Versankosten

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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Radonbiker
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Versankosten

Beitrag von Radonbiker »

Hallo Leute, ich habe vor einiger Zeit ein Computerspiel in einem Auktionshaus erworben und der Käufer hatte es mit 6,90€ Versand angeboten was ich etwas hoch empfand aber Akzeptierte.
Nun hatte ich das Geld überwiesen und 5 Tage Später durfte ich das Spiel mein eigen nennen nur wurde es in einem Umschlag versendet zu 1,45€ was eine erhebliche Abweichung ist wohmal ich Wert darauf gelegt hatte das es Versichert versendet wird wie es auch beschrieben war.
Als ich den Verkäufer anschrieb hat er erst zugesagt mir eine Rückerstattung von 5€ zu gewähren. nach einer Woche hatte ich nachgefragt wie es denn aussehe weil bisher noch nichts eingegangen ist. Der Verkäufer meinte das seine TAN Liste leer sei und er auf eine neue wartet. Nun noch 3 Wochen später eine erneute nachfrage von meiner Seite und er kam mir gleich patzig ich solle mich doch gedulden und das er noch immer keine neuen TAN´s bekommen hat und ich doch Glücklich sein solle wenn er mir ein Teil der Versandkosten zurückerstatte denn schließlich sei er ja im Recht.
Wie siet die Angelegenheit in euren Augen aus.
Mfg Matthias

Gammaflyer
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Beitrag von Gammaflyer »

Im Recht ist er in meinen Augen nicht.
Wenn er einfach schreibt "Versandkosten 6€" dann mag das rechtens sein, selbst wenn er nur 1,45€ Porto und 0,60€ fürn Umschlag und evtl ein bisschen Benzin und Lebenszeit investiert hat. Das ist reine Verhandlungssache, man muss ja nicht bei ihm kaufen.
Wenn er allerdings eine bestimmte Versandart zusichert, die er dann aber gar nicht erüllt, dann ist das ein Mangel, den man als Käufer wohl zu Recht monieren darf.

Michael A. Schaffrath
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Beitrag von Michael A. Schaffrath »

Die Diskussion hatten wir hier doch schon mehrfach, vielleicht hilft die Suchfunktion.

Welcher Schaden dem K entsteht, wenn er "Paket 6,90" bezahlt und nur "Warensendung 0,55" bekommt, sehe ich aber nicht. Das wäre nur relevant geworden, wenn die Ware nicht angekommen wäre, das hätte dann aber in der Risikosphäre des VK gelegen.

Dadurch, daß die Ware auf einem anderen Weg als vereinbart zum K gelangt ist, hat er ja keinen Nachteil.
DefPimp: Mein Gott
Biber: Nö, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

Chabos wissen, wer der M.A.S. ist.

karli
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Beitrag von karli »

Der Verkäufer hat ihnen doch den Versand für 6,90 zugesagt und sie waren damit einverstanden. Mit ihrem Einverständnis hätte er auch Achtfuffzisch oder Neunzehn dafür nehmen können, unabhängig davon was das Porto kostet.
Man muß losziehen um einen Umschlag zu kaufen, das Ding verpacken, wieder zur Post fahren. Das kostet Zeit, Sprit und Spucke! :wink:
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

Radonbiker
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Beitrag von Radonbiker »

Aber wenn der VK 6,90€ angibt dann gehe ich davon als Käufer aus das es Versichert versendet wird und nicht mit 1,45€ im Großbrief.
Man kann doch nicht Versandkosten angeben und dann doch Versenden wie man lustig ist oder?

Gammaflyer
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Beitrag von Gammaflyer »

Michael A. Schaffrath hat geschrieben:Die Diskussion hatten wir hier doch schon mehrfach, vielleicht hilft die Suchfunktion.

Welcher Schaden dem K entsteht, wenn er "Paket 6,90" bezahlt und nur "Warensendung 0,55" bekommt, sehe ich aber nicht. Das wäre nur relevant geworden, wenn die Ware nicht angekommen wäre, das hätte dann aber in der Risikosphäre des VK gelegen.
Nicht ganz.
Die Warensendungen werden von der Post soweit ich weiß nachrangig befördert. Der erwartete Paketversand dürfte schneller gehen. Insofern aber gar nicht zutreffend, als die 1,45€ eine Briefform sind und die vergleichbar schnell kommen dürften wie Pakete.

Aber es stimmt, dass man eigentlich nur über ein theoretisches Risiko diskutiert.
Radonbiker hat geschrieben:Aber wenn der VK 6,90€ angibt dann gehe ich davon als Käufer aus das es Versichert versendet wird und nicht mit 1,45€ im Großbrief.
Man kann doch nicht Versandkosten angeben und dann doch Versenden wie man lustig ist oder?
Wenn er nichts weiter angibt, ist unerheblich, wovon der Käufer ausgeht. Der VK könnte sich wie gesagt auch die Dienstleistung der Verpackens, die Materialkosten und den Weg zur Post bezahlen lassen und muss eben nicht nur das reine Porto berechnen.

Radonbiker
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Beitrag von Radonbiker »

Das sehe ich ja ein das nicht nur die reinen Portokosten berechnet werden müssen nur irgendwo muss doch ne Grenze sein.
Ich kann doch nicht für eine Briefmarcke 20 euro versand bezahlen und bekomme sie in einem Briefumschlag zu 55 cent

karli
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Beitrag von karli »

Radonbiker hat geschrieben:Ich kann doch nicht für eine Briefmarcke 20 euro versand bezahlen und bekomme sie in einem Briefumschlag zu 55 cent
Warum denn nicht, wenn Der weit zur Post hat! :mrgreen:
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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Gammaflyer
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Beitrag von Gammaflyer »

Radonbiker hat geschrieben:Das sehe ich ja ein das nicht nur die reinen Portokosten berechnet werden müssen nur irgendwo muss doch ne Grenze sein.
Ich kann doch nicht für eine Briefmarcke 20 euro versand bezahlen und bekomme sie in einem Briefumschlag zu 55 cent
Das ist eben Vertragsfreiheit. Es zwingt einen ja niemband bei einem Verkäufer mit unverschämten Versandkosten zu kaufen.
Es gibt Online-Bücherhändler, die Bücher für 0.01€ verkaufen, 3€ Versandkostenpauschale kassieren und dann in billigen Umschlägen als Büchersendung verschicken.

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