Verpflichtung zur Schadensminimierung

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madraxx
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Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von madraxx »

Hallo,
ich habe vor 3 Jahren ein Angebot zu Gemafreier Musik genutzt, aber ich hätte den Urheber in den Videos angeben müssen.

Allerdings steht im Impressum, dass man zur Schadensminimierung laut TMG verpflichtet ist und man zuerst per Mail schreiben soll, da wir andere Schreiben nicht akzeptieren.

Und hier hätte echt eine Mail gereicht.

Hat dieser Passus Gültigkeit im Impressum? Ich finde ihn ihn zahlreichen Impressen, aber nichts fundiertes zum Nachlesen.

Thx Mad

Gammaflyer
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von Gammaflyer »

Ich würde auf Nein tippen.

ExDevil67
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von ExDevil67 »

Was wie steht im Impressum. Ein Satz ala "Abmahnung ohne vorherige Kontaktaufnahme zahlen wir nicht"?
Das ist afaik Unsinn weil die Abmahnung vom Anwalt schon das mildere Mittel ist. Die Alternative wäre nämlich das die Gegenseite direkt klagt.

madraxx
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von madraxx »

Danke für die Antworten, der Bohei ist eh ziemlich übertrieben, wir reden hier von 5 Videos die bei YT nicht einmal 1400 Klicks zusammen haben...
Aus meiner Sicht mit Kanonen auf Spatzen, wo ein simples Mail gereicht hätte.

Froggel
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von Froggel »

madraxx hat geschrieben:Danke für die Antworten, der Bohei ist eh ziemlich übertrieben, wir reden hier von 5 Videos die bei YT nicht einmal 1400 Klicks zusammen haben...
Aus meiner Sicht mit Kanonen auf Spatzen, wo ein simples Mail gereicht hätte.
Darum geht es aber nicht, sondern darum, dass es so etwas wie ein Urheberrecht gibt und die Tatsache, dass der Urheber das Nutzungsrecht zu seinen Bedingungen vergibt. Wenn er in seinen Bedingungen stehen hat, dass der Name und die Webseite genannt werden müssen, um das Lied kostenlos nutzen zu dürfen, dann hat man das auch zu tun.
Dass der Urheber das wünscht, ist nämlich nicht von ungefähr, denn durch die Urheberrechtsangabe erhält der Urheber mehr Aufmerksamkeit, mehr Aufträge und letztendlich auch mehr Käufer für seine Produkte. Verstößt man dagegen, muss man sich nicht wundern, wenn der Urheber Geld sehen will. Die Wahl, wie er es einfordert, liegt dabei nicht bei demjenigen, der gegen das Nutzungsrecht verstoßen hat, sondern beim Urheber selbst.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

BäckerHD
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von BäckerHD »

madraxx hat geschrieben:Allerdings steht im Impressum, dass man (...) zuerst per Mail schreiben soll, da wir andere Schreiben nicht akzeptieren.
Das ist ja wirklich drollig. :shock:

nordlicht02
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von nordlicht02 »

madraxx hat geschrieben:Hat dieser Passus Gültigkeit im Impressum?
Der berühmte Satz, über den wir Urheber und jedes mal auf Neue amüsieren.
Was sollte man in der Mail denn schreiben? Dass in den nächsten Tagen eine Rechnung für nicht genehmigte Nutzung respektive unterlassene Quellenangabe plus der üblichen Zuschläge kommt? Das sieht der Rechteverletzer auch ohne vorherige Ankündigung.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

winterspaziergang
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Re: Verpflichtung zur Schadensminimierung

Beitrag von winterspaziergang »

madraxx hat geschrieben: Allerdings steht im Impressum, dass man zur Schadensminimierung laut TMG verpflichtet ist und man zuerst per Mail schreiben soll, da wir andere Schreiben nicht akzeptieren.
mit anderen Worten: Der Betreiber der Seite weiß, dass er eventuell Rechte Dritter verletzt oder macht sich nicht die Mühe sicherzustellen, dass er keine Rechte Dritter verletzt, nimmt diese also billigend in Kauf und erwartet von diesen Dritten, dass sie sich bitte erst die Mühe machen, einem die Arbeit abzunehmen, ehe sie im Sinne ihrer eigenen Rechte tätig werden.

Mit Schadensminimierung ist gemeint, dem bewusst oder fahrlässig rechtswidrig handelnden, möglichst wenig Kosten zu bereiten.

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