Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

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Evariste
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Evariste » 24.04.16, 16:20

fool1 hat geschrieben:Moin!
lucid hat geschrieben:...war die Hälfte aller 2015 in NRW ertrunkenen Menschen Flüchtlinge, einige hundert).
Gibt es dazu eine Quelle?
Hier (http://www.rp-online.de/nrw/panorama/na ... -1.5239318) habe ich was dazu gefunden, von "einige hundert" steht da aber nichts:
Nach Unfälllen: DLRG warnt Flüchtlinge vor Baggerseen
...
Von den bislang mindestens 13 Badetoten in diesem Sommer sind in NRW knapp die Hälfte Menschen, die aus ihren Heimländern geflohen waren.

lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 24.04.16, 16:21

fool1 hat geschrieben:Moin!
lucid hat geschrieben:...war die Hälfte aller 2015 in NRW ertrunkenen Menschen Flüchtlinge, einige hundert).
Gibt es dazu eine Quelle?
Ich weiß von "nur" 70 ertrunkenen Menschen in NRW.
Die DLRG spricht auf ihrer Homepage von 374 Menschen bundesweit bis Ende August. Darunter 27 Asylsuchende.

Gruss fool1
Das mit der Hälfte in NRW stand in der Zeitung: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/ba ... -1.5851334

Passt aber tatsächlich nicht zu den DLRG Zahlen, dann wären ja alle ertrunkenen Flüchtlinge in NRW gestorben, was kurzes Googeln widerlegt.
Angeblich soll nur 1% der Flüchtlinge schwimmen können.

Aber auch wenn es weniger sind, wäre eine Folgenabschätzung geboten.
Z.B. sterben ja zweifellos sehr viele im Mittelmeer, von denen auch viele nur aus wirtschaftlichen Gründen unterwegs sind.

Wenn man mal vergleicht wieviel Aufwand man z.B. bei der Genehmigung von Atomkraftwerken macht obwohl da in Deutschland noch niemand jemand dran gestorben ist ist diese Herangehensweise ganz schön naiv.

Ich wüsste zB von der Regierung zumindest gerne wievielen Flüchtlingen vermutlich das Lebens gerettet wurde (die meisten waren ja schon in der Türkei sicher) und wieviel zusätzliche Straftaten (Tötungen, Vergewaltigungen, usw) es dadurch hier gab und wie hoch die finanziellen Gesamtkosten sind.
Es kann ja durchaus verhältnismässig sein, aber darüber nachdenken sollte man schon. Australien hat die Anzahl untergehender Flüchtlinge auf fast Null reduzieren können, durch sinnvolle Policies. Das könnte man hier auch leicht erreichen (und dann den Transport selbst machen, wenn man die Flüchtlinge will), aber die Toten hat die Politik Jahre lange einfach hingenommen. Das Abkommen mit der Türkei ist da ein erster Ansatz, an der ital. Küste geht es jedoch weiter.

Find ich verantwortungslos.

lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 24.04.16, 16:42

Evariste hat geschrieben:
Hier (http://www.rp-online.de/nrw/panorama/na ... -1.5239318) habe ich was dazu gefunden, von "einige hundert" steht da aber nichts:
Wenn man annimmt dass es auch bundesweit etwa die Hälfte sind wären es etwa 170.
Mglw. wird der Asylstatus bei Ertrinkenden nicht gleichmässig erhoben, oder NRW hat ganz besonders gefährliche Gewässer.

Wobei, ich war in meiner Jugend auch mal im Rhein planschen; da muss man eigentlich nicht untergehen wenn man minimalste Vorsicht an den Tag legt.


Man sollte vllt mal über eine strafbewehrte Seepferdchen-Pflicht für Flüchtlinge nachdenken (verboten dürfte es ja meistens eh schon sein).

(Wär natürlich ein Eingriff in deren Menschenrechte, wie bei den Spindkontrollen, und eine Art Sonderstrafrecht. Deshalb wird da wohl nichts passieren, fühlt sich halt niemand verantwortlich für.)

fool1
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von fool1 » 25.04.16, 16:13

Moin!
lucid hat geschrieben:Das mit der Hälfte in NRW stand in der Zeitung: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/ba ... -1.5851334
Und die "einige hundert"?
lucid hat geschrieben:Aber auch wenn es weniger sind, wäre eine Folgenabschätzung geboten.
Z.B. sterben ja zweifellos sehr viele im Mittelmeer, von denen auch viele nur aus wirtschaftlichen Gründen unterwegs sind.

Wenn man mal vergleicht wieviel Aufwand man z.B. bei der Genehmigung von Atomkraftwerken macht obwohl da in Deutschland noch niemand jemand dran gestorben ist ist diese Herangehensweise ganz schön naiv.
Den Zusammenhang müssten sie bitte näher erläutern.
lucid hat geschrieben:..., Enteignung von Wohnungsbesitzern
Ich habe wohl mitbekommen, dass Kommunen leerstehende Lagerhallen und Wohnungen beschlagnahmen.
Aber Enteignung? Dazu bitte eine Quelle.
lucid hat geschrieben:..., z.B. vor 2 Wochen der Terroranschlag in Essen auf einen Sikh-Tempel
Was haben Flüchtlinge mit deutschen Terroristen zu tun?

Gruss fool1
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lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 25.04.16, 17:29

fool1 hat geschrieben:Moin!
lucid hat geschrieben:Das mit der Hälfte in NRW stand in der Zeitung: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/ba ... -1.5851334
Und die "einige hundert"?
Die "einige hundert" hatte ich mir vermutlich selbst ausgerechnet aus der bundesweiten Zahl (s.o.).
lucid hat geschrieben:Aber auch wenn es weniger sind, wäre eine Folgenabschätzung geboten.
Z.B. sterben ja zweifellos sehr viele im Mittelmeer, von denen auch viele nur aus wirtschaftlichen Gründen unterwegs sind.

Wenn man mal vergleicht wieviel Aufwand man z.B. bei der Genehmigung von Atomkraftwerken macht obwohl da in Deutschland noch niemand jemand dran gestorben ist ist diese Herangehensweise ganz schön naiv.
Den Zusammenhang müssten sie bitte näher erläutern.
Wer potentiell gefährliche Tätigkeiten unternimmt den treffen besondere Sorgfaltspflichten.
Dass die Flüchtlingskrise bzw. ihr Betrieb durch die Regierung für die Bürger gefährlich ist, ist evident. Sieht man alle paar Tage in der Lokalzeitung, jedenfalls im Ruhrgebiet.

Die hier von Flüchtlingen begangenen Verbrechen sind Menschenrechtsverletzungen in Folge der Regierungstätigkeit.
lucid hat geschrieben:..., Enteignung von Wohnungsbesitzern
Ich habe wohl mitbekommen, dass Kommunen leerstehende Lagerhallen und Wohnungen beschlagnahmen.
Aber Enteignung? Dazu bitte eine Quelle.
Für mich ist das nur ein formaler Unterschied.
Der Eigentümer kann jedenfalls die Kontrolle nicht mehr ausüben.
lucid hat geschrieben:..., z.B. vor 2 Wochen der Terroranschlag in Essen auf einen Sikh-Tempel
Was haben Flüchtlinge mit deutschen Terroristen zu tun?

Gruss fool1
Die Religion.

Es waren Kinder türkischer Gastarbeiter, also Türken mit dt. Staatsangehörigkeit.
Das neue Einbürgerungsrecht verschönert natürlich die Kriminalstatistik und freut die Journalisten, aber die Opfer haben da wenig von.

Flüchtlinge waren auch am Terror in Paris beteiligt. Wer bisher keine Gefahr darin sieht massenhaft Menschen aus IS-Gebieten hier unterzubringen, den kann ich sicher auch nicht mehr davon überzeugen.

fool1
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von fool1 » 25.04.16, 18:39

Moin!
lucid hat geschrieben:Die "einige hundert" hatte ich mir vermutlich selbst ausgerechnet aus der bundesweiten Zahl (s.o.).
Ach so. Ich hab einfach noch mal auf der Seite der DLRG nachgeschaut und die gesamt Jahreszahl gefunden.

"DLRG zieht traurige Bilanz
2015 ertranken in Deutschland fast 500 Menschen –darunter 27 Flüchtlinge"
http://www.dlrg.de/fileadmin/user_uploa ... nt_neu.pdf
lucid hat geschrieben: Die hier von Flüchtlingen begangenen Verbrechen sind Menschenrechtsverletzungen in Folge der Regierungstätigkeit.
Wie macht sich denn ein Flüchtling strafbar wenn er hier ertrinkt und warum ist dies für mich gefährlich?
lucid hat geschrieben:Für mich ist das nur ein formaler Unterschied.
Ja dann :lachen:
lucid hat geschrieben:Es waren Kinder türkischer Gastarbeiter, also Türken mit dt. Staatsangehörigkeit.
Also Deutsche. Und die sind vor kurzem hier her geflüchtet?

Gruss fool1
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 25.04.16, 20:27

fool1 hat geschrieben:
lucid hat geschrieben:Es waren Kinder türkischer Gastarbeiter, also Türken mit dt. Staatsangehörigkeit.
Also Deutsche.
Interessant, wie sehr du plötzlich auf formaljuristischen Dingen herumreitest, wenn du uns geradezu aufdrängst, dass Yussuf T. und Mohammed B. auf dem Papier Deutsche seien.

Übrigens, wenn du ehrlich wärst und hier nicht nur deine einstudierte Rolle als Punk (oder Skin oder wie auch immer du bezeichnet werden willst) wahrnähmst, der bestimmte Ansichten zu vertreten hat, würdest du auch eine ehrliche Konsequenz aus dem Umstand der Staatsangehörigkeit ziehen. Nämlich, dass unser Glauben (als etwas anderes als Glauben kann man es kaum noch bezeichnen) daran, Menschen aus Kulturkreisen mit unseren Werten teils unmittelbar entgegenstehenden Denkweisen könnten innerhalb weniger Jahre eingedeutscht werden, ein gefährlicher Trugschluss war und dass das Einbürgerungsrecht dringend reformiert, wenn nicht gar abgeschafft gehört.
fool1 hat geschrieben:Und die sind vor kurzem hier her geflüchtet?
Langweilig. Wenn wir in Westeuropa selbst nach Jahrzehnten mit der Geschichte der Einwanderung aus dem muslimischen Kulturkreis vorrangig eine gescheiterte Integration verbinden, dann wird beim aktuellen, unkontrollierten Flüchtlingszustrom natürlich alles gaaanz anders. Das ist die Dummheit der Menschen. Mein ehemaliger Partner war eine Katastrophe aber mit dem neuen wird alles gaaanz anders. Mein letzter Arbeitsplatz war schlimm aber in meinem neuen wird alles gaaanz anders. Mit dem alten Trainer hatten wir keinen Erfolg, aber mit dem neuen starten wir die Aufholjagd und alles wird gaaanz anders.
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 26.04.16, 00:12

fool1 hat geschrieben: Also Deutsche.
Nein. Es sind keine Deutsche.
Die Politik kann zwar leicht die Staatsangehörigkeit verschenken, aber die deutsche Sprache und die Bedeutung von Worten ändern, das sind grössere Projekte mit denen man grade erst angefangen hat.

Ich kenne niemanden, der die beiden 16-jährigen Attentäter für Deutsche hält.

Mit jedem "die Deutschen Yussuf T. und Mohammed B. ..." machen sich Medien und Politik unglaubwürdiger und lächerlicher.
So muss man sich in der DDR gefühlt haben.

Übrigens, wenn du ehrlich wärst und hier nicht nur deine einstudierte Rolle als Punk (oder Skin oder wie auch immer du bezeichnet werden willst) wahrnähmst, der bestimmte Ansichten zu vertreten hat, würdest du auch eine ehrliche Konsequenz aus dem Umstand der Staatsangehörigkeit ziehen.
Punks sind ja oft Oberschichtskinder; deshalb ist es schon denkbar, dass sie die negativen Folgen bisher nicht wahrnehmen, denn die Lager werden ja geschickt platziert, so dass es in erster Linie die Unterschicht trifft. Vllt in 1-2 Jahren.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von fool1 » 26.04.16, 19:26

Moin!
Nordland hat geschrieben:..wenn du ehrlich wärst und hier nicht nur deine einstudierte Rolle als Punk (oder Skin oder wie auch immer du bezeichnet werden willst) wahrnähmst, der bestimmte Ansichten zu vertreten hat,...
Ach Nordi, du überschreitest eine Linie.
Dies hatten wir doch schon mal und du hast gekniffen.
Aber auch diesmal gebe ich dir sehr gerne eine Gelegenheit mir dies ins Gesicht zu sagen.

Geh mal wieder joggen :wink:
lucid hat geschrieben:So muss man sich in der DDR gefühlt haben.
Langsam wird es mir zu wirr :oops:
lucid hat geschrieben: Punks sind ja oft Oberschichtskinder; deshalb ist es schon denkbar, dass sie die negativen Folgen bisher nicht wahrnehmen, denn die Lager werden ja geschickt platziert, so dass es in erster Linie die Unterschicht trifft. Vllt in 1-2 Jahren.
Zu beiden Aussagen hätte ich gerne ein Quelle. Mag gerade nicht selber suchen.

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 26.04.16, 21:49

:lol: fool, du bist echt lustig. Du willst es mir wirklich negativ anrechnen, dass ich mich nicht mit dir treffen möchte? Ja, richtig, ich kneife. Liegt daran, dass wir vielleicht irgendwann Seite an Seite stehen müssen. Ich hoffe, dann bist du es nicht, der rennt (nettes Lied übrigens).

Ich wollte dich übrigens nicht herausfordern, höchstens zum Nachdenken. Nämlich darüber, ob unsere Einbürgerungsregeln wirklich zukunftsfähig sind.
Es ist unser Land.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 27.04.16, 04:31

In der Tat, über die Zusammenstellung der Zitate musste ich erst mal länger lachen.
Ruhig untersucht finde ich aber wenig substanzielle Argumente.

Beides sind persönliche Eindrücke. In Essen fliegt die lokale SPD grade auseinander weil man Demos gg. weitere Heime in den Unterschichtvierteln geplant hatte die dann von der Bundes-SPD verboten wurden. In den besseren Vierteln stellt man fest dass geeignete Flächen wunderlicher Weise kurz vorher Umweltschutzzonen etc. geworden sind.
Ich kenne einige Punks weil ich früher auch eine Weile linksradikal war und wg. der Musikszene. Einige wenige haben wirklich wenig Geld, aber das war eigentlich immer freiwillig und Absicht. Etwa wie bei den Jesuiten-Mönchen. Klar gibt es ein paar echte Punks, aber der Grossteil ist mind. Mittelschicht. Man muss sich nur mal die Grünen anschauen.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 27.04.16, 12:58

fool1 hat geschrieben:
lucid hat geschrieben: Punks sind ja oft Oberschichtskinder; deshalb ist es schon denkbar, dass sie die negativen Folgen bisher nicht wahrnehmen, denn die Lager werden ja geschickt platziert, so dass es in erster Linie die Unterschicht trifft. Vllt in 1-2 Jahren.
Zu beiden Aussagen hätte ich gerne ein Quelle. Mag gerade nicht selber suchen.
Ergänzend:

Der Kampf um die Macht ist notwendig eine Sache der Eliten. Zum Erfolg braucht es Fähigkeiten.
Zugegeben, es gibt verschiedene Arten von Eliten: kognitive, finanzielle, ästhetische, körperliche, von der Haarhöhe her, usw.

Die kognitive Elite fällt in der Regel mittelfristig mit der finanziellen Elite zusammen. Denn wer intelligent ist, kann auch leicht Geld verdienen.
Es gibt kognitive Eliten, die bewusst auf Reichtum verzichten und die das organisatorisch sichern; die könnte man dann geistige Elite nennen. Typisches Beispiel sind Religionen (Jesuiten zB). Das erhöht anscheinend die Glaubwürdigkeit, wenn man sozusagen garkeine egoistischen finanziellen Interessen haben kann (Beispiel: arme Künstler).

Deshalb ist das natürlich eine beliebte Masche. Punks, als eher kognitive Elite, betreiben einiges an Aufwand um arm auszusehen. Das reicht vom Nicht-Arbeiten bis zu provozieren der Eltern, damit sie einem ggf. nicht helfen. Das reicht aber nicht. Ein Punk kann trotzdem ziemlich kurzfristig z.B. zum Monopolkapitalisten oder zum grünen Minister mutieren, wenn er Lust hat, weil er die notwendige Eigenschaft (Intelligenz) nicht loswird. Damit das besser klappt bräuchte man institutionelle Sicherungen, wie bei Priestern durch Verbote die effektiv überwacht werden. Dazu fehlt den Punks natürlich die Disziplin und der eiserne Wille, zumal die fähigsten Punks das Lager wechseln.

Imho sind unsere kommunistischen Overlords (alle Parteien ausser die AFD und kaht. Kirche) mittlerweile so dekadent und verblendet, dass sie bald ersetzt werden. Hoffentlich bevor hier alles in die Luft fliegt :)

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von PurpleRain » 27.04.16, 14:00

lucid hat geschrieben:Punks, als eher kognitive Elite
Diese steile These können Sie sicher auch begründen, oder?
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 27.04.16, 16:15

PurpleRain hat geschrieben:
lucid hat geschrieben:Punks, als eher kognitive Elite
Diese steile These können Sie sicher auch begründen, oder?
Man muss natürlich Anspruch und Realität unterscheiden.

Wenn man die Liste möglicher Eliten durchgeht stellt man fest, dass fast alles eindeutig nicht zutrifft: Punks sind nicht reich, stark, schön, künstlerisch, usw.
Übrig als Möglichkeit bleibt die kognitive. Das wirkt unplausibel, aber da man Intelligenz nicht so leicht sehen kann, kann man es auch nicht ausschliessen.

Schaut man sich die Szene an stellt man auch fest, das es passt: Punks vertreten linke bis links-extreme politische Positionen.
Sie sind der Meinung es besser zu wissen als der Staat und leiten daraus die Berechtigung zur Gewalt ab.
Zugegeben, die Punk Idee im Grossen ist ungewöhnlich primitiv, und in erster Linie negativ und deshalb auch sehr flexibel.
Man bekämpft immer das Gegenwärtige, aber zumindest weiss man immer die Richtige Richtung: nach Links.
Der Punk bekämpft sicher auch den Nazi im Grünen wenn die Grünen an die Macht kommen (wobei das ja schon sogar wieder plausibel ist).

Dieses allgemeine "dagegen" ist dann Grundlage für zig differenziertere linksextreme Untergruppen, zB: 68er, anti-fa, Hippies, Anarchisten, Umweltschützer, SPD'ler, Sozialisten, Kommunisten, Feministen, grosse Teile der CDU und der ganze Kram. Ab da findet man mitunter auch rationales Denken, also jene kognitive Elite. Tatsächlich sind diese Untergruppen oft kaum trennbar und eng verwoben. In den Autonomen Zentren, besetzten Häusern, Gewerkschaften, usw. wächst jeweils die nächste Generation von linken Politikern heran, deshalb werden diese Einrichtungen ja auch staatlich gefördert. Punks sind quasi der Ur-Sumpf aus dem seit 50 Jahren unser Staat sich herauskristallisiert, wobei es sich eigentlich um eine Mischung von Punks und anderen einfachen Szenen wie zB Hippies handelt. Die mittleren Kasten (Parteien, etc) benutzen diese Leute auch um Herrschaft zu üben. Ganz oben sind die Unis, in denen die linke Theologen neue Ideologien konstruieren, und alte dekonstruieren, usw.

Punk ist einfach das unreflektierteste Streben nach Macht, dass sich stellenweise zu Politik ausdifferenziert. Vllt ist Proletariat der besserer Begriff und Punk nur eine Moderichtung / ein Sektor darin.

nordlicht02
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von nordlicht02 » 27.04.16, 18:01

lucid hat geschrieben: Wenn man die Liste möglicher Eliten durchgeht stellt man fest, dass fast alles eindeutig nicht zutrifft: Punks sind nicht reich, stark, schön, künstlerisch, usw.
Abgesehen von etlichem anderen Quatsch, den ich in Ihren Beiträgen gelesen habe: Kann es sein, dass Sie ein ausgeprägtes und verallgemeinerndes Schubladendenken haben?
Hier nur eines von etlichen Beispielen, die Ihre krude These widerlegen.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

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