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recht.de • Thema anzeigen - Gewährleistung bei Montage
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 Betreff des Beitrags: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 11.02.18, 21:19 
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Hallo,

folgender Fall:

A. hat am 03.02.2016 in seiner ETW einen neuen Warmwasserspeicher incl. Warmwasserfühler installieren lassen.

Am 29.12.2017 löst sich der Warmwasserfühler aus der Hülse, mit dem Resultat, dass A. in seiner Wohnung ohne Heizung und Warmwasser dasteht.
Es ist Sylvester incl. der Feiertage..

Am 02.01.2018 erreicht A. die Firma K., die den Warmwasserspeicher incl. Fühler im Februar 2016 eingebaut hat. Diese Firma K. kann den Schaden erst ab dem 08.01.2018 bearbeiten und beauftragt daher, da die Lage für A. lebensunerträglich ist, die Firma B., um den Schaden bei A. zu beheben.

Die Firma B. erscheint bei A. am 03.01.2018 und montiert den Warmwasserfühler, der sich - wieso auch immer aus der Hülse gelöst hatte - , Fremdeinwirkung ist ausgeschlossen.

Anfang Februar 2018 erhält A. eine Rechnung der Firma K., in der die Rechnung der
Firma B. sowie eine Auftragspauschale bzgl. der Firma B. abgerechnet wird.

A. ist der Meinung, dass die Rechnung der Firma K. für ihn einen Irrtum darstellt, da für Ihn bzgl. der Montage des Warmwasserspeichers incl. Fühlers eine 2-jährige Gewährleistungsfrist besteht?

Zurecht?

Wie sollte sich A. gegenüber der Firma K. verhalten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 11.02.18, 21:30 
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Beiträge: 11927
Hallo,
Zitat:
Es ist Sylvester incl. der Feiertage..

Man schreibt es Silvester und Feiertag gibt es nur einen zum Jahrewechsel, das ist an Neujahr (1.1.)

Zitat:
A. ist der Meinung, dass die Rechnung der Firma K. für ihn einen Irrtum darstellt, da für Ihn bzgl. der Montage des Warmwasserspeichers incl. Fühlers eine 2-jährige Gewährleistungsfrist besteht?

Zurecht?

Wie sollte sich A. gegenüber der Firma K. verhalten?

als erstes sollte man eine gütliche Einigung versuchen, das heißt die Firma K darauf hinweisen z.B. im Rahmen eines Telefonats, dass der Wassersoeicher als Neuware vor weniger als 2 Jahren vor dem Auftritt des Defekts von Firma K. geliefert und eingebaut wurde, dass man der Meinung ist dass auf Neuware 2 Jahre Gewährleistung besteht und man deshalb die Reparatur nicht bezahlen muss und sich anhören was Firma K. dazu sagt.

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Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 11.02.18, 22:02 
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Die Gewährleistung ist keine Haltbarkeitsgarantie.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 11.02.18, 23:30 
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ktown hat geschrieben:
Die Gewährleistung ist keine Haltbarkeitsgarantie.

Eben. Es wäre folglich vom Kunden der Beweis zu erbringen, dass es sich um einen Sachmangel handelt und der zum Zeitpunkt des Kaufs / der Montage bereits vorgelegen hat.

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„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 12.02.18, 00:09 
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nordlicht02 hat geschrieben:
und der zum Zeitpunkt des Kaufs / der Montage bereits vorgelegen hat
ist das im Werkvertragsrecht so? Ich kann im 633 ff diesbezüglich nix finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 12.02.18, 00:49 
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Beiträge: 8067
ktown hat geschrieben:
nordlicht02 hat geschrieben:
und der zum Zeitpunkt des Kaufs / der Montage bereits vorgelegen hat
ist das im Werkvertragsrecht so? Ich kann im 633 ff diesbezüglich nix finden.



Vielleicht in § 650 BGB, Werklieferungsvertrag?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 12.02.18, 08:31 
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Da die Heizungsanlage zu den wesentlichen Bestandteilen eines Gebäudes gehört und auch fest mit dem Gebäude und somit auch mit dem Grundstück verbunden ist, kommt meines Erachtens nur ein reiner Werkvertrag in Frage.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 12.02.18, 09:36 
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Bei der Schadensbetrachtung spielt dieses
Zitat:
... den Warmwasserfühler, der sich - wieso auch immer aus der Hülse gelöst hatte - , Fremdeinwirkung ist ausgeschlossen.
m.E. schon eine Rolle für eine Bewertung. Das zweite wäre wie so oft, die Frage einer Beweisbarkeit und Beweiswürdigung.
Der Monteur von Fa. K hatte auch keine Idee/Erklärung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewährleistung bei Montage
BeitragVerfasst: 12.02.18, 09:54 
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Beiträge: 8067
ktown hat geschrieben:
Da die Heizungsanlage zu den wesentlichen Bestandteilen eines Gebäudes gehört und auch fest mit dem Gebäude und somit auch mit dem Grundstück verbunden ist, kommt meines Erachtens nur ein reiner Werkvertrag in Frage.


Ach so, ein Warmwasserspeicher ist also ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudes.

Dann sieht das natürlich völlig anders aus.

Gottlob hat dieselbe Fa. den Speicher eingebaut, bei der ihn der TE gekauft hat.


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