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recht.de • Thema anzeigen - Zusätzliche Kosten nach Rückgabe berechnet
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BeitragVerfasst: 16.08.16, 16:49 
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Guten Tag,

folgende Situation:
Ich habe bei einem Versandhandel etwas bestellt und habe via Sofortüberweisung bezahlt und mich 2 Tage später bei dem Kundenservice nach dem Status erkundigt. Mir wurde gesagt, dass die Überweisung noch nicht eingetroffen sei, was sehr ungewöhnlich ist. Daraufhin habe ich betont, dass ich auf die Lieferung angewiesen bin, der Kundenservice hat mich gefragt, ob eine Lieferung in drei Tagen ausreichend sei, was ich bejahte. An besagtem Tag der angeblich vorgesehen Lieferung, wurde die Lieferung erst versandt (5 Tage nach Sofortüberweisung). Nach 8 Tagen kam die Lieferung, zu spät, da ich an dem Tag in den Urlaub gefahren bin, wofür die Lieferung bestimmt war, was mir einen erheblichen Aufwand beschert hat. Nun Wochen nach Ablehnung der Sendung, erhalte ich das Geld zurück, allerdings etwa 10€ weniger, welche wahrscheinlich für den Versand abgezogen wurden, allerdings habe ich die Sendung nicht angenommen, wodurch laut Post keine Kosten entstehen, die mir jedoch berechnet wurden.

Jetzt behauptet der Versandhandel, dass durch Ablehnung der Sendung kein Rücktritt vom Kaufvertrag eingegangen ist und ich dadurch kein Ansprüche auf die Versandkosten habe.

Wie ist die Rechtslage?


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 17:18 
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Beiträge: 12252
Zitat:
allerdings habe ich die Sendung nicht angenommen, wodurch laut Post keine Kosten entstehen, die mir jedoch berechnet wurden.
Die Post berechnet keine zusätzlichen Kisten für Rücksendung von Paketen, die nicht abgeholt werden. Aber der Versender erhält doch das angefallene Porto nicht von der Post erstattet! Die Versandkosten sind angefallen und müssen vom Käufer bezahlt werden.

Auch bei einer Sofortüberweisung wird die Überweisung bankseitig nur an den Bankarbeitstagen (Mo - Fr ohne Feiertage) ausgeführt. An welchem Wochentag wurde bestellt?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 17:35 
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Zum richtigen Verständnis, ich muss Hin- und Rückversand bezahlen, wenn ich ein Paket ablehne?
Und eine Rückgabe ist nicht rechtens, wenn ich eine Sendung ablehne?

Die Sofortüberweisung und Bestellung erfolgte an einem Donnerstag.


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 17:42 
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Beiträge: 12252
Als Käufer kann man bei einem Onlinekauf 14 Tage lang den Kauf widerrufen, die Versandkosten muss hierbei der Käufer bezahlen (Hin- und Rückversand).

Zitat:
Und eine Rückgabe ist nicht rechtens, wenn ich eine Sendung ablehne?

Der Händler hat den Widerruf doch bereits akzeptiert.

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 17:59 
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Beiträge: 9

Themenstarter
Ja die Rückgabe der Artikel wurde akzeptiert, in der E-Mail des Kundenservice steht jedoch, dass die Erstattung der Versandkosten nur möglich gewesen wäre, wenn ich die Sendung angenommen und die Rückgabe ausgefüllt, und dann zurück geschickt hätte.
Liegt jedoch nicht ein Vertragsbruch vor, wenn der Kundenservice mir sagt, das Paket würde in 3 Tagen ankommen, wenn sie es zu dem Zeitpunkt nicht einmal verschickt haben, weil diese Aussage impliziert, dass ein Versand vor besagtem Tag erfolgen würde, was nicht der Fall war. Somit wurde ich doch quasi belogen?
Da somit ja nicht der Lieferant und dessen Verzögerung von Belang war.


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 18:30 
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Beiträge: 2697
Wohnort: Niedersachsen
Jeffus hat geschrieben:
Liegt jedoch nicht ein Vertragsbruch vor, wenn der Kundenservice mir sagt, das Paket würde in 3 Tagen ankommen, wenn sie es zu dem Zeitpunkt nicht einmal verschickt haben, weil diese Aussage impliziert, dass ein Versand vor besagtem Tag erfolgen würde, was nicht der Fall war. Somit wurde ich doch quasi belogen?
Was jedoch vom Käufer nachzuweisen wäre. Hätte er wenigstens etwas Schriftliches, in dem der Termin zugesichert wäre, dann könnte er sich darauf berufen. So wird er jedoch nachschauen müssen, was in den AGB bezüglich Versand drin steht und worauf sich der Verkäufer berufen wird.

_________________
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 18:43 
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Registriert: 10.08.16, 08:58
Beiträge: 9

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Alles klar, dann hat der Käufer wohl Pech gehabt, schade das solche Unternehmen immer mit sowas davon kommen. Scheint laut anderer Bewertungen wohl öfter vorkommen, dass der Kundenservice nicht sein Wort hält. Wieder was dazu gelernt.


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BeitragVerfasst: 16.08.16, 19:45 
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Registriert: 16.11.13, 15:23
Beiträge: 5908
Jeffus hat geschrieben:
Alles klar, dann hat der Käufer wohl Pech gehabt, schade das solche Unternehmen immer mit sowas davon kommen. Scheint laut anderer Bewertungen wohl öfter vorkommen, dass der Kundenservice nicht sein Wort hält. Wieder was dazu gelernt.


Damit nicht das falsche dazu gelernt wurde:
Das Unternehmen hat hier nichts gemacht (laut Schilderung), das falsch, kundenunfreundlich oder ehrenrührig ist und mit dem es nun "davon kommt".
Wenn kein bestimmen Tag vereinbart ist, ist es kein Vertragsbruch, wenn die Ware erst am Tag 5 nach Eingang des Geldes verschickt wird.
Es wäre denkbar, dass sie nicht sofort lieferbar war. Sicher hätte man es dem Kunden sagen müssen, warum dies so ist, mag verschiedene Gründe haben.

Was den Vorgang angeht, dass man die Ware für den Urlaub braucht: Dafür muss/kann man meist (gegen Aufpreis) den Schnellservice wählen, damit die Lieferung am nächsten Tag erfolgt. Oder man kauft für den Urlaub benötigtes nicht erst eine Woche vorher im Online-Versand ein. Das ist stets ein Risiko, das der Käufer eingeht, die Ware nicht zeitig zu erhalten, auch, weil das Versandunternehmen nicht immer unmittelbar nach Eingang des Pakets ausliefert.

Es ist auch nicht mehr korrekt, dass der Online-Versand in jedem Fall die Kosten für den Versand übernehmen muss, wenn die korrekte Ware verschickt wurde.


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