1 Jahr dauernde Autoreparatur

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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RubRecht
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 05.07.19, 09:22

WHKD2000 hat geschrieben:
04.07.19, 20:32
hehehe,ist auch ein Daimler.............den Chef kann ich mir lebhaft vorstellen :lachen:
DAS habe ich jetzt nicht verstanden? :?:

WHKD2000
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von WHKD2000 » 05.07.19, 19:27

RubRecht hat geschrieben:
05.07.19, 09:22
WHKD2000 hat geschrieben:
04.07.19, 20:32
hehehe,ist auch ein Daimler.............den Chef kann ich mir lebhaft vorstellen :lachen:
DAS habe ich jetzt nicht verstanden? :?:
:shock:
ist ganz einfach.
Der Chef kennt verschiedene Daimler-Modelle aus seiner Jugendzeit ( "die gehörten damals zum Stadtbild" ) und meint sich damit auszukennen.
Meint.
:roll: :roll:
Die Realität sehen Sie ja selbst.
Es wird geschraubt und gewerkelt...........verschlimmbessert,aber in guter Absicht.

Für den Chef ist Ihr FZ "Das feuerrote Spielmobil",verstehen Sie jetzt??


Der Wagen steht seit einem Jahr auf seinem Hof,und lockt ihm wahrscheinlich noch Interessenten ins Haus.

RubRecht
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 05.07.19, 20:17

DAS habe ich jetzt verstanden, Danke :!:

RubRecht
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 21.07.19, 13:43

Ihr Lieben!
Die Situation wäre also in meinem fiktiven Fall mittlerweile so kundenunfreundlich verlaufen, dass es eine Schande wäre, wenn die Kundin nur Schaden daraus hätte:
  • Das gepflegte alte Feuerwehrauto wird letzten Sommer wegen Qualmens, Nagelns und Leistungsschwäche unter dick aufgetragenen, verlockenden Versprechungen des Meisters und Chefs zur Reparatur von seiner Fachwerkstatt aufgenommen.
  • Die Reparatur verzögert sich aufgrund angeblichen Personalmangels drastisch.
  • Nach Monaten sind angeblich die Düsen ausgetauscht und das Fahrzeug fertig, doch der Zustand hat sich sich laut Kundin sogar verschlechtert, woraufhin die Nachbesserung mit kostenlosem Leihfahrzeug zugesagt wird.
  • Die Nachbesserung verzögert sich wieder über Monate, ist dann angeblich durchgeführt, doch die Kundin bemängelt denselben Zustand wie zuvor, und es sind auch noch mindestens zwei Teile im Fahrerraum beschädigt worden.
  • Die nächste Nachbesserung verzögert sich wieder über Monate, ist dann angeblich durchgeführt, doch die Kundin bemängelt denselben Zustand wie nach der letzten. Dies wiederholt sich mehrfach. Die Kundin ist sehr geduldig und entgegenkommend.
Die Werkstatt reagiert seltsamerweise auf jede Nachbesserungsforderung ohne Einwand und fordert auch den Leihwagen nicht zurück.
Ich meine, ICH würde doch einwänden, wenn ich das Auto meiner fachmännischen Meinung nach verkehrs- und fahrtüchtig fertiggestellt hätte, das das überhaupt nicht sein kann, meinen Leihwagen zurück-, Beweise fordern usw..
Stattdessen wird aber auch auf Mails und Faxe nie reagiert, und bei persönlichem Treffen werden nur weitere Versprechungen und Zusagen gemacht.
Im Nachhinein kann man das alles als vorsätzliche Lügen und Hochstaplerei bezeichnen, wodurch der Oldtimer vorsätzlich auf dem Hof allen vier Jahreszeitenwetter ungeschützt ausgesetzt wurde bzw.wird, während die Kundin bewusst nie auf dem Laufenden gehalten worden ist.
Mittlerweile wäre also in diesem Fall fast ein Jahr herum und HU/AU stehen an, woraufhin die Kundin per Fax vorschlägt diese in besagtem Betrieb als Auftrag machen zu lassen, da mind.die AU für Klarheit beider Seiten bei der Schadenbeseitigung im Bezug auf das Qualmen usw.sorgt.
Wieder wird nicht reagiert, und auf die übernächste schriftliche Anfrage heißt es nur lapidar, man wolle sein Leihfahrzeug schnellstens zurück, und an dem zu reparierenden Auto könne und wolle man überhaupt nichts machen. HU/AU müsse bzw.könne die Kundin irgendwo machen lassen.
(Versprechen und Zusagen sind immer im Beisein des Ehepartners der Kundin gemacht und schriftlich von der Kundin festgehalten worden. Schriftverkehr hat nur über Email mit Empfangsbestätigung oder Telefax stattgefunden.)

Würde diese Kundin jetzt Eurer Meinung nach gar keine Vorteilsrechte haben und ginge somit nur als Geschädigte aus dieser Angelegenheit heraus :?:

SusanneBerlin
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von SusanneBerlin » 21.07.19, 14:07

Ihre Sachverhaltsbeschreibung ist einer rechtlichen Bewertung schwer zugänglich, da Sie immer nur von "Versprechungen" schreiben und die Auftragvergabe anscheinend weitgehend mündlich ablief.

Mit was wurde die Werkstatt beauftragt?
Welche Zusagen hat die Werkstatt gemacht? (Nicht nur in Bezug auf Fertigstellungstermin, sondern welche Arbeiten sollten gemacht werden?)

"Vorteilsrecht" Synonym = Option. Welche Option möchte die Kundin wahrnehmen?

Welche konkreten Schäden hat das Fahrzeug, die vor der Verbringung in die Werkstatt nicht existierten, und welche Beweise hat die Kundin dafür?


Ansonsten könnte man nur genauso schwammig antworten wie der Sachverhalt beschrieben ist z.B. "Das ist nicht in Ordnung, das sollte man sich als Kunde nicht gefallen lassen!". <-- Bringt Sie diese Antwort jetzt weiter?
Grüße, Susanne

RubRecht
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 21.07.19, 14:26

Danke SusanneBerlin!
Mit was wurde die Werkstatt beauftragt?
Beseitigung des Schadens: Qualmen, Stottern, Nageln, Leistungsschwäche des Motors.
Welche Zusagen hat die Werkstatt gemacht? (Nicht nur in Bezug auf Fertigstellungstermin, sondern welche Arbeiten sollten gemacht werden?)
Fertigstellungstermine wurden, wie gesagt, einige zugesagt.
Zu Arbeiten hieß es nur immer wieder, die Kundin solle sich keine Sorgen um das Auto machen, die Sache sei nichts größeres, er (der Chef und Meister) habe die volle Fachkenntnis, und er verspreche ihr, worauf sie sich 100%ig verlassen könne (mit Handschlag), dass er das auf jeden Fall reparieren und repariert bekommen würde. Genaue technische Fachdetails wurden dazu nicht erwähnt, außer dass angeblich Düsen ausgetauscht worden wären.
(Der (Wortsperre: Name) sagt dazu, dass auch eine neue Düse defekt sein kann...)
"Vorteilsrecht" Synonym = Option. Welche Option möchte die Kundin wahrnehmen?
"Vorteilsrecht" soll kein juristischer Fachausdruck von mir sein, sondern nur das Recht auf einen sich aus der Angelegenheit ergebenden Vorteil, der sich rechtlich für die Kundin ergeben könnte.

Besten Gruß zurück
Suzi

SusanneBerlin
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von SusanneBerlin » 21.07.19, 14:37

Also gibt es keine beweisbaren Schäden, die die Werkstatt dem Fahrzeug zugefügt hat.

Für den Kunden ergeben sich keine rechtlichen Vorteile daraus, dass er sein Kfz ein Jahr lang in der Werkstatt beließ und x Reparatur- und Nachbesserungsversuche duldete.
Grüße, Susanne

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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 21.07.19, 15:38

Herzlichen Dank für die Beurteilung des Themas, SusanneBerlin!

RubRecht
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 21.07.19, 15:49

Sind mündliche Absprachen, Zusagen, Versprechungen, Beschädigungen, die zwar ohne Bestätigung der Werkstatt, aber auch ohne Widerspruch schriftlich vom Kunden festgehalten sowie von dessen Partner bestätigt worden sind und werden, tatsächlich absolut ungültig und unverbindlich :?:
Zuletzt geändert von RubRecht am 21.07.19, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.

SusanneBerlin
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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von SusanneBerlin » 21.07.19, 16:00

Der Partner der Kundin ist ein Zeuge und damit Beweismittel, wenn er bestätigen kann dass das Fahrzeug in der Werkstatt beschädigt wurde. Insofern kann Schadensersatz gefordert werden.

Die Versprechungen, dass die Fehler behoben werden und das Fahrzeug wieder fehlerlos funktionieren wird, sind nicht einklagbar.
Grüße, Susanne

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Re: 1 Jahr dauernde Autoreparatur

Beitrag von RubRecht » 21.07.19, 16:13

SusanneBerlin hat geschrieben:
21.07.19, 16:00
..., wenn er bestätigen kann dass das Fahrzeug in der Werkstatt beschädigt wurde.
Er würde bestätigen können, dass die Schäden vor dem Werkstattbesuch entweder geringer (Symptome des Motors) oder gar nicht vorhanden waren (Defekte im Führerhaus).

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