Das wichtigste Verbraucherrecht

Moderator: FDR-Team

LAWINATOR
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Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von LAWINATOR »

Das wichtigste Verbraucherrecht ist meines Erachtens das Recht auf ANTWORT. Das ergibt sich aus dem Recht auf Selbstbestimmung und hat immense Bedeutung für sehr viele Kontakte unseres privaten, beruflichen, geschäftlichen und organisierten Lebens.

Alle, mit denen irgendwas geschieht oder beabsichtigt ist, können jederzeit NACHVOLLZIEHBARE BEGRÜNDUNG MIT VORSCHRIFT VERLANGEN.

Oft wird sowas automatisch im Anschreiben mitgeliefert bei Kontakten mit den Staatsgewalten. Vieles zwischen "Untrigen" und "Obrigen" wird aber auch nur einfach so geregelt, oft sogar nur mündlich. Aber selbst, wenn Paragraphen genannt werden, lohnt es sich, die genau durchzulesen und den dahinterstehenden Zweck zu erkennen! Denn der kann sich durch Rechtsgewohnheiten und Vereinfachungen auch so verändern, daß Betroffene große Nachteile erleiden und es dann sehr schwer haben, das wieder in Ordnung zu bringen.

Warum tun Juristen sich so schwer mit diesem Verbraucherrecht? Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, daß die unglaublichsten Verrenkungen stattfinden, nur um weiterhin das zu tun, was bisher den jeweils Mächtigeren gemeinsamer Aktivitäten Recht war.

Verbraucher haben viele Schwierigkeiten! Schön für die Rechtswirtschaft. Doch mit Gesellschaften, in denen Juristen viel zu tun haben, geht es meist bergab. Verbraucher könnten mit diesen 5 STARKEN WORTEN auch Rechtsanwälten, Gutachtern und Richtern das abverlangen, was ihnen zusteht. Oft bekommen sie nur einen Teil, und den so, daß Gerechtigkeit auf der Strecke bleibt. Damit hätte viel Unrecht, das dann mühsam beklagt werden muß, kaum noch Chancen.

Falls dieser Thread in die "Ecke für Unsachlichkeiten" verschoben wird von der Moderation
wie mein letzter hier mit dem Thema "Justiz außer Kontrolle?", möchte ich gerne wissen, warum.
Von einem seriösen Forum erwarte ich so viel Verständigung.
Was spricht dagegen, sich mit dem dem RECHT AUF FREMDBESTIMMUNGSKONTROLLE (Art. 2 GG)
so viel Rechtsklarheit zu verschaffen, daß wir Juristen zu Bestleistungen motivieren
und damit unsere Gesellschaft massenhaft „von unten“ entlasten?
maltem
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von maltem »

LAWINATOR hat geschrieben:Das wichtigste Verbraucherrecht ist meines Erachtens das Recht auf ANTWORT.
Woraus genau ergibt sich denn dieses Recht? Das mit dem Selbstbestimmungsrecht ist ewas schwammig. ICH VERLANGE EINE NACHVOLLZIEHBARE BEGRÜNDUNG MIT VORSCHRIFT.
Hafish
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von Hafish »

LAWINATOR hat geschrieben:Das wichtigste Verbraucherrecht ist meines Erachtens das Recht auf ANTWORT.
Hm, okay. Wo ist das nochmal geregelt?
Das ergibt sich aus dem Recht auf Selbstbestimmung
"Recht auf Antwort" macht deutlich, dass es um die Handlung eines anderen gehts (des Antwortenden). Wie kann sich dieses aus dem Recht auf Selbstbestimmung ableiten?
Alle, mit denen irgendwas geschieht oder beabsichtigt ist, können jederzeit NACHVOLLZIEHBARE BEGRÜNDUNG MIT VORSCHRIFT VERLANGEN.
Woraus ergibt sich das? Und gilt das nur im B2C-Bereich, oder auch gegenüber Behörden? Und was ist mit meinen Kontakten zu anderen Privatleuten?
Oft wird sowas automatisch im Anschreiben mitgeliefert bei Kontakten mit den Staatsgewalten. Vieles zwischen "Untrigen" und "Obrigen" wird aber auch nur einfach so geregelt, oft sogar nur mündlich. Aber selbst, wenn Paragraphen genannt werden, lohnt es sich, die genau durchzulesen und den dahinterstehenden Zweck zu erkennen! Denn der kann sich durch Rechtsgewohnheiten und Vereinfachungen auch so verändern, daß Betroffene große Nachteile erleiden und es dann sehr schwer haben, das wieder in Ordnung zu bringen.
Keine Ahnung worum es geht, aber es klingt schlimm!
Warum tun Juristen sich so schwer mit diesem Verbraucherrecht?
Dass das der Fall ist, müssen Sie aber erst noch belegen. Juristen (im LAWINATOR'schen Sinn) tun sich aber bei ihrer Arbeit generell schwer anders zu entscheiden, als es im Gesetz steht. Aber das haben wir ja in den anderen Threads schon festgestellt...
Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, daß die unglaublichsten Verrenkungen stattfinden, nur um weiterhin das zu tun, was bisher den jeweils Mächtigeren gemeinsamer Aktivitäten Recht war.
Das klingt ja fast noch schlimmer als das vorletzte Zitat. Aber ich versteh immer noch nicht, worum es konkret geht.
Verbraucher haben viele Schwierigkeiten!
Wer hat das nicht?
Doch mit Gesellschaften, in denen Juristen viel zu tun haben, geht es meist bergab.
Belege? Außerdem dürfte es in der Regel so sein, dass Juristen mit Gesellschaften zu tun haben, weil es mit diesen bergab geht.
Verbraucher könnten mit diesen 5 STARKEN WORTEN auch Rechtsanwälten, Gutachtern und Richtern das abverlangen, was ihnen zusteht.
Die da wären?
Oft bekommen sie nur einen Teil, und den so, daß Gerechtigkeit auf der Strecke bleibt.
Belege? Übrigens gibt es nur zwei jeweils gegenseitige Alternativen: Entweder wir binden Richter möglichst stark an das Gesetz, oder wir geben ihnen möglichst viel Freiraum. Die erste Variante führt zu dem unvermeidlichen Problem, dass vollkommene Gerechtigkeit nicht immer erreicht werden kann, hat aber den Vorteil, dass nachvollziehbare und vorhersehbare Entscheidungen getroffen werden. Die zweite Variante ermöglicht es Richtern zwar, sehr frei und potentiell "gerechter" zu entscheiden, öffnet aber der Willkür Tür und Tor. Wir haben uns als Gesellschaft für die erste Variante entschieden, wie übrigens die allermeisten Hochkulturen der Geschichte. Sie können sich aber gerne politisch dafür einsetzen, das zu ändern. Ob SIE allerdings in einem System glücklich werden, in dem Richter nicht durch Gesetze, sondern durch Gewissen gebunden sind, in einem System also, in dem SIE ausschließlich in die Integrität und das Gerechtigkeitsempfinden der Richter vertrauen müssen, kann ich mir nicht vorstellen. :roll:
Falls dieser Thread in die "Ecke für Unsachlichkeiten" verschoben wird von der Moderation wie mein letzter hier mit dem Thema "Justiz außer Kontrolle?", möchte ich gerne wissen, warum.
Ernsthaft? Lol. Ich gebe Ihnen einen Tipp: Es war nicht der aufdringliche Einsatz von Textformatierungen, sondern etwas anderes. ;)
Edit: Hab den Thread noch mal gelesen. Da steht am Ende doch ziemlich gut erklärt, wo das Problem war. :roll:

Ach ja, ich hätte es fast vergessen. Wie auch bei all Ihren anderen Meinungsäußerungen halte ich es wie malItem:
ICH VERLANGE EINE NACHVOLLZIEHBARE BEGRÜNDUNG MIT VORSCHRIFT.
Zuletzt geändert von Hafish am 12.10.11, 16:36, insgesamt 2-mal geändert.
Kritik kann subjektiv als verletzend empfunden werden und ist daher generell zu unterlassen. - jaeckel
;)
pragmatiker
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von pragmatiker »

bist du´s ?: D. H. German JaCobi, Konfliktmanager und Rechtsjournalist aus dem
>> "100-Menschen-Dorf" :roll:
Jeder ist seines Glückes Schmied.
kirchturm
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von kirchturm »

LAWINATOR hat geschrieben:Falls dieser Thread in die "Ecke für Unsachlichkeiten" verschoben wird von der Moderation
wie mein letzter hier mit dem Thema "Justiz außer Kontrolle?", möchte ich gerne wissen, warum.
Mit Verbraucherrecht hat das nichts zu tun, und für die Rechtsphilosophie fehlt es deutlich an Substanz, daher: SC
juggernaut
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von juggernaut »

LAWINATOR hat geschrieben:Das wichtigste Verbraucherrecht ist meines Erachtens das Recht auf ANTWORT. Das ergibt sich aus dem Recht auf Selbstbestimmung und hat immense Bedeutung ...
hmmm .... und das recht auf selbstbestimmung dessen, der antworten soll?
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.
Redfox

Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von Redfox »

Hafish hat geschrieben:
LAWINATOR hat geschrieben:Das wichtigste Verbraucherrecht ist meines Erachtens das Recht auf ANTWORT.
Hm, okay. Wo ist das nochmal geregelt?
Dieser Teil der Frage lässt sich z.B. mit §§ 19, 34 BDSG --> http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/ beantworten.

Aber ob die Frage des TE auf diese Rechtsgrundlage zielt, kann ich auf Grund der doch recht verschwurbelten Ausführungen nicht erkennen.
Hafish
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von Hafish »

Bei den §§ 19, 34 BDSG geht es um Auskunft darüber, welche personenbezogenen Daten des Betroffenen erhoben wurden und was mit ihnen geschieht. Das ist LAWINATOR aber wohl eher nebensächlich. Wenn ich seinen "Gedanken" richtig gefolgt bin, dann geht es ihm um ein eingebildetes allumfassendes Auskunftsrecht gegenüber jedermann. Aber mit BEGRÜNDUNG UND VORSCHRIFT! ^^
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von jayb »

Ich wusste gar nicht, dass es so viele Farben zur Auswahl gibt

Aber mit rot untermauert man seine Meinung eh am Besten.
___________

fluffig wie 2 Kuhfladen ;)
juggernaut
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von juggernaut »

jayb hat geschrieben:Aber mit rot untermauert man seine Meinung eh am Besten.
du meinst, da ist die warnung offensichtlich ?
:devil:
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.
jayb
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von jayb »

juggernaut hat geschrieben:
jayb hat geschrieben:Aber mit rot untermauert man seine Meinung eh am Besten.
du meinst, da ist die warnung offensichtlich ?
:devil:
[ color= red] insert curious thougths here [ / color ] ;D
___________

fluffig wie 2 Kuhfladen ;)
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von LAWINATOR »

Erstaunlich, wie sich die Dinge entwickeln können durch ein bißchen zuviel kompetente Ignoranz ...

Das hinter dem wichtigsten Verbraucherrecht steckende "Geheimwissen" ist inzwischen zur Grundlage für DAS WICHTIGSTE MENSCHENRECHT herangewachsen. Dem Recht auf Selbstbestimmung mit umfassenden Möglichkeiten der Fremdbestimmungskontrolle in demokratischen Systemen. Laut Art. 2 Grundgesetz, auch wenn das dort ein wenig verschwurbelt verkümmerte und bis heute kaum genutzt wird von Ohnmächtigen. Dabei könnten sie damit Mächtige vom hohen Ross auf Augenhöhe herunterholen. Oder auf Fußtritthöhe. Je nachdem, wie sich der Mächtige anstellt beim Verweigern des Rechtes auf ein selbstbestimmtes Dasein.
Was spricht dagegen, sich mit dem dem RECHT AUF FREMDBESTIMMUNGSKONTROLLE (Art. 2 GG)
so viel Rechtsklarheit zu verschaffen, daß wir Juristen zu Bestleistungen motivieren
und damit unsere Gesellschaft massenhaft „von unten“ entlasten?
rabenthaus
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von rabenthaus »

Hallo

@ LAWINATOR

Das traurigste an Ihren threads und Beiträgen ist, dass sie zu wirklich guten und anregenden Diskussionen führen könnten, wenn Sie nicht alles durch substanzlosen, geistlosen Blödsinn kaputt machen würden. Sie berauschen sich an Ihren Worten und wissen doch weder worüber Sie schreiben, noch was das bedeutet.

Alle Recht, egal ob Grundrechte, Menschenrechte oder Rechte aus einfachen Gesetzen oder Verordnungen sind immer im Zusammenspiel zu sehen. Jedem Recht steht eine Pflicht (mindestens) gegenüber. Aus jedem Recht erwächst eine Verantwortung für den berechtigten.

Jeder Berechtigte muss die Grenzen seiner eigenen Rechte erkennen, vor allem da neben ihm noch weitere Berechtigte Personen vorhanden sind. Kein Mensch ist eine Insel. Wir alle müssen irgendwie miteinander auskommen. Das Recht regelt die Grundlage unserer Existenz. Für alles Weitere sind wird gemeinsam verantwortlich.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.
LAWINATOR
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Re: Das wichtigste Verbraucherrecht

Beitrag von LAWINATOR »

rabenthaus hat geschrieben:Hallo

@ LAWINATOR

Das traurigste an Ihren threads und Beiträgen ist, dass sie zu wirklich guten und anregenden Diskussionen führen könnten ...
Zum Schleimen ist es zu spät, mein Guter. Und daß Wasser kocht, wenn man es lange genug erhitzt, müssen Sie hier wirklich niemandem erklären.

Was Ihnen und allen anderen fehlt, um mit unseren Rechten genug Gerechtigkeit herzustellen, sind einige bemerkenswerte Wesentlichkeiten. Die fehlen, bilden sozusagen ein Bewußtseinsloch, um das herum ihr gesamtes Wissen entstanden ist. Und weil ich dieses Loch mit dem ausgefüllt habe, was tatsächlich drin ist, nämlich durch Erkenntnis, die von renommierten Experten ohne Zweifel und Entkräftungen bestätigt wird, die mit Ihnen vermutlich nicht mal reden würden, ist ihr Wissen auch entsprechend elastisch und kann sogar quietschen, wenn ich ordentlich d'rauf drücke. Das kann ein Weilchen lang Spaß machen, wird aber auch irgendwann langweilig.
Was spricht dagegen, sich mit dem dem RECHT AUF FREMDBESTIMMUNGSKONTROLLE (Art. 2 GG)
so viel Rechtsklarheit zu verschaffen, daß wir Juristen zu Bestleistungen motivieren
und damit unsere Gesellschaft massenhaft „von unten“ entlasten?
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