Nutzung "historischer" Bilder

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FM
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Re: Nutzung "historischer" Bilder

Beitrag von FM » 01.11.18, 16:15

Meist wird der Schaden nach der Lizenzanalogie berechnet, also was wäre ein marktübliches Honorar gewesen für eine Verbreitung mit Erlaubnis. Und da gibt es schon Quellen, wo man das feststellen kann. Natürlich können noch weitere Kosten hinzukommen, etwa für Rechtsanwalt oder Sachverständige, wenn der Verletzer einen geringeren Betrag für marktüblich hält oder Einwände bringt wie:
Wie kann ein Rechteinhaber eigentlich nachweisen, dass der Uropa die Bilder gemacht hat?
Bei Verbreitung im Internet kann auch das Recht anderer Staaten anwendbar sein. § 87 Abs. 3 UrHG (Österreich) verdoppelt z.B. die Höhe der Forderung. Und viele deutsche Internetseiten sind ja auch dort abrufbar.

ChrisR
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Re: Nutzung "historischer" Bilder

Beitrag von ChrisR » 01.11.18, 17:09

dossi hat geschrieben:
Nebenbei: Welcher Schaden kann aus einer Urheberrechtsverletzung eigentlich entstehen,
https://www.urheberrecht.de/urheberrechtsverletzung/ Hier wird ersichtlich, welche Kosten entstehen können für den Verletzer eines Urheberrechts, diese können im Zweifelsfall auch mehrere tausend EURO betragen, sofern die Sache vor Gericht landet und ein Gutachter beauftragt wird. In dem geschilderten Fall ist dies aber eher unwahrscheinlich.

Im verlinkten Text ist v.a. auch die Lizenzanalogie interessant, diese wird bei den genannten Bildern am wahrscheinlichsten genutzt werden. Die Anwaltskosten für die Abmahnung sind auf 150 € gedeckelt, hinzu kommen noch die fiktiven Lizenzkosten (nach Lizenzanalogie), berechnet nach der Annahme, dass vorab ein Vertrag geschlossen worden wäre. Theoretisch hinzu kommen noch mögliche strafrechtliche Aspekte, aber auch hier wieder eher unwahrscheinlich.

dossi
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Re: Nutzung "historischer" Bilder

Beitrag von dossi » 01.11.18, 19:31

Auch wieder logisch. Dann dient das Foto vom Bild als Produktfoto.

Wie ist es denn, wenn man einen Artikel über ein Foto oder über etwas schreibt, das man auf einem Foto sieht und dieses Foto dann im Artikel "zeigt", also ja auch veröffentlicht?

ChrisR
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Re: Nutzung "historischer" Bilder

Beitrag von ChrisR » 01.11.18, 19:46

FM hat geschrieben:Meist wird der Schaden nach der Lizenzanalogie berechnet, also was wäre ein marktübliches Honorar gewesen für eine Verbreitung mit Erlaubnis. Und da gibt es schon Quellen, wo man das feststellen kann. Natürlich können noch weitere Kosten hinzukommen, etwa für Rechtsanwalt oder Sachverständige, wenn der Verletzer einen geringeren Betrag für marktüblich hält oder Einwände bringt wie:
Wie kann ein Rechteinhaber eigentlich nachweisen, dass der Uropa die Bilder gemacht hat?
Bei Verbreitung im Internet kann auch das Recht anderer Staaten anwendbar sein. § 87 Abs. 3 UrHG (Österreich) verdoppelt z.B. die Höhe der Forderung. Und viele deutsche Internetseiten sind ja auch dort abrufbar.
Den Post habe ich natürlich übersehen, Schande über mein Haupt :wink:

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