Seite 1 von 1

Gewährleistungs-Recht durchsetzbar?

Verfasst: 29.06.12, 18:54
von flori999
Es gilt binnen 6 Monate nach Kauf einer Ware, dass im Falle von Gewährleistungsansprüchen der Händler gegenüber Privat nachzuweisen hat, dass ein Mangel bereits bei Übergabe der Ware nicht vorlag. Gerichte halten sich dennoch nicht daran sondern fordern stets vom Kläger, dass dieser seinen Mangel beweisen muss, meist durch Sachverständigengutachten, die dieser dann zu bezahlen hat.
  • Warum halten sich Gerichte nicht an die Rechtsprechung - wozu gibt es dieses Gesetz, wenn sich kein Richter daran hält?
  • Wie kann der Kläger (gegenüber dem Gericht) darauf bestehen, dass der Händler die Kosten für solch ein Gutachten zu tragen hat (Mangel nach 2 Monaten eingetreten)?

Re: Gewährleistungs-Recht durchsetzbar?

Verfasst: 29.06.12, 18:58
von JuraPunk
Die Beweislastumkehr haben Sie missverstanden: Zunächst muss tatsächlich der Käufer nachweisen, dass ein Mangel überhaupt vorliegt. Erst im Anschluss hieran greift die gesetzliche Vermutung (beim Verbrauchsgüterkauf) und der Verkäufer muss nachweisen, dass der Mangel nicht bereits bei Gefahrübergang vorgelegen hat. Die Richter halten sich somit sehr wohl an das Gesetz.

JuraPunk