Mobilitätsgarantie...!?!?

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sane
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Mobilitätsgarantie...!?!?

Beitrag von sane »

Guten Tag,

Herr A kauf im Internet ein gebrauchtes Motorrad.
Den vereinbarten Abholtermin kann er leider nicht einhalten, da er sich den Fuß verletzt.
Daher erklärt sich sein Freund, Herr B, bereit, für Herrn A das Motorrad die ca. 500 km weite Strecke zu überführen.

Herr B ist ca. 150 km gefahren, als nach einem Tankstop das Motorrad nicht mehr anspringt. Augenscheinlich ist die Batterie defekt, bzw entladen.

Da Herr A Gold-Plus-Mitglied bei einem großen deuschen Automobilclub ist, ruft er dort an und bittet um Rat.

Die dortige Service-Mitarbeiterin erklärt, alles kein Problem.
Bei seiner Gold-Plus-Mitgliedschaft wären auch andere Fahrer mitversichert, die ein Fahrzeug führen, welches Herrn A gehört.
Sie schlägt vor, einen Appschleppdienst zu beauftragen, welches Herrn B und das Motorrad nach Hause bringt.
Freigabenummer wird an ein Abschleppunternehmen vergeben und dann kann es ja bald weitergehen.

Herr A findet das gut. Herr B natürlich auch.

Drei Stunden später erscheint das Abschleppunternehmen.
Es lagert das Fahrzeug allerdings ein und Herr B bekommt einen Leihwagen, da Wochenende ist und man gerade keine Zeit (Lust?) hat, Mann und Motorrad die 350 km nach Hause zu fahren. Das Motorrad würde dann beizeiten mit einem Sammeltransport geliefert...

Herr A ist damit irgendwie nicht ganz glücklich und möchte wissen, wann er damit rechnen kann, dass sein Motorrad bei ihm eintreffen wird.
Also ruft er nochmals bei dem großen deuschen Automobilclub an.

Und gerät an einen anderen Mitarbeiter....

Dieser erklärt, oje, er müsse den ganzen Fall leider stornieren!
Denn da das Motorrad ja noch nicht auf Herrn A zugelassen ist, sondern mit roten Überführungskennzeichen gefahren wurde, und auch nicht Herr A selbst gefahren ist, sondern ja Herr B, bestünde ja gar kein Versicherungschutz in diesem Fall.

Also müsse Herr A nun alle bereits entstandenen Kosten selbst tragen und auch selbst zusehen, dass er sein Motorrad nach Hause bekommt.
Der Mitarbeiter räumt zwar ein, dass seine Kollegin einen Fehler gemacht hat, aber das sei nun ja nicht mehr zu ändern, Herr A müsse trotzdem alle Kosten tragen.

Muß Herr A wirklich dafür haften, dass die Service-Mitarbeiterin diese Aktion ins Rollen gebracht hat? Er selbst hat ja den Abschleppdienst nicht beauftragt und auch nicht selbst veranlaßt, dass das Fahrzeug eingelagert wird und Herr B einen Leinwagen bekommt.
Es hätte ja möglicherweise ausgereicht, das Motorrad einfach vor Ort zu überbrücken. Dies wurde aber gar nicht erst in Betracht gezogen...

Und nun...?

Danke und Gruß
Sane

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