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recht.de • Thema anzeigen - Vertrag telefonisch gewechselt - Danach 2 Verträge gehabt?
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BeitragVerfasst: 18.04.18, 16:50 
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Interessierter

Registriert: 25.06.16, 08:49
Beiträge: 19
Hallo,

letztes Jahr im Sommer wurde ein Vertrag (Notebook-Internet-Tarif) bei ANBIETER geschlossen. Dieser ist jeden Monat kündbar.

Anfang dieses Jahres wurde der Vertrag gewechselt, zu einem höheren/teureren Vertrag (von zum Beispiel Paket 3 auf Paket 5). Es wurde telefonisch veranlasst und man ist sich zu 100% sicher, dass nur der Wechsel vereinbart und nichts anderes besprochen wurde.

Nun hat sich ANBIETER währenddessen zum Vorteil gemacht, dass die Telefonat-Aufzeichnung abgelehnt wurde und hat einfach einen weiteren Vertrag untergeschoben, ohne irgendwelche Anmerkungen während des Telefonates. Dieser ist 12 Monate lang gültig, es sei denn, man hätte ihn innerhalb von 30 Tagen gekündigt. Erst per E-Mail kam eine Benachrichtigung, dass „ein Vertrag um 12 Monate verlängert wurde“. Im Control-Center steht, dass die Grundgebühr des Vertrags kostenlos ist. Im Datenblatt steht allerdings, dass der Preis nur so lange 0 Euro beträgt, bis der anfangs erwähnte Notebook-Internet-Tarif gekündigt wird.

Damals noch unwissend über das Datenblatt, während der Kündigungsfrist bei ANBIETER angerufen, bestätigte ein Mitarbeiter auf Nachfrage, dass der Vertrag kostenlos ist. Ohne Hinweise auf das Datenblatt und die dortige Regelung.

2 Monate später, also über 1 Monat nach der Kündigungsfrist wurde dann bemerkt, dass der Vertrag bei Kündigung des ersten Vertrags nicht mehr kostenlos ist. Der untergeschobene Vertrag wurde allerdings von Seiten des Kunden nie geschlossen und nie bestätigt/angenommen. Daraufhin wurde ANBIETER nochmals angerufen und es wurde gesagt, es würde eine Möglichkeit geben, den Vertrag nachträglich zu widerrufen (obwohl er eigentlich nicht geschlossen wurde). Nach 2 Wochen kam dann gegen Arbeitszeit ein Anruf, der nicht direkt entgegengenommen werden konnte. Nochmal dort angerufen, anderer Mitarbeiter, müsse sich kurz mit anderen Mitarbeitern darüber unterhalten, nach einigen Minuten aus der Warteschleife geflogen. Eine Woche später kam dann schließlich eine E-Mail, dass der Vertrag nicht kündbar sei, wegen der Frist und er Mitte 2017 geschlossen wurde, wo damals eigentlich der erste Vertrag geschlossen wurde, der beabsichtigt war (Widerspruch). Man könnte also sogar annehmen, dass der alte Vertrag nur mit dem nicht abgeschlossenen überschrieben wurde und der neue Vertrag extra geschlossen wurde, was nie vereinbart war.

Daher wurde nochmal dort angerufen und der ANBIETER-Mitarbeiter sagte sogar, dass das in letzter Zeit öfters passiert wäre!!! Danach sollte eine Weiterleitung an die Reklamationsabteilung (oder so ähnlich) folgen und man solle dort erzählen, dass er „unterjubelt“ worden sei und man den nie geschlossen habe. Das würde funktionieren. Wie angenommen wollte die Abteilung das dann aber nicht machen. Es wurde 1 mal gesagt, dass wäre nicht machbar, da es außerhalb der Frist liegt. Ansonsten hat man sich aber dumm gestellt und bezog sich auch darauf, dass er ja kostenlos sei. Die Abteilung wollte nicht einmal etwas von einem Datenblatt gewusst haben, als darauf von Seiten des Kunden hingewiesen wurde. Schließlich wurde eine E-Mail-Adresse genannt, an die man nochmal den gesamten Fall schicken sollte. Bis zu dieser Stelle könnte man ihn quasi „1 zu 1“ übernehmen.

Nun ist die Frage, wie man in solch einem Fall vorgehen sollte. Denn eigentlich will der Anbieter laut Internet, das Kündigungen nur telefonisch erfolgen, was irgendwie im Widerspruch steht. Problematisch ist eben, dass man die Kündigungsfrist versäumt hat, weil man, wenn auch legal verarscht wurde. Aber ein zweiter Vertrag wurde nicht geschlossen, was wiederrum illegal ist. Nur da es keine Beweise gibt, hätten sie theoretisch auch einen Vertrag für einen Sportwagen unterschieben können. Sollte man sich nun schriftlich neben der Schilderung des Falls auf ein bestimmtes Gesetz berufen? Wie kommt man da wieder raus? Wie ist die Rechtslage? Ein Anwalt ist vermutlich teurer, als den Vertrag zu behalten.

Vielen Dank im Voraus


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BeitragVerfasst: 18.04.18, 17:25 
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Registriert: 04.06.10, 14:19
Beiträge: 10164
Wohnort: Berlin
Was wurde denn vom Anbieter schriftlich (per Mail?) nach dem Telefonat als Vereinbarung bestätigt? Die mir bekannten Anbieter versenden solche Mails, wenn nicht sogar noch die altmodische Briefpost.


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BeitragVerfasst: 18.04.18, 18:00 
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Interessierter

Registriert: 25.06.16, 08:49
Beiträge: 19

Themenstarter
An der Stelle kommt ein weiteres Problem. ANBIETER besitzt auch 2 E-Mail-Dienste. Einer davon wurde ca. 10 Jahre verwendet. Weniger als 1 Monat davor waren plötzlich auf dem Konto 3 Verträge geschlossen, ohne das sie eingewilligt wurden. Letztlich fühlte man sich sogar gezwungen, dass Konto zu löschen, weil man unter Stress stand. Da waren alle E-Mails drauf.

In dem Control-Center wurden nach der Vertragsänderung auch alle alten Benachrichtigungen gelöscht (quasi Kopien der E-Mails). Die älteste Nachricht ist die, die kurz nach dem Vertragswechsel gemacht wurde.

Zitat:
Vielen Dank, dass Sie sich für ein Produkt von ANBIETER entschieden
haben. Hier für Sie ein Überblick über Ihre Bestellung:

...

Ihre Vertragsaktivierung wird schnellstmöglich durchgeführt.
Bitte überprüfen Sie die folgenden Daten

...


Nachfolgend wird nur der neue Vertrag angezeigt, zu dem gewechselt werden sollte. In den Mitteilungen danach ist auch nirgends eine Mitteilung über den ungewollten Vertrag. Man ist sich allerdings sicher, dass damals in der besagten E-Mail etwas ähnliches stand wie "Ihr Vertrag wurde erfolgreich verlängert bis zum XXX ... Kündigungsfrist ist bis usw.". Das hört sich danach an, als wenn der alte Vertrag überschrieben wurde.


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