Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

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fool1
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von fool1 » 27.04.16, 18:44

Moin!
lucid hat geschrieben:Ergänzend:..
Dann habe ich ihre Quellenangaben überlesen?

Nordland hat geschrieben:Du willst es mir wirklich negativ anrechnen, dass ich mich nicht mit dir treffen möchte? Ja, richtig, ich kneife.
Das habe ich beim letzten doch auch nicht :o
Nordland hat geschrieben:Liegt daran, dass wir vielleicht irgendwann Seite an Seite stehen müssen. Ich hoffe, dann bist du es nicht, der rennt(nettes Lied übrigens)
Während einer Zombie Apokalypse könnte ich mir dies vorstellen :) Und ich hoffe du bist dann nicht der mit nem losen Mundwerk aus sicherer Distanz :wink:
Ich wäre in dieser Sache durch.


Gruss fool1
Zuletzt geändert von fool1 am 27.04.16, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
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Ronny1958
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Ronny1958 » 27.04.16, 18:55

lucid hat geschrieben:Nein. Es sind keine Deutsche.
Die Politik kann zwar leicht die Staatsangehörigkeit verschenken, aber die deutsche Sprache und die Bedeutung von Worten ändern, das sind grössere Projekte mit denen man grade erst angefangen hat.
Selten einen solchen geistigen Dünnpfiff gelesen.

Nach diesem hanebüchenen Unsinn kann sich Nordland wieder mal gleichgesinnter Gesellschaft auf meiner ignoreliste sicher sein.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Nordland
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 27.04.16, 21:01

fool1 hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Liegt daran, dass wir vielleicht irgendwann Seite an Seite stehen müssen. Ich hoffe, dann bist du es nicht, der rennt(nettes Lied übrigens)
Während einer Zombie Apokalypse könnte ich mir dies vorstellen :) Und ich hoffe du bist dann nicht der mit nem losen Mundwerk aus sicherer Distanz
Aber hallo. Schließlich habe ich gedient.
fool1 hat geschrieben:Ich wäre in dieser Sache durch.
Gut. Ich denke dennoch, du hast verstanden, dass man es sich nicht immer so einfach machen kann, wie die Dinge auf dem Papier erscheinen.
Ronny1958 hat geschrieben:Nach diesem hanebüchenen Unsinn kann sich Nordland wieder mal gleichgesinnter Gesellschaft auf meiner ignoreliste sicher sein.
Warum kündigst du das eigentlich jedes Mal so großartig an, wenn du jemanden auf deine Ignoreliste setzt? Das interessiert keinen Menschen. Übrigens hast du bei lucid tatsächlich die entscheidenden und zutreffenden Gedanken wiedergegeben. So dumm bist du also gar nicht, wie du immer tust.
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 27.04.16, 22:35

nordlicht02 hat geschrieben:
lucid hat geschrieben: Wenn man die Liste möglicher Eliten durchgeht stellt man fest, dass fast alles eindeutig nicht zutrifft: Punks sind nicht reich, stark, schön, künstlerisch, usw.
Abgesehen von etlichem anderen Quatsch, den ich in Ihren Beiträgen gelesen habe: Kann es sein, dass Sie ein ausgeprägtes und verallgemeinerndes Schubladendenken haben?
Hier nur eines von etlichen Beispielen, die Ihre krude These widerlegen.
Ich nenne es Abstraktion.

Aber auch ich gebe zu, dass es ein paar hybsche Punks gibt; es gibt schliesslich auch rationale Frauen.

Blaise
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Blaise » 28.04.16, 12:37

Ronny1958 hat geschrieben:Nach diesem hanebüchenen Unsinn kann sich Nordland wieder mal gleichgesinnter Gesellschaft auf meiner ignoreliste sicher sein.
Nicht nur auf Deiner! Manchmal überrascht mich noch, dass sich solche User in ihrer Blödheit noch überbieten wollen. Wobei das bei Nordland schwierig wird... :devil:
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Ronny1958 » 28.04.16, 13:54

...
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 28.04.16, 18:44

Blaise hat geschrieben:Nicht nur auf Deiner! Manchmal überrascht mich noch, dass sich solche User in ihrer Blödheit noch überbieten wollen. Wobei das bei Nordland schwierig wird...
Aber Blaise... Wenn Ronny doch schon mit seinem Versuch gescheitert ist, mich durch Provokationen aus der Ruhe zu bringen, dann wirst du es sicherlich auch nicht schaffen. Ich setze mich lieber mit Sachargumenten auseinander. Wobei da bei dir - ebenso wie bei deinem Mitstreiter - ziemliche Ebbe zu herrschen scheint.

Willst du angesichts dessen tatsächlich eine Diskussion darüber anfangen, wer von uns beiden der gescheiterte Polizist ist? Nicht doch - denn dein Festhalten an überkommenen Idealen findet höchstens noch von Vertretern der regierenden Institutionen Anklang, scheitert aber offenbar bei den Kollegen und an der tagtäglichen Realität.
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 29.04.16, 06:50

Nordland hat geschrieben:Ich setze mich lieber mit Sachargumenten auseinander. Wobei da bei dir - ebenso wie bei deinem Mitstreiter - ziemliche Ebbe zu herrschen scheint.
Auf Deine "Sachargumente" warte ich immer noch... oder waren Dir die Fragen nicht genehm?

Ronny1958
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Ronny1958 » 29.04.16, 13:07

@Cordelia:

Vor, zur Tafel, Du schreibst jetzt 100 Mal: "Ich soll den Troll nicht füttern."
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von PurpleRain » 29.04.16, 13:50

Ronny1958 hat geschrieben:Vor, zur Tafel, Du schreibst jetzt 100 Mal: "Ich soll den Troll nicht füttern."
Nee, dann verhungerst Du doch :lachen:
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von fool1 » 29.04.16, 15:33

Moin!
Cordelia hat geschrieben:Auf Deine "Sachargumente" warte ich immer noch... oder waren Dir die Fragen nicht genehm?
So oder so,die Antwort wird er sich aller Voraussicht nach verkneifen :wink: Erwartest du denn noch etwas Sub­s­tan­zi­elles?
Möge die Zombie Apokalypse nie über uns hereinbrechen.

Gruss fool1
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 29.04.16, 18:48

Cordelia hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Ich setze mich lieber mit Sachargumenten auseinander. Wobei da bei dir - ebenso wie bei deinem Mitstreiter - ziemliche Ebbe zu herrschen scheint.
Auf Deine "Sachargumente" warte ich immer noch... oder waren Dir die Fragen nicht genehm?
Doch, nur bin ich davon ausgegangen, dass ich zum Thema bereits sehr viele Erläuterungen gegeben habe. Gerne antworte ich aber noch. Wenn du ggf. die dir besonders wichtig erscheinenden Fragen heraussuchst, wäre ich dir dankbar.

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Da du aber das Thema der Zukunft unserer Sozialsysteme vor dem Hintergrund des nahezu ungebrochenen Flüchtlingszustroms angesprochen hast, möchte ich auf einen interessanten Artikel hinweisen:
ZEIT Online | Flüchtlinge kosten bis zu 400 Milliarden Euro hat geschrieben:Finden alle Flüchtlinge gute Jobs, werden die Staatsfinanzen sogar entlastet. Gelingt die Integration am Arbeitsmarkt nicht, zahlen alle drauf, rechnet eine Studie vor.
An diesem Beispiel sieht man übrigens auch, warum sich so lange nichts getan hat, warum die Regierung den notwenigen Paradigmenwechsel scheut, warum Leute wie fool oder du weiterhin so ungeniert an der Willkommenskultur festhalten. Denn das Ergebnis dieser Studie - so richtig, wie es auch ist - eignet sich bestens als Ausflucht.

Die Kernbotschaft habe ich zitiert. Ob die finanzielle Belastung gravierend wird oder nicht, hängt von der Integration ab. Da kann man jetzt leicht sagen: Na gut, dann muss eben die Integration klappen. Man kann sogar konkrete Vorschläge machen. Integrationskurse, in denen man zum Beispiel den (bei uns gebotenen) Umgang mit Frauen lernt. Oder wichtige Grundsätze unserer Verfassung, wie etwa die Glaubensfreiheit, damit die Leute lernen, dass hier die Scharia grad mal nicht gilt.

Man sieht: Eine Ausflucht. Man macht sich abhängig von dem Erfolg von Lehrbemühungen. Der Mann mit zweijähriger Schulbildung muss ausbildungsreif werden. Die Leute, die schon in der Erstaufnahmeeinrichtung Christen attackiert haben, müssen Demokraten werden. Die Menschen, die Deutschland nur von Gerüchten über "Begrüßungsgeld von Mutti Merkel" und winkenden Arbeitsplätzen kennen, müssen eine Identität zu ihrem Aufnahmeland entwickeln.

Das klappt nicht. Dass Deutschland eine Million Einwanderer zumeist aus dem islamischen Kulturkreis pro Jahr integrieren kann, ist so wahrscheinlich, wie dass man in Deutschland ein Perpetuum Mobile entwickelt, fliegende Schweine züchtet oder den 1. FC Köln zu einem nachhaltig erfolgreichen Fußballverein macht.

Es erschwert eine sachlich geführte Diskussion, wenn die Grundlage für diese Diskussion in einer Wette ("Wir schaffen das") besteht. Die Briten, Franzosen oder Dänen haben aus leidvoller Erfahrung gelernt, dass diese Wette auf das Ewiggestrige nicht gewonnen wird. Sie haben die gescheiterte Integration tagtäglich vor Augen.
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von fool1 » 29.04.16, 19:20

Moin!
Nordland hat geschrieben:Doch, nur bin ich davon ausgegangen, dass ich zum Thema bereits sehr viele Erläuterungen gegeben habe.
Das stimmt. Wir warten auf Sachargumente.
Nordland hat geschrieben:Gerne antworte ich aber noch. Wenn du ggf. die dir besonders wichtig erscheinenden Fragen heraussuchst, wäre ich dir dankbar.
Du bist zu groß­zü­gig :lachen: Aber diese Sache mit der Aufmerksamkeitsspanne. Mache mir langsam Sorgen.

Folge dem Link von Cordelia.
Fang bei Seite eins an zu lesen.
Beantworte alle Fragen die dir gestellt wurden.
Diskutiere da weiter.

Gruss fool1
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 29.04.16, 20:45

Wenn du ggf. die dir besonders wichtig erscheinenden Fragen heraussuchst, wäre ich dir dankbar.
Um Ausreden nie verlegen... Wie wär's zunächst mal damit:
Sollen wir uns gegenseitig im Lohndumping unterbieten und dann über 800 Ocken Rente jammern?
Die Anzahl der Erwerbspersonen geht zurück, wir brauchen Arbeitskräfte für die Zukunft. Was wir definitiv nicht brauchen ist Lohndumping, prekäre Arbeitsverhältnisse und Ausgrenzung. Mit der „Flüchtlingskrise“ werden politische Maßnahmen eingeläutet, die unter normalen Bedingungen nicht anstandslos akzeptiert würden. Die Bürger fürchten sich doch nicht vor den Flüchtlingen sondern vor allem vor dem sozialen Abstieg nicht zuletzt weil Teile der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden. Die Flüchtlinge sind nicht die Ursache sondern offenbaren das Versagen der Politik. Die Grenzen verlaufen längst zwischen arm und reich, oben und unten. Das Volk wird von den politischen Eliten nicht mehr wahrgenommen und ihre Politik richtet sich immer öfter gegen die Interessen der Allgemeinheit. Das ist doch das Kernproblem. Die AFD löst diese Probleme nicht. Mit ihrer marktradikalen und migrantenfeindlichen Einstellung verschärft sie die Probleme nur.
Nordland hat geschrieben:An diesem Beispiel sieht man übrigens auch, warum sich so lange nichts getan hat, warum die Regierung den notwenigen Paradigmenwechsel scheut, warum Leute wie fool oder du weiterhin so ungeniert an der Willkommenskultur festhalten.
Jeder Mensch, der vor einem Krieg flieht oder durch Gewalt oder Hunger bedroht ist, hat Anspruch auf Hilfe. Es gibt aus gutem Grund Menschenrechte die nicht verhandelbar sind. Heute grenzen wir Flüchtlinge aus und morgen?
Nordland hat geschrieben:Es erschwert eine sachlich geführte Diskussion, wenn die Grundlage für diese Diskussion in einer Wette ("Wir schaffen das") besteht.
Es bleibt uns gar keine andere Wahl als es zu schaffen, denn die Wanderungsbewegungen werden sich nicht aufhalten lassen. Mit der Politik der Grenzen verlagern wir nur die Probleme, wir lösen sie nicht. Den gewalttätigen Ausschreitungen werden Radikalisierungen folgen oder glaubst etwa Flüchtlinge setzen bei der Flucht ihr Leben aufs Spiel und gehen dann brav und artig zugrunde? Es ist schon so etwas wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 29.04.16, 21:38

Cordelia hat geschrieben:Um Ausreden nie verlegen...
Das war keine Ausrede, sondern eine ernstgemeinte Bitte. Ich komme manchmal vielleicht nicht dazu, zu antworten. Ich hätte dich gebeten, dann durchaus mal die Antwort auf die dir wichtig erscheinenden Fragen anzumahnen. Wenn du lieber davon ausgehen möchtest, dass du in allen Punkten recht hast, auf die ich dir nicht mehr explizit antworte, dann bitte: Du hast in allen Punkten recht, auf die ich dir nicht mehr explizit antworte. Zufrieden? Oder ist es vielleicht doch nicht so einfach?
Cordelia hat geschrieben:Wie wär's zunächst mal damit:
Sollen wir uns gegenseitig im Lohndumping unterbieten und dann über 800 Ocken Rente jammern?
Okay, gerne. Also, das Lohndumping per Regulierung (Mindestlohn) zu verhindern, kann immer nur die zweitbeste Lösung sein. Denn sie zeigt doch, dass es die Tendenz zu Niedriglöhnen gibt. Zudem wird man die Regulierung zu umgehen versuchen. Glaubst du, die "Arbeits"verhältnisse seien sozial, die daraus entstehen, dass sich Leute in Bremen oder Duisburg auf dem Strich anbieten? Die beste Lösung, ist wenn die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt (Angebot und Nachfrage) so gestaltet sind, dass gar kein Druck entsteht. Das geht durch hohe Qualifikationen. Es müssen hochwertige Produkte entwickelt und produziert werden. Dann sind die Arbeitgeber bereit, viel Geld für gut ausgebildete Mitarbeiter zu zahlen. Und dann wird es auch weniger Leute geben für die einfacheren Jobs. Also müssen die Arbeitgeber, die eigentlich prekäre Löhne zahlen wollten, nach Leuten Ausschau halten und höhere Löhne zahlen, um Leute zu finden. Freilich wird das System gebrochen, wenn es einen massiven Zustrom an geringqualifizierten Migranten gibt. Dann kippt das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Und genau deswegen befürworten Teile der Wirtschaftslobby den ungehemmten Zustrom. Das trifft den Ingenieur weniger als den deutschen Lagerarbeiter oder die Gebäudereinigerin. Deswegen sind deine Ansichten zutiefst unsozial.

Und die Rente? Wir leisten es uns doch, gut ausgebildete, gesundheitlich oftmals noch fitte Beschäftigte mit 63 in Rente zu schicken. Nicht auf ein höheres Renteneintrittsalter hinzuwirken, oder am besten dessen Abschaffung, fördert die Altersarmut und darüber hinaus das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, das man heute schon ab 50 von der Gesellschaft eingeflößt bekommt.
Cordelia hat geschrieben:Die Anzahl der Erwerbspersonen geht zurück, wir brauchen Arbeitskräfte für die Zukunft.
Wenn du deine 50-jährigen Kolleginnen und Kollegen nicht dazuzählst, dann finde ich es höhnisch, überhaupt das Wort Migration in den Mund zu nehmen.
Cordelia hat geschrieben:Was wir definitiv nicht brauchen ist Lohndumping, prekäre Arbeitsverhältnisse und Ausgrenzung.
Soll ich jetzt zum x-ten Mal erklären, was ein Markt ist und dass auch der Arbeitsmarkt ein solcher ist? Sag doch mal bitte, was du daran nicht verstanden hast.
Cordelia hat geschrieben:Die Bürger fürchten sich doch nicht vor den Flüchtlingen sondern vor allem vor dem sozialen Abstieg nicht zuletzt weil Teile der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden. Die Flüchtlinge sind nicht die Ursache sondern offenbaren das Versagen der Politik. Die Grenzen verlaufen längst zwischen arm und reich, oben und unten. Das Volk wird von den politischen Eliten nicht mehr wahrgenommen und ihre Politik richtet sich immer öfter gegen die Interessen der Allgemeinheit.
Das sind doch die typischen Allgemeinplätze, die keinem weiterhelfen. Oben und unten, abgehobene Politiker, Eliten, das Volk wird nicht mehr wahrgenommen... Das höre ich schon, seit ich in der 9. Klasse GK-Unterricht hatte.

Einige Teile des Volkes fühlen sich schlecht behandelt? Klar, würde ich auch, wenn ich von 800 Zloty Rente leben müsste und 5 Euro Erhöhung bekäme. Aber das liegt nicht daran, dass sich einige Politiker als Elite fühlen, denn dann wären sie nicht in die Politik gegangen. Das liegt an handwerklichen Fehlern und falschem Schwerpunktdenken. Ich habe es doch oben beschrieben: Siehe etwa die dumme Entscheidung, eine Rente mit 63 zu beschließen. Da werden potenzielle Beitragszahler ohne Abschläge in die Rente geschickt und am Ende wundert man sich über das geringe Rentenniveau. Oder Mindestlohn in Frankreich: Klingt toll, hilft denjenigen, die einen Job haben, und am Ende wundert man sich über die hohe Jugendarbeitslosigkeit und vergrämte Investoren, die die Arbeitsplätze in Deutschland oder Skandinavien schaffen. Oder die scheiß hohen Sozialbeiträge bei katastrophaler Versorgungslage (Pflege, Krankenhäuser) in Deutschland. Klar frustriert das viele. Aber sieht keiner den Zusammenhang mit der Abschaffung der Wehrpflicht? Sieht keiner den Zusammenhang mit der Schwarzarbeit oder halblegalen Arbeit, welche durch den unbeschränkten Zuzug von EU-Migranten befördert wird?
Cordelia hat geschrieben:Das ist doch das Kernproblem. Die AFD löst diese Probleme nicht. Mit ihrer marktradikalen und migrantenfeindlichen Einstellung verschärft sie die Probleme nur.
Doch. Man kann vieles verbessern. Und wir müssen uns von niemandem etwas wegnehmen lassen.
Cordelia hat geschrieben:Jeder Mensch, der vor einem Krieg flieht oder durch Gewalt oder Hunger bedroht ist, hat Anspruch auf Hilfe.
Klingt gut, ist aber nicht das, was du hier kontinuierlich vertrittst. Du vertrittst, dass alle Menschen - auch Wirtschaftsmigranten - kommen dürfen. Und zwar speziell nach Deutschland.
Cordelia hat geschrieben:Es bleibt uns gar keine andere Wahl als es zu schaffen, denn die Wanderungsbewegungen werden sich nicht aufhalten lassen.
Was für ein Unsinn. Man kann doch nicht kategorisch gegen alles sein, was die Wanderungsbewegungen aufhält, und dann behaupten, die Wanderungsbewegungen seien nicht aufzuhalten. Erinnerst du dich noch an die Zeit, als die Handys aufkamen? Da hast du lange gesagt, dass du keines bräuchtest. Als du dann eins hattest, hast du den anderen dargelegt, dass es doch so praktisch sei.

Wir brauchen nationale Grenzsicherung. Wir brauchen Zurückweisungen ohne Scheindiskussionen um angebliche Schießbefehle. Wir brauchen im Inneren Re-Migrationsanstrengungen (Abschiebungen, keine Einbürgerungen, keine Teilnahme an unseren Sozialsystemen selbst bei anerkannten Flüchtlingen usw.).
Cordelia hat geschrieben:Mit der Politik der Grenzen verlagern wir nur die Probleme, wir lösen sie nicht. Den gewalttätigen Ausschreitungen werden Radikalisierungen folgen oder glaubst etwa Flüchtlinge setzen bei der Flucht ihr Leben aufs Spiel und gehen dann brav und artig zugrunde? Es ist schon so etwas wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Sich von Randale einschüchtern lassen? Feigheit vor dem Feind hat noch nie etwas gebracht.
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