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Von Kaufvertrag zurücktreten...

Verfasst: 31.03.09, 08:03
von spielplan
Hallo zusammen,

am 26.03.09 haben wir eine Garage gekauft.

Die Firma hat in einer Zeitung mit der Aussage
„Notverkauf“ geworben. Ja ich weis, schon da
sollten die Alarmglocken klingeln.

Nun den, ich habe angerufen und ein Callcenter
begrüßte mich. Ein paar Tage später hat mich
ein Herr angerufen und gefrag, ob er mal vor-
beikommen soll.

Wir haben uns dann am 26.03.09 getroffen und ich
habe diesen Kaufvertrag unterschrieben.

Danach habe ich dann im Internet über diese
Firma recherchiert und praktisch nur schlechte
Aussagen gefunden.

Ich habe nun gar kein gutes Gefühl mehr, bei
dieser Angelegenheit. Von daher möchte ich
gerne vom Kaufvertrag zurücktreten.

Kann ich das? Und wenn ja, auf was muss
ich achten.

Viele Grüße, Detlef

Verfasst: 31.03.09, 08:30
von spraadhans
Nein, Verträge sind einzuhalten, wenn keine besonderen Umstände hinzutreten.

Verfasst: 31.03.09, 09:37
von spielplan
Ich kann im juristischen Sinne besondere Umstände nicht definieren.

Aber..., es wird solche Firmen schon sehr einfach gemacht, einen
Verbraucherschutz zu umgehen, indem man ein Callcenter mit der
Terminvereinbarung beauftragt.

Allein deswegen Recherchiere ich ja nicht im Vorfeld alle Individualitäten.
Mir ging es trotz allem um Informationsbeschaffung. Zudem war mir
der Firmennamen nicht bekannt, so das auch im Vorfeld nicht danach
recherchieren konnte.

Wir leben doch (fast) alle im Stress. Ich brauche eine Garage. Termin
ausmache. Der springende Punkt ist doch der, das ich bis zu diesem
Termin entlastet bin und mich nicht mehr um die Sache kümmen muss.
Das ist doch der Trick. Und damit rechnen die auch...

Letztendlich war es ebend die bekannte Masche. Notverkauf, nur noch
wenige am Lager, usw...

Hinzu kommt, das die Nummer auf der Visitenkarte (bis auf eine dreistellige Duchwahl)
zu einer Werbeagentur gehört. Was haben die mit Garagen zu tun?

Und wieso produziert eine Werbeagentur Garagen im Überfluss, die dann
zufällig im Notverkauf veräußert werden müssen? Wo haben die Ihr Lager?
Ist das vielleicht eine Lüge, und die haben gar keine Garagen auf Lager?
Der Verkäufer hatte auch alle Garagen im Kopf und musste nie auf eine
Liste schauen, um festzustellen, ob die Garage die wir brauchen überhaupt
als Notverkauf zur Verfügung steht.

Das ist alles sehr dubios.

Ist eine Auflösung des Kaufvertrages trotzdem unmöglich?


Vielen Dank, Detlef

Verfasst: 31.03.09, 09:43
von spraadhans
Ist eine Auflösung des Kaufvertrages trotzdem unmöglich?
Ich sehe keinen Ansatzpunkt für eine Anfechtung des Vertrages.

Re: Von Kaufvertrag zurücktreten...

Verfasst: 31.03.09, 11:14
von Hafish
spielplan hat geschrieben:ich habe diesen Kaufvertrag unterschrieben.

Danach habe ich dann im Internet über diese Firma recherchiert und praktisch nur schlechte Aussagen gefunden.
Man erkundigt sich vor einen Vertragsabschluss über seinen Vertragspartner.
Allein deswegen Recherchiere ich ja nicht im Vorfeld alle Individualitäten.
Das sollten Sie aber tun, im Nachhinein bringt es nämlich nichts mehr.
Ist eine Auflösung des Kaufvertrages trotzdem unmöglich?
Was heißt denn hier trotzdem. Als spraadhans von besondern Umständen sprach, meinte er nicht, dass man nicht genug über den Vertragspartner herausgefunden hat.
Ich verstehe aber ehrlich gesagt gar nicht so wirklich Ihre Befürchtung. Als Sie den Kaufvertrag unterschrieben haben, waren Sie doch mit den Konditionen einverstanden. Glauben Sie, dass Sie zahlen und keine Ware bekommen?

Verfasst: 31.03.09, 11:26
von Smiler
Vermutung:
Das vermeintliche Schnäppchen "Notverkauf" hat sich nach Recherche im I-net als nicht Schnäppchen rausgestellt und nun stochert der K. im Nebel ,auf der Suche nach Gründen, um aus diesem gültigen Vertrag rauszukommen.
Ob ein Unternehmer, Marketing und Verkauf an einen oder mehrere externe Dienstleister delegiert, kann dem K egal sein.

Verfasst: 31.03.09, 13:15
von spielplan
Als Sie den Kaufvertrag unterschrieben haben, waren Sie doch mit den Konditionen einverstanden. Glauben Sie, dass Sie zahlen und keine Ware bekommen?
Doch, Ware bekomme ich wahrscheinlich schon. Aber desto mehr ich nach dieser
Firma recherchiere, desto mehr glaube ich, das die für gutes Geld ein haufen
Schund liefern.

Wenn die Ware qualitativ in Ordnung ist, wäre der Preis ok. Um den Preis
geht es hier also nicht.

Ich habe einfach ein sehr ungutes Gefühl bei dieser Sache. Ein soeben getätigter
Anruft bei besagter Firma unterstreicht diesen Eindruck. Die Dame möchte mir
kein Bild- oder Prospektmaterial zukommen lassen. Alles läuft über den sogenannten
Verkaufsleiter.

Es ist einfach so, das ich aufgrund der Recherchen über diese Firma
jegliches Vertrauen in selbige und deren Produkte verloren habe. Und
darum möchte ich den Kaufvertrag auflösen. Wenn dies aus juristischer
Sicht nicht möglich ist, habe ich Pech gehabt und muss wohl abwarten.

Vielen Dank, Detlef

Verfasst: 31.03.09, 13:33
von spraadhans
Der Vertrag wird einzuhalten sein (s.o.).

Sollte die Kaufsache mangelhaft sein, hat der Käufer natürlich Rechte, die er ggü. dem Verkäufer geltend machen kann.

Verfasst: 31.03.09, 18:31
von Elektrikör
Hallo,

"Spassig" wird´s dann, wenn im Vertrag nur "1 Stück Garage" steht, und nix weiter spezifiziert wurde :cry:



MfG