Photovoltaikanlage

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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windalf
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Photovoltaikanlage

Beitrag von windalf »

Herr A hat einen Vertag mit B zur Errichtung eine Photovoltaikanlage auf dem Haus von A geschlossen.

Die Anlage ist bereits installliert da fällt dem B eine Woche später auf, dass er "den falschen" Wechselrichter verbaut hat. Der mit der höheren Leistungsklasse war für einen anderen Kunden gedacht.

Frage: Ist der Wechselrichter bereits in das Eigentum vom A übergegangen? Was heisst mit dem "Haus fest verbunden"?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

PurpleRain
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Re: Photovoltaikanlage

Beitrag von PurpleRain »

Ist die die Anlage bereits abgenommen/übergeben worden?

Inwieweit sollte ein "mit dem Haus fest verbunden" in diesem Zusammenhang von Belang sein?
Alles was niet- oder nagelfest ist, gehört sofort dem Hauseigentümer :lol:
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spraadhans
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Re: Photovoltaikanlage

Beitrag von spraadhans »

Selbst wenn A bereits Eigentümer geworden ist, so kann der Unternehmer Rückübereignung verlangen, wenn das Gerät nicht Bestandteil des Verpflichtungsvertrages gewesen ist, mithin also ohne vertragliche Grundlage geleistet wurde.

DaChris77
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Re: Photovoltaikanlage

Beitrag von DaChris77 »

A hat da wohl etwas missverstanden:

Der Unternehmer hat nur übergangsweise ein anderes Gerät installiert da der eigentlich bestellte und bezahlte Wechselrichter im Rückstand war und man die Anlage aber in Betrieb nehmen wollte um dem Kunden keine Verzögerung und damit verbundenen Einnahmenausfall zuzumuten.

Dieser ist nun da und wird jetzt vertragsgemäss eingebaut.

SO muss das formuliert werden :) ..dummer Unternehmer :)

windalf
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Re: Photovoltaikanlage

Beitrag von windalf »

Selbst wenn A bereits Eigentümer geworden ist, so kann der Unternehmer Rückübereignung verlangen
Vertraglich vereinbart ist Wechselrichter Typ x oder mindestens gleichwertiges Gerät. Wenn nun Typ X mit höherer Leistung verbaut wurde ist dann nicht "mindestens ein gleichwertiges Gerät" verbaut worden?
Der Unternehmer hat nur übergangsweise ein anderes Gerät installiert da der eigentlich bestellte und bezahlte Wechselrichter im Rückstand war und man die Anlage aber in Betrieb nehmen wollte
Nein Wechselrichter der für den A gedacht war, wurde anderweitig verbaut und nun soll getauscht werden.

Worauf der A überhaupt keine Lust hat ist das Tauschgerät zu bekommen, sondern der will eine Nagelneuen wie vertraglich vereinbart. Beim Verbau hat der A mit dem Staubsauger penibel drauf geachtet, dass in den Wechselrichter kein Betonstaub kommt. Das mag die Elektronik gar nicht und das Ding soll ja nach Möglichkeit 20 Jahre halten.

A muss nicht lange drüber nachdenken wie der Verbau woll bei dem anderen verlaufen ist. Der Wechselrichter wird unter Garantie nicht in dem Zustand sein, wie der Wechselrichter bei dem A...

Was den A auch maximal nervt. Er hat kein Bock einen Urlaubstag für die Dummheit anderer zu opfern. Den bezahlt ihm nämlich keiner... B hat nen Hals weil A nur Termine am Wochenende oder nach 22 Uhr anbietet...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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