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recht.de • Thema anzeigen - Internetauktionshaus [Name geändert] Kauf (privat-privat): Frist zur Erklärung des Rücktritt
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BeitragVerfasst: 26.08.17, 22:50 
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Hallo,

Käufer A kauft bei Käufer B über ein Auktionshaus
ein Produkt X ein. Dieses hat jedoch festgelegte
Eigenschaften nicht, die zugesichert waren. A
weigert sich nachzubessern. B hat jedoch keinen
offiziellen Kaufrücktritt bzw Anfechtung des Kaufs
ausgesprochen. Kann er dies auch noch nach 2-3
Jahren tun ('gesetztliche Verjährung') oder gibt es
engere Fristen innerhalb derer ein Kaufvertrag
angefochten bzw der Rücktritt erklärt werden muss?

vg
exzelsio


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 08:07 
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Beiträge: 5910
exzelsio hat geschrieben:
Hallo,

Käufer A kauft bei Käufer B über ein Auktionshaus
ein Produkt X ein. Dieses hat jedoch festgelegte
Eigenschaften nicht, die zugesichert waren. A
weigert sich nachzubessern. B hat jedoch keinen
offiziellen Kaufrücktritt bzw Anfechtung des Kaufs
ausgesprochen.

A ist oben der Käufer und B ebenfalls, nach Schilderung aber wohl eher der (private) Verkäufer.
A kauft bei B und nach Feststellung der fehlenden festgelegten Eigenschaften weigert sich A, der gekauft hat, nachzubessern und B, bei dem gekauft wurde, spricht keinen Kaufrücktritt aus?

Zitat:
Kann er dies auch noch nach 2-3
Jahren tun ('gesetzliche Verjährung')

die 3 Jahre Verjährung gelten z.B. für das Einfordern ausstehenden Zahlungen, aber nicht für die Gewährleistung. Die ist nach 6 Monaten durch bzw. danach muss der Käufer nachweisen, dass ein Schaden bereits bei Kauf bestanden hat.
Eine fehlende Eigenschaft, mit der man 3 Jahre gelebt und das Gerät genutzt hat, wird man sicher nicht mehr wirksam geltend machen können.
Da ist die Frist schon lange vorbei.

Zitat:
oder gibt es
engere Fristen innerhalb derer ein Kaufvertrag
angefochten bzw der Rücktritt erklärt werden muss?

meist 14 Tage- wenn es bei Privatkauf nicht ausgeschlossen wurde. Für Schäden, Mängel etc. gelten 6 Monate Gewährleistung.


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 08:31 
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Wann wurde die fehlende Eigenschaft angemahnt( bezogen auf den Kaufzeitpunkt ) und was geschah bis heute?

_________________
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 08:48 
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ktown hat geschrieben:
Wann wurde die fehlende Eigenschaft angemahnt( bezogen auf den Kaufzeitpunkt ) und was geschah bis heute?

Anscheinend wurde die fehlende Eigenschaft angemahnt, die Nachbesserung verweigert und dann geschah nichts mehr.
exzelsio hat geschrieben:
A weigert sich nachzubessern. B hat jedoch keinen
offiziellen Kaufrücktritt bzw Anfechtung des Kaufs
ausgesprochen.

Ich finde keine Frist, innerhalb der der Rücktritt ausgesprochen werden muss. Allerdings darf der Käufer den zu erstattenden Kaufpreis mit einer Nutzungsentschädigung für die Zeit zwischen Kauf des Gegenstands und Rücktritt aufrechnen. Ob der Käufer die Ware tatsächlich genutzt hat, ist dafür unerheblich, jedoch können Gebrauchsspuren und Verschlechterungen (abgesehen von der fehlenden Eigenschaft) den Betrag den der Verkäufer zurückzahlen muss, weiter mindern. Lässt der Käufer 3 Jahre bis zum Rücktritt und Rückgabe vergehen, kann die Rückzahlung des Verkäufers, je nach Wert und Lebensdauer der Ware, auch schon mal auf einen Bruchteil des ursprünglichen Preises heruntergehen.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 09:20 
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Das ist auch mein Ansatz. Wenn der Käufer rechtzeitig die fehlende Eigenschaft angemahnt hat, dann dürfte seine Berechtigung zum Rücktritt einer Verjährung von 3 Jahren unterliegen.

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BeitragVerfasst: 27.08.17, 09:31 
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Der Fall ist in Gänze recht ausfürhlich.

Daher vorab noch kurz diese Fragen:

würden die 3 Jahre ab Zahldatum/Lieferdatum gelten (Nov 13) oder
erst ab Kenntnis des Mangels und Reklamation (30.12.14 - 2.1.14)
bzw. endgültiger Verweigerung des Verkäufers zur Nachbesserung
(was etwa ca Mitte Jan 14 wäre)?

Wenn ich richtig rechne wäre die offizielle Rücktrittserklärung
jetzt nur noch ausreichend, wenn als "Start-Datum" Januar 2014
zu sehen ist....


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 09:37 
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ktown hat geschrieben:
Das ist auch mein Ansatz. Wenn der Käufer rechtzeitig die fehlende Eigenschaft angemahnt hat, dann dürfte seine Berechtigung zum Rücktritt einer Verjährung von 3 Jahren unterliegen.


wow! wieder was gelernt :)
Aber das heißt konkret: Rücktritt bis zu 3 Jahren geht, je nach Verkaufsgegenstand aber insofern mehr oder weniger nutzlos, als Gebrauchsspuren und vermutlich die reine Wertminderung nach 3 Jahren (schon allein, dass es neue Modelle gibt und die alten entsprechend günstiger abgegeben werden) den ursprünglichen Kaufpreis auf ein Minimum reduzieren können?

exzelsio hat geschrieben:
Wenn ich richtig rechne wäre die offizielle Rücktrittserklärung
jetzt nur noch ausreichend, wenn als "Start-Datum" Januar 2014
zu sehen ist....


offenbar ja, nur mit der Überlegung, was man- je nach Gegenstand, Beschaffenheit etc. -noch davon hat


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 09:51 
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Abgekoppelt von diesem fiktiven Fall tendiert eine Erstattung kurz vor der Verjährung der Ansprüche vermutlich gegen Null. Bezüglich der 3 Jahre muss ich mich jedoch korrigieren. Es ist wichtig, ob was unternommen wurde, was die Verjährung hemmen würde.

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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:19 
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also Wertverlust gibt es keinen. Im Gegenteil er wäre
heute tendentiell sogar mehr wert, wenn er so geliefert
worden wäre wie zugesichert. Nutzbar war der Artikel
ebenso nicht, er war praktisch 'wertlos' aufgrund des
Mangels.

Details schildere ich dann gerne später wenn ich den Fall
in Gänze schildere.

macht aber wiegesagt nur Sinn, wenn für diesen Fall
(privater Käufer, privater Verkäufer) es auch 2017
noch möglich ist offiziell vom Kauf zurückzutreten.

Ist dies nun nach Schilderung (27.08.17, 08:31)
mit Zahlung/Lieferung, Mangel-Kenntnis/Reklamation
und Verweigerung des Verkäufers nun der Fall?


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:31 
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Wenn nichts unternommen wurde um die Verjährung zu hemmen und man seit Kauf vom Mangel wusste, dann sind Ansprüche nach 2 Jahren verjährt.

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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:37 
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Themenstarter
wie besprochen von Mangel wusste man
erst einige Wochen/Monate nach dem Kauf.
Reklamiert wurde auch, aber eben kein
offizieller Rücktritt bzw Anfechtung
vom
Kaufvertrag erklärt.

Es wäre also wichtig, ob es dann doch
binnen 3 Jahren ausreicht diese
offizielle Erklärung nachzureichen.


(es geht NICHT um Garantie- oder
Gewährleistungsansprüche. Der Artikel
hatte den Mangel ab initio und nicht erst
während der Nutzung) Ein Betrug bzw.
Arglistigkeit kann dem Verkäufer jedoch
nicht nachgewiesen werden, obwohl der
Mangel bereits VOR dem Verkauf bestand.


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:41 
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exzelsio hat geschrieben:
also Wertverlust gibt es keinen. Im Gegenteil er wäre
heute tendentiell sogar mehr wert, wenn er so geliefert
worden wäre wie zugesichert. Nutzbar war der Artikel
ebenso nicht, er war praktisch 'wertlos' aufgrund des
Mangels.

Details schildere ich dann gerne später wenn ich den Fall
in Gänze schildere.


:roll: welches ominöse Detail verlangt denn so viel Zeit, dass man es nicht in einem Satz gleich schreiben kann?
So in etwa "Artikel war X und was fehlte war Y", daher war es auch nicht nutzbar.
Dazu muss man doch keinen Roman schreiben.


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:45 
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wie besprochen der Fall ist komplett
relativ ausfürhlich zu schildern, daher
wollte ich den Fokus erstmal auf die
Kern-Frage lenken

(Rücktrittserklärung bzw Anfechtungs
erklärung nach 3 Jahren ab Jan14
möglich oder nicht)


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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:50 
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Wohnort: Auf diesem Planeten
Das ist widersprüchlich
exzelsio hat geschrieben:
wie besprochen von Mangel wusste man
erst einige Wochen/Monate nach dem Kauf.
exzelsio hat geschrieben:
Nutzbar war der Artikel
ebenso nicht, er war praktisch 'wertlos' aufgrund des
Mangels.

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BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:54 
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Klingt widersprüchlich, ist aber so ;)
wie besprochen der Fall ist ausführlich
in Gänze zu Schildern. Daher wollte
ich erst die Kernfrage klären, bevor
ich zum Großen Ganzen aushole...


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