe oder schützt mich die Krankheit? Ich habe z.B. Bauchweh und bin daher nicht in der Lage das Interview über mich ergehen zu lassen. Ich möchte auch Niemanden in die Wohnung lassen und draußen vor der Tür in Bauchwehlinderungsstellung gehen - die Wärmeflasche würde sonst auch schneller kalt.

Ich lese dazu folgendes:
"Doch du musst nicht direkt mit einer Strafe rechnen. Zuvor bekommst du zunächst eine Erinnerung, dann erfolgt die erste und die zweite Mahnung und dann schließlich das Zwangsgeld.

Das Zwangsgeld bei der Verweigerung beträgt mindestens 300 Euro. Aber mit der Zahlung bist du nicht automatisch von der Auskunftspflicht befreit – Freikaufen ist also nicht drin! Die Erhebung des Zwangsgeldes kann beliebig oft wiederholt werden"
Quelle: https://www.derwesten.de/panorama/vermi ... 59659.html

Es ist doch keine Ordnungswidrigkeit, wenn man immer wieder krank ist am Zensusinterviewtermin. Und was ist, wenn man dann arbeiten muss? Man darf ja auch nicht einfach der Arbeit fern bleiben.

Wie ist da die Rechtslage in NRW - hat man einfach Pech und zahlt die Strafe trotzde Krankheit - oder darf man die Haustür einfach geschlossen lassen?
Evariste
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von Evariste »

Gefunden auf zensus22.de:
Für volljährige Haushaltsmitglieder, die insbesondere wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht selbst Auskunft geben können, ist jedes andere auskunftspflichtige Haushaltsmitglied aus­ unftspflichtig. Gibt es kein anderes auskunftspflichtiges Haushaltsmitglied und ist für die nicht auskunftsfähige Person ein Betreuer oder eine Betreu­ erin bestellt, so ist dieser oder diese auskunftspflichtig, soweit die Auskunft in seinen oder ihren Aufgabenbereich fällt. Benennt eine wegen einer Krank­heit oder Behinderung nicht auskunftsfähige Person eine Vertrauensperson und erteilt diese die für sie erforderliche Auskunft, erlischt die Auskunfts­ pflicht.
Das gleiche gilt auch, wenn man wegen der Arbeit nicht zuhause ist. Man muss man nicht da sein, aber jemanden organisieren, der Auskunft gibt. Wobei die Interviewer wohl bevorzugt außerhalb der üblichen Arbeitszeiten unterwegs sind, weil sie das auch nur nebenbei machen.
Nordland
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von Nordland »

o0Julia0o hat geschrieben: 31.07.22, 21:53 Was passiert, wenn ich am interveiw Tag krank bin, erhalte ich dann trotzdem die Strafe oder schützt mich die Krankheit? Ich habe z.B. Bauchweh und bin daher nicht in der Lage das Interview über mich ergehen zu lassen. Ich möchte auch Niemanden in die Wohnung lassen und draußen vor der Tür in Bauchwehlinderungsstellung gehen - die Wärmeflasche würde sonst auch schneller kalt.
Das sind so ungefähr drei Fragen, die du auch beantworten kannst, wenn du dir die Wärmflasche an den ​​​​ hängst. Dann kriste 'nen Online-Zugangscode und füllst das Ding irgendwann aus, wenn du Zeit hast.

Das arme Mädel stand dann noch vor der Haustür und hat den Leuten hinterhergeklingelt. Sie meinte aber, es wäre ihr egal, dass so viele nicht da seien, die würden dann eben nochmal Post bekommen.

Manchmal hat man auch Glück, die Befragerin auf der anderen Straßenseite - ich sag dir, da wären deine Bauchschmerzen aber schneller weg gewesen als fool braucht, um an einem heißen Tag sein Bier zu öffnen.
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hawethie
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von hawethie »

Es ist doch keine Ordnungswidrigkeit, wenn man immer wieder krank ist am Zensusinterviewtermin.
immer wieder mit ärztl. Attest? Und keine Möglichkeit, die Fragen schriftlich oder online zu beantworten (beim letzten Zensus war ich in der Stichprobe - und hätte mir den Fragebogen aushändigen lassen können)? du Ärmste :ironie: wie schaffst du es bloß durchs Leben.
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.
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lottchen
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von lottchen »

Die meisten Leute die ich kenne haben dem Interviewer ein paar Fragen selber beantwortet und danach einen online-Zugangscode bekommen, wo sie "den Rest" selber ausgefüllt haben.

Die Frage der TE ist wirklich nicht: "Was tun wenn es mir schlecht geht"? Sondern "Wie komme ich am besten drumrum die Fragen überhaupt beantworten zu müssen ohne eine Strafe zahlen zu müssen"?
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o0Julia0o
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von o0Julia0o »

Evariste hat geschrieben: 31.07.22, 23:00 Benennt eine wegen einer Krank­heit oder Behinderung nicht auskunftsfähige Person eine Vertrauensperson und erteilt diese die für sie erforderliche Auskunft, erlischt die Auskunfts­ pflicht.
Ich bin das einzige Haushaltsmitglied. Bin ich denn verpflichtet Jemanden zu benennen? Gibt es da ein Gesetz zu? Und woher soll diese Person dann Fragen richtig beantworten können. Die kennt mich ja nicht einmal oder die Wohnung, oder was auch immer die wissen wollen. Muss ich dann diese Person bezahlen oder machen die das? In welchem Gesetz steht das denn, dass ich eine Person zu meinen Kosten benennen muss?
lottchen hat geschrieben: 01.08.22, 10:35 Die meisten Leute die ich kenne haben dem Interviewer ein paar Fragen selber beantwortet und danach einen online-Zugangscode bekommen, wo sie "den Rest" selber ausgefüllt haben.
Wenn ich krank bin, kann ich selbst keine Fragen beantworten. Ich kenne welche, die haben nur Online den Fragebogen ausfüllen dürfen. Können die mir nicht einfach diesen Onlinefragebogen zuschicken? Warum dürfen manche das online machen und manche müssen ein Interview über sich ergehen lassen. Ungerecht. Das ist doch diskiminierend!
hawethie hat geschrieben: 01.08.22, 09:05
Es ist doch keine Ordnungswidrigkeit, wenn man immer wieder krank ist am Zensusinterviewtermin.
immer wieder mit ärztl. Attest? Und keine Möglichkeit, die Fragen schriftlich oder online zu beantworten (beim letzten Zensus war ich in der Stichprobe - und hätte mir den Fragebogen aushändigen lassen können)?
Ich habe eine AU. Reicht das? Und wa ist, wenn ich mich spontan schlecht fühle? Muss ich dann die 300€ zahlen bei plötzlich einsetzenden Magenkrämpfen? Die könnten mir doch einfach diesen Onlinebogen zusenden, wie das bei anderen auch gemacht haben. Oder mit welchem Recht werde ich schlechter gestellt? Gibt doch ein Gesetz, was sagt, dass alle Menschen vorm Gesetz gleich sind. Mit welchem Gesetz hebeln die Zensusleute dieses aus? Es ist doch ungerecht, wenn Mensch A ein Interview über sich ergehen lassen muss und Mensch 1A die Sachen einfach online ausfüllen darf.
lottchen
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von lottchen »

Mann, mann, mann....Die ganzen Corona-Fragen von Julia waren ja schon eine Zumutung (wie komme ich um alles drumrum) und jetzt geht es hier beim nächsten Thema so weiter....Hoffen wir mal dass Julia keinen Grundbesitz hat, sonst kommt dieselbe Leier dann noch beim Thema Grundsteuerreform.
o0Julia0o hat geschrieben: 01.08.22, 11:58 Ungerecht. Das ist doch diskiminierend!
Jenau (ich stampfe jetzt mal auf dem Boden auf)!
o0Julia0o hat geschrieben: 01.08.22, 11:58 Es ist doch keine Ordnungswidrigkeit, wenn man immer wieder krank ist am Zensusinterviewtermin.
Da die Julia jetzt schon weiß dass sie immer wieder am Interwievtermin krank sein wird - dann wird es wohl doch eine Ordnungswidrigkeit sein.
o0Julia0o hat geschrieben: 01.08.22, 11:58 Ich habe eine AU. Reicht das?
Eine AU ist für den AG und/oder die Krankenkasse. Der Interviewer will die bestimmt nicht sehen, die geht den auch nichts an. Wenn man gegen ein verhängtes Ordnungsgeld vorgehen will - keine Ahnung, ob eine (x-fache) AU reicht.
o0Julia0o hat geschrieben: 01.08.22, 11:58 Und wa ist, wenn ich mich spontan schlecht fühle? Muss ich dann die 300€ zahlen bei plötzlich einsetzenden Magenkrämpfen?
Ich nehme an die Magenkrämpfe setzen bei jedem Termin ein, an dem sich der Interwiever ankündigt?
o0Julia0o hat geschrieben: 01.08.22, 11:58 Die könnten mir doch einfach diesen Onlinebogen zusenden, wie das bei anderen auch gemacht haben.
Hat die Julia schon mal mit dem Interwiever telefoniert und ihn gefragt, ob sie den Bogen nicht online ausfüllen kann? Oder kommt dann die Frage wer das Telefonat bezahlt?
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Elektrikör
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von Elektrikör »

Ist es Arbeitsleben nicht SO, dass eine "angekündigte Krankheit" ein Kündigungsgrund ist?

Damit meine ich jetzt keine geplante OP oder sowas :wink:
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet
o0Julia0o
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von o0Julia0o »

Ich fragte, wenn es so wäre. Müsste ich dann bezahlen oder wäre ich durch die AU geschützt. Oder wäre ich selbst ohne AU aber mit Bauchkrämpfen geschützt vor der Strafe?

Und wenn es ungerecht und diskriminieren ist, verstößt es doch gegen ein Gesetz:

Artikel 1

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
Quelle: https://www.bundestag.de/gg/grundrechte

Auf welches Recht beruft sich da die Zensus-Unternehmung? Dann würden die Rechte ja sich gegenseitig aushebeln.
hawethie
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von hawethie »

Ich habe eine AU. Reicht das?
nein.
Eine AU bescheinigt eine Arbeitsunfähigkeit - mehr nicht.
Wer AU darf alles tun, was der Genesung zuträglich ist bzw. ihr nicht entgegensteht.
Also darf ich spazieren- oder einkaufengehen. Kino und Theater ist auch erlaubt (wenn ich nicht gerade Fieber oder eine ansteckende Krankheit habe).
Eine AU bescheinigt nicht, dass man keine Frage beantworten kann.
Und wa ist, wenn ich mich spontan schlecht fühle?
einmal - geht; zweimal - prüfer*in wird stutzig; dreimal - Aufforderung zur Antwort mit Androhung Zwangsgeld und Aufforderung zum Amtsarzt zu gehen; viermal - Festsetzung Zwangsgeld (je nach Bundesland wird gleich kassiert) und nochmalige Aufforderung.... Im Extremfall "Erzwingungshaft". Das Zwangsgeld beträgt übrigens mindestens 300 EUR und kann beliebig oft festgesetzt und erhöht werden.
Die Auskunftspflicht findet sich in https://www.gesetze-im-internet.de/zens ... 00019.htmlAbschnitt 5

Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren läuft übrigens unabhängig vom Zwangsgeld und die OWi kann zusätzlich mit einer Geldbuße geahndet werden.

zu Art. 1 GG: wo siehst du die Menschenwürde verletzt, wenn du Fragen beantworten sollst, dessen Antwort der Staat für die weitere Planung benötigt?
zu Art. 3 GG: wenn du meinst, ungleich behandelt zu werden, musst du den "Weg durch die Instanzen" gehen - d.h. gegen die Anordnung (nicht Aufforderung) klagen - durch alle Instanzen - dann kannst du Verfassungsbeschwerde einlegen.

ergänzende Frage: ist die auskunftspflichtige Person überhaupt in der Stichprobe drin oder will sie nur vorher schon die Möglichkeiten, wie man sich drückt erkundigen?
Wenn in der Stichprobe: hat sie schon mal mit der Datenerhebungsperson telefoniert oder sonst wie nachgefragt, wie das mit der elektronischen oder schriftlichen Antwort aussieht?
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
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hawethie
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von hawethie »

Moderationsbeitrag
Falls das hier seitens der TE ein "Ich will nicht" - "Fußaufstampf" - Thread werden soll - ich behalte mir ein Verschieben in die SC vor.
Nordland
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von Nordland »

Okay, langsam nähern wir uns wohl dem eigentlichen Problem:
o0Julia0o hat geschrieben: 01.08.22, 11:58 Wenn ich krank bin, kann ich selbst keine Fragen beantworten. Ich kenne welche, die haben nur Online den Fragebogen ausfüllen dürfen. Können die mir nicht einfach diesen Onlinefragebogen zuschicken? Warum dürfen manche das online machen und manche müssen ein Interview über sich ergehen lassen. Ungerecht. Das ist doch diskiminierend!
Das heißt, du sperrst dich nicht gegen das Ausfüllen und die Preisgabe deiner Daten. Nur nicht persönlich in der Wohnung. Also ist die Wohnung das Problem.

Du kannst mir zwei Dinge glauben:

a) Der Interviewer oder die Interviewerin kommt maximal bis zur Wohnungstür. Sie hat noch nicht mal ein Interesse daran, in deine Wohnung zu kommen. Die wenigen Fragen lassen sich in wenigen Sekunden (!) erledigen und dann kriegst du diesen Code und gibst den Rest online ein.
b) Selbst wenn der Interviewer oder die Interviewerin einen kurzen Blick in deinen Wohnungsflur erhascht, wird sie das nicht interessieren. Sie sieht hunderte Wohnungen und darf auch gar nicht irgendjemandem von dem Aussehen der Wohnung erzählen.

Warum ein Teil der Menschen persönlich befragt wird, liegt daran, dass stichprobenartig kontrolliert wird, ob die Person überhaupt an der angegebenen Adresse wohnt. Viele melden sich nicht ab. Wenn man herausfindet, dass in der Stichprobe x % der Menschen gar nicht dort wohnhaft ist, kann man das hochrechnen und man weiß dann ungefähr, wie viele Menschen in der betreffenden Stadt wohnen. Das ist dann wichtig für Finanzausgleich, Kindergartenschlüssel etc.

Und noch etwas persönliches: Wenn du Probleme hast, hol dir Hilfe. Erster Ansprechpartner ist immer der Hausarzt. Es wird so nur noch schlimmer.
Grundrechte sind nicht verhandelbar.
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Evariste
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Re: Was passiert, wenn ich bei der Zensusbefragung krank bin?

Beitrag von Evariste »

Der Ablauf ist wohl so, dass zunächst ein paar Fragen direkt vom Interviewer geklärt werden, und alle weiteren Fragen können dann online beantwortet werden.
o0Julia0o hat geschrieben: 31.07.22, 21:53 Freunde von mir durften das einfach Online ausfüllen.
Da kann man nun spekulieren... vielleicht wurden die Freunde in ihrer Eigenschaft als Eigentümer befragt. Dabei ist ein persönlicher Kontakt nicht erforderlich. Oder die Freunde haben vergessen zu erwähnen, dass sie mit dem Interviewer kurz persönlich gesprochen haben:
Zudem nehmen mehr als zehn Prozent der Bevölkerung, etwa 10,3 Millionen Personen, an einer persönlichen Kurzbefragung zum Haushalt teil.
...
Die Informationen, die bei den persönlichen Interviews erhoben werden, belaufen sich lediglich auf Angaben, wie der Name, Alter, Anschrift und die Anzahl an Personen im eigenen Haushalt.
...
Etwa drei Viertel der Befragten beantworten im Rahmen einer erweiterten Haushaltsbefragung andere Fragen, etwa zum Bildungsstand, Erwerbstätigkeit, Wohnsituation und Familienstand. Die Zugangsdaten für den Online-Fragebogen erhalten sie im Anschluss an das persönliche Interview.
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