Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

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Ronny1958
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Ronny1958 » 04.05.16, 09:45

Die Schlussfolgerung das deshalb auch die Kindern noch durchschnittlich dümmer sein müssen ist Blödsinn...
Wer solche Schlüsse zieht, nähert sich bedenklich dem Pegida-Flachmann Bachmann an. :evil:
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

PurpleRain
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von PurpleRain » 04.05.16, 10:16

windalf hat geschrieben:
Also die Sozialhilfequote (incl Aufstocker) ist von 1961 von 1% auf heute über 10% gestiegen. Also etwa 6-7 Millionen Menschen (9%) , die sich vor 55 Jahren noch selbst ernähren konnten können es jetzt nicht mehr.
Es liegt wohl eher daran, dass das Anspruchsniveau was man heute abdeckt viel höher ist. Hartz IV/Sozialhilfe deckt viel mehr ab als "sich noch selbst ernähren können"...
Die Zunahme in der Anzahl der Berechtigten erklärt das Anspruchsniveau nicht. Die liegt eher daran, dass mit der Reform Sozialhilfe- und Arbeitslosenhilfeempfänger zusammen in einen Topf namens Hartz IV gekippt wurden.
windalf hat geschrieben:Der Grund warum der Durschschnitt niedriger ist, ist wohl kaum im Wesentlichen genetisch bedingt.
Wieso? Ist das ein Bauchgefühl oder irgendwie gesichert?
windalf hat geschrieben:Es könnte auch umgekehrt sein, dass es hierbei sogar einen genetischen Vorteil geben kann.
Populationen mit niedigen IQ haben genetisch einen hohen IQ, aber keiner hat's gemerkt? Wie soll man sich den Vorteil vorstellen?
windalf hat geschrieben:Die Schlussfolgerung das deshalb auch die Kindern noch durchschnittlich dümmer sein müssen ist Blödsinn...
Weil es nicht sein darf? Tatsache ist doch, dass es statistisch signifikante IQ-Unterschiede zwischen einigen Populationen gibt. Diese können aber nur entstehen, wenn der IQ der Kinder wesentlich vom IQ der Eltern abhängt. Die Gründe können dabei vielfältig, nicht nur genetischer Natur sein. Tatsächlich scheint es sogar irgendeine fatale Wechselwirkung mit dem Islam zu geben :(
Ronny1958 hat geschrieben:Wer solche Schlüsse zieht, nähert sich bedenklich dem Pegida-Flachmann Bachmann an.
Eher dem SPD-Mitglied Thilo Sarrazin :lachen:
Der übrigens derzeit auf das Zutreffen etlicher seiner Thesen aus "Deutschland schafft sich ab" verweisen kann. :evil:
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

Ronny1958
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Ronny1958 » 04.05.16, 10:20

Die von mir ignorierten User scheinen islamische Wurzeln zu haben, jedenfalls lässt ihre Argumentation diesen Schluß zu, da sie die Behauptung aufstellen und als Tatsache für wahrscheinlich halten, dass der IQ genetisch und religiös vererbbar zu sein scheint
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

windalf
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 04.05.16, 10:33

Wieso? Ist das ein Bauchgefühl oder irgendwie gesichert?
Nein es ist wohl eher so, dass dieser Beweis nicht erbracht ist. Wenn es den geben sollte dann hätte ich im Gegensatz zu anderen die deswegen aufschreien würden (und das auch nicht hören wollen würden) auch kein Problem damit das zu akzeptieren.
Populationen mit niedigen IQ haben genetisch einen hohen IQ, aber keiner hat's gemerkt? Wie soll man sich den Vorteil vorstellen?
Nein das würde ich auch nicht vermuten. Ich wollte nur andeuten, dass es den Beweis dafür nicht gibt. Vielmehr ist es doch so ,dass sich der IQ ganz einfach beeinflussen lässt indem man halt ein paar Tage trainiert. Selbst wenn es einen genetischen Zusammenhang geben sollte dürfte der im Ergebnis eher weniger relevant sein, weil der IQ (oder sagen wir das was so ein Test als Zahl ausschmeißt) sich durch Training ganz einfach beeinflussen lässt.
Weil es nicht sein darf?
Nö wie gesagt wenn dem so wäre hätte ich damit kein Problem. Ich bin ja auch kein Gutmensch...
Tatsache ist doch, dass es statistisch signifikante IQ-Unterschiede zwischen einigen Populationen gibt. Diese können aber nur entstehen, wenn der IQ der Kinder wesentlich vom IQ der Eltern abhängt
Soweit sind wir beeinander. Daraus aber automatisch zu schließen (Kein Vorwurf an dich. Du ziehst ja diesen Schluss nicht), dass ein Kind dieser Population wenn du es unmittelbar nach Geburt in eine andere Population sperrt und dort ebenso behütet wie andere Kinder aufwachsen lässt einen niedrigeren IQ haben muss halte ich für hanebüschende Spekulation. Nur dem wollte ich entgegen treten.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 04.05.16, 17:06

Ronny1958 hat geschrieben:Die von mir ignorierten User scheinen islamische Wurzeln zu haben, jedenfalls lässt ihre Argumentation diesen Schluß zu, da sie die Behauptung aufstellen und als Tatsache für wahrscheinlich halten, dass der IQ genetisch und religiös vererbbar zu sein scheint
Dass der IQ zum allergrössten Teil genetisch bedingt ist, ist schon lange wissenschaftlicher Konsens, ausser bei Politikwissenschaftlern und Soziologen.
Die Genetik bestimmt die maximale Intelligenz, das Potential. Die Umwelt hat Einfluss inwieweit es realisiert wird, insbes. Nahrungsmangel, körperliche Misshandlung und Infektionen in der frühen Kindheit sind wichtigsten bekannten Einflussfaktoren.
Diese Einflüsse wirken v.a. in der Kindheit, bei Erwachsenen ist der IQ im wesentlichen fixiert. Wenn man als Erwachsener mental garnicht gefordert ist kann man (solange das anhält) vllt um die 5 bis 10 IQ-Punkte verlieren. Andersrum kann man IQ-Tests auch trainieren, aber man gewinnt dabei maximal um die 5-10 Punkte, egal wieviel man trainiert. Ich hab Psychologie studiert (Nebenfach), deshalb kenn ich mich damit aus, aber man kann das überall nachlesen; die Erblichkeit des IQ's ist auch nicht "wahrscheinlich", sondern sicher (man kann das einfach messen). Kinder, die sofort nach der Geburt zu Pflegeeltern kommen haben 20 Jahre später trotzdem im Erwartungswert den Durchschnitts-IQ ihrer biologischen Eltern; der Einfluss der Pflegefamilie geht gegen Null.

Da wir im Westen kaum mehr Probleme mit Nahrungsmangel, Krankheiten, usw. haben und unsere Umwelt auch mental vergleichsweise fordernd ist, liegt hier fast jeder in der Nähe seines genetischen Maximums. Deshalb ist IQ hier auch viel stärker erblich als in armen Entwicklungsländern. Nun kommen unsere Ausländer überwiegend aus entwickelten relativ reichen Ländern. Bei Europäern ist deshalb ziemlich ausgeschlossen, dass die Kinder Kinder aufgrund der besseren dt. Umgebung intelligenter werden als die Eltern. Das gleiche gilt für die meisten Moslems; allerdings bei Moslems aus einigen Ländern und v.a. bei Afrikanern wird man noch auf einen kleinen Zuwachs bei den Kindern hoffen können. Diese Zuwächse sind erfahrungsgemäss aber eher gering; und reichen nicht um die niedrigen Durchschnitts-IQ's der meisten aussereuropäischen Herkunftsländer zu kompensieren.


Und ja; die Religion hat, auch wenn es komisch klingt, tatsächlich was mit dem IQ zutun. Bei Juden z.B. spricht viel dafür dass ihr überdurchschnittlich hoher sprachlicher IQ damit zutun hat, dass Schriftlichkeit seit Jahrtausenden im Judentum eine ungewöhnlich wichtige Rolle spielt. Wer Rabbi werden wollte, musste lesen können; und wer es wurde, der bekam auch mehr Kinder. Ausserdem enthält die heilige Schrift auch eugenische Vorschriften.

Die Tragik beim Islam ist die Cousinenehe. Cousinenehen führen mit viel höherer Wahrscheinlichkeit zu krassen Erbkrankheiten wie Trisomie 21, von denen viele den IQ stark reduzieren. Als ich in der Humangenetik gearbeitet hab, waren fast alle Fälle Türken oder andere Moslems. Warum Moslems so an ihren Cousinen hängen ist nicht ganz klar; es hängt wohl damit zusammen dass Cousinen-Ehen und einige andere kritische Varianten im Islam nicht wie im Christentum verboten sind. Der Anteil von Cousinenehen unter Moslems in Deutschland ist leider meistens sogar noch höher als in deren Herkunftsländern (meistens zw. 30 und 90% der Ehen).
Da in Deutschland leider absolut kein politischer Wille besteht das Problem auch nur wahrzunehmen oder gar zu lösen, wird es schlimmer werden, zur Freude aller Sonderschulen und Sozialarbeiter. Lösbar wär es sehr einfach, indem man zB das katholische Eherecht wieder einführt. Die kath. Kirche hat - wie auch immer - dieses Problem sehr früh erkannt und erheblichen Aufwand betrieben um es zu lösen. Im 13 Jhd. waren Ehen zw. Verwandten bis zum 12.ten Grad (6 Generationen) illegal; deshalb brauchte man auch die Kirchenbücher. Von der dadurch erreichten hohen genetischen Durchmischung profitieren wir in Europa heute noch. Die Kirche kannte sich mit Genetik vermutlich noch nicht gut genug aus; ihre Motivation war v.a. die Macht der Familienclans (erweiterte Grossfamilien) zu brechen. Warum das Sinn macht sieht man zB jetzt wieder im Ruhrgebiet. Der Adel konnte sich dem übrigens zum Teil widersetzen, deshalb auch die bekannten Inzuchtprobleme europ. Adelsgeschlechter.

Blaise
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Blaise » 05.05.16, 13:18

Ronny1958 hat geschrieben:Die von mir ignorierten User scheinen islamische Wurzeln zu haben, jedenfalls lässt ihre Argumentation diesen Schluß zu, da sie die Behauptung aufstellen und als Tatsache für wahrscheinlich halten, dass der IQ genetisch und religiös vererbbar zu sein scheint
Zum Glück bin ich nicht religiös, sondern evangelisch ... 8)
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Cordelia
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 05.05.16, 20:28

windalf hat geschrieben:Im Interesse Europas sollte es sein, dass es den eigenen Bürgern maximal gut geht (im Zweifel auf Kosten aller Anderen)
Das ist die Haltung Deutschlands innerhalb Europas. Von der Lohnzurückhaltung und der Absenkung der Sozialstandards haben die Bürger aber am wenigsten profitiert. Wer Flüchtlingen Menschenrechte abspricht nimmt auch auf die Rechte der Bürger keine Rücksicht. Das zeigt sich doch mittlerweile bei allen politischen Themen vom Freihandelsabkommen über Verbraucher- und Datenschutz bis hin zur Gesundheitspolitik.
windalf hat geschrieben:Ich weiß nicht ob dir das klar ist aber das Geld was du heute einzahlst ist auch morgen schon weg. Die gesetzliche Rente verbrieft dir darauf nur ein Recht was eine zukünftige Generation erst noch erwirtschaften muss. Ob die darauf lust haben wird steht völlig in den Sternen. Das sind alles ungedeckte Schecks... Ist wie ein Schneeballsystem. Wer als erstes an der Spitze war hat geerntet ohne jemals selbst einzuzahlen. Alle anderen schleppen das jetzt ewig nach...
Risikolos ist die teurere private Altersvorsorge auch nicht. Börsencrashs und Inflation haben schon so manchen Pensionsfonds vernichtet. Die private Vorsorge in Form der Riester-Rente gilt mittlerweile als gescheitert. Mit den Rentenreformen wurden die Beitragserhöhungen zur gesetzlichen Rente gedeckelt, das Eckrenten- bzw. Standardrentenniveau gesenkt und die kapitalgedeckte Riester-Rente eingeführt. Die in Aussicht gestellte Rendite von 4 % blieb durch Finanzmarktkrise und Niedrigzinspolitik aus, mittlerweile sind es magere 0,0X % die durch höhere Verwaltungsausgaben aufgefressen werden. Hätte man diese Rentenreformen nicht durchgeführt wären die Beitragssätze von Arbeitnehmern und Arbeitgebern anteilig gestiegen auf bis zu 26 %, hälftig finanziert von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Nun muss die jüngere Generation nicht 13 % sondern 15 % (11 % + 4 % Riester) investieren für eine geringere gesetzliche Rente. Die Rentenreformen waren ein Kostenentlastungsprogramm für Unternehmen und ein profitables Geschäft für die Versicherungswirtschaft, davon profitiert auch die jüngere Generation nicht.
windalf hat geschrieben:Ich entnehme dem aber mal wenn das erlegen nicht gelingen sollte, dann bist du der Meinung man sollte für die Flüchtlinge keinen Cent ausgeben oder wer soll das sonst bezahlen?
Es führen viele Wege nach Rom, das wäre nur der naheliegendste. Mit der GFK sind wir nicht nur eine moralische sondern auch eine rechtliche Verpflichtung eingegangen, diese gilt es einzuhalten.
windalf hat geschrieben:Der ohne reiche Eltern und Kontakte muss halt selbst dafür kämpfen. Machbar ist das aber problemlos. Man muss den Arsch nur selbst hochbekommen und nicht darauf warten, dass andere einen den hinterhertragen...
Das hat mit Chancengleichheit aber nicht mehr viel zu tun. Damit zementieren wir nur soziale Ungleichheiten und verschwenden wertvolle Ressourcen.

lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 05.05.16, 20:55

Zu den tatsächlichen Gesamtkosten pro Flüchtling, aus der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/flue ... 17248.html
Sobald ein Staat 50 Prozent mehr Flüchtlinge als die aufgrund von Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft auf ihn entfallende Anzahl aufnimmt, soll der Mechanismus automatisch greifen. Die Kommission hofft, der säumigen Ländern angedrohte „Solidarbeitrag“ von 250.000 Euro je verweigertem Flüchtling wirke „abschreckend“ und bringe sie dazu, sich an der Verteilung zu beteiligen. Die tatsächlichen Kosten für Aufnahme und Beherbergung werden in Brüssel auf 72.000 bis 120.000 Euro je Flüchtling und Jahr beziffert.
Und hier erzählt man uns noch wir würden irgendwie davon profitieren können.
Ich halte das für durchaus realistisch, wenn man die Kriminalität, die Verslummung und die Infrastrukturkosten berücksichtigt.

windalf
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 06.05.16, 11:02

Von der Lohnzurückhaltung und der Absenkung der Sozialstandards haben die Bürger aber am wenigsten profitiert.
Na klar haben davon (fast) alle profitiert. Es gibt fast keine Arbeitslosen und dank sprudelnder Steuereinnahmen gab es keine weiteren Einschnitte. Vielmehr wurden noch weitere Geschenke wie z.B. Mütterrenten, Rente mit 63 verteilt...
Risikolos ist die teurere private Altersvorsorge auch nicht.
Das habe ich auch nicht behauptet aber es ist immerhin "kaptialgedeckt" und kein Versprechen das noch irgendjemand in Deutschland erbringen soll der ggf. noch gar nicht geboren ist. Teuer ist die private Altersvorsorge ja nur deswegen, weil der Staat es nicht erlaubt die selbst steuerbegünstigt zu betreiben sondern einen verpflichtet das Geld einer Versicherung zu übergeben. Da liegt der eigentliche Fehler. Auch bei schwanken Kursen hätte ich beim Selbstanlegen bisher die gesetzliche Rentenversicherung bisher locker deutlich übertroffen. Das ist auch nicht wirklich schwer, weil man mit dem Geld ja nicht irgendwelche Sozialfälle, Reha's usw. mit erwirtschaften muss, wenn man es für sich selbst anlegen würde...
Die Rentenreformen waren ein Kostenentlastungsprogramm für Unternehmen und ein profitables Geschäft für die Versicherungswirtschaft, davon profitiert auch die jüngere Generation nicht.
Insebsondere von Mütterrenten und Renten mit 63 profitiert die jüngere Generation nicht....
Die in Aussicht gestellte Rendite von 4 % blieb durch Finanzmarktkrise und Niedrigzinspolitik aus, mittlerweile sind es magere 0,0X % die durch höhere Verwaltungsausgaben aufgefressen werden
Da ändert aber nichts daran, dass du jemand finden musst, der die Beiträge in Zukunft auch bezahlen möchte. Knebelst du zukünftige Generation zu stark kehren die Deutschland einfach den Rücken...
Mit der GFK sind wir nicht nur eine moralische sondern auch eine rechtliche Verpflichtung eingegangen, diese gilt es einzuhalten.
Und wer soll es nun bezahlen?
Das hat mit Chancengleichheit aber nicht mehr viel zu tun.
Stumpf Gleichheit zu fordern ist so ähnlich wie wenn Model X gern Weltfrieden hätte... Man kann da sicherlich das eine oder andere tun aber Gleichheit erreichen zu wollen ist eine realitätsferne Utopie...

Wissen ist mittlerweile sehr gut allen zugänglich (nicht mehr wie vor 50 Jahren). Man muss es nur nutzen. Es liegt an jedem sich dafür zu entscheiden das zu tun...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 06.05.16, 21:11

windalf hat geschrieben:Vielmehr wurden noch weitere Geschenke wie z.B. Mütterrenten, Rente mit 63 verteilt...
Geschenke trifft es nicht ganz. Rente mit 63 gibt es nur für bestimmte Jahrgänge mit 45 Jahren Beitragszeit und diese Arbeitnehmer haben ihren Beitrag dafür geleistet. Gleichwohl ist es eine Mogelpackung, weil nicht alle Jahrgänge profitieren. Die Mütterrente ist in der Tat ein „Wahlgeschenk“, allerdings nicht für jede Mutter und finanziert aus der Rentenkasse. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben werden so auf die Sozialversicherungen abgewälzt. Von diesem „Wahlgeschenk“ profitieren vor allem Frauen, die es sich auch leisten konnten und wollten aus der Erwerbsarbeit auszusteigen. Bei erwerbstätigen Müttern wird angerechnet und bei entsprechendem Verdienst auch gekürzt.
windalf hat geschrieben:Teuer ist die private Altersvorsorge ja nur deswegen, weil der Staat es nicht erlaubt die selbst steuerbegünstigt zu betreiben sondern einen verpflichtet das Geld einer Versicherung zu übergeben. Da liegt der eigentliche Fehler.
Diese „Fehler“ kennen wir doch aus der privaten Krankenversicherung. Erst aus dem gesetzlichen System aussteigen und wenn’s dann finanziell klemmt, weil die Beiträge nicht mehr bezahlbar sind, erinnert man sich gerne wieder an die „Solidargemeinschaft“.
windalf hat geschrieben:Da ändert aber nichts daran, dass du jemand finden musst, der die Beiträge in Zukunft auch bezahlen möchte. Knebelst du zukünftige Generation zu stark kehren die Deutschland einfach den Rücken...
Es ist das perfide Spiel Bürger gegeneinander ausspielen zu wollen. Arbeitslose gegen Erwerbstätige, Flüchtlinge gegen Geringverdiener und Alt gegen Jung. Die Erwerbstätigen von heute sind die Rentner von morgen und die Rentner von heute sind meist auch Eltern der nachfolgenden Generation, deren Kinder bei Altersarmut für sie aufzukommen haben. Die beidseitige Verantwortung zeichnet doch den Generationenvertrag aus. Das Problem ist, dass die Politik anderweitige Interessen verfolgt und regelmäßig unsachgemäß in diesen Generationenvertrag hineinpfuscht.
windalf hat geschrieben:Und wer soll es nun bezahlen?
Das ist immer eine Frage der Prioritätensetzung. Es gibt Verpflichtungen, denen sich der Staat mit billigen Ausreden nicht entledigen darf.
windalf hat geschrieben:Stumpf Gleichheit zu fordern ist so ähnlich wie wenn Model X gern Weltfrieden hätte... Man kann da sicherlich das eine oder andere tun aber Gleichheit erreichen zu wollen ist eine realitätsferne Utopie...
Stumpf auf „Eigenverantwortung“ zu setzen und Schicksalsschläge als „Einzelfälle“ oder Kollateralschaden abzuhaken mag vielleicht Deine Vorstellung einer Gesellschaft sein, meinen Vorstellungen entspricht das nicht. Da werden wir wohl verschiedener Meinung bleiben.

windalf
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 09.05.16, 11:43

Gesamtgesellschaftliche Aufgaben werden so auf die Sozialversicherungen abgewälzt.
Das sind wir uns mal einig. Das gefällt mir auch nicht. Ich würde die Sozialversicherungen auch am liebsten ablösen und alles steuerfinanziert gestallten...
Diese „Fehler“ kennen wir doch aus der privaten Krankenversicherung. Erst aus dem gesetzlichen System aussteigen und wenn’s dann finanziell klemmt, weil die Beiträge nicht mehr bezahlbar sind, erinnert man sich gerne wieder an die „Solidargemeinschaft“.
Der eigentliche Fehler ist doch die Versicherungspflicht. Wenn ich schon eine einführe (ich bin gegen eine Versicherungspflicht) dann muss ich auch alle zwingen da mitzuspielen (und zwar zu gleichen Rahmenbedingungen)...
Es ist das perfide Spiel Bürger gegeneinander ausspielen zu wollen. Arbeitslose gegen Erwerbstätige, Flüchtlinge gegen Geringverdiener und Alt gegen Jung.
Ob nun ausspielen oder nicht. Das grundsätzliche Demographieproblem besteht und im Moment kann ich nur erkennen, dass alles dafür getan wird es zu verschärfen...
Das ist immer eine Frage der Prioritätensetzung.
Aha und was genau priorisieren wird dann runter. Das was dann am Ende bei runterfällt ist dann ja derjenige der dafür zahlt. (so man nicht einfach nur über Erhöhte Ausgaben finanziert. Dann zahlt das mal wieder die Generation Zukunft...)
Es gibt Verpflichtungen, denen sich der Staat mit billigen Ausreden nicht entledigen darf.
Von billig sind wir ja auch weit enfernt. Es wird eher richtig teuer...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 09.05.16, 17:42

windalf hat geschrieben:Der eigentliche Fehler ist doch die Versicherungspflicht. Wenn ich schon eine einführe (ich bin gegen eine Versicherungspflicht) dann muss ich auch alle zwingen da mitzuspielen (und zwar zu gleichen Rahmenbedingungen)...
Die Versicherungspflicht halte ich für notwendig, ansonsten Zustimmung.
windalf hat geschrieben:Ob nun ausspielen oder nicht. Das grundsätzliche Demographieproblem besteht und im Moment kann ich nur erkennen, dass alles dafür getan wird es zu verschärfen...
Den Mythos Demographieproblem hat der Statistiker Bosbach längst entlarvt. Unter Druck gerät die Sozialversicherung durch die fehlenden Einnahmen und die hängen wiederum mit der Lohnentwicklung zusammen. Der Anteil der Beschäftigten am Volkseinkommen wurde kleiner, während Unternehmen und Kapitaleigner profitierten.

Sieben Renten-Mythen

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 10.05.16, 08:28

Den Mythos Demographieproblem hat der Statistiker Bosbach längst entlarvt. Unter Druck gerät die Sozialversicherung durch die fehlenden Einnahmen und die hängen wiederum mit der Lohnentwicklung zusammen.
Die Löhne steigen von ganz alleine wenn es keine mehr gibt, der die Arbeit machen will (oder aber die Arbeitsplätze werden durch Maschinen ersetzt). Das Problem lässt sich nicht alleine über den Preis retten. "1 mal teuer reicht nicht"... Bei Preis mal Menge bleibt bei einer stark schrumpfenden Menge die Menge auch weiterhin das Problem. Am Preis kannst du nicht beliebig drehen.

Die Rente wird finanziert aus Beitragszahlern und Steuern. Zumindest bei den Beitragszahlern dürfte auch bei höheren Preisen/Löhnen insgesamt ein reales Minus in Zukunft zu erwartem sein. An der Steuerschraube drehen klappt nur, wenn auch alle anderen Länder mitspielen sonst zahlen die Unternehmen halt gern woanders steuern.

Der Spielraum den der Staat hat das zu retten ist begrenzt. Verschlechtert sich die Einnahmesituation nur einmal deutlich bleibt dann fast nichts weiter übrig als an der Beitragsschraube zu drehen. Ist die nur einmal zu hoch wandert die junge Generation ab und dann Prost Mahlzeit...

Die Annahme die Leute sind immobil genug nicht auszuwandern oder anderswo ihr Glück zu suchen wird sich ziemlich sicher als falsch erweisen. Die Gesellschaft wird immer mobiler. Es können auch Problemlos immer größere Distanzen in kürzerer Zeit überbrückt werden. Zu hoffen das die Jungen bleiben und zahlen werden egal was für Lasten man denen zumutet ist einfach nur naiv
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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