Auftragserteilung per eMail

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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Volker Kles
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Auftragserteilung per eMail

Beitrag von Volker Kles »

Hallo,

wie wird eine Auftragserteilung per eMail nachweislich rechtswirksam, wenn naturgemäß die Unterschrift fehlt?
Gruß
V.K.
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Beitragsschreiber

Beitrag von Beitragsschreiber »

Einen Auftrag können Sie auch mündlich erteilen.
Ob die E-Mail zum Nachweis genügt, wenn deren Erstellung und Versendung bestritten wird, ist abstrakt schwer zu beurteilen.

Questor

Beitrag von Questor »

In aller Regel reicht die Kopie, die man ja im Postausgang hat. Und man kann eine Lesebestätigung anfordern. Unter Extras in der Mail muss man das anklicken. ABER: Wenn man die Mail vor dem Versenden noch einmal öffnet, geht der Haken weg und man muss ihn erneut setzen.
Ansonsten bekommt der Auftraggeber ja immer eine Auftragsbestätigung die identisch mit der Beauftragung sein muss.

Volker Kles
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Beitrag von Volker Kles »

Questor hat geschrieben:Ansonsten bekommt der Auftraggeber ja immer eine Auftragsbestätigung die identisch mit der Beauftragung sein muss.
Das wird wenig nützen, wenn der AG bestreitet, überhaupt einen Auftrag erteilt zu haben.
Gruß
V.K.
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Zafilutsche
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Beitrag von Zafilutsche »

Volker Kles hat geschrieben:
Questor hat geschrieben:Ansonsten bekommt der Auftraggeber ja immer eine Auftragsbestätigung die identisch mit der Beauftragung sein muss.
Das wird wenig nützen, wenn der AG bestreitet, überhaupt einen Auftrag erteilt zu haben.
Ein potentieller Auftraggeber würde doch spätestens bei Erhalt einer plötzlich und unerwartenden "Auftragsbestätigung" sich melden und mitteilen das ein Irrtum vorliegen muß. Für den Auftragsempfänger beschränkt sich seine Leistung auf das prüfen/erstellen und verschicken einer Auftragsbestätigung. Ist der Schaden dennoch so groß (Insbesondere immer wieder kehrende Falschbestellungen), könnte man versuchen den Auslöser von den Falschbestellungen ausfindig zu machen und von ihm Schadenersatz einfordern. Aber wie schon erwähnt: Mündlich können auch Bestellungen wirksam werden. Es wäre nur die Frage der Beweisbarkeit. Daher werden i.d.R. Bestellungen schriftlich dokumentiert. Typische Ausnahmen: Die Pommesbude, Bäcker ect. pp.

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