Fehlerhafte Autoreparatur

Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens, Kaufrecht für Käufer und Verkäufer, Werkvertragsrecht

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gunpowder
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Fehlerhafte Autoreparatur

Beitrag von gunpowder »

Hallo Forum,

ich hätte gerne mal eine Einschätzung der Rechtslage zu folgendem Sachverhalt:

Vor einigen Wochen (Ende November) war ich beruflich außerhalb meines Wohnortes mit meinem eigenen PKW unterwegs, als auf einmal die Motorkontrollleuchte aufleuchtete. Der Pannenhelfer hat mich dann zur nächsten Werkstatt (A) begleitet und es wurde eine Zündspule am PKW gewechselt und er lief wieder.
Ein paar Tage später (ich war immer noch beruflich außerhalb unterwegs) leuchtete die Motorkontrollleuchte wieder, ich habe den Wagen dann eigenständig noch zur Werkstatt (A) gefahren und habe auch noch eine weitere Zündspule wechseln lassen, da sie auch kaputt war. Der Wagen lief anschließend wieder.

Als ich dann wieder ein paar Wochen später zu Hause war (Mitte Dezember), habe ich mich dazu entschieden, vorsorglich die letzten beiden Zündspulen (mein PKW hat insgsamt 4 Zündspulen) auch noch bei einer Werkstatt (B) in meiner Nähe zu wechseln, was ich dann auch tat. Ich hatte schon im Voraus Bedenken, dass hoffentlich die richtigen (alten) Spulen gewechselt werden und habe dem Mitarbeiter der Werkstatt das auch so mündlich mitgeteilt, dass bitte die "richtigen alten" beiden Spulen gewechselt werden sollen, sein Kommentar dazu war "Kein Problem, dass würde man schon alles erkennen was alt und neu ist".

Ende Dezember wollte ich dann mit meinem PKW ein paar Tage in den Urlaub fahren, die Motorkontrollleuchte ging bei der Fahrt wieder an und ich bin dann vom Pannenhelfer in die Werkstatt (C) begleitet wurden. Nachdem der Pannenhelfer den Fehler ausgelesen hatte, war dieser der Meinung, dass es entweder an den Zündspulen oder an den Einspritzventilen liegen müsste. Als ich ihm dann erklärte, dass ich die Zündspülen ja alle schon gewechselt habe war die Sache für ihn klar und es waren also die Einspritzventile. Also haben wir uns auf den Weg in die Werkstatt (C) gemacht und ich habe die Einspritzventile wechseln lassen und mir für den bevorstehenden Urlaub einen Leihwagen besorgt.

Der Wagen lief nun knappe vier Wochen (bis letzten Freitag), bis wieder die Motorkontrollleuchte aktiv wurde, also wieder ab in die Werkstatt (D) (diesmal eine Vertragswerkstatt innerhalb meines Wohnortes). Fehler wurde ausgelesen und kommentiert mit den Worten "es ist eine Zündsupule kaputt und müsste gewechselt werde". Ich habe entgegnet, dass das nicht sein könnte, da ja meines Wissens alle Spulen erneuert wurden, woraufhin er mir sagte, dass das wiederum nicht sein könnte, da definitiv 2 Spulen im Auto sind, die noch aus dem Jahr 2013 wären...

Nach langem hin und her kam nun heraus, dass Werkstatt B die von Werkstatt A im Voraus eingebauten beiden NEUEN Zündspulen ausgebaut und auf diesen beiden Steckplätzen noch einmal zwei neue Zündspulen eingebaut hat, sodass mein Auftrag die beiden "alten Spulen" auszubauen falsch ausgeführt wurde.
Aufklären konnte ich das Ganze nur, da mir die Werkstatt B die ausgebauten Spulen mitgegeben hat und anhand des sich darauf befindlichen Datums konnte ich dann sehen, dass es sich dabei um neue Spulen handelte...

Mir sind nun durch den ganzen Vorgang (Kosten für Mietwagen und neue Einspritzventile) durch den Fehler von Werkstatt B unnötige Kosten von gut 800 Euro entstanden die nicht nötig gewesen wären, wenn die Werkstatt direkt die korrekten beiden alten Spulen ausgetauscht hätte.

Macht es evtl. Sinn hier rechtlich etwas zu unternehmen oder sollte ich das Ganze besser auf sich beruhen lassen?

Vielen Dank schon einmal im Voraus für hoffentlich ein paar Antworten :) !

ktown
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Re: Fehlerhafte Autoreparatur

Beitrag von ktown »

gunpowder hat geschrieben:
06.02.20, 19:38
Macht es evtl. Sinn hier rechtlich etwas zu unternehmen oder sollte ich das Ganze besser auf sich beruhen lassen?
Das ist aber keine Frage nach der Rechtslage, sondern die Aufforderung zur individuellen Rechtsberatung.
Welche Frage zur Rechtslage haben sie nun?

Der Geschädigte kann, wenn er einen Beleg für seine Aussage hat und dies im Werkstattauftrag mit Werkstatt B auch so aufgeführt wurde, seinen Schaden geltend machen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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