Verbot von Gewährleistung Rechtens?

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

Moderator: FDR-Team

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Al3x
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Verbot von Gewährleistung Rechtens?

Beitrag von Al3x »

Angenommen der Kunde kauft in einem großen Landesweiten Elektronikkonzern der seinen Namen in roter Schrift schreibt einen PC eines Bekannten Druckerherstellers. Von diesem geht nach etwas über einem Jahr die Grafikkarte kaputt. Der Kunde hat den PC nie geöffnet, konnte also nichts kaputt machen. Da so ein Gerät nach im Normalfall nie gaputt gehen sollte müsste also die Sachmängelgewährleistung greifen.

Der Service-Mitarbeiter sagt dem Kunden nun aber auf dessen Wunsch hin die Sache doch nicht über die "Garantie" (wegen langem Einschicken) zu lösen sondern über die "Verkäufer Gewährleistung", dass dies nicht möglich sei, da der Hersteller die Gewährleistung duch den Verkäufer verbieten würde. Alles defekte müssen ausnahmslos eingfeschickt werden.

Ist dies 1. vom Hersteller rechtens sofern es stimmt und 2. vom Verkäufer rechtens sofern es nicht stimmt?

spraadhans
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Beitrag von spraadhans »

Ich versteh zwar die konfuse Aussage des Servicemitarbeiters nicht aber:

Was Verkäufer und Hersteller untereinander ausmachen ist deren Sache, der Käufer hat die gesetzlichen Rechte ggü. dem Verkäufer.

Michael A. Schaffrath
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Beitrag von Michael A. Schaffrath »

Vermutlich meinte der Servicemitarbeiter nur, daß der Hersteller mit dem Händler verabredet hat, daß letzterer keine eigenen Reparaturversuche unternehmen soll, sondern die Ware zur Reparatur generell an den Hersteller einschicken soll.

Alles andere wäre grober Unfug und sicherlich würde sich kein großer Händler darauf einlassen - und wie spraadhans schon sagt, kann dem K das egal sein.

Selbst wenn der VK sich gegenüber dem Hersteller vertraglich unter Unterwerfung einer Zahlung einer Vertragsstrafe von 1 Mrd. EUR für jeden Fall des Zuwiderhandelns verpflichtet hätte, keinem Käufer einer Ware dieses Herstellers gegenüber seinen gesetzlichen Gewährleistungspflichten nachzukommen, hätte der K nach wie vor dieselben Ansprüche gegen den VK wie ohne eine solche Vereinbarung.

Wenn der K sich wegen langer Reparaturzeiten sorgt, sollte er dem VK schnell und beweisbar eine angemessene Frist setzen, nach deren Ablauf er dann entscheiden kann, ob er vom Kaufvertrag zurücktritt oder andere Optionen bevorzugt.
DefPimp: Mein Gott
Biber: Nö, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

Chabos wissen, wer der M.A.S. ist.

Al3x
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Beitrag von Al3x »

Ok, vielen Dank!

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