Schadensersatz bei unvollständiger Ware

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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revoman2006
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Schadensersatz bei unvollständiger Ware

Beitrag von revoman2006 »

Hallo,

ich hatte gerade eine interessante Diskussion, vielleicht kann mir einer weiterhelfen :-) (hoffe es ist auch das richtige Unterforum)

Käufer K bestellt eine Ware (Bett) im Internet, der Verkäufer V liefert die Ware unvollständig (ohne Schrauben). Der K fordert den V mehrfach auf eine Nachbesserung (Nachlieferung) durchzuführen. V kommt der Aufforderung nicht nach, der K fordert den Kaufpreis komplett zurück. V zahlt der kompletten Betrag an K zurück und überlässt die Ware (unvollständiges Bett) "zur eigenen Verwendung" dem K.

1.) Ist damit eine Haftung ausgeschlossen durch V?
2.) Was wäre zB wenn K die unvollständige Ware vollständig (Schrauben) macht und danach die Ware (Bett) zusammenbricht?
und noch komplizierter ^^
3.) Ein Handwerker bestellt die Schrauben (beim Hersteller), baut die Ware (Bett) zusammen und das Bett bricht zusammen.<-- Wer haftet? Oder ist es entscheidend, "welches Teil" kaputt ging?

Gruß
revoman2006

Celestro
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Re: Schadensersatz bei unvollständiger Ware

Beitrag von Celestro »

Wenn K die Teile unter Verwendung nicht originaler Schrauben zusammenbastelt, woher soll dann eine Haftung von V kommen?

winterspaziergang
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Re: Schadensersatz bei unvollständiger Ware

Beitrag von winterspaziergang »

revoman2006 hat geschrieben:
08.01.20, 23:39

Käufer K bestellt eine Ware (Bett) im Internet, der Verkäufer V liefert die Ware unvollständig (ohne Schrauben). Der K fordert den V mehrfach auf eine Nachbesserung (Nachlieferung) durchzuführen. V kommt der Aufforderung nicht nach, der K fordert den Kaufpreis komplett zurück. V zahlt der kompletten Betrag an K zurück und überlässt die Ware (unvollständiges Bett) "zur eigenen Verwendung" dem K.
damit ergibt sich zunächst mal keinerlei Grundlage für einen "Schadensersatz". Allenfalls vielleicht für die Entsorgung des Bettes, das der VK nicht abholt. Wobei man das ja a) verkaufen oder b) zum Sperrmüll geben kann
1.) Ist damit eine Haftung ausgeschlossen durch V?
für was soll der V haften?
2.) Was wäre zB wenn K die unvollständige Ware vollständig (Schrauben) macht und danach die Ware (Bett) zusammenbricht?
weshalb soll der V haften, wenn K trotz Wissen, dass das Bett so nicht genutzt werden kann, zusammenbaut?
und noch komplizierter ^^
3.) Ein Handwerker bestellt die Schrauben (beim Hersteller), baut die Ware (Bett) zusammen und das Bett bricht zusammen.<-- Wer haftet? Oder ist es entscheidend, "welches Teil" kaputt ging?
der Handwerker.
Welches Teil kaputt ging, spielt keine Rolle. Das Teil geht in diesem fiktiven Szenario ja nicht einfach so kaputt, sondern weil der H es nicht korrekt zusammenbaut.

ktown
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Re: Schadensersatz bei unvollständiger Ware

Beitrag von ktown »

Also mit der Rückzahlung des Geldes gibt es keinen Vertrag mehr mit V und somit auch keinerlei Rückgriffsmöglichkeit mehr für K wenn er zu Schaden kommt.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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