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recht.de • Thema anzeigen - Nachweis der Einlieferung bei Warensendung
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BeitragVerfasst: 04.03.18, 15:34 
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Kurzfassung des total imaginären Sachverhaltes:

- Bei Internetauktionshaus [Name geändert] Sammlerobjekt zum Schnäppchenpreis gekauft. Versandart Warensendung.
- Kurz nach Verkauf storniert Verkäufer Kauf und überweist Geld zurück da Artikel angeblich nicht mehr vorhanden.
- Käufer besteht auf Erfüllung des Kaufvertrages. Verkäufer schreibt dass er auf magische Weise ein gleichwertiges Objekt aufgetrieben habe und dies nun per Warensendung abgeschickt habe. Ersatzobjekt trifft nie ein.
- Kurz darauf stellt der Verkäufer das angeblich verschwundene Originalobjekt wieder ein und zwar für das fünffache des Originalpreises.

Es ist offensichtlich, dass der Verkäufer das Objekt behalten möchte, um es für mehr Geld wieder zu verkaufen.

Meine Frage ist nun, ob der Verkäufer das Versandsrisiko auf den Käufer abgeladen hat indem er behauptet, ein Ersatzobjekt aufgetrieben zu haben, und es mit der originalen Versandmethode abgeschickt zu haben. Der Verkäufer habe keinen Beweis für die Existenz des Ersatzobjektes oder dessen Versand vorgelegt. Im Fall eines Prozesses ist damit zu rechnen dass er ein paar Kumpels bittet den Versand zu bezeugen.

Danke für Ihre Mühe.


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 16:37 
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B2C: Verkäufer trägt das Versandrisiko.
C2C: Käufer trägt das Versandrisiko. Jedoch muss, der Verkäufer den Versand auch beweisen können.

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 16:43 
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ktown hat geschrieben:
C2C: Käufer trägt das Versandrisiko. Jedoch muss, der Verkäufer den Versand auch beweisen können.
Ein bisschen Korinthen...:
...sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.

Der Verkäufer muss nur die Übergabe an den Versanddienstleister belegen können.

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Gruß
khmlev


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 17:34 
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Hallo,

Das Problem ist, dass Warensendungen üblicherweise keinen Nachweis über die Einlieferung haben. Man könnte sie auch einfach in den Briefkasten werfen. Es ist daher absehbar, dass der Verkäufer einen Kumpel bittet ihm fälschlicherweise den Einwurf zu bezeugen.

Daher hätte ich auch gerne gewusst ob es dem Verkäufer zur Last gelegt werden kann dass er nichtt mal die Existenz des Ersatzartikels zb durchv Foto nachgewiesen hat.


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 17:46 
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Julius Stranz hat geschrieben:
Es ist daher absehbar, dass der Verkäufer einen Kumpel bittet ihm fälschlicherweise den Einwurf zu bezeugen.
dann sollte dem Kumpel auch bewusst sein, dass er damit eine Falschaussage durchführt und auch diese strafbar ist.

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BeitragVerfasst: 04.03.18, 17:53 
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Weis das mal nach.


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 19:12 
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Die Geschichte mit dem Zeugen, der rein zufällig sowohl beim Verpacken der Sache dabei war als auch auf dem Weg zur Post als auch bei der Einlieferung (alles lückenlos) und sich auch noch exakt an Name und Anschrift des Empfängers erinnern kann, kommt hier ja oft vor. Hat das schon jemals ein Richter geglaubt? Das lässt sich durch geschicktes Nachfragen ja schon überprüfen (Welche Farbe hatte der Umschlag, wie groß war er, musste man in der Postfiliale lange warten, ist man mit dem Bus oder mit dem Auto zusammen hingefahren, usw.), und alleine der Hinweis auf
https://dejure.org/gesetze/StGB/153.html
wird dann doch meist ausreichen, dass der Zeuge doch mal nachdenkt: für meinen Kumpel geht's um 100 Euro, für mich um bis zu 5 Jahre und vorbestraft.


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 21:30 
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Das wäre interessant zu wissen ob es Urteile gibt die besagen welchen Anforderungen an so einen Nachweis gestellt werden können.


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BeitragVerfasst: 04.03.18, 22:29 
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FDR-Moderator

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Da solche Dinge vielfach nicht die AG Ebene verlassen, wird man im Netz diesbezüglich schwer was finden.

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