Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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Zafilutsche
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Zafilutsche » 09.10.18, 14:41

Naja. Die Pommesbude, der Betreiber und der Hersteller sind alles Unternehmen. Im welchen vertraglichen Beziehungen die untereinander stehen (Ob Pächter, Mieter, Käufer, Leasingnehmer, Lizenzrechte-Inhaber) sei mal dahingestellt und ist letztlich auch egal. :kopfstreichel:

ktown
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von ktown » 09.10.18, 14:42

Zafilutsche hat geschrieben:Naja. Die Pommesbude, der Betreiber und der Hersteller sind alles Unternehmen. Im welchen vertraglichen Beziehungen die untereinander stehen (Ob Pächter, Mieter, Käufer, Leasingnehmer, Lizenzrechte-Inhaber) sei mal dahingestellt und ist letztlich auch egal. :kopfstreichel:
jo :wink:
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winterspaziergang
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von winterspaziergang » 09.10.18, 16:09

ktown hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Naja 10 Cent auf den einzelnen Spieler hört sich wenig an. Rechnet man das aber mal hoch auf jedes Spiel bzw.jeden Spieler, dann kommt sicherlich schon eine Stange Geld dabei rum. :wink:
richtig. Man beachte aber auch den Rest des Einwands:
wie hoch ist denn die Trefferquote?
die "Stange Geld" erhält der Betreiber doch schon für das Glücksspiel, ob davon 10 cent als Gebühr betitelt werden oder nicht, ist im Ergebnis (Gewinn für ihn, Verlust für den Spieler) einerlei.
Naja die wenigsten Automaten gehören den Betreibern der Lokale selbst. Die Mehrzahl (ich würde sogar behaupten weit mehr als 90%) werden von den Herstellern nur zur Verfügung gestellt und dafür sacken die Hersteller fast alles vom Erlös ein. Da ist sicherlich ein Zubrot von 10cent pro Spiel sicherlich von Vorteil. :wink:
aber für den Kunden ist es doch egal, wenn er sowieso das meiste Geld verliert bzw. der etwaige Gewinn in keinem Verhältnis zum Einsatz steht

ktown
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von ktown » 09.10.18, 16:46

Ist es dir egal, wenn plötzlich von deinem Einsatz 10% weg sind, ohne dass du dafür eine Gewinnchance hast?
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von winterspaziergang » 09.10.18, 18:41

ktown hat geschrieben:Ist es dir egal, wenn plötzlich von deinem Einsatz 10% weg sind, ohne dass du dafür eine Gewinnchance hast?
Ansichtssache: Wenn die Gewinnchance ohnehin gering ist und ein Einsatz von z.B. 10x1 Euro bei Gewinn z.B. nur 1-2 Euro bringt, kommt man an der falschen Stelle ins Nachdenken. Oder als Antwort auf die Frage: In dem Fall, ja.

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von ktown » 09.10.18, 18:45

Naja über die Sinnhaftigkeit solchen Automaten Geld in den Schlund zu werfen, brauchen wir wohl nicht reden (wobei, so glaube ich, die Gewinnchancen hier wohl höher sind als beim Lotto). Aber rein aus dem Verbraucherrecht betrachtet, müsste der Grund für den Abzug der 10cent schon dem Verbraucher angezeigt werden.
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Zafilutsche » 10.10.18, 10:20

Im Vordergrund ist ja der Unterhaltungswert der mit dem Spieleinsatz (und einem theoretischen Geldgewinn) befruchtet wird.
Der Spass/die Unterhaltung könnte selbstverständlich auch ohne einen möglichen Geldgewinn offeriert werden. A hat sich durch die endlosen Textwände gewälzt. Die entscheidende Passage wäre:

Code: Alles auswählen

 ...der Geldeinsatz beträgt in x Sekunden maximal 20 Cent und der Gewinn höchstens X Euro (§13 Abs. 1 Nr. 1 SpielV) ...
Anmerkung: Der Spieler kann vor dem betätigen des Start Buttons den Spieleinsatz wählen ob dieser 10 oder 20 Cent riskieren möchte.
Aber wie schon beschrieben hatte A keine zweite Beobachtung machen können, dass mit dem Geldeinwurf automatisch ein Betrag abgebucht wurde. Vielleicht doch nur ein Programmfehler der korrigiert wurde?
Zuletzt geändert von Zafilutsche am 10.10.18, 11:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Sharkeys » 10.10.18, 11:30

Es gibt keine Benutzungsgebühren an Geldspielgeräten.

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Zafilutsche » 28.11.18, 13:26

So- mal ein Schritt weiter!
Die Preisangabe am Automat wäre gemacht:
z.B. Der Geldeinsatz beträgt in X Sekunden maximal Y Cent.
Schwieriger wird es mit den Begriffsdefinitionen.
Das Rollen der Walzen wird zumindest von einem Aufsteller als "Unterhaltung" definiert. Es wäre nicht das Spiel.
Stattdessen wäre das Spiel "der Geldeinwurf".
Insofern hätte ich heute 0,10 Euro ausgegeben ohne dafür eine "Unterhaltung" zu bekommen :cry:

Auf neuerliche Frage, warum das mal so und mal so ist, kam wieder reflexartig
von der Imbissbesitzerin der Kommentar: "Neues Gesetz" und faselt was vom Finanzamt :oops:
Der Bundesrat hat versucht die Automatik-Taste zu verbieten
Ergebnis: Aus Automatik-Taste ist die "Super-Start" Taste bei gleicher Funktion dieser Taste geworden. Die Walzen drehen so schnell hintereinander, dass das dem Spieler beinahe schwindelig werden muß :mrgreen:
Ein wahrer Gewinn :ironie: , gäbe es da nicht Zeitgleich diesen Werbespot von der Automatenwirtschaft. :devil:

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Pommesbuddenspiel » 30.11.18, 08:29

Also ich habe das ganze Thema anders verstanden. Der Automat bucht die 10Cent in ein Zwischenspeicher, wo keiner mehr dran kommt. Der nächste Benutzer kann dann Glück haben und hat auf einmal 1,10€ statt der eingeworfenen 1€. Passiert regelmäßig, dass man die 10Cent dann von anderen direkt gewinnt. Hat was damit zutun, dass er das Geld nicht mehr vernünftig buchen soll.

Früher hat er gewinne gerade, also in vollen Euros gebucht. Jetzt bucht er wie er lustig ist und immer paar Cent am Ende. So, dass man nur schwer eine gerade Summe bekommt.

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Zafilutsche » 30.11.18, 12:53

Das mit dem umbuchen war in meinem Beispiel nicht gemeint auch wenn man das kann. (Ist etwas so finde ich kompliziert, weil zumindest beim hiesigen Beispielautomat mehrere Schritte in einer bestimmten Abfolge dafür notwendig ist.)
Hier im Beispiel ist mit dem Einwurf einer Münze sofort 0,10 Cent weniger angezeigt worden (ohne eine Taste drücken zu müssen)
Scheinbar passiert dieser Abzug aber nicht regelmäßig. Auf die Frage ob das gewollt ist oder nur ein mögliches Software Problem eines einzelnen Geldspielautomaten bekommt man von der Betreiberin leider keine Antwort. Immer nur der Hinweis "Neues Gesetz".
Ich glaube ich rufe mal direkt beim Aufsteller an, was Sache ist und vorallem wie der ein "Spiel" definiert und was die Unterhaltung ist :devil:

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Zafilutsche » 28.03.19, 13:27

Heute hatte ich Gelegenheit gehabt den zuständigen Techniker zu sprechen. Es ist tatsächlich so, das dass sporadische Einkassieren der 0,10 Euro unmittelbar mit dem Geldeinwurf gewollt ist (also kein technischer Fehler). Angeblich soll das auch umgekehrt möglich sein (+0,10 Euro). Eben ein "Glücksspiel"!

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Tastenspitz » 29.03.19, 07:43

Zafilutsche hat geschrieben:Heute hatte ich Gelegenheit gehabt den zuständigen Techniker zu sprechen. Es ist tatsächlich so, das dass sporadische Einkassieren der 0,10 Euro unmittelbar mit dem Geldeinwurf gewollt ist (also kein technischer Fehler). Angeblich soll das auch umgekehrt möglich sein (+0,10 Euro). Eben ein "Glücksspiel"!
Nett. Muss ich direkt mal meinen Aufsteller fragen....
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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Celestro » 29.03.19, 09:37

Da eine solche "Praktik" absolut unüblich ist, würde ich davon ausgehen, dass Sie es eines expliziten Hinweises auf dem Gerät bedarf. Ganz abgesehen davon, dass ich das rechtlich für sehr bedenklich halte.

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Re: Benutzungsgebühr am Geldspielautomat?

Beitrag von Tastenspitz » 29.03.19, 09:49

Mich interessiert eig. mehr, wo ich diese Beträge, wenn es denn so ist, auf meiner Abrechnung finde.
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