Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

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Cordelia
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 01.05.16, 20:26

windalf hat geschrieben:Wenn man von dem Gehalt nicht leben könnte, dann würde den Job ja niemand machen...
Mit Hartz IV wurde der Druck auf Erwerbslose massiv verstärkt, sie sind gezwungen jeden Job anzunehmen sonst drohen Sanktionen in Form von Leistungskürzungen. Auf die Qualifikation kommt es nicht an. So wird dem Niedriglohnsektor regelmäßig Personal zugeführt.
windalf hat geschrieben:Es ist wohl so ziemlich das Einzige (abgesehen von bereits Kohle ohne Ende haben), was Schutz davor bietet.

Spätestens seit der Pisa-Studie dürfte jeder wissen, dass der Bildungsaufstieg in Deutschland mehr als anderswo abhängig von der Herkunft ist. Daran hat sich auch nichts geändert.
windalf hat geschrieben:Und ist das jetzt ungerecht. Er bezieht dann ja auch länger Rente als derjenige der mit 67 in Rente geht...
Bereits heute geht fast ein Viertel aller 55- bis 64-jährigen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente, vor allem in Berufen wie Hilfsarbeiter, Maurer, zunehmend auch Alten- und Krankenpfleger und Erzieherinnen. Tätigkeiten die häufig eine gewisse körperliche Belastbarkeit voraussetzen und nicht unbedingt zu den bestbezahltesten Berufen zählen. Dazu hat ein Arbeitnehmer mit Ende 50 bei Arbeitsplatzverlust kaum mehr eine Chance auf einen adäquaten Arbeitsplatz. Bei diesen Arbeitnehmern wird die Rente deutlich niedriger ausfallen, vielen Betroffenen droht Altersarmut.
windalf hat geschrieben:Hübsch bei Forderungen dieser Art ist es immer noch zu sagen, wie das konkret finanzeirt werden soll bzw. wer am Ende dafür löhnen soll...
Allein durch Steuerhinterziehung und –vermeidung geht der EU jährlich ein Betrag von rund 1 Bio. Euro durch die Lappen. In Deutschland sind es jährlich immerhin noch geschätzte 100 Milliarden Euro. Die jährlichen Zuwendungen an Flüchtlinge, Staat, Länder und Gemeinden werden bei 1 Mio. Flüchtlinge pro Jahr auf 12,5 Milliarden geschätzt. Da bliebe noch reichlich Spielraum. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Passend zum Thema: Prof. Sinn im Interview zu Mindestlohn und Exportüberschüssen
Löhne nicht hochzwingen

Nordland
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 01.05.16, 20:42

nordlicht02 hat geschrieben:
lucid hat geschrieben:Und erst recht nicht Flüchtlinge, die zu den reichsten Menschen auf dieser Erde gehören, wie man leicht an den Schleusungskosten sieht.
Vielleicht sollten Sie sich auch mal informieren, wie das Gros der Flüchtlinge sich das Geld für die Schleuser zusammenkratzt, bevor Sie einen derart hanebüchen Schwachsinn von sich geben! Das sind ja Perfida- und AfDeppen-Parolen par excellence.
Wahnsinn. Aber wie wäre es mal mit einer Kontrollüberlegung? Du schreibst, die bei uns ankommenden Flüchtlinge hätten das Geld für die Schleuser mühsam zusammengekratzt. Heißt das nicht automatisch, dass zumindest die Ärmsten der Armen nicht zu uns kommen? Und dass viele Familien bloß einzelne Familienmitglieder (meist einer oder zwei der Söhne) nach Westeuropa schicken, weil sie hoffen, dass von ihnen Geld geschickt wird? Die Schleuserkosten als Investition in der Hoffnung auf Erträge sozusagen.

Daraus folgen im Wesentlichen zwei Konsequenzen. Zum einen sehen wir, wie scheinheilig es ist, wenn wir im Zuge der Aufnahme von Flüchtlingen so tun, als würden wir den Ärmsten der Armen helfen. Die Wahrheit ist, dass wir unser scheinbar humanistisches Ego an denjenigen ausleben, die gerade mal zu uns kommen. Und zweitens müsste uns klar sein, dass wir durch die Aufnahme dieser Wirtschaftsflüchtlinge dafür sorgen, dass der Strom nicht abreißt. Das ist wie mit dem Brunnen in Afrika. Wir bauen ihn und anfangs funktioniert er. Die Menschen holen sich Wasser und die hygienischen Bedingungen verbessern sich. Aber mittel- und langfristig werden immer mehr Menschen zu diesem Brunnen strömen. Er wird irgendwann nicht ausreichen und dann beginnen die Verteilungskämpfe. Bei den Flüchtlingen können wir bis zu einem gewissen Grad denjenigen helfen, die zuerst kommen. Selbst wenn die Integration dieser Menschen klappte, dann würde das dafür sorgen, dass tatsächlich Geld in die Heimat fließt und immer mehr kommen. Das würde exakt solange gehen, bis unsere Systeme platzen. Und wir sind auf dem besten Weg dahin.

Von einem Journalisten würde ich übrigens erwarten, dass er selbst auf diese Gedanken kommt. Von einem guten jedenfalls.
Es ist unser Land.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von nordlicht02 » 01.05.16, 20:57

Nordland hat geschrieben: Von einem Journalisten würde ich übrigens erwarten, dass er selbst auf diese Gedanken kommt. Von einem guten jedenfalls.
Ich habe, sicherlich im Gegensatz zu Ihnen, mit genügend Flüchtlingen, Helfern, Kommunal-, Kreis- und Landespolitikern gesprochen und bin durchaus in der Lage, mir ein Bild zu machen. Darauf, dass ich mir Perfida- oder AfDeppen-Gedankengut aneigne, können Sie lange warten. Und die Qualität meiner Arbeit beurteilen Gott sei Dank nicht Sie, sondern die Redaktionen für die ich arbeite und unsere Leser.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Nordland » 01.05.16, 21:30

Was denn nun? Hast du die von mir skizzierten Zusammenhänge erkannt oder nicht?
nordlicht02 hat geschrieben:Ich habe, sicherlich im Gegensatz zu Ihnen, mit genügend Flüchtlingen, Helfern, Kommunal-, Kreis- und Landespolitikern gesprochen und bin durchaus in der Lage, mir ein Bild zu machen.
Das ist sehr löblich, solange du nicht mit einer vorgefassten Meinung zu diesen Menschen fährst und dir aus den Besuchen diejenigen Aspekte herausgreifst, die deine Sichtweise bestätigen. Das würde nämlich stark an einen anderen Journalisten erinnern, der dieses Prinzip bis zur Perfektion auslebt, nämlich Jürgen Todenhöfer. Dieser besitzt eine zutiefst antiwestliche, antisemitische und islam-apologetische Einstellung. Und um diese scheinbar glaubwürdig zu vertreten, reist er in den Nahen Osten, in das Gebiet des islamischen Staates usw. Danach behauptet er, er habe sich von allem ein Bild vor Ort ein Bild machen können und erweckt den Eindruck, er könne alles besser beurteilen. Die meisten anderen waren schließlich noch nicht vor Ort.

Übrigens, ich habe in meinen Ausführungen dargelegt, warum die Flüchtlingspolitik selbst dann scheitern wird, wenn die Integration bei den ersten Flüchtlingen gelingt. Und dies ist leider sehr realitätsnah. Wie sollen denn deiner Meinung nach die Flüchtlingswelle eindämmen, wenn wir bei denjenigen, die es zufällig (oder mit Geld) als erste zu uns geschafft haben, so viel Arbeit investieren? Hast du das bei deinen Besuchen auch eruieren können?
Es ist unser Land.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 02.05.16, 11:27

Mit Hartz IV wurde der Druck auf Erwerbslose massiv verstärkt, sie sind gezwungen jeden Job anzunehmen sonst drohen Sanktionen in Form von Leistungskürzungen. Auf die Qualifikation kommt es nicht an. So wird dem Niedriglohnsektor regelmäßig Personal zugeführt.
Zunächst einmal ist wohl eher so, das niemand gezwungen ist Hartz IV zu beantragen. Tut er es doch und findet sich ein Job (auch wenn er schlecht bezahlt ist) hat er mit dem Job immer noch mehr als allein mit Hartz IV....

Ausgangspunkt war
Deutschland braucht aber nicht nur „qualifizierte“ Arbeitnehmer, wie Du es nennst, sondern auch Lagerarbeiter und Gebäudereiniger und auch die müssen von ihrem Gehalt leben können.

Ich sehe dein Problem nicht. Leben können die alle davon. Der Staat stellt ja sicher, dass das so ist indem er im Zweifel entsprechend aufstockt...
Spätestens seit der Pisa-Studie dürfte jeder wissen, dass der Bildungsaufstieg in Deutschland mehr als anderswo abhängig von der Herkunft ist. Daran hat sich auch nichts geändert.
Nur weil es schwerer ist als anderswo heißt das noch lange nicht, dass es insgesamt schwer ist. Auch in Deutschland ist mehr oder weniger jeder Schmied seines eigenen Glückes. Wer "vorankommen will" kann das problemlos. Dank Internet heute einfacher als jemals sonst. Das diese Einstellung von den Eltern ggf. nicht vorgelebt wird mag ja sein aber trotzdem kann noch jeder selbst die Entscheidung treffen auf Bildung zu sezten und kommt an diese Ressource auch problemlos und nahezu kostenlos heran, wenn er/sie das möchte...
Bereits heute geht fast ein Viertel aller 55- bis 64-jährigen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente, vor allem in Berufen wie Hilfsarbeiter, Maurer, zunehmend auch Alten- und Krankenpfleger und Erzieherinnen. Tätigkeiten die häufig eine gewisse körperliche Belastbarkeit voraussetzen und nicht unbedingt zu den bestbezahltesten Berufen zählen.
Ja und was soll nun die Lösung sein. Es kann wohl kaum die Lösung sein da ein halbes Jahrhundert Rente zu zahlen. Es überrascht auch keinen, dass das so ist. Es liegt also an jedem selbst dafür zu sorgen a) entweder mit erreichen des Alters entsprechend vorgesorgt zu haben oder b) sich auf dem langen Weg zum alter entsprechend fortzubilden um dann noch am Arbeitsmarkt gefragt zu sein.
Dazu hat ein Arbeitnehmer mit Ende 50 bei Arbeitsplatzverlust kaum mehr eine Chance auf einen adäquaten Arbeitsplatz.
Was würde denn deiner Meinung nach ein adäquater Arbeitsplatz sein? Wodurch zeichnet der sich aus?
Allein durch Steuerhinterziehung und –vermeidung geht der EU jährlich ein Betrag von rund 1 Bio. Euro durch die Lappen. In Deutschland sind es jährlich immerhin noch geschätzte 100 Milliarden Euro. Die jährlichen Zuwendungen an Flüchtlinge, Staat, Länder und Gemeinden werden bei 1 Mio. Flüchtlinge pro Jahr auf 12,5 Milliarden geschätzt. Da bliebe noch reichlich Spielraum.
Das Argument ist ja wohl super arm. Nur weil irgendwo anders noch mehr Geld zum Fenster rausgeworfen wird ist das kein Argument es bei dem eigenen Thema auch zu tun...
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Eben. Jeder der Arbeiten will findet bei den aktuellen Rahmenbedingungen auch problemlos einen Job...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 03.05.16, 05:47

Cordelia hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:Und ist das jetzt ungerecht. Er bezieht dann ja auch länger Rente als derjenige der mit 67 in Rente geht...
Bereits heute geht fast ein Viertel aller 55- bis 64-jährigen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente, vor allem in Berufen wie Hilfsarbeiter, Maurer, zunehmend auch Alten- und Krankenpfleger und Erzieherinnen. Tätigkeiten die häufig eine gewisse körperliche Belastbarkeit voraussetzen und nicht unbedingt zu den bestbezahltesten Berufen zählen. Dazu hat ein Arbeitnehmer mit Ende 50 bei Arbeitsplatzverlust kaum mehr eine Chance auf einen adäquaten Arbeitsplatz. Bei diesen Arbeitnehmern wird die Rente deutlich niedriger ausfallen, vielen Betroffenen droht Altersarmut.
windalf hat geschrieben:Hübsch bei Forderungen dieser Art ist es immer noch zu sagen, wie das konkret finanzeirt werden soll bzw. wer am Ende dafür löhnen soll...
Allein durch Steuerhinterziehung und –vermeidung geht der EU jährlich ein Betrag von rund 1 Bio. Euro durch die Lappen. In Deutschland sind es jährlich immerhin noch geschätzte 100 Milliarden Euro. Die jährlichen Zuwendungen an Flüchtlinge, Staat, Länder und Gemeinden werden bei 1 Mio. Flüchtlinge pro Jahr auf 12,5 Milliarden geschätzt. Da bliebe noch reichlich Spielraum. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Steuerhinterziehung wird in Deutschland in Höhe von 1-2 Mrd. EUR pro Jahr festgestellt (realisieren kann man noch weniger) . D.h. Flüchtlinge sind ca. 10x so teuer wie die ermittelte Steuerhinterziehung.
Der einzige noch halbwegs vertretbare Ansatz zur Schätzung von unbekannter Hinterziehung geht über Schattenwirtschaftsschätzungen, da kommt man auf bis zu 14 Mrd. pro Jahr, davon aber ein grosser Teil Schwarzarbeit die ohne Hinterziehung nicht stattfände.

Die 12.5 Mrd. sind auch nur die direkten Transfers, also nur ein Teil der Kosten. Zu den Gesamtkosten gibt es Schätzungen von bis zu 50 Mrd. EUR pro Jahr, aber die sind (bisher) nicht viel besser als die Schätzungen zur Hinterziehung.
Letztlich heisst das aber alles nichts, weil Steuerhinterziehung nicht zu verhindern ist. Deutschland ist schon eines der Länder mit der höchsten Steuerehrlichkeit überhaupt. Einen Finanzierungsvorschlag hast du also bisher nicht gemacht. Aber kennt man ja bei Frauen: sich teure Sachen wünschen und das Bezahlen dem Mann überlassen. :] (Sorry..!)


Bzgl. der Rente hast du nicht ganz Unrecht, es gibt da zwei Gerechtigkeitsprobleme bei Geringverdienern: Sie sterben früher und beziehen deshalb weniger lange Rente, was das Äquivalenzprinzip verletzt. Ausserdem landen Sie oft unterm Sozialhilfesatz und sind dann gleichgestellt mit Leuten die nie gearbeitet haben. Viel schlimmer ist aber die extreme Benachteiligung von Familien gegenüber Kinderlosen. Etwa 10% des Lebenseinkommens werden von Familien an Kinderlose umverteilt. Die AFD ist die einzige Partei die das ändern will (durch Halbierung der Beitragssätze von Familien mit 2 Kindern).

lucid
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 03.05.16, 06:21

windalf hat geschrieben:
Mit Hartz IV wurde der Druck auf Erwerbslose massiv verstärkt, sie sind gezwungen jeden Job anzunehmen sonst drohen Sanktionen in Form von Leistungskürzungen. Auf die Qualifikation kommt es nicht an. So wird dem Niedriglohnsektor regelmäßig Personal zugeführt.
Zunächst einmal ist wohl eher so, das niemand gezwungen ist Hartz IV zu beantragen. Tut er es doch und findet sich ein Job (auch wenn er schlecht bezahlt ist) hat er mit dem Job immer noch mehr als allein mit Hartz IV....
Das Unrecht liegt darin, dass diese Leute ohne den migrationsbedingten Niedriglohnsektor nie Sozialhilfe gebraucht hätten.
Der Staat hat die gesamte deutsche Unterschicht zu Bettlern gemacht.
Das Hauptproblem ist auch kein finanzielles, sondern dass der Staat diese Leute durch Zerstörung ihrer Lebensgrundlage zwingt sich durch betteln zu entwürdigen.
Und warum? Weil die Politik mehr bunt möchte.

Wegen solcher Vorfälle gab es früher Aufstände und Revolutionen; heute funktioniert die soziale Kontrolle leider besser; fragt sich wielange noch.

windalf
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 03.05.16, 07:36

Das Unrecht liegt darin, dass diese Leute ohne den migrationsbedingten Niedriglohnsektor nie Sozialhilfe gebraucht hätten.
Das ist Blödsinn. Es mag vereinzelt Fälle geben aber es gab vorher für bestimmte niedrige Qualifikationsniveaus in Deutschland kein Arbeitsmarkt bei dem man ohne Aufstockung a la Hartz IV nicht leben konnte und es gibt auch nach der Zuwanderung keinen...
Der Staat hat die gesamte deutsche Unterschicht zu Bettlern gemacht.
Es mag sein, dass die jetzt mit noch mehr Leuten mit niedrigem Qualifikationsniveau konkurrieren. Daran, dass deren Qualifikationsniveau niedrig ist sind die aber selbst Schuld. Hätte ja jeder mehr aus sich machen können. Jeder der die Schule in Deutschland besucht kann das an Wissen mitnehmen, was er benötigt um am Arbeitsmarkt konkurrieren zu können. Wer in der Schule durchschläft kann sich später wohl kaum noch zu recht beschweren...
Das Hauptproblem ist auch kein finanzielles, sondern dass der Staat diese Leute durch Zerstörung ihrer Lebensgrundlage zwingt sich durch betteln zu entwürdigen.
Totaler Blödsinn. Mit Hartz IV ist ein Betteln überhaupt nicht notwendig. Diverse Studenten schlagen sich mit weniger durch...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Ronny1958 » 03.05.16, 08:08

Ich hätte nie gedacht, dass ich in dieser Problematik mal einer Meinung mit Dir sein könnte, aber dank des von mir ignorierten, aber von Dir leider zitierten Users, scheinen sich jedenfalls Gemeinsamkeiten zu ergeben. :devil:
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 03.05.16, 10:34

Nordland hat geschrieben:Heißt das nicht automatisch, dass zumindest die Ärmsten der Armen nicht zu uns kommen?
Das spricht doch aber auch gegen Deine These, dass sich alle Flüchtlinge oder gar die ganze Welt auf den Weg nach Deutschland machen.
Nordland hat geschrieben:Zum einen sehen wir, wie scheinheilig es ist, wenn wir im Zuge der Aufnahme von Flüchtlingen so tun, als würden wir den Ärmsten der Armen helfen. Die Wahrheit ist, dass wir unser scheinbar humanistisches Ego an denjenigen ausleben, die gerade mal zu uns kommen.
Nur mal kurz zur Erinnerung: Der Auslöser für den starken Anstieg der Flüchtlinge 2015 war die Kürzung der humanitären Hilfe. Anstatt Flüchtlingslager zu stabilisieren finanzieren wir zwielichtige Despoten und Inhaftierungszentren. Wer offene Grenzen für Freihandel fordert, kann nicht die Grenzen für Menschen dicht machen. Das einzige Ziel Europas scheint nur noch darin zu bestehen, Menschen daran zu hindern nach Europa zu kommen. Deren Rechte spielen so wenig eine Rolle wie der gesellschaftliche Widerstand gegen das Freihandelsabkommen, das ausschließlich Großkonzernen und Superreichen dient. Gibt es mittlerweile keine anderen Werte mehr als Wirtschaftsinteressen? Wessen "Ego" wird hier ausgelebt?
windalf hat geschrieben:Nur weil es schwerer ist als anderswo heißt das noch lange nicht, dass es insgesamt schwer ist. Auch in Deutschland ist mehr oder weniger jeder Schmied seines eigenen Glückes. Wer "vorankommen will" kann das problemlos. Dank Internet heute einfacher als jemals sonst. Das diese Einstellung von den Eltern ggf. nicht vorgelebt wird mag ja sein aber trotzdem kann noch jeder selbst die Entscheidung treffen auf Bildung zu sezten und kommt an diese Ressource auch problemlos und nahezu kostenlos heran, wenn er/sie das möchte...

Formale Chancengleichheit ersetzt nicht reale Chancengleichheit zumal der finanzielle Background oft ein Handicap ist. Solche Diskussionen erinnern mich immer wieder an einen Spruch von George Carlin:

Regierungen wollen keine Bevölkerung mit der Fähigkeit des kritischen Denkens.
Sie wollen fügsame, obrigkeitshörige Arbeiter.
Menschen also, die gerade mal schlau genug sind, die Maschine am laufen zu halten,
doch gleichzeitig auch dumm genug, ihre Situation widerstandslos zu akzeptieren.
windalf hat geschrieben:Ja und was soll nun die Lösung sein. Es kann wohl kaum die Lösung sein da ein halbes Jahrhundert Rente zu zahlen. Es überrascht auch keinen, dass das so ist. Es liegt also an jedem selbst dafür zu sorgen a) entweder mit erreichen des Alters entsprechend vorgesorgt zu haben oder b) sich auf dem langen Weg zum alter entsprechend fortzubilden um dann noch am Arbeitsmarkt gefragt zu sein.
Eigenverantwortung schützt vor Krankheit nicht. Wer Erwerbsminderungsrente bezieht hat krankheitsbedingt Mehrkosten zu schultern und gleichzeitig erhebliche Einkommensverluste hinzunehmen. Finanziell vorsorgen kann auch nur wer gut verdient. Mit Einstieg in die staatlich subventionierte Privatvorsorge ging die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus einher. Die Riester-Rente ist kläglich gescheitert, profitiert haben wieder mal nur die Versicherungskonzerne.
windalf hat geschrieben:Was würde denn deiner Meinung nach ein adäquater Arbeitsplatz sein? Wodurch zeichnet der sich aus?
Ein gleichwertiger oder vergleichbarer Arbeitsplatz gemessen an der vorzuweisenden Qualifikation
windalf hat geschrieben:Das Argument ist ja wohl super arm. Nur weil irgendwo anders noch mehr Geld zum Fenster rausgeworfen wird ist das kein Argument es bei dem eigenen Thema auch zu tun...
Und Steuerhinterziehung wie Steuervermeidung zu ignorieren ist kein rausgeschmissenes Geld?
lucid hat geschrieben:Letztlich heisst das aber alles nichts, weil Steuerhinterziehung nicht zu verhindern ist. Deutschland ist schon eines der Länder mit der höchsten Steuerehrlichkeit überhaupt. Einen Finanzierungsvorschlag hast du also bisher nicht gemacht. Aber kennt man ja bei Frauen: sich teure Sachen wünschen und das Bezahlen dem Mann überlassen. :] (Sorry..!)

Veröffentlichungen wie Luxleaks, Panama Papers oder Commerzbank (15 % in staatlichem Besitz) sind Dir wohl entgangen. In Sachen Geldwäsche liegt Deutschland unter allen EU-Mitgliedsstaaten auf dem zweiten Platz hinter Luxemburg und schneidet mit am schlechtesten ab. Die 100 Mio. Euro ergeben sich aus Aktionen im Finanzsektor und Bewegungen auf dem Immobilienmarkt u.a. und sind das Ergebnis der CbCR-Studie. 2013 hielten 6 der größten Banken zusammen 1636 Zweigunternehmen in Steueroasen. Wer hat, dem wird gegeben. Von unserem Finanzminister war allerdings kaum etwas anderes zu erwarten als erneut Maßnahmen gegen aggressive Steuervermeidung und Steuerhinterziehung zu blockieren, während sich die Mehrheit im Europaparlament für verpflichtende Länderberichte internationaler Konzerne (County-by-country-reporting) einsetzten. Der 10-Punkte-Plan von Schäuble ist Volksverdummung für Leute wie Dich. (Sorry…!)

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 03.05.16, 10:49

Wer offene Grenzen für Freihandel fordert, kann nicht die Grenzen für Menschen dicht machen.
Warum kann er das nicht tun? Diese Schlussfolgerung leuchtet mir nicht ein... Warum soll das nicht funktionieren können?
Das einzige Ziel Europas scheint nur noch darin zu bestehen, Menschen daran zu hindern nach Europa zu kommen.
Ich konkretisiere mal. Das einzig sinnvolle Ziel Europas sollte es sein Menschen die mehr kosten als die einspielen oder anderweitig die Gesellschaftsordnugn stören daran zu hindern nach Europa zu kommen. Warum sollte sich Europa anders aufstellen wollen? Um sich selbst in die Eier zu treten?
Formale Chancengleichheit ersetzt nicht reale Chancengleichheit
Der wesentliche Unterschied ist das man selbst die Entscheidung für sich treffen muss und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss.
Eigenverantwortung schützt vor Krankheit nicht. Wer Erwerbsminderungsrente bezieht hat krankheitsbedingt Mehrkosten zu schultern und gleichzeitig erhebliche Einkommensverluste hinzunehmen.
Es gibt immer Einzelschicksale. Aber auch in dem Fall von Erwerbsminderungsrente verteilt der Staat doch schon großzügig um...
Die Riester-Rente ist kläglich gescheitert, profitiert haben wieder mal nur die Versicherungskonzerne.
Das der Staat es versäumt hat hier zu regeln, was maximal abgezwackt werden darf, da sind wir einer Meinung. Ansonsten sehe ich die Riesterrente nicht als gescheitert. Wer wenig verdient muss kaum was einzahlen um eine Förderung zu bekommen und wer noch Kinder hat für den zahlt faktisch der Staat das Produkt...
Ein gleichwertiger oder vergleichbarer Arbeitsplatz gemessen an der vorzuweisenden Qualifikation
Meinst du mit vorzuweisender Qualifikation die, die auf dem Papier steht oder die, die derjengie tatsächlich aktuell noch besitzt (gepaart mit seiner aktuellen Leistungsfähigkeit)
Und Steuerhinterziehung wie Steuervermeidung zu ignorieren ist kein rausgeschmissenes Geld?
Nein aber das ist eine ganz andere Baustelle die mit der aktuell diskutierten überhaupt nichts zu tun hat...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von Cordelia » 03.05.16, 14:48

windalf hat geschrieben:Warum kann er das nicht tun? Diese Schlussfolgerung leuchtet mir nicht ein... Warum soll das nicht funktionieren können?
Die Gewinne des einen sind die Verluste des anderen. Was reiche Regionen durch Freihandelsabkommen an Einkommensplus generieren (und in Steueroasen stecken) fehlt den Schwellen- und Entwicklungsländern. Für die Menschen dort wird es noch mehr Not und Perspektivlosigkeit und damit einen Fluchtgrund mehr geben.

Freihandel zwingt zur Flucht

Welche grotesken Züge das annehmen kann zeigte das Beispiel Indien
Die indische Regierung lässt das WTO-Abkommen zum Freihandel platzen, um weiter staatlich subventionierte Nahrungsmittel an die Armen verteilen zu können.
Auch der Freihandel hat Grenzen
windalf hat geschrieben:Ich konkretisiere mal. Das einzig sinnvolle Ziel Europas sollte es sein Menschen die mehr kosten als die einspielen oder anderweitig die Gesellschaftsordnugn stören daran zu hindern nach Europa zu kommen. Warum sollte sich Europa anders aufstellen wollen? Um sich selbst in die Eier zu treten?
Wir unterziehen Menschenrechte einer Kosten-Nutzen-Rechnung ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Das zeigt doch nur, wie tief wir bereits gesunken sind. Dabei wäre es auch im Interesse Europas Fluchtursachen statt Flüchtlinge zu bekämpfen (siehe Freihandel).
windalf hat geschrieben:Das der Staat es versäumt hat hier zu regeln, was maximal abgezwackt werden darf, da sind wir einer Meinung. Ansonsten sehe ich die Riesterrente nicht als gescheitert. Wer wenig verdient muss kaum was einzahlen um eine Förderung zu bekommen und wer noch Kinder hat für den zahlt faktisch der Staat das Produkt...
Die Privatvorsorge ist tot, es lebe die Privatvorsorge…

Es gibt kein günstigeres und sichereres Modell als das gesetzliche Umlageverfahren das mit rund 1 % Verwaltungskosten auskommt, während bei der Privatvorsorge durch Werbung, Provisionen etc. über 10 % anfallen. Auch ist die gesetzliche Rente nicht dem Risiko sinkender Erträge von Kapitalanlagen ausgesetzt. Der Umbau des Rentenversicherungssystems begann übrigens 1992 mit dem Rentenreformgesetz und dem Ziel die Lohnkosten für die deutsche Exportindustrie zu reduzieren.
windalf hat geschrieben:Nein aber das ist eine ganz andere Baustelle die mit der aktuell diskutierten überhaupt nichts zu tun hat...
Du hast mich gefragt wie das finanziert werden soll nur scheint Dir meine Antwort nicht sonderlich zu gefallen.

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 03.05.16, 18:52

windalf hat geschrieben:
Das Unrecht liegt darin, dass diese Leute ohne den migrationsbedingten Niedriglohnsektor nie Sozialhilfe gebraucht hätten.
Das ist Blödsinn. Es mag vereinzelt Fälle geben aber es gab vorher für bestimmte niedrige Qualifikationsniveaus in Deutschland kein Arbeitsmarkt bei dem man ohne Aufstockung a la Hartz IV nicht leben konnte und es gibt auch nach der Zuwanderung keinen…
Also die Sozialhilfequote (incl Aufstocker) ist von 1961 von 1% auf heute über 10% gestiegen. Also etwa 6-7 Millionen Menschen (9%) , die sich vor 55 Jahren noch selbst ernähren konnten können es jetzt nicht mehr.
Früher konnte man wohl auch als Putzfrau etc. ganz gut zurechtkommen, sagen zumindest meine Eltern (Statistiken für die Unterschicht sind da schwer zu finden aber der Gini Index für Einkommensungleichheit hat in der Zeit wirklich stark zugenommen).

Das Hauptproblem ist auch kein finanzielles, sondern dass der Staat diese Leute durch Zerstörung ihrer Lebensgrundlage zwingt sich durch betteln zu entwürdigen.
Totaler Blödsinn. Mit Hartz IV ist ein Betteln überhaupt nicht notwendig. Diverse Studenten schlagen sich mit weniger durch...
So meinte ich das nicht.

Ich kritisier nicht, dass die Leute auf der Strasse betteln müssen, sondern dass sie beim Staat betteln müssen. Das ist aber im Wesentlichen das gleiche.
Die Entwürdigung liegt ja nicht in der Form sondern überhaupt in dem Eingeständnis, sich nicht selbst unterhalten zu können.

Das schlimme daran ist dass es künstlich ist. Verursacht durch Gutmenschen wie Cordelia, die hier über Wirtschaftspolitik diskutieren will, aber nichtmal einen blassen Schimmer von den Marktgesetzen hat.
Der Staat hat die gesamte deutsche Unterschicht zu Bettlern gemacht.
Es mag sein, dass die jetzt mit noch mehr Leuten mit niedrigem Qualifikationsniveau konkurrieren. Daran, dass deren Qualifikationsniveau niedrig ist sind die aber selbst Schuld. Hätte ja jeder mehr aus sich machen können. Jeder der die Schule in Deutschland besucht kann das an Wissen mitnehmen, was er benötigt um am Arbeitsmarkt konkurrieren zu können. Wer in der Schule durchschläft kann sich später wohl kaum noch zu recht beschweren…
Das ist eine unfaire Betrachtungsweise, weil jeder nur das Bildungsniveau erwerben kann, was seinen natürlichen Fähigkeiten (heisst: IQ) entspricht.
IQ ist erblich und normalverteilt. Die Hälfte der (dt.) Bevölkerung liegt unter 100 und wird niemals Abitur machen können ganz egal wieviel sie sich anstrengen.
Gut, das ändert man grade indem man das Abitur durch Niveausenkung zum Hauptschulabschluss umbaut; aber bis man da fertig ist dürfte es noch dauern. Und bringt eh nichts weil nur kosmetisch.

Durchschnitts-IQ der aussereurop. Migranten ist übrigens eher 70-90 statt 100, weshalb die und ihre Nachfahren immer Unterschicht sein werden, egal mit wieviel Pädagogen und Sozialarbeitern man sie zukippt (zumindest wenn sie weiterhin nur unter sich heiraten).

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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von lucid » 03.05.16, 19:18

Cordelia hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:Warum kann er das nicht tun? Diese Schlussfolgerung leuchtet mir nicht ein... Warum soll das nicht funktionieren können?
Die Gewinne des einen sind die Verluste des anderen. Was reiche Regionen durch Freihandelsabkommen an Einkommensplus generieren (und in Steueroasen stecken) fehlt den Schwellen- und Entwicklungsländern. Für die Menschen dort wird es noch mehr Not und Perspektivlosigkeit und damit einen Fluchtgrund mehr geben.

Freihandel zwingt zur Flucht

Welche grotesken Züge das annehmen kann zeigte das Beispiel Indien
Die indische Regierung lässt das WTO-Abkommen zum Freihandel platzen, um weiter staatlich subventionierte Nahrungsmittel an die Armen verteilen zu können.
Auch der Freihandel hat Grenzen
windalf hat geschrieben:Ich konkretisiere mal. Das einzig sinnvolle Ziel Europas sollte es sein Menschen die mehr kosten als die einspielen oder anderweitig die Gesellschaftsordnugn stören daran zu hindern nach Europa zu kommen. Warum sollte sich Europa anders aufstellen wollen? Um sich selbst in die Eier zu treten?
Wir unterziehen Menschenrechte einer Kosten-Nutzen-Rechnung ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Das zeigt doch nur, wie tief wir bereits gesunken sind. Dabei wäre es auch im Interesse Europas Fluchtursachen statt Flüchtlinge zu bekämpfen (siehe Freihandel).
Verstehst du es echt nicht?

Die Flüchtlingskrise IST Freihandel mit Arbeitssklaven.
Geh mal mit offenen Augen durch ein Rotlichtviertel oder zu einer dieser Strassen wo Ausländer den ganzen Tag rumstehen und versuchen ihre Arbeitskraft stundenweise zu verkaufen. Gibts mittlerweile in jeder dt. Grossstadt.

Die Fluchtursache ist, dass hier höhere Löhne gezahlt werden als in Syrien. Sonst nichts.

Falsch ist, dass Freihandel für die Entwicklungsländern insgesamt schädlich ist.
Richtig ist, dass Freihandel innerhalb des Landes manche Gruppen begünstigt und anderen schadet. Um das zu verhindern braucht man tatsächlich eine Art internen Protektionismus, der die Freihandelsgewinne umverteilt, aber dazu sind diese Länder nicht fähig, obwohl es im Prinzip möglich ist. Von aussen kann man da wenig machen; gut.. man könnte es unterlassen Ihnen die produktivsten Arbeitskräfte zu klauen.

Weil übrigens auch die dt. Verwaltung bisher nicht fähig ist so einen Protektionismus zu implementieren, führt Freihandel mit Flüchtlingen hier zu genau den gleichen Effekten: die Reichen werden reicher und die Armen werden armer.

windalf
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Re: Grundgesetzwidrige Methodik in der Flüchtlingspolitik?

Beitrag von windalf » 04.05.16, 07:37

Welche grotesken Züge das annehmen kann zeigte das Beispiel Indien
In kurz. Es funktioniert also...
Dabei wäre es auch im Interesse Europas Fluchtursachen statt Flüchtlinge zu bekämpfen (siehe Freihandel).
Im Interesse Europas sollte es sein, dass es den eigenen Bürgern maximal gut geht (im Zweifel auf Kosten aller Anderen)
Es gibt kein günstigeres und sichereres Modell als das gesetzliche Umlageverfahren das mit rund 1 % Verwaltungskosten auskommt, während bei der Privatvorsorge durch Werbung, Provisionen etc. über 10 % anfallen. Auch ist die gesetzliche Rente nicht dem Risiko sinkender Erträge von Kapitalanlagen ausgesetzt. Der Umbau des Rentenversicherungssystems begann übrigens 1992 mit dem Rentenreformgesetz und dem Ziel die Lohnkosten für die deutsche Exportindustrie zu reduzieren.
Ich weiß nicht ob dir das klar ist aber das Geld was du heute einzahlst ist auch morgen schon weg. Die gesetzliche Rente verbrieft dir darauf nur ein Recht was eine zukünftige Generation erst noch erwirtschaften muss. Ob die darauf lust haben wird steht völlig in den Sternen. Das sind alles ungedeckte Schecks... Ist wie ein Schneeballsystem. Wer als erstes an der Spitze war hat geerntet ohne jemals selbst einzuzahlen. Alle anderen schleppen das jetzt ewig nach...
Du hast mich gefragt wie das finanziert werden soll nur scheint Dir meine Antwort nicht sonderlich zu gefallen.
Du willst also die Haut des Bären schon verkaufen bevor du ihn erlegt hast. Das erlegen wird sich aber nicht als einfach erweisen. Ich entnehme dem aber mal wenn das erlegen nicht gelingen sollte, dann bist du der Meinung man sollte für die Flüchtlinge keinen Cent ausgeben oder wer soll das sonst bezahlen?
Also die Sozialhilfequote (incl Aufstocker) ist von 1961 von 1% auf heute über 10% gestiegen. Also etwa 6-7 Millionen Menschen (9%) , die sich vor 55 Jahren noch selbst ernähren konnten können es jetzt nicht mehr.
Es liegt wohl eher daran, dass das Anspruchsniveau was man heute abdeckt viel höher ist. Hartz IV/Sozialhilfe deckt viel mehr ab als "sich noch selbst ernähren können"...
Die Entwürdigung liegt ja nicht in der Form sondern überhaupt in dem Eingeständnis, sich nicht selbst unterhalten zu können.
Und jetzt stellen wir uns doch mal die Frage wer ist denn wohl daran Schuld in der Schule durchgeschlafen zu haben...
Das schlimme daran ist dass es künstlich ist. Verursacht durch Gutmenschen wie Cordelia, die hier über Wirtschaftspolitik diskutieren will, aber nichtmal einen blassen Schimmer von den Marktgesetzen hat.
Cordelia will sicher anders verteilen als der eine oder andere aber Markt verstanden hat Sie ganz sicher... Vorwerfen muss man ihr, dass Sie gerne das Geld anderer verteilt und nicht nur ihr Eigenes
Das ist eine unfaire Betrachtungsweise, weil jeder nur das Bildungsniveau erwerben kann, was seinen natürlichen Fähigkeiten (heisst: IQ) entspricht.
Also zunächst einmal nur weil etwas nicht fair ist, ist es nicht falsch. Fair ist die Welt sowieso nicht. Bist du jetzt auch unter die Gutmenschen gegangen?
Es kann vielelicht nicht jeder Einstein sein aber auch der letzte Pfosten mit reichen Eltern bringt es zu was alleine daher, dass seine Eltern ihm eintrichtern er kann was, er muss was machen und ihm im Zweifel einen Job beschaffen. Der ohne reiche Eltern und Kontakte muss halt selbst dafür kämpfen. Machbar ist das aber problemlos. Man muss den Arsch nur selbst hochbekommen und nicht darauf warten, dass andere einen den hinterhertragen...
Durchschnitts-IQ der aussereurop. Migranten ist übrigens eher 70-90 statt 100, weshalb die und ihre Nachfahren immer Unterschicht sein werden, egal mit wieviel Pädagogen und Sozialarbeitern man sie zukippt (zumindest wenn sie weiterhin nur unter sich heiraten).
Der Grund warum der Durschschnitt niedriger ist, ist wohl kaum im Wesentlichen genetisch bedingt. Es könnte auch umgekehrt sein, dass es hierbei sogar einen genetischen Vorteil geben kann. Die Schlussfolgerung das deshalb auch die Kindern noch durchschnittlich dümmer sein müssen ist Blödsinn...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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