Kirchen-Austritt. Gegen Kosten wehren?

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khmlev
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Re: Kirchen-Austritt. Gegen Kosten wehren?

Beitrag von khmlev » 28.12.12, 17:31

Der Staat übernimmt mitnichten die Mitgliederverwaltung.

Wie bereits ausgeführt, waren in der katholischen Krche selbst in höchsten Kirchenkreisen die Folgen des zivilrechtlichen Kirchenaustritts für die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche umstritten. Erst durch das in diesem Jahr verkündete allgemeine Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt wurde auch kirchenrechtlich Rechtssichrheit geschaffen.
Gruß
khmlev
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Mount'N'Update

Re: Kirchen-Austritt. Gegen Kosten wehren?

Beitrag von Mount'N'Update » 28.12.12, 19:40

Adromir hat geschrieben:
Mount'N'Update hat geschrieben: 1. Immer mehr Menschen glauben an Gott, immer weniger an die Kirche, und das kann ich gut nachvollziehen, auch als einer, der diese Steuer noch zahlt.
Na, das finde ich ja mal ne steile Behauptung für die ich gerne einen Beleg hätte
Heißt das, du glaubst :!: mir nicht :?:

Zugegebenermaßen lässt sich sowas statistisch schwer belegen, weil - wie gesagt - nicht jeder Gläubige auch Steuern zahlt. Einzige Quelle ist meine persönliche, gleichwohl nicht repräsentative Wahrnehmung.

Adromir
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Re: Kirchen-Austritt. Gegen Kosten wehren?

Beitrag von Adromir » 28.12.12, 22:15

Mount'N'Update hat geschrieben: Zugegebenermaßen lässt sich sowas statistisch schwer belegen, weil - wie gesagt - nicht jeder Gläubige auch Steuern zahlt. Einzige Quelle ist meine persönliche, gleichwohl nicht repräsentative Wahrnehmung.
Und nicht jeder, der Kirchensteuer zahlt ist auch gläubig. Mein Schwager ist so ein Fall und ich war es auch lange, bevor ich Nägel mit Köpfen gemacht habe.

Der Artikel beschreibt sehr gut die Schwierigkeiten, sowas in Zahlen zu Fassen: http://www.zeit.de/2010/37/Atheismus-Empirie

Wobei in den letzten Jahren (wie auch im Artikel beschrieben) von 25-33% "Ungläubiger" in der Gesamtbevölkerung ausgegangen wird. Vorrausgesetzt diese Zahl ist korrekt, dann wär die Anzahl der Atheisten und Agnostiker in unserer Bevölkerung größer als die jeder einzelnen Konfession
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Oktavia
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Re: Kirchen-Austritt. Gegen Kosten wehren?

Beitrag von Oktavia » 28.12.12, 23:33

Ronny1958 hat geschrieben:
Oh, ich bin da erst 15 Jahre.
Dann enttäuschst Du mich wirklich, weil das bei uns die Anwärter für den mittleren Dienst im zweiten Dienstjahr besser drauf haben.

Das ist schlichtes kodifiziertes Verwaltungskostenrecht, mithin geltende Rechtslage und damit anzuwenden. Dazu muß man nicht auf Hilfskriterien zur Auslegung ausweichen.
:devil: hab ich jemals behauptet dass ich Beamtin oder Fachangestellte bin? Ich bin weit jenseits der 40 und damit weise :wink: was bedeutet dass ich in der Auslegung von Recht ziemlich gut bin, da ich allerdings vorher in der Wirtschaft gearbeitet habe will ich so manches einfach nicht verstehen.
Nach den zur Zeit gültigen Gesetzen ist die Kirchenaustrittsgebühr natürlich rechtlich nicht angreifbar (wie auch durch Klagen bestätigt). Allerdings muss das ja nicht so bleiben, dann sollten wir das in "Recht und Politik" diskutieren. Es ist schon komisch, dass die Kirchen großen Einfluss und Macht haben wenn es um Geld geht, ihr Einfluss allerdings winzig ist wenn es um Menschenrechte geht. :(
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

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sonnemondundsterne

Re: Kirchen-Austritt. Gegen Kosten wehren?

Beitrag von sonnemondundsterne » 29.12.12, 00:15

Oktavia hat geschrieben:Es ist schon komisch, dass die Kirchen großen Einfluss und Macht haben wenn es um Geld geht, ihr Einfluss allerdings winzig ist wenn es um Menschenrechte geht. :(
Das ist nicht komisch, es ist pauschal und undifferenziert 2000 Jahre Kirchengeschichte, von Religion nicht zu sprechen, nur nach negativen Ereignissen zu bewerten.
Im Übrigen ändert es wohl nichts am Verwaltungsrecht, wie "die Kirche" (was und wer auch immer damit gemeint ist) zu diesem oder jenem steht.

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