Stromjahresabrechnung mit Guthaben einfordern. Wie?

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SiebenerX
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Stromjahresabrechnung mit Guthaben einfordern. Wie?

Beitrag von SiebenerX » 30.06.09, 21:09

Hallo an alle, ich bräuchte Hilfe in folgendem fiktiven Fall:

01.03.08: Verbraucher V wird Kunde bei Stromanbieter S (nicht der Grundversorger).
24.02.09: Es kommt ein Brief von S mit Aufforderung zur Zählerablesung zwecks Jahresabrechnungserstellung.
06.03.09: V gibt den Zählerstand durch (online im Kundenportal auf der Homepage von S).
04.05.09: Da immer noch keine Abrechnung eingegangen ist, kuckt V im Kundenportal nach: kein Zählerstand (bzw. ein von S geschätzter). V ruft bei S an, gibt Zählerstand vom 06.03. telefonisch durch. Aussage von S: Abrechnung sei sowieso schon unterwegs, allerdings mit geschätztem Zählerstand. V solle die geschätzte Abrechnung abwarten und sie dann reklamieren bzw. korrigieren lassen.
29.05.09: Immer noch keine Abrechnung. Anruf bei S: Abrechnung sei jetzt unterwegs.
30.06.09: Immer noch keine Abrechnung. Anruf bei S: Abrechnung sei jetzt unterwegs.

(Kleine Nebeninfo: Natürlich wird die Abrechnung zugunsten von V ausfallen, das hat sich V zweifelsfrei selbst ausgerechnet, er kennt ja seinen Tarif und seinen Verbrauch).

Fragen:
1. Wie geht V in so einem Fall am Besten vor, um möglichst schnell an seine Jahresabrechnung und an seine sich daraus ergebende Rückzahlung zu kommen? Schriftliche Fristsetzung, wenn ja wie lange? Gibt es da gesetzlich festgelegte Fristen, oder stehen die in den AGBs des jeweiligen Stromversorgers oder liegt das im Ermessen von V?
2. Angenommen, V hat keine Rechtschutzversicherung, geht aber trotzdem zum Anwalt. Wer bezahlt den? Ist das abhängig davon wer Recht hat? Und wer entscheidet das wiederum, geht das nur über ein Gericht? Muss V die Anwaltskosten in jedem Fall vorstrecken oder schickt der Anwalt seine Rechnung direkt an den Stromanbieter?
3. Hat irgendjemand eine (wirklich nur grobe) Einschätzung wie viel es kosten würde, diese Angelegenheit einem Anwalt zu schildern, sich kurz beraten zu lassen, und ihn 1 Brief schreiben zu lassen?
4. Ist es möglich/sinnvoll seine Jahresabrechnung selbst zu errechnen (mithilfe der vertraglich festgelegten Tarife), und die nächsten Abschlagszahlungen um das entsprechende Guthaben zu kürzen (natürlich mit nettem Erklärungsbrief an S)?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

(PS: Mir ist auch klar dass euch als erstes einfallen wird: „Immer alles schriftlich machen“. Das wird V in Zukunft wohl auch berücksichtigen.)

SiebenerX
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Beitrag von SiebenerX » 01.07.09, 18:20

Ich freue mich übrigens auch über Antworten, Tipps oder Hinweise zu einzelnen Punkten, falls es auch allen zu stressig ist, auf alles zu antworten :)

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