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recht.de • Thema anzeigen - Verkäufer verweigert Wandlung des Kaufvertrages
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BeitragVerfasst: 16.01.18, 14:44 
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freemont hat geschrieben:
Das Gerät wurde gegen ein neues Gerät ausgetauscht. Der Mangel war zunächst behoben. Die Frist des § 477 ist um.


Dann verstehe ich aber nicht, was die Diskussion Gewährleistung vs. Garantie soll. Wenn sich der Käufer beim 2. Mal wieder an den Händler gewandt hätte statt an den Hersteller, was hätte er dadurch gewonnen?


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BeitragVerfasst: 16.01.18, 15:09 
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Evariste hat geschrieben:
Dann verstehe ich aber nicht, was die Diskussion Gewährleistung vs. Garantie soll.

Händler und Hersteller streuen nicht selten Nebelkerzen an Verbraucher aus, um Haftungsfragen (Kosten) zu umschiffen.
Legitim aber unmoralisch.


Evariste hat geschrieben:
Wenn sich der Käufer beim 2. Mal wieder an den Händler gewandt hätte statt an den Hersteller, was hätte er dadurch gewonnen?
Anmerken möchte ich, dass der Küchenplaner/Küchenbauer genauso wie Kühlschränkebauer "Hersteller" sind. Die haben nur unterschiedliche "Produkte".


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BeitragVerfasst: 16.01.18, 15:12 
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Evariste hat geschrieben:
freemont hat geschrieben:
Das Gerät wurde gegen ein neues Gerät ausgetauscht. Der Mangel war zunächst behoben. Die Frist des § 477 ist um.


Dann verstehe ich aber nicht, was die Diskussion Gewährleistung vs. Garantie soll. Wenn sich der Käufer beim 2. Mal wieder an den Händler gewandt hätte statt an den Hersteller, was hätte er dadurch gewonnen?


Er stellt die Frage nach der Wandelung, neuerdings Rücktritt. Siehe §§ 440, 425 BGB.


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BeitragVerfasst: 16.01.18, 17:58 
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freemont hat geschrieben:
Evariste hat geschrieben:
freemont hat geschrieben:
Das Gerät wurde gegen ein neues Gerät ausgetauscht. Der Mangel war zunächst behoben. Die Frist des § 477 ist um.


Dann verstehe ich aber nicht, was die Diskussion Gewährleistung vs. Garantie soll. Wenn sich der Käufer beim 2. Mal wieder an den Händler gewandt hätte statt an den Hersteller, was hätte er dadurch gewonnen?


Er stellt die Frage nach der Wandelung, neuerdings Rücktritt. Siehe §§ 440, 425 BGB.


Aber nur, wenn der Händler den Mangel als solchen anerkannt und einen weiteren (erfolglosen) Reparaturversuch unternommen hat. Aber wie Sie oben schreiben: "Die Frist des § 477 ist um."


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BeitragVerfasst: 17.01.18, 01:26 
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Hier etwas lesestoff


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BeitragVerfasst: 18.01.18, 17:29 
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Beiträge: 29

Themenstarter
Hallo,
danke für die Tipps und Hinweise.
Der Hersteller hat sich jetzt bereit erklärt das Gerät über den Verkäufer (das Möbelhaus) zurückzunehmen. Es soll ein Schreiben seitens des Herstellers unterwegs sein mit dem Inhalt das das Gerät an den Verkäufer zurückgeht, dieser den seinerzeit geleisteten Einkaufspreis zurückerstattet bekommt und ich somit vom Verkäufer ein neues Gerät einer anderen Marke erhalte. Zwischenzeitlich hat sich das Möbelhaus auch mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt und dies vorab bestätigt.

Danke.


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 11:00 
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Wohnort: Krefeld
Maribe hat geschrieben:
...Hersteller hat sich jetzt bereit erklärt.... Es soll ein Schreiben seitens des Herstellers unterwegs ...Zwischenzeitlich ... vorab bestätigt....
Sehr gut, wenn Sie das alles schriftlich haben. Achten Sie darauf, dass Sie mit kurzer Frist beim Möbelhaus selber nachfragen, wann Sie sich das neue Gerät aussuchen können. Der Hersteller war ja bei der Mangelfeststellung nicht der Schnellste.

_________________
Viele Menschen hinterlassen Spuren.
Nur wenige hinterlassen Eindrücke.

Manche aber hinterlassen nur beim Eindrücken Spuren.


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 12:00 
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Beiträge: 8081
Maribe hat geschrieben:
Hallo,
danke für die Tipps und Hinweise.
Der Hersteller hat sich jetzt bereit erklärt das Gerät über den Verkäufer (das Möbelhaus) zurückzunehmen. Es soll ein Schreiben seitens des Herstellers unterwegs sein mit dem Inhalt das das Gerät an den Verkäufer zurückgeht, dieser den seinerzeit geleisteten Einkaufspreis zurückerstattet bekommt und ich somit vom Verkäufer ein neues Gerät einer anderen Marke erhalte. Zwischenzeitlich hat sich das Möbelhaus auch mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt und dies vorab bestätigt.

Danke.



Gut, es ist eigentlich unverständlich, dass sich der Verkäufer zunächst so "angestellt" hat.

Das basiert auf EU-Recht und gilt seit 01.01. nicht nur wie bisher für Verbraucherverträge, sondern generell für alle Kaufverträge, § 445a BGB:

Zitat:
Rückgriff des Verkäufers

(1) Der Verkäufer kann beim Verkauf einer neu hergestellten Sache von dem Verkäufer, der ihm die Sache verkauft hatte (Lieferant), Ersatz der Aufwendungen verlangen, die er im Verhältnis zum Käufer nach § 439 Absatz 2 und 3 sowie § 475 Absatz 4 und 6 zu tragen hatte, wenn der vom Käufer geltend gemachte Mangel bereits beim Übergang der Gefahr auf den Verkäufer vorhanden war.
...
(3) Die Absätze 1 und 2 finden auf die Ansprüche des Lieferanten und der übrigen Käufer in der Lieferkette gegen die jeweiligen Verkäufer entsprechende Anwendung, wenn die Schuldner Unternehmer sind.


Völlig sinnbefreit, wenn sich der Verkäufer mit seinem Kunden zerstreitet und ihn wahrscheinlich verliert. Er könnte sich an seinem Lieferanten schadlos halten. Bei Verbraucherkäufen dehnt das § 475 BGB sogar noch viel weiter aus. Ggf. wird der "Schaden" in der gesamte Lieferkette bis zum Hersteller durchgereicht.

Es ist also beileibe kein Almosen, wenn der Verkäufer einen Mangel abstellt, es kostet ihn normalerweise nichts.


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 13:19 
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freemont hat geschrieben:
... es kostet ihn normalerweise nichts.
Betriebswirtschaftlich betrachtet werden bei "Reklamationen" immer Kosten verursacht. (Wenn's nur die Arbeitszeit für Prüfen/Schreiben ...) sind. Diese entstehen immer, egal ob eine Reklamation berechtigt oder unberechtigt ist/war.
Es gibt in den Lieferketten sogar "Spezialisten" die vertragliche Vereinbarungen machen wollen, das jede Reklamation pauschal mit XXX,XX Euro verrechnet werden bzw halt in Rechnung gestellt werden. Ideen haben manche. :lol:


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