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recht.de • Thema anzeigen - Wasserabrechnung mit dem Wasserversorger
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BeitragVerfasst: 04.02.18, 20:55 
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Liebe Forenmitglieder,
vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Ein Mehrfamilienhaus mit 5 Mietparteien wird über einen Wasseranschluss mit einer Wasseruhr mit Wasser versorgt.
Der Wasserversorger kassiert von jeder Mietpartei monatlich 6 € für das Wasser (" Bereitstellungsgebühr ?") und 8 € für das Abwasser. Ist das rechtens ?
Hinzu kommt dann noch der konkrete Verbrauch jedes Mieters, der durch den Vermieter mittels einzeler Wasseruhren ermittelt wird.
Letztlich haben die Wasserwerke mit den Mietern doch nichts zu tun, da die Wasserversorgung über den Vermieter läuft und ihm auch in Rechnung gestellt
wird. Falls es da regionale Besonderheiten gibt, es handelt sich um das Land Brandenburg.
Ich halte das für reine Abzockerei

LG anja


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BeitragVerfasst: 04.02.18, 21:05 
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Beiträge: 11933
Hallo,

die Mieter haben also keinen Vertrag mit dem Wasserversorger geschlossen?
Und auf dem Forderungsschreiben des Wasserversorgers an die Mieter steht lediglich "Bereitstellungsgebühr" und keine rechtliche Grundlage auf Basis dessen diese Bereitstellungsgebühr erhoben wird?

_________________
Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 04.02.18, 21:59 
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Themenstarter
Nein, die Mieter sind dem Wasserversorger nicht bekannt. Der Versorgungsvertrag ist mit dem Vermieter geschlossen.
Aufgefallen ist die "Gebühr" auch nur durch einen dummen Zufall, da sich ein Mieter die Gebühren auf der Versorger-Rechnung,
die ihm der Vermieter in Kopie zur Einsichtnahme zugesand hatte, vom Versorger, erklären lassen wollte.
Dabei stellte sich heraus, dass bisher nur von 3 Mietparteien ausgegangen wurde (also 18 bzw. 24 € pro Monat )
Der Mieter hat sich leider "verquatscht" und nun wird die Gebühr hochgesetzt.
Zitat:
Und auf dem Forderungsschreiben des Wasserversorgers an die Mieter
Normalerweise hat der Wasserversorger
überhaupt keinen Kontakt zu den Mietern , außer .... s.o. Alle Schreiben gehen an den Vermieter, der ist Vertragspartner
MfG anja


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BeitragVerfasst: 04.02.18, 22:29 
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Hallo,

dann stellt der Versorger eben die Gebühr dem VM in Rechnung, der VM gibt sie auf der NK-Abrechnung an die M weiter.
Ggf. gibt´s im Vertrag zw. Versorger und VM einen Passus, der diese "Gebühr" rechtfertigt

MfG

_________________
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet


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BeitragVerfasst: 04.02.18, 22:40 
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Themenstarter
Ich finde trotzdem, dass es Abzockerei ist. Es ändert sich doch nichts an den Leistungen,
trotzdem wirds teurer.
LG anja


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BeitragVerfasst: 04.02.18, 22:56 
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Beiträge: 1869
Schon mal einen Blick in die AGB´s / in die Satzung des Wasserversorgers geworfen? Dort steht doch sicher drinnen, WIE abgerechnet wird.


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BeitragVerfasst: 05.02.18, 00:00 
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Zitat:
Falls es da regionale Besonderheiten gibt, es handelt sich um das Land Brandenburg.


Es gibt sogar örtliche Besonderheiten, d.h. es muss die Wasserversorgungssatzung der zuständigen Gemeinde bekannt sein.


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BeitragVerfasst: 05.02.18, 09:21 
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Also wo ist jetzt das Problem?

Wasser wird über den Verbrauch abgerechnet und mittels eines durch die Gemeinde festgelegten Schlüssel errechnet sich aus diesem Gesamtverbrauch inkl. der Dachfläche und versiegelter Fläche des Grundstücks die Abwassermenge.

Das der Wasserversorger nun die Abschläge (nicht Bereitstellungsgebühr) pro Monat erhöht hat, liegt nur auf dem Missverständnis, dass er annimmt, dass es jetzt eine Mietpartei mehr ist. Der Versorger geht also von einem steigenden Verbrauch aus. Spätestens mit der nächsten Jahresabrechnung wird sich das klären.

Also nix von Abzockerei.

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 17.02.18, 02:22 
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Themenstarter
AGBs müssen ja nicht rechtens sein. Da gibt es ja diverse Beispiele .
Ganz abgesehen davon, sind solche Verträge ja immer einseitig, d. h. man muss den Vertrag abschließen, sonst ist man von der Versorgung ausgeschlossen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese "Einnahmen" rechtens sind, zumal nur der Vermieter einen Vertrag hat und die Wasseruhr noch immer die gleiche ist.
Also ohne Veränderung werden neue Preise aufgerufen, wofür ?
Ich denke, ich sollte die Kommunalaufsicht einschalten.
LG Anja


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BeitragVerfasst: 17.02.18, 17:53 
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ktown hat geschrieben:
Das der Wasserversorger nun die Abschläge (nicht Bereitstellungsgebühr) pro Monat erhöht hat, liegt nur auf dem Missverständnis, dass er annimmt, dass es jetzt eine Mietpartei mehr ist.

Wer hat etwas von Abchlägen geschrieben? Es geht doch lt. Sachverhalt gerade um die Bereitstellungsgebühr.

5-3 ergibt bei mir immer noch zwei und nicht eins. Aber der Irrtum war wohl eher, dass man früher dachte es wären nur drei Parteien.

@Anja75:
Wieso soll es unfair sein, wenn mehr Mitparteien mehr für die Bereitstellung bezahlen? Wäre es etwa fair, wenn man für ein Einfamilienhaus das gleiche bezahlt, wie für alle Mieter zusammen für ein Mehrfamilienhaus? Zur Bereitstellung gehört auch deutlich mehr als nur ein Zähler und die Leitung von der Straße zum Haus.

Offenbar haben die Mieter bisher sogar von dem Fehler provitiert und somit viel Geld gespart.


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BeitragVerfasst: 17.02.18, 23:25 
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Pünktchen hat geschrieben:
Es geht doch lt. Sachverhalt gerade um die Bereitstellungsgebühr.
Wenn sie mir nun erklären, was im Zuge eine Hauswasseranschlusses eine Bereitstellungsgebühr beinhaltet, dann kann ich es vielleicht verstehen. Ich für meinen Teil kenne nur die Grundgebühr für die Uhr (und die ist abhängig von der Art der Uhr und nicht von der Anzahl der Mietparteien) und die Bereitstellungsgebühr kann ich derzeit nur in Österreich finden. Aber auch da gibt es dann folgende Formulierung
Zitat:
Vergrößert sich nachträglich die Berechnungsfläche, so ist eine Ergänzungsabgabe zu entrichten.
Pünktchen hat geschrieben:
5-3 ergibt bei mir immer noch zwei und nicht eins.
OK ich habe mich verrechnet. Ändert aber nchts daran, dass, sollte es doch in Deutschland sein, sich das ganze mit der nächsten Jahresabrechnung ausgleichen. Sollte es sich doch um Österreich handeln, dann schein es dort eine andere Abrechnungsart zu geben und man kann von Glück reden, wenn nichts nachgefordert wird.

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BeitragVerfasst: 19.02.18, 11:41 
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Also mir ist diese Art der Bereitstellungsgebühr pro Wohneinheit auch völlig unbekannt gewesen, aber wenn man danach googelt, findet man Gemeinden, wo das so in der Satzung steht, so z.B. in Wuppertal.
Wenn die Satzung so rechtskräftig ist, kann man sicher nichts dagegen unternehmen. Einfach freuen, dass man bisher gespart hat :lol:

_________________
Gruß
Jutta


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BeitragVerfasst: 19.02.18, 12:47 
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Wuppertal scheint aber in Deutschland (zumindestens nach Google) die einzige Stadt zu sein, die noch danach abrechnet. Ansonsten findest du eigentlich nur noch die Gebühr für den Zähler und den Verbrauchspreis.

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BeitragVerfasst: 05.03.18, 01:36 
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Zitat:
Zur Bereitstellung gehört auch deutlich mehr als nur ein Zähler und die Leitung von der Straße zum Haus.

Wie ich schon schrieb, hat sich nichts geändert , also auch keine zusätzlichen Zähler oder Uhren ( die Uhren werden vom Vermieter eingebaut
und die Kosten auf 6 Jahre umgelegt an die Mieter weiter gegeben). Natürlich freue ich mich darüber, dass sie ihre Abzockerei mehrere Jahre nicht durchziehen konnten.
Den Verbrauch hätte auch eine Familie, die in einem Einfamilienhaus wohnt und vielleicht 7 Kinder hat, oder beispielsweise eine WG, sie würden aber nur einmal die "Bereitstellungsgebühr" zahlen. Es ist ein Haus mit 5 Wohnungen (8 Personen)
Diese Umstellung auf Wohneinheiten hat den Wasserwerken Millioneneinnahmen gebracht, sie haben vorher auch nicht am Hungertuch gehangen. Ich hoffte ja auf die großen Wohnungsbaugesellschaften, die sich da zur Wehr setzten. Aber offensichtlich haben die sich "irgendwie " geeinigt.
Ob das rechtens ist, dass man an dem Grundnahrungsmittel soviel verdienen muss.
Für mich ist die ganze Angelegenheit nur ein Trick, die Wasserkosten in der Statistik niedrig zu halten ( dort gehts ja immer um den m³ -Preis und der wird damit niedrig gehalten.)
Es bleibt für mich Abzockerei.
LG Anja


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