Wiederaufnahme eines Vertrages

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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taratta
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Re: Wiederaufnahme eines Vertrages

Beitrag von taratta »

SusanneBerlin hat geschrieben:
26.06.19, 08:55


Wenn der Unternehmer nach § 648 Satz 1 BGB vorgehen will und behauptet, er hätte mehr als 5% Überschuss (Gewinn) mit diesem Auftrag erwirtschaftet, muss er die Berechnung und Nachweise vorlegen.
SusanneBerlin hat geschrieben:
26.06.19, 10:59
BGB hat geschrieben:Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt
Meinst Du mit diesen zwei Absätzen dasselbe? Also würde bei beiden der selbe Betrag herauskommen?

SusanneBerlin
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Re: Wiederaufnahme eines Vertrages

Beitrag von SusanneBerlin »

taratta hat geschrieben:
08.07.19, 15:18
SusanneBerlin hat geschrieben:
26.06.19, 08:55
webmaster76 hat geschrieben:
26.06.19, 08:41

Sind das nicht nur 5%?



Sprich: der Unternehmer (Auftragnehmer) hätte noch kein Material gekauft und sonst nichts gemacht, der Kunde kündigt den Werkvertrag. Dann könnte der Unternehmer 5 von hundert = 5% verlangen.
Ja, richtig, der Unternehmer kann pauschal 5% des Werklohns verlangen, so steht es in BGB § 648 letzter Satz, den Sie zitieren.

Wenn der Unternehmer nach § 648 Satz 1 BGB vorgehen will und behauptet, er hätte mehr als 5% Überschuss (Gewinn) mit diesem Auftrag erwirtschaftet, muss er die Berechnung und Nachweise vorlegen.
SusanneBerlin hat geschrieben:
26.06.19, 10:59
Das mit den 95% war falsch von mir, da habe ich § 648 falsch interpretiert. Der Unternehmer kann entweder 5% pauschal verlangen oder
BGB hat geschrieben:Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt.
Außerdem wären die AGB zu beachten bzw. zu prüfen, ob anhand der Zusicherungen auf der Website des Unternehmers als zu berücksichtigender Werklohn nur der jeweils nächste Meilenstein als Berechnungsgrundlage anzusehen ist.
Ich komme noch nicht klar mit so manchen Begriffen bzw. dem was es für das Verbraucherrecht bedeutet. Du hattest einmal Gewinn (= Werklohn = Vergütung?) und einmal Überschüsse (= Gewinn) geschrieben.

Wenn der Anteil der Vergütung also einen Großteil (über 5%), an dem was der Auftraggeber insgesamt für den Auftrag hätte bezahlen müssen, einnimmt, dann müsste der Auftragnehmer auch das an Vergütung abziehen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Arbeitszeit oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erspart hat?
Die Materialkosten dürften sich in Grenzen halten.
Vergütung = Werklohn = vereinbarter Preis, den der Auftraggeber zahlen soll.

Gewinn = Überschüsse = Einnahmen minus Ausgaben
Grüße, Susanne

SusanneBerlin
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Re: Wiederaufnahme eines Vertrages

Beitrag von SusanneBerlin »

taratta hat geschrieben:
08.07.19, 18:46
SusanneBerlin hat geschrieben:
26.06.19, 08:55


Wenn der Unternehmer nach § 648 Satz 1 BGB vorgehen will und behauptet, er hätte mehr als 5% Überschuss (Gewinn) mit diesem Auftrag erwirtschaftet, muss er die Berechnung und Nachweise vorlegen.
SusanneBerlin hat geschrieben:
26.06.19, 10:59
BGB hat geschrieben:Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt
Meinst Du mit diesen zwei Absätzen dasselbe? Also würde bei beiden der selbe Betrag herauskommen?
Nein.
Grüße, Susanne

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