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mündliche Vereinbarung, Zahlen unter Vorbehalt

Verfasst: 17.08.19, 13:28
von mugga
Jemand beauftragt einen Gärtner mit diversen Arbeiten zu einem pauschalen Betrag. Die Arbeiten werden auch - bis auf eine - erbracht. Der Gärtner schickt eine Rechnung über den vereinbarten Betrag, auf der Rechnung listet er die erbrachten Leistungen auf, aber nicht die fehlende Leistung.
Die Rechnung wird bezahlt mit dem Zusatz "vorbehaltlich der Erbringung der Leistung xyz". Darauf reagiert der Gärtner überhaupt nicht, er erbringt also nicht die fehlende Leistung. Er leugnet also auch nicht, dass er sie hätte erbringen müssen.
Hat der Kunde nun das Recht darauf, dass die fehlende Arbeit noch erledigt wird? Der Gärtner hat ja auch nicht geleugnet, dass sie noch aussteht. Wie ist die Rechtslage?

Re: mündliche Vereinbarung, Zahlen unter Vorbehalt

Verfasst: 17.08.19, 13:32
von SusanneBerlin
Hat der Kunde nun das Recht darauf, dass die fehlende Arbeit noch erledigt wird?
Ja, hat er.

Er hat aber auch ein Problem: mündliche Vereinbarungen sind schwer zu beweisen. Oder war ein Zeuge bei der Absprache dabei?

Re: mündliche Vereinbarung, Zahlen unter Vorbehalt

Verfasst: 17.08.19, 13:44
von ktown
mugga hat geschrieben:
17.08.19, 13:28
Darauf reagiert der Gärtner überhaupt nicht, er erbringt also nicht die fehlende Leistung.
Das wissen sie woher?
Keine Reaktion kann zwar ein Indiz sein, ist aber kein Beweis.
Leider ist es, gerade in den heutigen Zeiten, eine Unsitte auf manche Dinge so absolut überhaupt nicht zu reagieren bis es einem in der Planung genehm ist. Liegt daran, dass die Auftragsbücher zu 120% gefüllt sind und die Arbeit nach dem Level der Beschwerden abgearbeitet wird.

Re: mündliche Vereinbarung, Zahlen unter Vorbehalt

Verfasst: 17.08.19, 22:41
von WHKD2000
mugga hat geschrieben:
17.08.19, 13:28
Die Rechnung wird bezahlt mit dem Zusatz "vorbehaltlich der Erbringung der Leistung xyz". Darauf reagiert der Gärtner überhaupt nicht, er erbringt also nicht die fehlende Leistung. Er leugnet also auch nicht, dass er sie hätte erbringen müssen.
Hat der Kunde nun das Recht darauf, dass die fehlende Arbeit noch erledigt wird? Der Gärtner hat ja auch nicht geleugnet, dass sie noch aussteht. Wie ist die Rechtslage?

der Kunde könnte ja noch beliebig mehrere "nicht erbrachte" Leistungen aufführen.

Letzlich will er diese Leistungen erbracht sehen und ist in der Beweisnot,diese zu der Pauschale beauftragt zu haben.
:engel: