Internetauktionshaus [Name geändert] - Verrechnung bei Rückabwicklung

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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Biergärtnerin
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Internetauktionshaus [Name geändert] - Verrechnung bei Rückabwicklung

Beitrag von Biergärtnerin »

Hallo!

die F hat einen Artikel bei Internetauktionshaus [Name geändert] verkauft. Der Käufer wirft ihr nun vor, dass das Teil nicht das ist, was angeboten wurde und fechtet nach 123 BGB an. Diverse Schriftwechsel zwischen F und der Anwältin des Käufers folgen. Die F zahlt (nur) den Kaufpreis zurück. Nun sagt die Anwältin, die am Anfang auch eine Kostennote der F geschickt hat:

Danke für den Auktionspreis, der wird mit den auch von ihnen zu tragenden Anwaltskosten verrechnet, sodass immer noch was offen ist.
Die F hat im Überweisungsträger extra hingeschrieben: "Auktionsware Rückerstattung"..

geht das so einfach??

Big Guro
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Beitrag von Big Guro »

Der § 123 sind schwere Geschütze und meines Erachtens grundsätzlich die schlechteste Lösung die F hätte wählen können.

Je nachdem vorüber und wie sich die Parteien sich geinigt haben, könnte es sein, dass F die Anwaltskosten der Gegenseite tragen muss.
Ich habe keine Ahnung, was ich hier tue...

...aber Inkompetenz hat mich auch
noch nie von etwas abgehalten.

Biergärtnerin
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Beitrag von Biergärtnerin »

.....aber die F hat doch gar nicht angefochten, sondern der Käufer!

Eine "Einigung" gabs ja auch nicht, sondern die F hat kalte Füße bekommen und den Auktionspreis zurückgezahlt.

Die Anwaltskosten sieht sie aber nicht ein.

Frage ist ja: kann so einfach verrechnet werden? Entgegen der Zweckbestimmung?

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