Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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winterspaziergang
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von winterspaziergang »

die Antwort hierauf
hat der Verkäufer die Zustellung angekündigt?
scheint nicht möglich...
cobalt hat geschrieben:Eine Mitteilung hat der Käufer schon an den Verkäufer gesendet.
direkt in Kontakt ist nicht machbar?
Gemäss den AGBs hätte der Käufer diese Mitteilung innerhalb von 30 Tagen machen müssen.
mal abgesehen von der Rechtsgültigkeit: wann sollen diese 30 Tage beginnen, wenn der Verkäufer keine Ware angekündigt und der Käufer keine erhalten hat?
Jetzt ist es zu spät und der Käufer soll zahlen.
von welchem Zeitraum nach Versendung durch den VK ist hier die Rede?

ktown
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von ktown »

Evariste hat geschrieben:Wenn der Verkäufer gewerblicher Händler ist und der Käufer Verbraucher, kann man das Geschäft m. E. einfach widerrufen - und es ist gut.
1. Der Sachverhalt spielt sich wohl mehr als 30 Tage nach Kauf ab.
cobalt hat geschrieben:Gemäss den AGBs hätte der Käufer diese Mitteilung innerhalb von 30 Tagen machen müssen.
Jetzt ist es zu spät und der Käufer soll zahlen.
2. Was würde das dem Käufer bringen? Mit dem Widerruf würde der Verkäufer die Rücksendung seiner Ware erwarten. Was der Käufer nicht kann. Ergo muss er sich doch mit dem Verkäufer in Verbindung setzen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Evariste
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von Evariste »

ktown hat geschrieben:
Evariste hat geschrieben:Wenn der Verkäufer gewerblicher Händler ist und der Käufer Verbraucher, kann man das Geschäft m. E. einfach widerrufen - und es ist gut.
1. Der Sachverhalt spielt sich wohl mehr als 30 Tage nach Kauf ab.
Wo kommen die 30 Tage her? Die gesetzliche Widerrufsfrist beträgt 14 Tage (§ 355 Abs. 2 BGB), beginnt aber erst zu laufen, nachdem der Verbraucher die Ware erhalten hat (§ 356 Abs. 2 Nr. 1 a) BGB). Also kann der Käufer auch jetzt noch widerrufen.
ktown hat geschrieben: 2. Was würde das dem Käufer bringen? Mit dem Widerruf würde der Verkäufer die Rücksendung seiner Ware erwarten. Was der Käufer nicht kann.
Der Käufer muss die empfangenen Leistungen zurückgewähren, § 357 Abs. 1 BGB. Wenn der Käufer nichts erhalten hat, muss er auch nichts zurücksenden.
ktown hat geschrieben: Ergo muss er sich doch mit dem Verkäufer in Verbindung setzen
Naja, dass muss er sowieso, um den Widerruf zu erklären. Das geht aber auch per E-Mail.

Das hier habe ich noch gefunden, da steht eigentlich alles, was man wissen muss:
Allerdings ist der tatsächliche Beginn des Widerrufsrechts nicht davon abhängig, ob die Sendung angekommen ist. Das bedeutet mit andern Worten: Immer, wenn bestellte Ware beim Paketdienst festhängt, an den falschen Empfänger ausgeliefert wurde oder sonstige Streitpunkte entstehen, kann man als Kunde das gesetzliche Widerrufsrecht als Joker ziehen. Für den Widerruf bedarf es noch nicht mal einer Begründung, er muss nur eindeutig erklärt werden. Das geht in jedem Fall auch per E-Mail.
(https://www.arag.de/auf-ins-leben/udo-v ... ngekommen/)

Zafilutsche
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von Zafilutsche »

cobalt hat geschrieben:Theoretischer Fall: Bestellte Ware kam nicht beim Besteller an.
Heute werden Online Sendungen regelmäßig mit einer Sendungsverfolgungsnummer versendet.
Ist die Ware demzufolge "erfolgreich" Zugestellt worden?

winterspaziergang
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von winterspaziergang »

Zafilutsche hat geschrieben:
cobalt hat geschrieben:Theoretischer Fall: Bestellte Ware kam nicht beim Besteller an.
Heute werden Online Sendungen regelmäßig mit einer Sendungsverfolgungsnummer versendet.
Ist die Ware demzufolge "erfolgreich" Zugestellt worden?
diesbezüglich schweigt sich der TE hartnäckig aus
die Antwort hierauf
Zitat:
hat der Verkäufer die Zustellung angekündigt?
scheint nicht möglich...

cobalt
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von cobalt »

Der Verkäufer hat angekündigt, dass dieWare in ca. 5 Wochen ankommt.
Die Ware hat einen Wert von ca 2 € und wurde als einfacher Brief versendet.

lottchen
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von lottchen »

Und kommt aus China? Wie der Händler auch?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

Zafilutsche
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von Zafilutsche »

Wie lange ist der Kauf den her? Sind die 5 Wochen um? China ist von Deutschland aus weit weg!

SusanneBerlin
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von SusanneBerlin »

Also auf Rechnung gekauft, Rechnung lag beim Artikel im Brief, also hat man weder Artikel noch Rechnung erhalten und jetzt ist ein (deutsches?) Inkassounternehmen eingebunden, treibt Rechnung und Gebühren ein?

Tja manchmal ist "auf Rechnung" kaufen eben nicht die günstigste Variante.
Hätte man ein SEPA-Mandat erteilt und der Händler hätte 5 € abgebucht ohne dass Ware ankommt, könnte man das ohne weitere Umstände zu haben, verschmerzen und als Lehrgeld verbuchen.

So zahlt nan jetzt entweder einiges mehr (ohne die Ware zu erhalten) oder man hat wesentlich mehr Ärger und Umstände.
cobalt hat geschrieben:Die Ware hat einen Wert von ca 2 € und wurde als einfacher Brief versendet.
Und wieviel Porto war an den Verkäufer zu zahlen?

Sind die 2€ der Kaufpreis oder ist das die Meinung des Käufers, wieviel der Artikel wert ist?
Grüße, Susanne

Evariste
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von Evariste »

SusanneBerlin hat geschrieben:Also auf Rechnung gekauft, Rechnung lag beim Artikel im Brief, also hat man weder Artikel noch Rechnung erhalten und jetzt ist ein (deutsches?) Inkassounternehmen eingebunden, treibt Rechnung und Gebühren ein?
Ich habe mir den Sachverhalt noch einmal durchgelesen, und es ist nicht wirklich eindeutig. "Käufer soll zahlen" kann - umgangssprachlich - auch heißen: der Käufer hat den Kaufpreis bereits überwiesen und bekommt jetzt nichts zurück.

SusanneBerlin
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Re: Geschäftsbedingungen Onlinekauf

Beitrag von SusanneBerlin »

Stimmt, und von Inkassobüro schrieb der TE in diesem thread auch nichts. Das hab ich irgendwas verwechselt.
Grüße, Susanne

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