wohnmobilkauf - falsch geliefert

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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fliesi
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wohnmobilkauf - falsch geliefert

Beitrag von fliesi » 03.06.19, 20:42

hallo,

es wurde ein wohnmobil gekauft ohne hubbett, geliefert wurde eines mit hubbett.
der händler verspricht dem käufer eines ohne hubbett, was er auf dem hof stehen hat.
das war vor 3 wochen, der neue ausliefertermin ist in 3 tagen.
jedoch seid dem letzten kontakt keine reaktion, weder auf anrufe noch wird der erbetene rückruf getätigt.
nun müßte ja der brief zum anmelden kommen.

was kann ich machen, sollte sich da nichts tun, weder der brief noch sonst irgendwie was.
wie sieht denn da meine handhabung aus.

danke und gruß
fliesi

ktown
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Re: wohnmobilkauf - falsch geliefert

Beitrag von ktown » 03.06.19, 20:50

Liebes FDR-Mitglied,

wie Sie sicher in unserer Juriquette (=Forenregeln) gelesen haben, darf hier keine individuelle Rechtsberatung in einem konkreten Fall erfolgen. Sie helfen dem Forum und erleichtern dem Moderatoren-Team die Arbeit, wenn Sie eine Fragestellung zur allgemeinen Rechtslage herausarbeiten, die für Sie von Relevanz ist.

Weitere Konkretisierungen zur unseren Forenregeln finden sich neben der Juriquette in der Moderationsleitline oder in dem Beitrag "Was ist erlaubt"?

Fragen dazu können Sie jederzeit im Forum für Mitgliederinformation u. Support stellen.

Wenn sie eine individuelle Beratung wünschen, dann hilft ihnen diese Seite.

FM
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Re: wohnmobilkauf - falsch geliefert

Beitrag von FM » 03.06.19, 20:55

Was ist denn ein "hubbett"? Klingt englisch, aber auf deutsch?

ktown
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Re: wohnmobilkauf - falsch geliefert

Beitrag von ktown » 03.06.19, 21:00

Schau mal hier bei 1:59. Da sehen sie ein Hubbett.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

SusanneBerlin
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Re: wohnmobilkauf - falsch geliefert

Beitrag von SusanneBerlin » 03.06.19, 21:18

Der Kunde hat jetzt gar kein Wohnmobil? Hat der Händler ihn das Wohnmobil mit Hubbett nicht mitnehmen lassen oder hat der Händler gesagt, das ist jetzt mit Hubbett und kostet Aufpreis, worauf der Kunde auf ein Wohnmobil ohne Hubbett estanden hat weil er nicht mehr zahlen wollte.

Ich hätte einfach das WB mit HB genommen und den Preis bezahlt für ohne Hubbett.
Grüße, Susanne

Gaia
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Re: wohnmobilkauf - falsch geliefert

Beitrag von Gaia » 06.06.19, 23:42

fliesi hat geschrieben:
03.06.19, 20:42
der händler verspricht dem käufer eines ohne hubbett, was er auf dem hof stehen hat.
das war vor 3 wochen, der neue ausliefertermin ist in 3 tagen.
jedoch seid dem letzten kontakt keine reaktion, weder auf anrufe noch wird der erbetene rückruf getätigt.
nun müßte ja der brief zum anmelden kommen.

was kann ich machen, sollte sich da nichts tun, weder der brief noch sonst irgendwie was.
wie sieht denn da meine handhabung aus.
So ganz kann ich nicht nachvollziehen, warum ein Händler drei Wochen benötigt, um ein bei ihm bereits rumstehendes Wohnmobil auszuliefern. Andererseits hat diese Branche hart daran gearbeitet, sich den Ruf 'Pferdehändler der Neuzeit' zu erarbeiten, insofern wundert mich die Geschichte nicht so richtig.

Wurde das WoMo schon bezahlt? Der Händler wird sicherlich keinen Brief schicken, ohne daß der Kaufpreis gezahlt wurde. Wenn der Käufer bereits bezahlt hat, sollte er einfach im Laufe des vereinbarten Tages bei dem Händler auftauchen und die Übergabe des im Kaufvertrag beschriebenen Fahrzeuges verlangen (alternativ gegen entsprechende Barzahlung, versteht sich). Da Zulassungsstellen regelmäßig eher nur vormittags für den Publikumsverkehr geöffnet sind, empfiehlt sich ein Besuch kurz nach Beginn der Geschäftszeit. Ansonsten sollte der Händler für die Überführungsfahrt auch ein rotes Kennzeichen anbieten können.

Ist das Fahrzeug zum vereinbarten Termin nicht übergabefähig (was mich persönlich nicht wirklich wundern würde), liegt es am Käufer, wie er sich verhält. Wenn der Händler das Fahrzeug im Laufe des Tages übergabebereit bekommt, sollte er den Käufer ausreichend mit Kaffee o.ä. versorgen und ihm ggf. ein Werkstattersatzfahrzeug zur Verfügung stellen, damit der Käufer sich in der Gegend umschauen und auf Kosten des Verkäufers z.B. ein Restaurant für ein Mittagsmahl besuchen kann.

Hat der Verkäufer den Termin komplett verpennt, sollte der Käufer über einen Preisnachlass bzw. zusätzliche Ausstattungsdetails verhandeln (Stühle, Tisch, Toilettenchemikalien etc. pp.). Je nach Entfernung Wohnort - Verkäufer würde ich auch nach einem Fahrtkostenersatz fragen. Wird das WoMo dringend benötigt (geplanter Urlaub), sollte der Händler ggf., ein Mietfahrzeug zur Verfügung stellen.

ktown: da die Software in den Link "Internetvideoportal [Name geändert]" einsetzt, bringt die Verlinkung nicht wirklich viel.

SusanneBerlin: der Kunde wollte ein WoMo ohne Hubbett und hatte offenbar einen dementsprechenden Kaufvertrag. Das kann verschiedene Gründe haben (das Hubbett nimmt Kopffreiheit, führt u.U. zu zusätzlichen Geräuschen und bringt Gewicht, insbesondere letzteres kann aufgrund der FS-Klassen und der Zuladungsfrage durchaus kaufentscheidend sein). Der Händler wird kein Interesse daran haben, dem Kunden ein Fahrzeug mit Hubbett zu überlassen, wenn dieser nur 'ohne Hubbett' bezahlt und er auch noch ein passendes Fahrzeug auf dem Hof stehen hat.

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