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recht.de • Thema anzeigen - Leeres Paket geliefert - Beweispflicht - Geld zurück
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BeitragVerfasst: 15.02.18, 15:35 
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Hallo,

in der Internetauktionshaus [Name geändert] wurde ein Artikel ersteigert.

Bezahlt, verschickt, Paket geliefert. Soweit alles tacko.

Paket geöffnet, ist nichts drin.

Wie soll der Käufer und Paketempfänger jetzt beweisen, dass das Paket leer war?

Oder muss der Verkäufer beweisen, dass das Paket definitiv mit der richtigen Ware befüllt wurde? Wie?

Letztlich kann man ja alles faken!?

Wie kommt jetzt aber der Käufer an sein Geld?

Danke.

Gruß


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BeitragVerfasst: 15.02.18, 15:39 
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Handelt es sich hier um einen B2C oder C2C Verkauf?

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BeitragVerfasst: 15.02.18, 15:55 
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BeitragVerfasst: 15.02.18, 16:03 
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Dann trägt der Verkäufer das Versandrisiko.

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BeitragVerfasst: 15.02.18, 16:04 
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Beiträge: 8283
Der Unbeugsame hat geschrieben:
...

Wie soll der Käufer und Paketempfänger jetzt beweisen, dass das Paket leer war?

Oder muss der Verkäufer beweisen, dass das Paket definitiv mit der richtigen Ware befüllt wurde? Wie?

...



Das kommt darauf an, die Beweislast was im Paket war, geht erst über, wenn der Käufer das Paket abgenommen hat.

Die Abnahme ist dabei nicht die Entgegennahme vom Paketboten. Der verschwindet ja sofort wieder, bevor man das Paket geöffnet hat.

Deshalb wird man ein kurze Prüf-Zeit zugestehen müssen, in der das Paket geöfnet und der Inhalt begutachtet werden kann. Wird dann sofort beim Absender per Mail, telefonisch o.ä. gerügt, dass die Ware nicht in Ordnung ist, oder gar gefehlt hat, hat der Verkäufer die Beweislast dafür, was er in das Paket getan hat. Geregelt ist das in § 363 BGB, die Beweislast geht demnach erst nach der Abnahme über.

Es kann ja auch gut sein, dass die Ware unterwegs im Bereich des Paketdienstes gestohlen wurde. Dann müssten sich typische Öffnungsspuren an der Verpackung finden. Der Verkäufer könnte sich dann an die Transortversicherung halten. Ein Paket ist standardmäßig bis 500 EUR versichert.


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BeitragVerfasst: 16.02.18, 10:09 
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Beiträge: 2091
Wie schwer kann man sich die Ware vorstellen? I.d.R. findet man auf dem Versandaufkleber das Paketgewicht. Hat man nun eine 5kg Hantel bestellt, das Paketgewicht wurde jedoch mit 400g ausgewiesen, könnte hierüber bereits der Nachweis gelingen, dass keine Ware enthalten war. Bei "Kleinteilen" mit wenig Gewicht wird das natürlich nicht funktionieren.

Der Unbeugsame hat geschrieben:
Oder muss der Verkäufer beweisen, dass das Paket definitiv mit der richtigen Ware befüllt wurde? Wie?


Je nachdem wie der Verkäufer organisiert ist, hat u.U. ein Mitarbeiter die Ware händisch verpackt und einen Packzettel als Nachweis im Lager abgeheftet. Dies könnte dieser dann als Nachweis präsentieren.


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BeitragVerfasst: 16.02.18, 10:43 
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webmaster76 hat geschrieben:
Je nachdem wie der Verkäufer organisiert ist, hat u.U. ein Mitarbeiter die Ware händisch verpackt und einen Packzettel als Nachweis im Lager abgeheftet. Dies könnte dieser dann als Nachweis präsentieren.
und was bringt ihm das? Das Versandrisiko liegt trotzdem bei ihm.

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