arglistige Täuschung oder gekauft wie gesehen?

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

Moderator: FDR-Team

Antworten
KaMel09
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 01.04.09, 19:52

arglistige Täuschung oder gekauft wie gesehen?

Beitrag von KaMel09 »

Hallo!

Ich habe eine Frage zum Verkauf gebrauchter Möbel von privat an privat. Ich habe meinem Nachmieter einige Möbel und Elektrogeräte verkauft. Jetzt bezichtigt er mich der arglistigen Täuschung, da ich auf Mängel nicht explizit hingewiesen hätte.
Es geht zum Beispiel um einen Kühlschrank. Der Verschluss des Gefrierfaches ist abgebrochen, man kann das Fach aber problemlos mit einem Stück Pappe, welches man einklemmt, verschließen. Die Funktion ist also nicht beeinträchtigt. Die Möbel und Geräte sind als gebraucht verkauft worden und der Nachmieter hat sich vor Festlegung des Kaufpreises mehrere Stunden in der Wohnung aufgehalten, hatte dabei freien Zugang zu jeglichem Inventar. Da die Funktion nicht beeinträchtigt ist, habe ich schlichtweg nicht daran gedacht, direkt auf diesen Sachverhalt hinzuweisen. Es hat ihn aber wie gesagt niemand daran gehindert, sich frei in der Wohnung zu bewegen und die betreffenden Möbel und Geräte genau zu betrachten.

Hat jemand Erfahrungen in dem Bereich, ab wann man von arglistiger Täuschung sprechen kann?! Muss ich mir Sorgen machen?!

Danke schonmal für die Antworten!!

dangermouse
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 335
Registriert: 27.06.08, 18:03

Beitrag von dangermouse »

Dies wäre keine arglistige Täuschung nach §123 http://bundesrecht.juris.de/bgb/__123.html

Da das ganze gebraucht ist können Sie ja keine Garantie dafür geben.


Täuschung ist wenn es den Angegebenn Tatsachen nicht entspricht.

Der käufer hatte ausreichend zeit die teile anzusehen und ggf. auszuprobieren.

KaMel09
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 01.04.09, 19:52

so sehe ich das auch...

Beitrag von KaMel09 »

... vielen Dank für die Bestätigung. Mal sehen, ob jetzt wirklich ein Schreiben vom Anwalt kommt, oder ob dies nur eine Drohung war...

Big Guro
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 4365
Registriert: 19.03.07, 16:39

Beitrag von Big Guro »

Wurde die Gewährleistung nicht ausgeschlossen, ist grundsätzlich auch ein privater Verkäufer zur Gewährleistung (Mangelbeseitigung) verpflichtet.

Entscheidend ist, was im Kaufvertrag vereinbart und zugesichert wurde.
Ich habe keine Ahnung, was ich hier tue...

...aber Inkompetenz hat mich auch
noch nie von etwas abgehalten.

Antworten