Ablehnung Zahlart und eingeschränkte Nutzung eines e-Shops

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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Sascha_1975
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Ablehnung Zahlart und eingeschränkte Nutzung eines e-Shops

Beitrag von Sascha_1975 » 19.05.19, 05:51

Guten Tag zusammen.
Gehen wir davon aus, dass eine Person bei einem großen Online-Versandhandel eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließt die primär Kundenvorteile, beinhaltet.

Der Kund bestellt nun bei diesem Giganten innerhalb kurzer Zeit Artikel.

Der erste Artikel soll nach Hause geliefert werden mit dem so genannten Kundevorteil XY. Der Artikel wird an dem Tag nicht zugestellt, so dass die Bestellung storniert wird und der gleiche Artikel mit der selben Lieferart bis 20:00 Uhr an die Adresse des Arbeitgebers geliefert werden soll. Die Auslieferung bis 20:00 findet nicht statt, der Käufer fährt um 20:00 Uhr heim. Später (21:Uhr) erhält er die nachricht, dass in den Briefkasten zugestellt wurde. Das Firmengelände besitzt aber keinen Briefkasten (Postfachadresse für Briefsendungen), Pakete wurden durch Angestellten von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr angenommen.

Der Käufer beschwert sich bei (Wortsperre: Firmename), da der Artikel nicht auffindbar ist (Speicherriegel 200,- EUR) und erhält eine Rückerstattung.

3 Tage später bestellt die Person erneut etwas an die private Adresse (NVME Speicher 300 EUR). Die Zustellung soll Samstags bis 20 Uhr erfolgen. Der Käufer geht mit seiner Familie gegen 15:00 Uhr einkaufen und erhält den Sendungsstatus, dass das Paket an einen Hausbewohner übergeben wurde (Ist eine Doppelhaushälfte in der niemand anderes wohnt und zu dem Zeitpunkt zugegen war). Der Käufer ruft beim Online-Versandhandel an und erfragt, was sich hinter dem Status verbirgt, weil niemand zu Hause sei. Antwort "Das können auch Nachbarn sein". Zu Hause angekommen geht der Käufer in der unmittelbaren Nachbarschaft herum und erkundigt sich nach der Annahme des Paketes. Einen Hinweis auf die Zustellung beim Nachbarn gibt es nicht. Letztendlich findet sich das Paket an dem Nachmittag nicht, ein Anruf ergibt, dass der Verbleib geklärt wird.

Eine Woche später erhält man auf Nachfrage die Info, dass es sich um einen Fehler des hauseigenen Lieferservice handeln soll und der Verbleib des Paketes nicht geklärt werden kann und erhält ebenfalls eine Gutschrift.

Der Käufer möchte nun eine Kleinigkeit für sein Kind kaufen und bekommt eine Info, dass die Zahlart "Lastschrift" nicht mehr möglich sei, man alternativ eine Kreditkartennummer angeben solle.
Eine KK hat der Käufer nicht, bekommt er auch aus privaten Gründen vorerst nicht (maximal Prepaid-KK) und will er letztendlich auch gar nicht.

Wie verhält es sich nun mit dieser kostenpflichtigen Jahres Mitgliedschaft, da über die seit Jahren verwendete und übliche Zahlart "Bankeinzug" nicht mehr genutzt werden und damit keine Bestellung mehr ausgelöst werden kann?
Der Kundendienst kann keine Aussagen zu dem Status der Zahlarten geben und verweist auf Automatismen des Systems.


Was macht man mit einer Mitgliedschaft, die Seitens des "Vereins" nicht gekündigt wird, aber eben eine wichtige Komponente nicht nutzbar ist. Wie gesagt scheidet die Kreditkarte aus. Darf ein 'Verein' so vorgehen?
Zuletzt geändert von ktown am 19.05.19, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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SusanneBerlin
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Re: Ablehnung Zahlart und eingeschränkte Nutzung eines e-Shops

Beitrag von SusanneBerlin » 19.05.19, 07:09

Hallo,

zusammengefasst also: der Kunde kann derzeit nichts bestellen, da ihm Bezahlung per Lastschrift plötzlich (unangekündigt) nicht mehr angeboten wird, wie lange dieser Zustand dauern wird wird auf Nachfrage nicht beantwortet (das entscheide das "System"), er hat aber einen Jahresbeitrag (jährliche/monatliche Zahlweise?) als "Premium-Kunde" bezahlt. So richtig?

Ist es bei diesem "Onlineshop-Giganten" nicht so, dass man Artikel teils direkt beim Giganten kauft, ein anderer Teil der Artikel wird von eigenständigen Händlern angeboten aber der Gigant macht die Zahlungs- und Lieferungsabwicklung. Möglicherweise kann so ein eigenständiger Händler die Zahlungsart selber festlegen und der Kunde hat erstmalig einen Händler erwischt der nur Zahlung mit Kreditkarte zulässt?
Grüße, Susanne

webelch
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Re: Ablehnung Zahlart und eingeschränkte Nutzung eines e-Shops

Beitrag von webelch » 19.05.19, 10:33

Diese völlig unmotivierte Ablehnung der Zahlung per Lastschrift gibt es bei diesem Anbieter öfter. Eine rechtliche Handhabe sehe ich nicht. Meist ist auch kurze Zeit später die Bestellung per Lastschrift wieder möglich.

ktown
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Re: Ablehnung Zahlart und eingeschränkte Nutzung eines e-Shops

Beitrag von ktown » 19.05.19, 14:25

Könnte die Sperrung auch mit den Gründen zusammenhängen, wieso man eine KK nicht bekommt?
Sascha_1975 hat geschrieben:
19.05.19, 05:51
Eine KK hat der Käufer nicht, bekommt er auch aus privaten Gründen vorerst nicht
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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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