Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Moderator: FDR-Team

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Blackloard
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Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Beitrag von Blackloard »

Hallo,
mal eine Frage zu Abmahnungen wegen Bilder, in 2 fällen.
Herr A besitzt einige Private Blogs in dem er Teilweise selber Bilder hoch lädt, aber auch andere Hobby Autoren. In den Beiträgen werden immer die Namen und die Quelle der Bilder gesetzt.
Herr B hat nun einige Header Bilder hochgeladen, wo man kein Copyright sehen kann, rein aus der Technik so nicht umzusetzen, klickte man auf das Bild kommt man auf eine Seite wo der Künstler genannt wurde.
Dem Herr A flattert nun eine Abmahnung ins Haus weil
a) kein Copyright und b) Gewerblicher da Werbung angezeigt wurde
Jetzt ist es so dass die Abmahnung von dem Anwalt keine Vollmacht des rechte Inhabers dabei hat, auch sind die Kosten von 6000€ Streitwert viel zu hoch, auch ist die Aufschlüsselung der Kosten die zu zahlen sind nicht ganz klar zu lesen oder zu verstehen. Unterlagen sind unvollständig, die Unterlassung ist auf ein anderes Bild und Copyright Namen ausgestellt.
Was denkt Ihr wie hier die Rechtslage ist, kann Herr A sich auf diese§97 abs.2 UrhG berufen?
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Zum dem zweiten Fall hat Herr A auf einem anderen Privaten Blog ein sehr einfaches Bild von einer oft in der Kritik stehenden Bilderdatenbank auf eine Unterseite geladen. Herr A wird jetzt von einem Anwalt abgemahnt der laut Suchmaschine für solche Fälle sehr bekannt ist. Der Anwalt meinte das Copyright wäre falsch gesetzt und verweist auf eine Lizenz Datenbank des Rechteinhabers. Hier Kosten auf einmal die Bilder richtig viel Geld und sind von der Höhe (Preis) völlig unangemessen.
In weit kann Herr A der Abmahnung gegen Steuern? §97 abs.2 UrhG kommt in Frage?
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Sämtliche Bilder wurden Natürlich nach der Erkenntnis sofort gelöscht, was kann man Herrn A noch anraten, außer besser auf die Rechte aufzupassen. Im Grunde war Herr A nicht immer in Kenntnis und hat nach dem erlangen der Missstände sofort gehandelt.

Eine schönen Sonntag
blacki

webelch
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Re: Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Beitrag von webelch »

Rückfrage: Hat A die Erlaubnis zur Nutzung der Bilder in beiden Fällen?

SusanneBerlin
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Re: Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Beitrag von SusanneBerlin »

In den Beiträgen werden immer die Namen und die Quelle der Bilder gesetzt.
Was den Urheber nicht von einer Abmahnung und Schadensersatzforderung abhalten muss, wenn er die Erlaubnis zur öffentlichen Verbreitung der Bilder nicht erteilt hat.

Dass ein Bild schon irgendwo im Internet veröffentlicht ist, bedeutet nicht, dass es jeder kopieren und auf seiner Webseite verwenden und weiterverbreiten darf.
Grüße, Susanne

Blackloard
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Re: Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Beitrag von Blackloard »

Herr A hat diese Rechte über ein Bilderarchiv erhalten kostenlos,
der Herr A hat auch von dem gleichen Rechteinhaber der Bilder auch andere Bilder auf seinen Blogs veröffentlicht mit den jeweiligen Copyright Angaben im Blog.

Die Namen wurden ja hinzugefügt, die Bilder und Namen aber dann wieder gelöscht, aus verschiedenen Technik Gründen ist dem Herr A nicht aufgefallen das diese 2 Bilder da ohne "Namensnennung" stehen, er musste mehrfach aus alten Backups diese Projekte wieder einspielen.

Herr A hat da nicht mit Vorsatz gehandelt sondern im guten Glaube das die wieder hergestellten Daten korrekt sind, als der Fehler bemerkt wurde, sind die Bilder gelöscht worden und 2 Tage später war die Abmahnung im Hause.

Blackloard
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Re: Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Beitrag von Blackloard »

Herr A ist Privat Person, wie kommt denn §97 abs.2 UrhG da zum Zuge?

§97 abs.2 UrhG ist ja diese Anwaltsgebührendecklung auf 100€ oder 150€ statt 600€

nordlicht02
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Re: Abmahnung wegen falscher/keiner Copyright Angabe

Beitrag von nordlicht02 »

Blackloard hat geschrieben:Herr A ist Privat Person, wie kommt denn §97 abs.2 UrhG da zum Zuge?
Das hat zunächst mit Privat- oder Nichtprivatperson nichts zu tun.
Blackloard hat geschrieben:§97 abs.2 UrhG ist ja diese Anwaltsgebührendecklung auf 100€ oder 150€ statt 600€
Die Deckelung betrifft, wie Sie richtig schrieben, die Anwaltsgebühren. Lizenzgebühren, Honorar, Schadensersatz etc. pp. sind aber keine Anwaltsgebühren und somit auch nicht prinzipiell gedeckelt.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

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